Darauf sollten Sie achten, wenn Sie ein neues Stützrad für Ihren Wohnwagen oder Anhänger benötigen

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Darauf sollten Sie achten, wenn Sie ein neues Stützrad für Ihren Wohnwagen oder Ihren Anhänger benötigen

Mit einem Stützrad schaffen Sie mehr Beweglichkeit für Ihren Anhänger und erleichtern sich das Rangieren von Hand. Große Anhänger und Wohnwagen sind grundsätzlich mit einem Stützrad ausgestattet, denn nur so lassen sie sich von Hand schieben, lenken und sicher abstellen. Für Anhänger mit einer Stützlast von mehr als 50 Kilogramm ist die Anbringung eines Stützrades nach der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung vorgeschrieben.
Das Stützrad sorgt dafür, dass der abgekuppelte Anhänger gerade steht und nicht auf die Deichsel kippt. Kleinere Kastenanhänger sind zu diesem Zweck an der Deichsel oft nur mit einer starren Metallstütze ausgestattet und stehen daher immer leicht zur Deichsel gebeugt. Ein Stützrad können Sie an Ihrem Kastenanhänger, Wohnwagen oder Trailer nachträglich anbauen, um den Anhänger leicht von Hand schieben und sicher abstellen zu können. Wenn Sie Ihren Anhänger erstmals mit einem Stützrad ausstatten möchten oder ein neues Stützrad für Ihren Wohnwagen oder Anhänger benötigen, gilt es einige Kriterien für eine sichere Befestigung zu beachten.

Die Tragkraft als wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Stützrades für Wohnwagen und Anhänger

Das an der Deichsel des Anhängers installierte Stützrad nimmt einen großen Teil des Anhänger-Gewichts auf. Daher sollten Sie sich vor dem Kauf eines Bugrades unbedingt über die Stützlast Ihres Anhängers informieren. Diese Angabe finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter Ziffer 13. Die in den Fahrzeugdokumenten angegebenen Stützlasten beziehen sich auf die zulässige Gesamtmasse des Anhängers. Gängige Stützlasten für kleinere Lastanhänger wie offene und geschlossene Kastenanhänger sind 50 oder 75 Kilogramm, während ein Wohnwagen abhängig von der Größe eine Stützlast zwischen 75 und 200 Kilogramm haben kann. In den Angeboten bei eBay finden Sie Stützräder mit Stützlasten von 50 bis zu 500 Kilogramm. Um kontrollieren zu können, dass Sie die zulässige Stützlast bei der Beladung des Anhängers nicht überschreiten, sind einige Bugräder mit einer Stützlastanzeige oder Deichsel-Waage ausgestattet.

Entdecken Sie Stützräder in unterschiedlichen Ausführungen für Ihre individuellen Anforderungen

Grundsätzlich werden Stützräder mit einer Halterung aus stabilem Stahlrohr hergestellt, um hohe Gewichte zuverlässig stützen zu können, ohne einzuknicken. Das Stahlrohr hat abhängig von der Tragkraft einen Durchmesser zwischen 30 und 70 Zentimeter. Seltener sind dickere und quadratische Rohre. Das Stahlrohr kann mit unterschiedlichen Beschichtungen versehen und daher besonders unempfindlich und langlebig sein. Gängig sind verzinkte Rohre, die entweder feuerverzinkt oder galvanisch behandelt sind. Einige Modelle sind auch lackiert oder werden mit einer aufgebrachten Grundierung angeboten, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, die Stütze in der Farbe des Anhängers zu lackieren.
Die Länge des Rohres zur Aufnahme des Stützrades variiert bei den geläufigen Modellen zwischen 50 Zentimetern und über einem Meter. Sie ist abhängig von der Bauart und damit der Höhe des Anhängers. Darüber hinaus bestehen die Rohrhalterungen aus einem Innen- und einem Außenrohr. Durch diese Konstruktion ist die Gesamtlänge mit Hilfe einer Drehkurbel stufenlos veränderbar. Der Verstellhub bietet Ihnen einen Spielraum zwischen 20 und 50 Zentimeter.

