Das Hochzeits - ABC

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Anmeldung zur Eheschließung

Sie hieß früher "Aufgebot" und mit ihr beginnt der offizielle Weg in den Ehehafen.Auf des Standesamt sollte man auf jeden Fall eine beglaubigte Abschrift des Familienstammbuches der Eltern, eine Aufenthaltsbescheinigung des Einwohnermeldeamtes vom Wohnsitz sowie den Personalausweis oder Reisepass mitnehmen. Unter Umständen benötigt man eine Scheidungsurkunde oder Sterbeurkunde des ehemaligen Partners und, wenn man Kinder aus früheren Ehen hat, eine vermögensrechtliches Auseinandersetzungszeugnis des Ortes, an dem die Kinder gemeldet sind.

Brautstrauß

Ihn darf der Bräutigam beschaffen. Da er aber oft noch nicht weiß , wie seine Braut am Tag der Tage aussehen wird, sollte er sich vom Floristen beraten lassen. Einen Anhaltspunkt können die Lieblingsblumen der Liebsten liefern. Bei der Hochzeitsfeier kann man die Braut den Strauß dann in die Menge er unverheirateten weiblichen Gäste werfen, während sie ihnen den Rücken zudreht. Wer ihn fängt , wird als nächste vor dem Altar schreiten, das heißt es im Volksmund.

Champagner 

Das edle Getränk eignet sich besonders gut für den Empfang nach der kirchlichen oder standesamtlichen Trauung. Es kann sowohl zuhause als auch im Restaurant gereicht werden und macht sich besonders gut im edlem Kristall.

Dekoration

Sie ist eine echte Herausvorderung , soll doch nicht nur die Kirche festlich geschmückt werden, sondern auch das Fahrzeug der Brautleute und die Tische für die Hochzeitsfeier. Besonders beliebt sind auch natürliche Blumen: Sie werden, farblich zueinander passend, einzeln oder zu kleinen Sträußen verwendet. Ein Bukett, das lieber breiter als höher sein sollte, läßt sich besonders gut in der mitte eines Tisches platzieren. Dazu können bunte Bänder, Schleifen sowie Herzen dekoriert werden. Ebenfalls beliebt sind mit frischem Grün und fröhlichen Farben umwundene Bögen, unter denen das Traumpaar hindurchschreitet.

Evangelische Trauung

Eine evangelische Trauung ist sowohl in der Gemeinde der Braut als auch in der des Bräutigams möglich. Außerdem kann das Paar in der Gemeinde heiraten, in dder es in Zukunft wohnen wird. Wer nicht in seiner Heimatgemeinde heiraten möchte, braucht allerdings einen "Entlassungsschein" vom Pfarrer. Vor der eigentlichen Trauung findet ein Traugespräch statt.  Bei der kirchlichen Zeremonie verliest der Pfarrer eine Stelle aus der Heiligen Schrift und hält anschließend eine kurze Predigt.  Danach stellt er vor dem Altar erst der Braut und dann dem Bräutigam die Traufrage. Die Brautleute wechseln die Ringe und werden vom Pfarrer gesegnet. Am Ende werden alle Anwesenden vom Pfarrer gesegnet.

Fahrzeug

Wer nicht in einem Alltagsauto vor dem Standesamt oder der Kirche vorfahren will, hat heute ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Vom Oldtimer über die "Stretch-Limo" oder das Nobel-Auto reicht die Auswahl , auch Busse können für diesen Zweck gemietet werden. Wer es wilder mag, fährt auf dem Motorrad vor. Romantische Gemüter nehmen in einer geschmückten Pferdekutsche Platz. Wer sich für diese Variante entscheidet, sollte für die Fahrt genügend Zeit einplanen.

Geschenke

Es ist Brauch, dass das Brautpaar den Trauzeugen, die heute in Deutschland nur noch bei der katholischen Trauung vorgeschrieben sind, sowie gegebenfalls den Brautjungfern und - junkern zur Erinnerung ein kleines Geschenk überreicht.

Hochzeitszug

Der Hochzeitszug läuft in folgender Reihnfolge ab: Auf dem Weg zur Kirche kommen zuerst die Gäste, die nicht zur Familie gehören,dann Familienangehörige,wie Geschwster,Tanten und Onkel, Großeltern,Trauzeugen,dann die Brautmutter und der Vater Bräutigams.Es folgen die Mutter des Bräutigams und der Bräutigam , dann die Braut und ihr Vater. Beim Eintritt in die Kirche geht die Braut mit ihrem Vater vorraus , es folgen der Bräutigam mit seiner Mutter  usw. , in umgekehrter Reihenfolge. Nach der kirchlichen Zeremonie ist der Zug folgendermaßen geordnet: Braut und Bräutigam, Mutter des Bräutigam und Brautvater, Brautmutter und Vater des Bräutigams, Trauzeugen,Großeltern,übrige Familienangehörige und Gäste.

