Darauf sollten Sie bei der Beleuchtung Ihrer Wohnung achten

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Darauf sollten Sie bei der Beleuchtung Ihrer Wohnung achten

So finden Sie das richtige Licht für jeden Wohnraum

Im Grunde ist die Regel für die Wohnraumbeleuchtung ganz einfach: Licht wird überall dort eingesetzt, wo entweder Helligkeit oder eine bestimmt Atmosphäre erzeugt werden soll. Mit diesem Ratgeber wollen wir Ihnen die wichtigsten Anhaltspunkte vermitteln, die bei der Planung für Ihre Wohnraumbeleuchtung wichtig sind.

Bei der Lichtplanung unterscheidet man zwischen dem Funktionslicht und dem Stimmungslicht. Funktionslicht wird immer dort benötigt, wo bestimmte Arbeiten verrichtet werden oder Raumbereiche ganz gezielt und komplett ausgeleuchtet werden sollen. Stimmungslicht hingegen hat einen dekorativen Einfluss auf Inneneinrichtung. Es wird verwendet, um ein besonderes Ambiente zu erzeugen. Grundsätzlich kann man die Beleuchtung der einzelnen Wohnräume also nach deren Funktion unterschieden. Helles Licht kommt überall dort zum Einsatz, wo es der Sicherheit dient, also zum Beispiel auf Treppen, im Eingangsbereich und im Keller. Außerdem wird helles Licht in Räumen oder Raumteilen benötigt, wo einzelne Dinge voneinander unterschieden werden müssen. Das gilt zum Beispiel für alle Arbeits- und Essbereiche, aber auch für gemütliche Leseecken. Räume oder Raumteile, die überwiegend der Entspannung dienen, sollten mit warmen Lichtquellen ausgestattet werden. Inzwischen wird Licht nicht mehr ausschließlich als Mittel gegen die Dunkelheit angesehen. Licht ist ausschlaggebend für das Wohlbefinden und kann unterschiedliche Stimmungen erzeugen. Deshalb ist es wichtig, beim Neubau oder bei einer Modernisierung der Lichtplanung für jeden einzelnen Raum einen hohen Stellenwert einzuräumen.

Die Stärke der Grundbeleuchtung in der Wohnung

Zunächst gilt es, die Anforderungen an eine Grundbeleuchtung für den gesamten Wohnraum zu ermitteln. Ganz wichtig ist das zum Beispiel im Eingangsbereich, also in Flur oder Diele oder auf Treppen. Wie hoch die Watt-Zahl der einzelnen Leuchtkörper sein sollte, lässt sich anhand der Größe des zu beleuchtenden Bereichs einfach kalkulieren. Als Faustformel moderner Beleuchtungssysteme gilt, dass Bereiche bis 10 Quadratmeter Größe etwa 200 Watt, bis 20 Quadratmeter etwa 400 Watt und Räume ab 40 Quadratmetern mit Leuchtmitteln von circa 800 Watt ausgeleuchtet werden sollten. Das sind aber nur Grundangaben, die sich natürlich verändern, wenn man den Einrichtungs- und Ausstattungsstil mit berücksichtigt. Für den Eingangsbereich und die Treppen sollten, da hier helles Licht auch eine Frage der Sicherheit ist, etwa 20 bis 30 Watt pro Quadratmeter gerechnet werden. Ist die Ausstattung eher dunkel, empfiehlt sich eine höhere Watt-Zahl. Dasselbe gilt zum Beispiel auch für den Wohnbereich. Sind die Möbel und Wandgestaltungen eher hell, reichen 20 bis 30 Watt pro Quadratmeter aus. Bei einem dunklen Einrichtungsstil hingegen sind 40 bis 50 Watt pro Quadratmeter notwendig, um eine ausreichende Grundbeleuchtung sicherzustellen. Arbeitsbereiche wie etwa die Küche oder das Arbeitszimmer benötigen hohe Watt-Zahlen. Hier werden etwa 50 Watt pro Quadratmeter Grundfläche veranschlagt. Im Keller oder in der Garage genügen hingegen etwa 10 Watt pro Quadratmeter, um eine komfortable Beleuchtung zu gewährleisten.