Die eigentlichen Stützräder unterscheiden sich grundsätzlich im Material der Felge und der Bereifung sowie im Durchmesser. Sie haben die Wahl zwischen einfachen Modellen mit Kunststoff-Felgen für kleinere Anhänger sowie Felgen aus Blech oder besonders stabilem Stahl. Gängige Stützräder haben einen Durchmesser zwischen 20 und 30 Zentimetern und sind zwischen 50 und 90 Millimeter breit. Je breiter ein Stützrad ist, umso sicherer verteilt sich die Stützlast. Zudem sinkt es auf einem weichen Untergrund nicht so schnell ein. Ein Stützrad mit einem größeren Durchmesser erleichtert das Rangieren. Die meisten Modelle verfügen über eine Vollgummi-Bereifung mit Hart- oder Weichgummi. Diese Variante bietet Ihnen den Vorteil, dass keine Luft aus dem Rad entweichen kann, so dass es gerade dann platt ist, wenn Sie seine Unterstützung benötigen. Ein Stützrad mit Luftbereifung bietet vor allem auf weichen und unebenen Böden den Vorteil, dass es aufgrund größerer Breite nicht so leicht versinkt. Zudem lassen sich Widerstände wie Bordsteinkanten mit einem luftbereiften Stützrad leichter überwinden. Dazu trägt zudem eine integrierte Schwingarmfederung bei.

Starres oder automatisches Stützrad, abnehmbare oder feste Räder – was ist empfehlenswert?

Generell kann nicht eine bestimmte Ausstattung eines Stützrades für alle Arten von Anhängern und alle Verwendungen empfohlen werden. Es ist auch eine Frage der individuellen Vorlieben, ob ein Automatik-Stützrad, ein Halbautomatik-Stützrad oder ein starres Modell verwendet wird. Das Automatikstützrad bietet den Vorteil, dass das Rad automatisch einklappt, wenn es in der höchsten Position ist. Insbesondere Anhänger mit einer großen Stützlast lassen sich mit einem Automatik-Stützrad leichter bedienen. Andererseits kann abhängig von der Bauform des Anhängers die Bodenfreiheit durch ein automatisches Stützrad eingeschränkt sein. Das Rad kann fest mit der Halterung verbunden oder abnehmbar sein. Ein Stützrad mit einem abnehmbaren Rad bietet den Vorteil, dass das Rad einzeln austauschbar ist. Insbesondere luftbereifte Räder sollten abnehmbar sein, da das die Handhabung beim Aufpumpen oder Reparieren erleichtern kann. Eine sinnvolle Alternative kann ein halb automatisches Stützrad sein, dass die Vorteile beider Systeme miteinander verbindet.

Für spezielle Herausforderungen in schwierigem Gelände – das Stützrad mit Zwillingsrädern

Eine spezifische Bauart des Bugrades ist das Zwillings-Stützrad. Dieses Modell ist mit zwei Rädern zu beiden Seiten der Stütze ausgestattet. Diese insbesondere für kleine bis mittelgroße Anhänger geeignete Form erleichtert das Rangieren auf weichen Böden und in schwierigem Gelände. Untergründe wie Rasen, Kies, Sand oder Schnee meistern Sie mit diesem Doppel-Stützrad deutlich einfacher als mit einem einzelnen Rad. Auch wenn Anhänger für längere Zeit abgestellt sind, unterstützt das doppelte Stützrad aufgrund der breitflächigen Verteilung der Stützlast einen sicheren Stand des Anhängers. In den meisten Fällen sind Zwillings-Stützräder mit Luftreifen ausgestattet. Die Räder sind durch eine Achse miteinander verbunden. Insbesondere beim Einsatz von elektrischen Rangierhilfen kommen die Vorzüge des Zwillings-Bugrats zur Geltung, da es das Rangieren erleichtert.

