Das Job-Ticket und das Abgabenrecht

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Es gibt auch noch glückliche Arbeitnehmer: Mitarbeiter, denen die die Firma das Job-Ticket kauft. Damit kommen sie dann mit dem ÖPNV zur Arbeit. Sie tun kostenfrei etwas für die Umwelt und für ihre Nerven. Sie sparen sich die Parkplatzsuche.
Doch Stopp: Das kostenlose Job-Ticket ist nicht mehr steuerfrei. Grundsätzlich bildet sein Wert Arbeitslohn, unterliegt damit der Lohnsteuer und den Sozialabgaben. Es ist aber Sachbezug. Und da sagt der Gesetzgeber: Von allen monatlichen Sachbezügen unter 44 € machen wir nichts. Sie bleiben steuer- und damit auch sozialabgabenfrei.
   Ist man damit alle Probleme los? Nein! Im Regelfall wird das Job-Ticket nämlich als Jahres- und nicht als Monatsmarke ausgegeben. Damit fließt dann 12 x der Monatspreis dem Mitarbeiter bei kostenloser Abgabe im Ausgabemonat zu. Und da das überall mehr als 44 € sind, ist man - so die Finanzverwaltung - wieder in der Steuer- und Sozialabgabenpflicht.
Kann man aber verhindern, wenn man mit seinem Verkehrsverbund vereinbart, dass die Jahresmarke Monat für Monat nur in den Monaten gültig ist, für die auch der Fahrpreis entrichtet wurde.. Die Jahresmarke wird also nur aus Kostengründen ausgegeben und ist im Prinzip eine Monatsmarke. Dann nämlich fließt der geldwerte Vorteil wieder monatlich zu und man hat die Chance, unter der o.g. Nichtaufgriffsgrenze und damit steuer - und sozialabgabenfrei zu bleiben.
Besser haben es natürlich die, die in so einem Nahverkehrsunternehmen arbeiten. Die brauchen keine Nichtaufgriffsgrenze und diese Dinge. Die neben den Rabattfreibetrag in Anspruch: € 1.080,00 im Jahr. So viel fahren die bestimmt nicht. Was machen, wenn das Unternehmen im Rahmen eines Verkehrsverbundes fährt, eigene, wie auch Fremdleistungen in Anspruch genommen werden können. Aufteilen auf Rabattfreibetrag und Nichtaufgriffsgrenze und schon ist man damit durch.

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