Das Pentagramm – Esoterikschmuck für Bann und Schutz

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Das Pentagramm – Esoterikschmuck für Bann und Schutz

Das Pentagramm bezeichnet einen fünfzackigen Stern, der aus einer einzigen Linie gezeichnet werden kann. Die Spitzen, mit jeweils exakt 36 Grad, bilden fünf Punkte, die sich in gleichmäßigen Abständen auf einer imaginären Kreislinie befinden. Verbindet man die nicht benachbarten Punkte mit fünf Geraden, erhält man ein symmetrisches Pentagramm. Werden die benachbarten Punkte verbunden, entsteht ein gleichschenkliges Pentagon, ein Fünfeck.

Weitere gebräuchliche Bezeichnungen für den Stern mit langer Vergangenheit sind Pentalpha, Pentakel, Hexenstern oder Drudenfuß. Das Pentagramm wird grundsätzlich in zwei verschieden Ausrichtungen abgebildet – die Spitze kann nach oben oder unten zeigen. Die Darstellungsweise sagt viel über den Kontext und die Symbolik aus, in der der Stern verwendet wird. Befinden sich zwei der Spitzen oben, spricht man vom invertierten oder umgekehrten Pentagramm.

Das Pentagramm, ein Symbol mit langer Geschichte

Archäologische Funde aus der Steinzeit belegen, dass Pentagramme bereits seit Anbeginn der Menschheit bekannt waren. Welche Bedeutung den in Felswände eingeritzten Pentagrammen damals zugemessen wurde, ist natürlich reine Spekulation. Sicher ist jedoch, dass die ersten Höhlenmenschen damals schon von diesem Symbol fasziniert waren und es für bedeutend genug hielten, es der Nachwelt zu hinterlassen.

Belegbare Aussagen über die Bedeutung und Verwendung des Pentagramms können erstmals anhand von Inschriften der frühen mesopotamischen Kultur getroffen werden. Das Fünfeck galt damals, im dritten Jahrtausend vor der jetzigen Zeitrechnung, als Symbol für das Wort „Winkel”, „Ecke” oder „kleiner Raum”. Vermutet wird ebenso, dass das Pentagramm bereits eine astronomische Bedeutung hatte und mit seinen Ecken auf die damals bekannten und sichtbaren fünf Planeten, Mars, Merkur, Jupiter, Saturn und Venus verwies. Die Venus galt als Verkörperung der Fruchtbarkeit und Mutter der Erde. Bis heute wird daher in okkulten Kreisen eine metaphorische Verbindung zwischen Venus und Pentagramm hergestellt. Auch die späteren Kulturen der Sumerer und Babylonier hielten an dieser Bedeutung fest.

Das Pentagramm in der griechischen Antike

Die Griechen der Antike, allen voran der bekannte Philosoph und Mathematiker Pythagoras, benutzen das Pentagramm als Symbol der Gesundheit – eine deutliche Ableitung aus der früheren Bedeutung der lebenstiftenden Venus. Da das Fünfeck mit einer durchgezogenen Linie gezeichnet werden kann, galt es als Zeichen des Kreislaufs des Lebens, des Anfangs und des Endes. Das Pentagramm war auch Zeichen des gnostischen Gottes Abraxas, der die fünf Urkräfte in sich vereint. Auch heute noch wird dem Pentagramm in der Esoterik diese schützende und kräftige Wirkung zugesprochen. Sogenannte Abraxas-Amulette sollen den Träger vor bösen Einflüssen schützen und eine kräftigende Wirkung ausstrahlen.

Auch im Christen- und Judentum hatte das Pentagramm eine besondere Bedeutung

Es mag Sie verwundern, dass das heute oft mit Schwarzer Magie in Zusammenhang gebrachte Pentagramm auch in der christlichen Kirche eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Zahlreiche Sakralbauten legen noch heute ein Zeugnis der Verwendung des Drudenfußes ab. Dabei galt das Symbol als ein überaus positiv zu deutendes Zeichen.