Das besondere Stützrad für Wohnwagen und schwere Anhänger – elektrische Rangierhilfe

Das Rangieren eines großen Anhängers, Bootstrailers oder Wohnwagens auf engem Raum ist mit einem Fahrzeug meist nicht möglich. Auch Muskelkraft reicht oft nicht aus, wenn nicht genügend helfende Hände zur Verfügung stehen. Für diese Situationen ist ein Stützrad mit elektrischer Rangierhilfe die ideale Lösung. Dabei handelt es sich um ein separates Bugrad mit einem 12 Volt und 500 Watt starken Elektromotor. Mit Hilfe dieses Bugrads, das mit einer zusätzlichen Stange zum Lenken des Anhängers während des Motorantriebs ausgestattet ist, lassen sich auch schwere Anhänger mühelos auf engem Raum punktgenau platzieren. Auf dem Griff der Lenkstange befinden sich zwei Schalter für Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen, die so angebracht sind, dass sie sich leicht beim Lenken bedienen lassen. Mit einer elektrischen Rangierhilfe für das Stützrad bewegen Sie den Anhänger ganz allein in beliebige Richtungen. Die Bugstütze mit elektrischer Rangierhilfe können Sie einfach anstelle des herkömmlichen Stützrads an der Deichsel des Anhängers befestigen.

Sichere Befestigungssysteme zur Anbringung eines Stützrades an der Deichsel eines Wohnwagens oder Lastanhängers

Damit ein Stützrad auch das Rangieren schwerer Anhänger unterstützt und gleichzeitig das Gewicht des Anhängers im vorderen Bereich der Deichsel auffängt, muss es fest und sicher an der Deichsel installiert sein. Ist die Befestigung nicht ausreichend, kann das Bugrad beim Rangieren in Schräglage geraten und somit keinen sicheren Halt mehr gewähren. Die Deichsel senkt sich herunter und kann durch Bodenberührung beschädigt werden. Als Aufnahme für die Stütze dient eine Schelle, die das Stahlrohr sicher hält. Die Klemmschelle kann fest mit der Deichsel verschraubt sein oder mit Hilfe von zwei Ring-Klemmen gehalten werden. Einige Anhänger sind an der Deichsel mit einer integrierten Aufnahme für die Radstütze ausgestattet oder mit einer fest verschweißten Klemmschelle. Da die Schraubbefestigungen für alle herkömmlichen Deichseln verfügbar sind, lässt sich ein Bugrad jederzeit problemlos nachrüsten.

Die richtige Handhabung schützt das Stützrad vor Beschädigungen und Verlust

Das Stützrad ist in einer Halterung mit einem Radlager, meist einem Gleitlager, drehbar am Innenrohr befestigt. Am oberen Ende des Innenrohrs befindet sich eine Drehkurbel, mit der Sie die Stützrad bis zur notwendigen Höhe aus dem äußeren Stahlrohr herausdrehen können. Die ideale Höhe ist gegeben, wenn der Anhänger exakt waagerecht steht. Kippt der Anhänger nach vorne, weil das Bugrad nicht weit genug herausgedreht ist, erschwert das die Rangierarbeit. Wird das Stützrad zu weit herausgedreht, so neigt der Anhänger dazu, nach hinten zu kippen. Erfolgt das Rangieren dann zum Beispiel über kleine Hindernisse wie Bordsteinkanten, kann der Anhänger nach hinten kippen und Schaden nehmen.
Das Stützrad wird nur an abgestellten Anhängern bis zum Boden herausgedreht. Während der Fahrt muss es so weit hochgedreht werden, dass es nicht zu einer Bodenberührung kommen kann. Ein Stützrad, das während der Fahrt die Straße berührt, wird selbst beschädigt und kann darüber hinaus Schäden am Anhänger und am Zugfahrzeug verursachen. Außerdem können Straßenbeführungen dazu führen, dass sich die Radstütze aus der Befestigung löst und verloren geht. Dadurch können auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Um das zu vermeiden, wird das Stützrad ganz nach oben gedreht. Damit das Rad während der Fahrt gerade steht und sich nicht durch Fahrtwind und Bewegungen drehen kann, sind die meisten Radstützen mit einer Einkerbung versehen, in der das Rad einen sicheren Halt findet. Während der Fahrt kann sich das Rad im eingerasteten Zustand nicht mehr drehen. Für ausreichende Bodenfreiheit wird nach dem Hochkurbeln des Rads die Befestigungsschelle gelöst und die gesamte Rad-Stütze hochgezogen. Anschließend ist eine sichere Befestigung notwendig, damit das Stützrad keinen unnötigen Bewegungsspielraum erhält und nicht herunterrutschen kann. Zur Optimierung der Kraftübertragung auf die Befestigungsschelle ist diese bei den meisten Stützrädern mit einem stabilen Gelenkhebel mit Griffknauf versehen.

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