Das Großkreuz des Eisernen Kreuzes

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DIESER RATGEBER BEHANDELT NUR DAS GROSSKREUZ DES EISERNEN KREUZES !

Es handelt sich bei diesem Orden gewissermaßen um die höchste Stufe des Eisernen Kreuzes.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt sämtliche Stufen des Eisernen Kreuzes der Stiftungsjahre 1813, 1870 sowie 1914:

  1. Eisernes Kreuz II. Klasse (Getragen wurde nur das Band im Knopfloch)
  2. Eisernes Kreuz I. Klasse (Steckkreuz)
  3. Großkreuz des Eisernen Kreuzes

Die nachfolgende Aufstellung zeigt sämtliche gestifteten Stufen des EK 1939:

  1. Eisernes Kreuz II. Klasse (Getragen wurde nur das Band im Knopfloch)
  2. Eisernes Kreuz I. Klasse (Steckkreuz, manchmal auch gewölbt oder mit Schraubscheibe)
  3. Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes (getragen an einem breiten Band um den Hals, ca. 7.500 Stück bekannt bzw. verliehen)
  4. Eichenlaub zum Ritterkreuz (rund 850 Stück bekannt bzw. verliehen)
  5. Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz (160 Stück bekannt bzw. verliehen)
  6. Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz (27 mal verliehen, 25 Stück bekannt. Hans Joachim Marseille fiel vor der offiziellen Verleihung, Dietrich von Saucken bekam es nach dem Kriegsende verliehen. Eine Aushändigung des Ordens an beide Personen ist nicht nachgewiesen)
  7. Goldenes Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten (ein Mal verliehen, am 01.01.1945 an Hans-Ulrich Rudel)
  8. Großkreuz des Eisernen Kreuzes (ein Mal verliehen, an Hermann Göring)

Es war geplant, nach Beendigung des Krieges entsprechend 1813 bzw. 1914 einen Stern zum Eisernen Kreuz (Blücherstern, Hindenburgstern) zu verleihen, jedoch kam es nicht dazu. Entwürfe sollen angeblich hergestellt worden sein.

Die sogenannten "Spangen zum Eisernen Kreuz 1939" wurde verliehen an Teilnehmer des Ersten Weltkrieges (1914-1918), die das EK 1939 erneut erworben hatten. Diese Spange besteht aus dem damaligen "Hoheitszeichen" und wurde auf das Band des EK II bzw. über das EK I gesteckt.

Kurzer geschichtlicher Abriß

Gestiftet am 10.03.1813 von Friedrich Wilhelm III. von Preußen als Auszeichnung militärischer und ziviler Natur ungeachtet des Ranges oder Standes, zudem als Aktion zum Gedenken an die preußische Königin Luise, die angeblich erste Entwürfe hierzu geliefert haben soll (strittig). Endgültige Gestaltung des Ordenskreuzes durch Karl Friedrich Schinkel, nachdem die ursprünglich avisierte Trageversion eines genähten Bandes nicht unbedingt den Zeitgeschmack traf. Obwohl nur für die Zeit der Befreieungskriege gegen Napoleon gedacht, wurde das EK 1870, 1914 und 1939 neu aufgelegt (Stufen siehe oben).

Letztmalige Verleihung einer Stufe des Eisernen Kreuzes war am 09.05.1945 (Brillanten an Dietrich von Saucken), seitdem "ruht" das EK als Tapferkeitsauszeichnung, wird aber im Gedenken an die militärische Tradition und dergleichen als Hoheitsabzeichen der Bundeswehr (in gering aptierter Form) geführt. Die Ehrenkreuze der Bundeswehr erinnern in der Form an das EK.

Beschreibung des Ordens

Das Großkreuz ist mit Schenkelmaßen von rund 60 Millimetern knapp doppelt so groß wie das Eiserne Kreuz II bzw. I. Klasse. Entgegen der niedrigeren Stufen ist der magnetische Eisenkern von einer goldenen Zarge eingefaßt. Der Orden selber wurde an einem 7cm breiten Band an einem goldenen Sprungring um den Hals getragen.

Eine Steigerung des Großkreuzes z.B. mit Eichenlaub oder sonstigem Lametta hat es nicht gegeben und basiert rein auf der Phantasie mancher Verkäufer.

Die einzelnen Stiftungsjahre lassen sich leicht unterscheiden, das GK 1813 ist nur einseitig ausgebildet, 1870, 1914 und 1939 sind beidseitig ausgebildet und haben die einheitliche Rückseite mit der Jahreszahl 1813.

Das GK 1939 exisitert auch als Onyx-Version in Platin-Zarge.

Verleihungszahlen

Das Großkreuz des Eisernen Kreuzes ist äußerst selten und ist im Original unter Garantie nicht erhältlich, allerdings kann man schon für wenig Geld teilweise sehr gut gelungene Repliken erstehen. Das Großkreuz wurde an die nachstehenden Personen verliehen, das verleihungsdatum ist in Klammern.

1813: Gebhard Leberecht von Blücher (31.08.1813), Friedrich Wilhelm von Dennewitz (15.09.1813), Kronprinz Karl Johann von Schweden (vermutlich im Oktober 1813), Bogislav Friedrich Emmanuel von Tauentzien (26.01.1814) sowie Johann David Ludwig Graf von Yorck und Wartenburg (31.03.1814)

1870: Helmut Graf von Moltke, August Karl von Goeben, Prinz Karl Friedrich von Preußen, Kronprinz Albert von Sachsen, August Karl von Werder, Edwin von Manteuffel, Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen (sämtliche am 22.03.1871), König Wilhelm I. von Preußen (16.06.1871) sowie Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin (04.12.1871).

1914: Paul von Hindenburg (09.12.1916), Kaiser Wilhelm II. (11.12.1916), August von Mackensen (09.01.1917), Leopold von Bayern (04.03.1918), Erich Ludendorff (24.03.1918)

1939: Hermann Göring (19.07.1940, aberkannt im April 1945)

 

Den Wert eines Großkreuzes zu beziffern ist angesichts der Seltenheit und des beliehenen Personenkreises nicht möglich.

 

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