Im traditionellen Judentum stand das Pentagramm als Stadtsiegel für Jerusalem. Es verkörperte mit seinen fünf Spitzen die reine Wahrheit, wie es auch die fünf Bücher Mose taten. Im 14. Jahrhundert nach Christi tauchte das Pentakel ebenso bei den Christen auf. Auch hier spielten die fünf Zacken des Sterns eine besondere Rolle – sie standen für die fünf Sinne, die fünf Finger, die fünf Wundmale Christi und auch für die fünf Tugenden der Ritterschaft. Das Pentagramm galt als urchristliches Zeichen, daher ist es auf vielen Kirchenfenstern und -decken auch heute noch wiederzufinden. Es gab keine Anzeichen für eine Assoziation mit dem Bösen oder gar Satan, wie das Symbol heute manchmal interpretiert wird.

Die sagenumwobenen Freimaurer und das Zeichen des Pentagramms

Sie haben sicher schon von den Freimaurern gehört, dem elitären Geheimbund, um den zahlreiche Legenden und Mythen kreisen. Auch die Freimaurer wählten das Pentagramm zu einem ihrer wichtigsten Symbole. Hier stand es als Zeichen für das universelle Wissen der Mathematik, genauer für die fünfte Disziplin der Wissenschaft: der heiligen Geometrie. Doch es steckt weitaus mehr hinter diesem Symbol. Die Geometrie war die Wissenschaft der Vernunft und Beweis für einen offenen Geist, der die Wahrheit erkennen möchte.

Die fünf Spitzen des Pentagramms standen für Tugenden wie Fleiß, Klugheit, Gerechtigkeit, Stärke und Mäßigkeit. Eigenschaften, die ohne Zweifel auch heute noch einen hohen Stellenwert haben und gerne mit einem Pentagramm-Anhänger verdeutlicht werden. Auch die vier Himmelsrichtungen und der Äther, sowie die mittelalterliche Bedeutung der vier Elemente plus dem Geist wurden mit dem Pentagramm versinnbildlicht.

So scheint das Zeichen sehr viel Kraft und Einfluss auf die Lehren der Freimaurer gehabt zu haben. Profitieren Sie von dieser Macht und umgeben Sie sich mit der Aura des Pentagramms in Form einer Kette oder eines energiegeladenen Rings.

Das Pentagramm als Esoterikschmuck

Schon im Mittelalter wurde das Symbol des Pentagramms nicht nur von der Kirche verwandt, auch okkulte Zirkel, wie der der Alchemisten und Magier, bedienten sich der Macht des Zeichens. Das Pentagramm galt als Bannzeichen gegen das Böse und als wirksamer Schutz vor nächtlich spukenden Geister, den Druden – daher auch der besonders im Mittelalter gebräuchliche Name „Drudenfuß”. Es war nicht selten, dass die Menschen des Mittelalters Pentagramme als Schutzamulette um den Hals trugen. Auch in Goethes Faust I wird das Pentagramm erwähnt. Mephistopheles kann Fausts Zimmer aufgrund eines abgebildeten Drudenfußes nicht verlassen. Daher ist ersichtlich, wie fest der Glaube an die Macht des Fünfsterns in den Köpfen der Menschen bis in die Renaissance verankert war.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird eine Unterscheidung der Abbildungsrichtung des Pentagramms vorgenommen. Zu Beginn des Juden- und Christentums war es völlig gleichgültig, ob das Pentakel mit zwei Spitzen nach oben oder unten abgebildet wurde. Der französische Okkultist Éliphas Lévi änderte diese Einstellung jedoch mit seinem Werk „Dogme et rituel de la haute magie”, in dem er das umgekehrte Pentagramm mit dem Zeichen der Ziege, dem Bösen, also Satan, gleichsetzte. Steht das Pentagramm mit einer einzelnen Spitze nach oben, steht es für gute bzw. weiße Magie.

Nahezu alle späteren Okkultisten berufen sich auf diese zweideutige Aussagekraft des Pentagramms. Das Zeichen der Ziege stand für das Triebhafte und wurde bei schwarzmagischen Ritualen zum Einsatz gebracht. Eher zweifelhafte Berühmtheit erlangte das Pentagramm als Symbol der 1966 gegründeten „Church of Satan”. Auch hier war der Fünfstern ein Symbol für das Biest, für Satan selbst. Bis heute wird das Pentagramm mit den beiden Spitzen nach oben bevorzugt als Logo für Metalbands, besonders der Musikrichtungen Black und Death Metal, verwendet, die häufig mit dem Thema Satanismus in Verbindung gebracht werden und damit auch provozieren.

