Das NEUE eBay - oder bald schon ein alter Hut?

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Was ist neu? (Stand: 25.06.2008)

Negativ bewerten darf nur noch der Käufer. Neutral zählt negativ. Jede Unstimmigkeit hat Auswirkungen auf die Sortierung UND auf die Anzahl der möglichen zu verkaufenden Artikel eines Verkäufers. Verkäufer werden nun auch leichter reglementiert (man darf nur noch 50 % der normalen Anzahl von VERKAUFTEN Artikeln einstellen), oder ganz gesperrt. Versandkosten werden in bestimmten Kathegorien gedeckelt. (Hintergrund für die Zahlen werden von Ebay nicht genannt.)

Was soll das?

Ebay will die Käufer dazu animieren mehr zu kaufen indem Ebay den Käufern mehr Rechte und (laut Ebay) mehr Sicherheit. man will, meiner Meinung nach, auch mehr private Verkäufer dazu animieren Artikel anzubieten. Men denke an die Werbung und die Berichte daß mehrere Milliarden Werte auf den Dachböden der Deutschen liegen. Powerseller sollen nun sehr (sehr sehr sehr) strenge Richtlinien erfüllen um dem Status gerecht zu werden und Vertrauen zu schaffen.

Was ist nun zu beachten (nur eine kleine Auswahl an wichtigen Maßnahmen!) als VERKÄUFER ?

Verkäufer sollten Kunden seh (sehr sehr sehr) freundlich und zuvorkommend behandeln. Denn jede Unstimmigkeit kann eine Einschränkung bedeuten. Ware sollte immer sehr gut verpackt sein, sehr schnell verschickt werden, die Ware sehr exakt beschrieben sein (am besten mit vielen Bildern) und der Versandpreis soll sehr niedrig sein, am besten kostenfrei. Dabei sollte natürlich der Artikelpreis auch attraktiv sein. Reklamationen sollte der Verkäufer schnell und kundenfreundlich bearbeiten. Also auch "schwierige" Kunden sollten dann lieber nett als "gerecht" behandelt werden. Denn die negative oder neutrale Bewertung kann nicht mehr erwidert werden.

Man sollte sein Haupteinkommen nicht mehr alleine auf Ebay ausrichten. Die Widrigkeiten sind nun nebst Steuerfallen und Abmahngefahr wesentlich größer geworden, da einige kleine Käufer die gesamte Existenz bedrohen können!

Was ist zu beachten als KÄUFER ?

Man kann nicht mehr bei 100% igen Verkäufern kaufen. Die sind (fast) nicht mehr existent. Wer als Käufer vorher Verkäufer mit über 99 % favorisierte, muß nun bei Verkäufern ab 97 % suchen. Viele Verkäufer sind von 99,7 auf 98,6 % abgesackt. Die drastischen Veränderungen wirken sich auch auf die Versandkosten in einigen Kathegorien aus. Manche Verkäufer dürfen nur noch 5 Euro, manche noch 8 Euro Versand verlangen. Bei Ebay ist übrigens ein Versand vorgeschrieben, der nachweisbar, nachverfolgbar und wenn möglich versichert ist. Das findet sich in den Ebay AGBs. Erhält ein Käufer also Ware unversichert zugeschickt KANN er jederzeit behaupten die Ware nie erhalten zu haben und einen erneuten Versand oder Rückerstattung verlangen. Versicherter Versand wird beim Empfang immer unterschrieben. Nachweisbar ist auch das Einschreiben, das eingeworfen werden kann und samt einer Sendungsnummer auch eine kleine Versandversicherung enthält.

Als Käufer sollte man vor allem verantwortungsvoll bewerten. Probleme können bei jedem Verkäufer auftreten. Jeder ist menschlich. Man sollte die Kontaktmöglichkeiten nutzen: Email, Telefon, Ebaymitteilung.

Kritik

Die neuen Änderungen sind recht einseitig und öffnen dem Käufer Mißbrauchsmöglichkeiten einen Verkäufer, aus welchem Grund auch immer, schlecht darzustellen. Zwar ist positiv daß keine Rachbewertungen seitens des Verkäufers mehr gegeben werden können, aber die alleinige Macht liegt nun beim Käufer. Auch nicht-Zahler oder arglistige Konkurrenten können nun "straffrei" den Verkäufer ein "Ei" ins Nest legen. Da das direkte Folgen auf die Umsätze haben kann, kann das bald große finanzielle folgen für einzelne Verkäufer haben. Demnach werden ehrliche Verkäufer benachteiligt und unehrliche oder mißgünstige Käufer haben einen Vorteil.

Fazit

Es gibt genügend Vorschläge für sinnvolle Änderungen. Neutrale sollen neutral bleiben. Käufer sollen ihre Bewertungen freiwillig zurücknehmen können. Werden Unstimmigkeiten gelöst, soll das keine Nachteile für Verkäufer haben. Kunden die nicht bezahlen sollen nicht bewerten können (schließlich haben sie nicht am Handel teilgenommen). Probleme sollen immer gelöst werden. Der Ansatz WIE, das ist immernoch diskussionsbedürftig. Mein Vorschlag ist daß beide Parteien zum Dialog gezwungen werden, bevor schlechte Bewertungen erfolgen. Versandkosten sollten erklärt werden, um sich korrekt bewerten zu können. Allerdings sollte nicht nur der Versandpreis, sondern der GESAMTPREIS bewertet werden. Denn der ist letztendlich maßgebend für die Brieftasche des Käufers. Ebay wil natürlich vermeiden daß War für 1 Euro verkauft und der Versand dann 100 Euro beträgt. Gewisse Grenzen können vorgegeben werden, allerdings sollte Ebay sich an die aktuellen Preise halten. Ebay selbst bietet durch seinen Werbepartner den DHL Paketversand zu 6,90 Euro an, verbietet aber Modeschmuck für mehr als 5 Euro zu verkaufen. Gleichzeitig schreibt man Verkäufern aber den versicherten Versand in den AGBs vor.

Es gibt also noch großen Diskussionsbedarf und meiner Meinung nach auch großen Verbesserungsbedarf. Wer Vorschläge hat kann mir gerne emailen.

War das für Sie informativ? Dann bitte unten kurz JA klicken. Vielen Dank!

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