Darauf sollten Sie beim Kauf von Badmöbeln achten

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Darauf sollten Sie beim Kauf von Badmöbeln achten

Gute Tipps für den Kauf von Badmöbeln

Die Zeiten, in denen man der Einrichtung des Badezimmers keine besonders große Beachtung schenkte und Badmöbel eher aus einem zusammengewürfelten Sammelsurium bestanden, sind längst vorbei. Badezimmer werden immer öfter zu einer Wellness-Oase. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf von Badmöbeln besonders achten sollten und mit welchen Tricks Sie Ihr Badezimmer ganz individuell gestalten können.

Badmöbel kaufen – genaue Planung ist alles

Wenn die Tapeten im Wohn- oder Schlafzimmer nicht mehr zeitgemäß sind oder die Küche mal einen neuen Anstrich vertragen könnte, dann ist das in der Regel mit ein wenig Arbeit verbunden, aber doch vergleichsweise problemlos möglich. Etwas anders sieht es beim Badezimmer aus, denn egal ob Dusche oder Badewanne, Fliesen oder Waschbecken – renovieren oder umgestalten ist hier gar nicht so einfach. Das liegt vor allem daran, dass viele Badezimmer eher klein gehalten und die Gestaltungsmöglichkeiten deshalb begrenzt sind. Deshalb sollte der Kauf von Badezimmermöbeln gut geplant werden. Fertigen Sie am besten eine Checkliste an, damit Sie im Eifer des Gefechts nichts Wichtiges vergessen. Wichtige Punkte für die Checkliste sind unter anderem:

  • Wie groß dürfen die Möbel für das Badezimmer sein?
  • Welche Materialien werden für die Badmöbel bevorzugt?
  • Soll das Design eher funktional sein oder darf es auch etwas Ausgefallenes sein?
  • Soll eine ganze Badezimmergarnitur gekauft werden oder soll das Badezimmer mit Einzelstücken ganz individuell gestaltet werden?
  • Welche finanziellen Mittel stehen für den Kauf der Badmöbel zur Verfügung?

Vor der eigentlichen Kaufentscheidung sollte die Checkliste dann noch um einige Punkte ergänzt werden. Dazu gehören:

  • Gibt es für die Badmöbel eventuell einen Montageservice und wie sind die Konditionen?
  • Welche Umtausch- und Rückgaberegelungen gibt es?

Ein kleiner Tipp, wenn nicht nur das Design, sondern auch der Preis der Badmöbel eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielt: Badmöbel aus der letzten Saison sind oft deutlich günstiger zu haben. Und auch Möbel mit einem kleinen Mangel können Sie oft als Sonderangebot erwerben. Dabei werden Sie feststellen, dass viele der Mängel kaum auffallen, weil sie sich zum Beispiel an der Rückseite oder an der Unterkante der Möbel befinden. Fragen Sie beim Kauf gezielt nach solchen Aktionen.

Badezimmerschränke – Stauraum mit Pfiff

Auch wenn man sich im Badezimmer nicht so oft aufhält wie in den anderen Räumen der Wohnung, so braucht man doch auch hier Stauraum. So gehören Badezimmerschränke selbstverständlich zu jeder Badeinrichtung. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen vom Hängeschrank über den Unterschrank für das Waschbecken bis hin zum freistehenden Badezimmerschrank. Welche Variante Sie wählen, ist dabei nicht nur vom persönlichen Geschmack, sondern natürlich auch vom vorhandenen Platz abhängig. Bei vergleichsweise großen Badezimmern kann ein freistehender Schrank durchaus sinnvoll und stylish sein, für ein kleineres Badezimmer sind der Unterschrank am Waschbecken und ein Teleskopregal die deutlich bessere Lösung.

Zu den günstigsten Varianten eines Badezimmerschrankes gehören Schränke aus Plastik. Allerdings ist hier zu beachten, dass die hohe Luftfeuchtigkeit des Badezimmers sowie Wasserspritzer dem Material oft zusetzen und das Plastik damit schnell unansehnlich wird oder sogar recht bald ersetzt werden muss.