Impfung

Wenn Sie Ihre Hochzeitsreise in ein fremdes land machen wollen, solllten Sie sich vorher über den nötigen Impfschutz informieren. Für manche Urlaubsländer sind bestimmte Impfungen für die Einreise vorgeschrieben, andere werden empfohlen. Einen Überblick gibt Ihnen zum Beispiel das Tropeninstitut der Ludwig - Maximilian - Universität München.

Junggesellenabschied

Im anglo-amerikanischen Sprachraum heißen sie " stags  night " und " hens  night ". Gemeint ist der Abend vor der Trauung, den der Bräutigam mit seinen Freunden, die Braut mit ihren besten Freundinnen verbringt. Wer in einem Lokal feiern will, sollte rechtzeitig daran denken, genügend Plätze reservieren zu lassen und einen Imbiss zu bestellen.

Katholische Trauung

Sind beide Partner katholisch,findet die Trauung inder Gemeinde der Braut statt. Wenn der der Bräutigam katholisch ist, muss man den Hochzeitswunsch in der Gemeinde einreichen. wer in einer anderen Gemeinde heiraten will, braucht einen Überweisungsschein von seinem Pfarrer. Hat sich das Brautpaar angemeldet, wird es zum Brautunterricht eingeladen, der verbindlich ist. Die Zeremonie läuft folgendermaßen ab: Der Pfarrer segnet nach einem Einleitungsgebet die Trauringe, hält seine Predigt und richtet die Trauringe an das Brautpaar. Nachdem es die Ringe gewechselt hat, folgen die Fürbitten und der Schlußsegen.

Lokal

Für eine gelungene Hochzeitsfeier sind das Ambiente und die Speisenauswahl sehr wichtig. Wer möchte, dass wirklich alles glatt geht, alle gemütlich sitzen und hinterher von dem tollen Essen schwärmen, sollte auf jeden Fall rechtzeitig das heißt vier bis fünf Monate vorher, reservieren.

Musik

Wo sich auf der Hochzeitsfeier personen im Alter von vier bis 94 tummeln, da wird die Musikauswahl zur echten Herausforderung, damit jeder zu seinem Recht kommt. Soll getanzt werden, muss man sich frühzeitig um eine kapelle, eine Band oder eine mobile Diskothek kümmern. Der erste Tanz ( oft ein Wiener Walzer ) ist allein dem Brautpaar vorbehalten, erst dann ist die Tanzfläche frei für die Gäste.

Name

Seit einiger Zeit besteht in Deutschland keine Pflicht mehr für einen gemeinsamen Namen. Ein Paar kann sich für einen gemeinsamen Familiennamen entscheiden, entweder den Geburtsnamen des Mannes oder den der Frau. Der Partner dessen Name nicht familienname wird, kann einen Begleitnamen annehmen und einen Doppelnamen führen. Kinder erhalten bei der Geburt automatisch den gemeinsamen Familiennamen, Doppelnamen sind nicht erlaubt.

Ökumenische Trauung

Falls die brautleute unterschiedlichen Konfessonen angehören, ist auch eine ökumenische Trauung möglich. Will ein gemischt katholisch-evangelisches brautpaar in einer katholischen Kirche heiraten, ist das ohne zusätzliche papiere möglich. Für die Trauung in der evangelischen Kirche benötigt der katholische partner einen Dispens von seinem Pfarrer. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass beide Pfarrer gemeinsam die Feier gestalten. Ringwechsel und das eigentliche Ja-Wort obliegen dann dem katholischen Pfarrer.

Problemzonen

Falls Sie vor der Hochzeit nicht die angestrbte Traumfigur haben sollten, seien Sie nicht traurig. Bei der großen Auswahl an schönen Brautkleidern, die es heute gibt, müssen Sie nicht auf eine Hochzeit in Weiß verzichten, nur weil es Ihnen am Model-Maß fehlt. Brautmodenfachgeschäfte können Ihnen weiterhelfen.

Quartier

Bei größeren Hochzeiten sind meist auch Gäste von außerhalb dabei. Da nicht jeder genügend Kapazitäten hat, sie bei sich zuhause aufzunehmen, sollten man rechtzeitig nach einem Quartier Ausschau halten. Sehr beliebt sind Kombinationen: Hotels, in deren Räumlichkeiten auch die eigentliche Feier stattfindet, haben den vorteil, nach der Feier niemand mehr einen längeren Weg zu seiner Übernachtungsmöglichkeit antreten muss - womöglich angeheitert.....

