Darauf sollten Sie beim Kauf von 50 Pfennig Münzen der Bank Deutscher Länder achten

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Darauf sollten Sie beim Kauf von 50 Pfennig Münzen der Bank Deutscher Länder achten

Für manchen Sammler können 50-Pfennig-Münzen höchst wertvoll sein. Besonders begehrt und wertvoll sind 50-Pfennig-Münzen mit der Aufschrift der „Bank deutscher Länder“. Aber warum eigentlich?

  

Die Bank deutscher Länder

Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der Finanzwirtschaft behalfen sich die Menschen hauptsächlich mit Tauschgeschäften oder dem „Zigarettengeld“. Deutschland brauchte also eine neue Finanzordnung.

Im März 1948 wurde durch ein Gesetz der Militärregierung die „Bank deutscher Länder“ (BdL) gegründet, als Nachfolgerin der Reichsbank und Vorgänger der Bundesbank. Zentrale Aufgabe der Bank deutscher Länder war die Schaffung einer gemeinsamen Währungspolitik in der amerikanischen, britischen und französischen Zone.

In den folgenden Wochen entwickelte eine Expertenkommission aus Bankenvertretern, Wirtschaftswissenschaftlern und der Militärregierung eine Währungsreform. Diese trat zum 21. Juni 1948 in Kraft – die Geburtsstunde von Pfennig und Deutscher Mark. Das Grundkapital betrug 100 Millionen DM. Die Bank deutscher Länder sorgte auch für den Druck neuer Geldscheine und Münzen. Sie wurde 1957 von der Deutschen Bundesbank abgelöst.

  

Die 50-Pfennig-Münze mit der Fehlprägung

In den Jahren 1948, 1949 und 1950 wurden die Münzen mit dem Schriftzug „Bank deutscher Länder“ geprägt. Erst ab 1950 wurde die Prägung umgestellt auf „Bundesrepublik Deutschland“. Nach der Umstellung kam es jedoch zu einer Fehlprägung. Ein Mitarbeiter der Prägestätte Karlsruhe griff 1950 versehentlich zur falschen Schablone.

Insgesamt wurden 30.000 Fünfzig-Pfennig-Münzen mit der Inschrift „Bank Deutscher Länder“ statt „Bundesrepublik Deutschland“ geprägt. Diese 30.000 Münzen aus 1950 mit dem Münzbuchstaben G und dem falschen Schriftzug der BdL haben einen hohen Sammlerwert. Dieser Wert beträgt mit stärkeren Gebrauchsspuren bis zu 400 Euro, wenn die Münze noch prägefrisch aussieht, zahlen Sammler bis zu 800 Euro dafür.

Wer eine dieser Silbermünzen kaufen möchte, sollte jedoch nicht nur auf den Zustand der Münze achten. Fast noch wichtiger ist die Frage, ob die Münze echt ist. Durch den hohen Sammlerwert gab es immer wieder Fälle von Fälschungen.

  

Und noch eine Rarität

Übrigens ist die 50-Pfennig-Münze von 1950 mit dem Fehldruck „Bank Deutscher Länder“ nicht die einzige Rarität. Es gibt einige wenige 50-Pfennig-Münzen aus dem Jahr 1949 mit dem Münzbuchstaben J, auf denen die Inschrift „Bundesrepublik Deutschland“ statt „Bank deutscher Länder“ eingeprägt ist. Diese Münzen sind sehr selten, nur sieben Stück sind bekannt, daher reichen die Schätzungen über den möglichen Wert einer solchen Münze hoch in den fünfstelligen Bereich hinein.

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