Badezimmerschränke aus Holz

Die deutlich bessere Lösung für Badezimmerschränke sind Varianten aus Holz. Und auch hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten. Die günstigste Variante besteht aus einfachen Sperrholzplatten. Furnierholz sorgt für die entsprechende Holzoptik. Der Vorteil: Schränke aus Sperrholzplatten lassen sich mit ein bisschen Farbe in bunte Hingucker verwandeln. Der Nachteil des Sperrholzes: Es ist deutlich wasserempfindlicher als andere Holzarten. Deswegen muss man sehr genau darauf achten, dass sich auf dem Holz möglichst wenig Wasser absetzt. Nach dem Duschen oder Baden deshalb am besten sofort gründlich lüften und den Schrank abwischen.

Wem das zu mühsam ist und wer bereit ist, ein bisschen mehr für seinen Badezimmerschrank auszugeben, der sollte auf Schränke aus Echtholz setzen. Insbesondere Massivholzmöbel vertragen die Feuchtigkeit deutlich besser. Ein weiterer Vorteil: Holzschränke strahlen zweifellos mehr Wärme und Behaglichkeit aus als Möbel aus Plastik.

Für welches Material und welches Design Sie sich auch entscheiden, zumindest einer Ihrer Badezimmerschränke sollte über Türen verfügen, damit nicht gleich jeder Gast sehen kann, welche Creme oder welches Deo Sie benutzen. Ein bisschen Diskretion darf auch im Badezimmer sein!

Teleskopregale als Raumsparwunder

Wer keinen Platz für einen Badezimmerschrank hat oder mal etwas Neues ausprobieren möchte, für den bieten Regale eine gute Alternative. Auch Regale gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Materialien und Designvarianten. Besonders beliebt sind Regale aus Holz oder Metall wie beispielsweise Aluminium.

Um auch den kleinsten Raum optimal auszunutzen, bieten sich unter anderem Teleskopregale an, die in der Regel aus Metall wie Aluminium oder Edelstahl bestehen. Sie gibt es in unterschiedlichen Größen und Längen, sodass Sie ein solches Regal optimal an die jeweilige Raumhöhe anpassen können. Und damit können Sie Ihr Raumsparwunder auch an ungewöhnlichen Stellen montieren, zum Beispiel an der bisher ungenutzten Wand über der Waschmaschine oder der Toilette. Darüber hinaus gibt es spezielle Teleskopregale aus wasserfesten Materialien, die sich auch in der Dusche verwenden lassen. Duschgel und Shampoo lasen sich so bequem in Griffweite unterbringen.

Wie sie vor dem Kauf prüfen können ob das neue Regal auch paßt

Wenn Sie sich vor dem Kauf auch optisch einen Eindruck verschaffen wollen, wie ein solches Regal in Ihrem Badezimmer wirkt, dann bauen Sie das Regal doch einfach nach. Leere Kartons oder Kisten eignen sich dafür am besten. Mit dieser Technik kann man auch die Maße von Badezimmerschränken hervorragend überprüfen. Nach dem Ausprobieren sollten Sie noch einmal ganz genau mit dem Zollstock oder dem Zentimetermaß nachmessen, wie viel Platz tatsächlich für das Aufstellen des Regals bleibt. Dafür empfiehlt sich eine Skizze, in der alle Standorte für Regale, Spiegel und Schränke mit den entsprechenden Maßen eingetragen werden. So wissen Sie genau, ob der gewünschte Schrank oder das ausgesuchte Regal auch wirklich in Ihr Badezimmer passen.

Spiegel und Spiegelschränke als Gestaltungselement

Ein Spiegel kann neben seiner nützlichen Funktion auch als Gestaltungselement dienen, um ein kleines Badezimmer optisch zu vergrößern. Beachten Sie beim Kauf eines Badezimmerspiegels immer die Beleuchtung des Badezimmers. Was nützt der schönste Spiegel, wenn er in einem ungünstigen Winkel zur Lampe aufgehängt werden muss? Die Lösung ist hier eine eigene Spiegelbeleuchtung. Ist sie nicht schon von vorneherein im Spiegel integriert, kann man eine solche Beleuchtung ganz leicht selbst schaffen. Nutzen Sie dafür eine Lichterkette, die nicht nur Licht spendet, sondern gleichzeitig auch als witziger Hingucker dient, oder montieren Sie einige auffällige große Glühbirnen direkt am Spiegel. Vorsicht beim Bohren: Überprüfen Sie unbedingt, ob an der gewünschten Stelle Wasser- oder Stromleitungen verlaufen.