Der Wicca-Orden und neu-heidnische Ansätze

Heute gilt das Pentagramm, neben der bereits erwähnten Verbindung zu satanistischen Zirkeln und der Metal-Szene, als Symbol der neu-heidnischen Bewegung. Der Auffassung dieser Bewegung zufolge ist das gesamte Universum aus fünf Elementen aufgebaut: Feuer, Wasser, Erde, Luft und dem Geist. Der Geist bezeichnet die Seele der Dinge, im Wicca-Orden auch „Quintessenz” genannt. Alle Dinge bestehen aus einer gewissen Zusammensetzung dieser Elemente. Das Pentagramm symbolisiert diese Elemente, steht somit ebenfalls für das Universum und dessen Gesamtheit. Ein ganzheitlicher Ansatz im esoterischen Sinne ist hier deutlich zu erkennen.

Auch in dieser neo-paganistischen Strömung, die sich auf die Magie und Mystik der Kelten und Germanen stützt, gibt es verschiedene Auslegungen für die Abbildungsweise des Pentagramms. Ist eine Spitze nach oben gerichtet, in Richtung Himmel also, steht das Pentagramm für die geistige Welt, für die der Gedanken. Es ist somit Zeichen der Göttin Isis Urania. Ist die Spitze auf den Boden gerichtet, verkörpert das Pentagramm die materielle Welt, Mutter Erde und steht für Cernunnos, auch genannt Pan, den Herr der Materie und Manifestation.

Zusammen mit einem Kreis in, dessen Zentrum sich das Pentagramm befindet, stellt es das vollkommene Zeichen für Raum und Zeit dar. Der Kreis symbolisiert den Lebenszyklus, das Pentagramm selbst die Welt. Tragen Sie dieses Zeichen, das Pentakel, wie es in dem Fall genannt wird, soll es für Einklang und Vervollkommnung stehen und Sie mit seiner Kraft stärkend durch die Tücken des Alltags begleiten.

Das Pentagramm-Amulett – das stärkste Schutzsymbol begleitet Sie

Das Pentagramm gilt und galt, wie Sie erfahren konnten, schon seit jeher als äußerst starkes Schutzsymbol. Auch heute noch glauben Menschen, die ihren Geist offen für Esoterik und Übernatürliches gehalten haben, an die Wirkung dieses Zeichens.

In dieser hoch technisierten und leistungsorientierten Welt, in der eigenartig anmutende Phänomene entweder sofort wissenschaftlich belegt, oder totgeschwiegen werden, ist wenig Platz für Magie und Zauberei. Doch gerade dieser Bereich kann überaus stärkend und förderlich für die Bewältigung Ihres Alltags wirken. Glauben Sie an Magie und Hexerei, sollten Sie das Pentagramm als Amulett bei sich tragen. Es schützt Sie vor schlechten Einflüssen und hält negative Zauberei von Ihnen ab. Gleich einem magischen Schild, dringen negative Energiequellen gar nicht erst zu Ihnen durch.

Auch ein Bann kann von Ihnen genommen werden. Dies klingt sehr nach Hexerei, doch denken Sie nur an die kleinen, alltäglichen Hürden, bei deren Bewältigung Sie sich manchmal selbst im Weg stehen. Dies kann ebenfalls mit dem Wort Bann gemeint sein. Das Pentagramm gibt Ihnen selbst genügend Kraft, diesen Bann zu erkennen und ihn aufzuheben.

Mit diesem Wissen können Sie gestärkt auftreten und den Menschen die gute Seite des Pentagramms näherbringen. Zu einfach machen es sich hingegen jene Menschen, die das Pentagramm sofort mit dem Bösen und Satan in Verbindung bringen, da sie sich noch nie eingehender mit dessen Bedeutung im Wandel der Zeit auseinandergesetzt haben.

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