Die richtige Lichtplanung für Arbeits- und Lesebereiche

Überall dort, wo auch im Dunkeln gearbeitet oder gelesen wird, spielt die richtige Beleuchtung auch für die Erhaltung des eigenen Sehvermögens eine wichtige Rolle. Da sich heute jeder herkömmliche Lichtschalter ganz einfach gegen einen Dimmer austauschen lässt, empfiehlt es sich, die Leuchtleistung der einzelnen Leuchten und Lampen in Arbeits- oder Lesebereichen eher höher anzusetzen und dann individuell auf die eigene Sehleistung anzupassen. Arbeitsflächen in Küchen müssen möglichst schattenfrei ausgeleuchtet werden. Hier kommen die moderne LED-Technologie oder Halogenlampen perfekt zum Einsatz. Ausreichendes Licht auf Herd und Arbeitsflächen schont die Augen und sorgt für mehr Sicherheit im Umgang mit den verschiedenen Arbeitsgeräten. Es erleichtert auch das Lesen von Rezeptbüchern oder Bedienungsanleitungen. Auch auf einem Esstisch sollte für eine ausreichende Beleuchtung gesorgt werden. Schließlich soll das mit Liebe zubereitete Essen die Gäste oder die Familie auch optisch ansprechen – der Genießer sieht einfach gerne, was er isst.

Besonders wichtig ist eine exakte Funktionslichtplanung im Arbeitszimmer oder an anderweitig untergebrachten Arbeitstischen. Eine besonders schonende Schreibtischbeleuchtung stellen Tageslichtlampen dar. Sie verbreiten ein blendfreies Licht, können auch unmittelbar neben einem Computermonitor oder Laptop eingesetzt werden und haben einen ausgesprochen niedrigen Stromverbrauch. Eine 9-Watt-Tageslichtlampe erzeugt eine Helligkeit, für die herkömmliche Leuchtmittel ein Vielfaches an Watt benötigen würden. Deshalb eignen sich Tageslichtleuchten, die es auch als Stehlampen gibt, ebenfalls hervorragend für eine Leseecke. Für die Augen besteht bei einer Tagslichtlampe kein Unterschied zwischen einer natürlichen und einer künstlichen Lichtquelle..

Mit Licht Stimmung erzeugen

Das Licht hat nicht nur die Aufgabe, das Lesen oder Arbeiten in der Dunkelheit zu ermöglichen oder einen Raum ganzheitlich zu illuminieren. Ganz besonderen Einfluss nimmt Licht auf die Raumgestaltung. Die Art der Beleuchtung verstärkt in einem hohen Maß die Stimmung eines jeden Raums. Deshalb ist die sogenannte Akzentbeleuchtung ein ganz wesentlicher Bestandteil für die Lichtplanung in der eigenen Wohnung. Sie entscheidet mit über das ganz persönliche Wohlbefinden der Bewohner. Früher diente die Deckenleuchte in der Mitte eines jeden Zimmers als Hauptlichtquelle im Raum. Flankiert wurde sie gegebenenfalls von Steh- oder Wandlampen, die in Stil und Dekor der Deckenlampe angepasst waren. Heute werden Deckenlampen meist nur noch zur ersten Orientierung im Raum verwendet. Die eigentliche, auf die Bedürfnisse des Bewohners ausgerichtete Beleuchtung erfolgt dann über gezielt eingesetzte Leuchtkörper, die den Raum in einzelne Lichtzonen unterteilen. Bei einem Neubau lassen sich Anschlüsse für Wandleuchten oder Deckenfluter so einrichten, dass auch diese bereits von der Eingangstür aus eingeschaltet werden können. Außerdem lassen sich fast alle modernen Leuchtkörper inzwischen auch mit Fernbedienungen ein- und ausschalten oder in ihrer Helligkeit dem Bedürfnis nachdimmen. Weist der Raum augenfällige Möbelstücke oder Dekorationselemente aus, können zur besonderen Betonung passende Punktbeleuchtungen eingeplant werden. Weitere Beleuchtungselemente zum Beispiel durch LED-Schienen an Regalen oder Vitrinenbeleuchtungen erzeugen zusätzlich ein sehr stimmungsvolles Ambiente.

Planen Sie die Beleuchtung Ihrer Wohnung sorgfältig

Bei einem Neubau ist die richtige Lichtplanung recht unkompliziert zu realisieren. Da ohnehin alle Kabel und Anschlüsse neu verlegt werden, kann man durch ausreichende Schaltmöglichkeiten und Steckdosen jeden Raum so individuell mit Beleuchtungsquellen versorgen, wie es den eigenen Vorstellungen entspricht. Bei einem Neubau sollten immer ausreichend viele Leerrohre eingezogen werden, die eine spätere Veränderung an der Verkabelung erleichtern.