Wer den Spiegel mit weiterem Stauraum verbinden will, sollte auf einen Spiegelschrank setzen. Dabei handelt es sich in der Regel um Hängeschränke, die in Kopfhöhe an der Wand montiert werden, meist über dem Waschbecken. Der Vorteil: Ein Spiegelschrank verfügt meist bereits über eine eigene Beleuchtung. Darüber hinaus gibt es auch mehrteilige Spiegelschränke, bei denen nicht nur die Mittelfront über einen Spiegel verfügt, sondern auch die beiden Seitenteile. Vor allem für Frauen ist dies eine nützliche Einrichtung, denn so kann man die beiden Seitenteile ausklappen und von allen Seiten überprüfen, ob die Frisur auch wirklich sitzt. Im Spiegelschrank selbst lassen sich Accessoires von der Haarbürste über das Haarspray bis hin zur Zahnpasta optimal aufbewahren.

Heizen Sie mal ordentlich ein!

So banal es klingt, auch verschiedene Heizelemente müssen bei der Auswahl der passenden Badmöbel eine Rolle spielen. Denn von der Art der Heizung hängt es unter anderem ab, wie viel Platz im Badezimmer für Schränke oder Regale noch übrig bleibt.

Eine Möglichkeit, das Badezimmer zu heizen, ist eine ganz normale Heizung, die an das Heizsystem des Hauses angeschlossen wird. Das hat den Vorteil, dass keine zusätzlichen Heizlösungen gesucht werden müssen und die Temperatur im Bad, beispielsweise mithilfe eines Thermostats, problemlos regelbar ist.

Eine weitere Variante ist ein elektrisches Heizöfchen. Diese Geräte sind vergleichsweise klein und lassen sich problemlos am Boden aufstellen oder kurz über dem Boden an der Wand montieren. Betrieben werden sie über die Steckdose. Der Vorteil: Vor allem in kleinen Badezimmern lässt sich die Temperatur mit Unterstützung eines Heizöfchens schnell steigern, was mit einer normalen Heizung so nicht möglich ist. Der Nachteil: Ein solches Heizöfchen ist ein wahrer Energiefresser. Aus diesem Grund sollte ein solches Modell auch nur als zusätzliche Wärmequelle genutzt werden. Besonders wichtig: Achten Sie bei einem Heizöfchen unbedingt darauf, dass es nicht durch Gegenstände verstellt wird, denn dann droht im Zweifelsfalle Brandgefahr.

Wohnqualität durch stilvolle Details

Auch die vielen kleinen Accessoires erhöhen den Komfort im Badezimmer. Eines davon ist ein Handtuchwärmer, der auch im kleinsten Badezimmer Platz findet, weil er direkt an die Wand montiert werden kann. Der Vorteil: Der Handtuchwärmer eignet sich dafür, Handtücher vorzuwärmen, aber auch, um Textilien nach dem Gebrauch schnell wieder zu trocknen. So entstehen weder muffiger Geruch noch unschöne Stockflecken, wie es bei nassen Handtüchern sonst gelegentlich passiert. Darüber hinaus dient der Handtuchwärmer auch gleichzeitig als Heizung. Die einzelnen Röhrenelemente sind dabei in einem solchen Abstand montiert, dass bequem mehrere Handtücher auf die Halterungen passen. Wer also im Bad für einen eigenen Heizkörper keinen Platz hat und wem ein Heizöfchen zu kostenintensiv ist, für den ist ein solcher Handtuchwärmer ein echter Kompromiss. Die Temperatur des Handtuchwärmers lässt sich über einen Regler individuell einstellen. Angeschlossen werden die Handtuchwärmer mit einem gewöhnlichen Netzstecker.

Für welche Art von Badmöbeln Sie sich letztendlich entscheiden: Sie sollten in jedem Fall darauf achten, dass bei aller Funktionalität Ihre individuellen Vorlieben nicht zu kurz kommen.

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