Reden

Der richtige zeitpunkt für eine Hochzeitsansprache ist bei der Feier entweder vor dem ersten gang und/oder vor dem Dessert. Zuerst spricht der Brautvater, dann der Vater des Bräutigams. ( Ntürlich darf auch die Brautmutter zu Wort kommen, wenn sie es möchte. ) Anschließend können die Reden von Pfarrer oder Freunden des brautpaares folgen. wenn alle reden gehalten sind, ist es zeit für das Brautpaar, sich mit ein paar worten bei allen zu bedanken. Wird in einem Restaurant gefeiert, sollte mit dem personal vorher besprochen werden, wann serviert werden kann, damit die Redner nicht durch das Auftragen von Speisen oder das Klappern von Geschirr gestört werden.

Standesamtliche Trauung

Die Trauuungszeremonie auf dem Standesamt dauert ungefähr 20 Minuten. da es heute auch Brautpaare gibt, die " nur " standesamtlich heiraten, legen die beamten mehr wert auf Feierlichkeit als früher. Meist richten sie neben der eigentlichen Zeremonie noch ein paar persönliche Worte an das Brautpaar. Da der Standesbeamte das Hausrecht hat, kann er übrigens darüber entscheiden, welche Gäste er ins trauzimmer bittet. Die Verlobten erklären dann, dass sie die Ehe eingehen wollen. Trauzeugen sind heute nicht mehr vorgeschrieben. Wenn das Ja-Wort gegeben wurde, erklärt der Beamte das Paar " Im Namen des Rechts für Mann und Frau " . Jetzt müssen die Eheleute mit dem neuen Familiennamen oder ihren Namen unterschreiben, anschließend wird die Eheschließung in das Familienbuch eingetragen, das das Brautpaar zuvor ausgesucht hat.

Traugespräch

Beide Konfessionen bieten dem paar ein Traugespräch oder den Brautunterricht an. Während dieses vorbereitende gespräch bei den Katholiken Pflicht ist, ist es evangelischen Eheleuten freigestellt, ob sie daran teilnehmen wollen. In beiden fällen wird über die Grundsätze der Ehe, zum Beispiel über deren Unauflösbarkeit gesprochen. Auch der Ablauf der Trauungszeremonie, der Schmuck der Kirche oeder die Musik, die gespielt werden soll, können Thema des Traugesprächs sein.

Urkunden

Das brauchen Sie für das standesamt: beglaubigte Abschrift des Familienstammbuchs; Aufenthaltsbescheinigung des Einwohnermeldeamtes von jedem Wohnsitz; Abstammungsurkunde, falls die Eltern vor dem 1.1.1958 geheiratet haben und kein Familienbuch geführt wird; Personalausweis oder Reisepass; war einer der beiden partner schon verheiratet, Scheidungs- oder Sterbeurkunde; sind minderjährige Kinder da, ein vermögensrechtliches Auseinandersetzungszeugnis des ortes, an dem die Kinder gemeldet sind. Für die katholische Kirche: Personalausweise, Bescheinigung der Anmeldung zur Eheschließung, Taufscheine und Firmzeugnisse, die nicht älter als sechs Monate sein dürfen, evangelische Brautleute brauchen die Tauf- und Konfirmationsscheine.

Versicherung

Den Start in ein gemeinsames leben abzusichern, ist wichtig. Versicherungsunternehmen empfehlen in erster Linie private Haftpflichtversicherung, Hausratversicherung, private Unfallversicherung, Lebensversicherung und Rechtschutz. Wenn bereits versicherungen abgeschlossen wurden, sollten Sie daran denken, Ihrer versicherung nach der Hochzeit den neuen namen oder die neue Adresse mitzuteilen.

Wunschliste

Auf eine Wunschliste sollten Sie auf jeden Fall zurückgreifen, wenn Sie vermeiden wollen, dass Sie Geschenke doppelt erhalten. Auf der Liste können Sie vermerken, worüber Sie sich wirklich freuen und was Sie tatsächlich brauchen können, so dass ihre Freunde und Verwndten Ihnen eine echte freude machen können. Außerdem bietet eine Wunschliste den Schenkenden die Möglichkeit, Präsente auszusuchen, die ihren finanziellen Vorstellungen entsprechen, Die Liste sollte immer auf dem letzten Stand der Dinge sein.

Zweitehe

Wer zum zweiten Mal heiraten möchte, kann dies ohne Probleme auf dem Standesamt tun. Katholische Trauungen in der Kirche sind nur dann ein zweites mal möglich, wenn beim ersten mal nur standesamtlich oder evangelisch geheiratet wurde. Die dritte variante ist, die erste Ehe von einem Kirchengericht für ungültig erklären zu lassen - das dauert aber sehr lange, und die katholische Kirche erkennt nur ganz wenige Gründe dafür an. Wer beim ersten Mal evangelisch geheiratet hat, braucht für die zweite kirchliche Trauung dagegen nur eine Ausnahmegenehmigung vom Pfarrer.

 

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