Nicht ganz so komfortabel sieht es bei Mietwohnungen aus. Hier ist der Bewohner an die vorhandenen Strom- und Lichtanschlüsse gebunden. Neue Installationen müssen mit dem Vermieter abgesprochen und durch diesen genehmigt werden. Es gibt aber auch hier bedarfsgerechte Möglichkeiten, einen erhöhten Lichtkomfort zu schaffen, ohne bauliche Veränderungen vornehmen zu müssen. Stromschienen oder spezielle Seilsysteme lassen sich beispielsweise in nahezu jedem Raum ohne aufwendige Installationen anbringen. Wenn nur wenige Stromkreise in den einzelnen Räumen zur Verfügung stehen, schafft man sich so die Möglichkeit, einzeln schaltbare Lichtelemente im ganzen Raum zu verteilen. Die herkömmlichen Lichtschalter lassen sich einfach durch Dimmer ersetzen. Das erzeugt eine individuell anpassbare Beleuchtung und spart Strom. Außerdem erhöht sich so die Lebensdauer der Leuchtkörper, da diese nicht ständig mit der höchstmöglichen Leistung betrieben werden. Wer grundsätzlich Dimmer einsetzt, sollte die Watt-Zahl der einzelnen Leuchtkörper ruhig ein wenig höher auswählen. Es ist immer besser, die Helligkeit individuell herunterzuregeln, als sich unter Umständen über nicht ausreichend ausgeleuchtete Bereiche in einem Raum zu ärgern.

Moderne Lichtsysteme schaffen ganz neue Möglichkeiten

Sehr dekorativ, besonders bei der Wohnraumbeleuchtung, sind Wand- oder Deckenlampen, die aus einer Kombination aus Halogenleuchten und LEDs bestehen. Häufig sind die LEDs sogar mit einem Farbwechsler ausgestattet, der unterschiedliche Lichtfarben erzeugt. So wird die Lampe selbst zu einem dekorativen Accessoire der Wohnungseinrichtung. Moderne Lichtsysteme, die über eine Fernsteuerung geschaltet werden, lassen oft sogar eigene Programmierungen zu. Hier sorgt ein Mikroprozessorsystem in Verbindung mit Halogenleuchten und einem speziellen Filter dafür, dass ganz individuelle Lichtatmosphären erzeugt werden können. Diese Einstellungen lassen sich abspeichern und auf Wunsch mit nur einem Knopfdruck auf die Fernbedienung erneut wieder abrufen. So ist es möglich, die gesamte Wohnraumbeleuchtung je nach Stimmung unterschiedlich zu gestalten.

Licht ist mehr als nur Mittel zum Zweck

Eine umfassende und bedarfsgerechte Lichtplanung für Ihre Wohnung gewährleistet, dass jede Leuchte ihrem Zweck dient und das Licht immer bestmöglich auf bestimmte Ziele ausgerichtet ist. Berücksichtigt werden müssen dabei die Raumgröße, die Gestaltung der Wände und Decken und das Mobiliar. All das hat Einfluss darauf, wie die Wohnraumbeleuchtung zur Geltung kommt und ob sie das erfüllt, was sich der Bewohner der Wohnung davon erwartet. Im Zweifelsfall ist es besser, eine Leuchtquelle zu installieren, die nur selten oder auch gar nicht zum Einsatz kommt, als in bestimmten Situationen auf notwendiges Licht verzichten zu müssen. Wo sich individuelle Ideen nicht ohne Probleme durchsetzen lassen, bieten moderne Klemm-Spots, Tisch- und Stehlampen und Lichtleisten geeignete Alternativen zu einer festen Installation. Auch für die indirekte Möbelbeleuchtung können solche Elemente stimmungsvoll eingesetzt werden. Neben den herkömmlichen Lampen bieten sich auch Leuchtstäbe, Lichterketten oder außergewöhnliche Lampenformen als echte Highlights für die Wohnung an. Bei eBay finden Sie einige sehr individuelle Lampen und Beleuchtungsaccessoires, die sich effektvoll in bestehende Lichtsysteme integrieren lassen.

Beim Onlinekauf von Lampen oder Lichtsystemen sollte darauf geachtet werden, ob die Leuchtquellen im Lieferumfang enthalten sind. Wo dies nicht der Fall ist, muss in der Produktbeschreibung auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass es detaillierte Angaben zur Fassungsgröße gibt und Hinweise darauf, welche Leuchtkörper für die einzelnen Lampen oder Lichtsysteme geeignet sind. Hier macht es natürlich auch Sinn, immer auf Energiesparleuchten zurückzugreifen, um den Stromverbrauch möglichst gering zu halten.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden