Daran erkennen Sie gute gebrauchte Spoiler

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Daran erkennen Sie gute gebrauchte Spoiler

Es gibt viele Möglichkeiten, das eigene Auto optisch und funktional aufzurüsten. Motorhauben mit Lufthutzen erlauben eine bessere Motorkühlung. Frontschürzen individualisieren die Vorderseite Ihres Autos. Haubendämpfer lassen Sie besser auf den Motorraum zugreifen. Neben diesen Modifikationen werden nicht zuletzt verschiedene Formen von Spoilern wertgeschätzt. Sie verleihen dem Auto Wiedererkennungswert und lassen Sie sein Leistungspotenzial in Gänze zu nutzen.

Bei der Auswahl von Spoilern stehen optische Aspekte Grund nicht allein im Zentrum. Was Sie beim Kauf beachten müssen, bringen Ihnen die folgenden Abschnitte dieses Ratgebers näher. Sie erhalten Informationen über Funktionsweise, Qualitätsmerkmale und Nutzungsvoraussetzungen. Im Schlussteil erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf von gebrauchten Spoilern achten sollten. Eine Auflistung bekannter Hersteller rundet die Einführung ab.

Was ist ein Spoiler und worin besteht der Unterschied zum Flügel?

Bei Spoilern handelt es sich um Bauteile, die man an Autos anbringt. Sie haben die Aufgabe, die sie umgebende Luftströmung positiv zu beeinflussen. Nach der Position unterscheidet man verschiedene Arten von Spoilern. Es gibt Front-, Heck-, Rad- und Seitenspoiler.

Aufgrund der Formähnlichkeit werden Spoiler und Flügel häufig für zwei Benennungen ein und desselben Bauteils gehalten. Dem ist nicht so. Es besteht ein Unterschied in den Strömungseigenschaften. Der Spoiler wird nur auf der Oberseite von Luft überströmt. Seine Hauptfunktion besteht in der Verbesserung der Aerodynamik. Er lenkt überströmende Luft um oder weist sie ab. Seine Wirkung entfaltet er im Wechselspiel mit der Karosserie des Fahrzeugs.

Bei einem Flügel wird nicht nur die Ober-, sondern auch die Unterseide von Luft überströmt. Der Flügel hat die Aufgabe, einen höheren Anpressdruck zu erzeugen. Dieser entsteht, wenn Luft auf die gewundene Oberfläche trifft und das Auto nach unten drückt. Das Fahrzeug hat dadurch bei höheren Geschwindigkeiten einen sicheren Bodenkontakt. Man kann die Effektivität gut an Formel-1-Boliden veranschaulichen. Verfügten sie nicht über einen Frontspoiler, würde Luft ungehindert unter die Plattform strömen. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h würde sich die Spitze des Fahrzeugs anheben. Im schlimmsten Fall führt dies dazu, dass das Auto abhebt und sich überschlägt.

Wo verwendet man Spoiler und wie funktionieren sie genau?

Spoiler können prinzipiell an allen Kraftfahrzeugen montiert werden. Ihre primären Anwendungsfelder liegen allerdings in den Bereichen Sportwagen, Motorsport und Tuning. Sie bestehen zumeist aus Kunststoff. Daneben verwendet man Ausführungen aus Karbon und Metall. Allen gemein ist eine Konstruktion, die den Auftrieb des Fahrzeugs durch einströmenden Fahrtwind verhindern soll. Die Verringerung des Auftriebs sorgt dafür, dass die Kraft des Motors wirkungsvoller auf die Straße übertragen wird. Halten Sie sich zum besseren Verständnis dieses Umstands vor Augen, dass die Kraftübertragung zwischen Auto und Fahrbahn nur auf einer sehr kleinen Fläche stattfindet. Sie ist nicht viel größer als eine Hand.

Zu den Eigenschaften, die man besonders im Motorsport verbessern will, zählt die Querbeschleunigung. Darunter versteht man die Kraft, die das Auto in Kurven zum Rand der Straße zieht. Mit Spoilern wird dieser Wert optimiert. Durch die bessere Bodenhaftung sind höhere Kurvengeschwindigkeiten möglich. Die Fahrstabilität wird durch den erhöhten Anpressdruck ebenfalls verbessert. Die Achsen des Autos neigen weniger zum Ausbrechen. Der Bremsweg nimmt ab.

Welche Werte sind bei der Konstruktion von Spoilern relevant?

Die Verringerung des Auftriebs ist nicht möglich, ohne dass sich dabei der Luftwiderstand erhöht. Der Spoiler muss einen Kompromiss zwischen beiden Eigenschaften darstellen. Bei möglichst hohem Anpressdruck soll der Luftwiderstand minimal sein. Mit der richtigen Einstellung ist eine Verringerung des Widerstands möglich. Ein verringerter Widerstand geht mit einem kleineren Kraftstoffverbrauch einher.

Die Reduktion der Auftriebskraft erfolgt oftmals nicht unmittelbar durch den Spoiler. Sie ist eine Folge der veränderten Druckverhältnisse auf dem Fahrzeug. Auf der Oberfläche der Spoiler steigt der Druck stromaufwärts. Damit erhöht sich die Kraft, die durch die Multiplikation von Druck und Fläche entsteht.

Auf Grundlage dieser physikalischen Gesetzmäßigkeiten lassen sich die Strömungsverhältnisse der Luft mit geringem Aufwand beeinflussen. Die Spoiler vorn lenken die Luft nicht nach oben über die Motorhaube, sondern seitlich ab. Strömt die Luft dabei um die Vorderräder, kann der Luftwiderstand verringert werden. Hinten wird die Luft in der Regel nach oben abgeleitet.

Welche Spoilermodelle stehen Ihnen bei der Auswahl zur Verfügung?

  • Frontspoiler: Dieses Bauteil senkt die Auftriebskraft an der vorderen Achse des Fahrzeugs ab. Eine durchdachte Konstruktion senkt den Luftwiderstand und führt Motor wie Bremsen zusätzliche Kühlung zu.
  • Heckspoiler: Bei einem PKW bringt man dieses Bauteil auf oder über der Kofferraum- bzw. Heckklappe an. Es dient dazu, den Auftrieb der hinteren Fahrzeugachse zu senken.
  • Radspoiler: Dieses Bauteil wird bei Vorder- und Hinterrädern montiert. Es verbessert die Radanströmung.
  • Seitenspoiler: Man verbaut ihn überwiegend an den vorderen Ecken von LKW. Damit wird der Bereich der Tür vor Verunreinigung geschützt.

Welche Probleme gibt es im Tuning-Bereich?

Die optische Komponente steht bei den Veränderungen im Vordergrund. Die ursprünglich intendierten physikalischen Effekte treten bei vielen Modellen praktisch nicht mehr auf. Überlegen Sie sich vor der Auswahl aus diesem Grund genau, ob Leistung oder Optik für Sie Priorität haben.

Der Leistungsumfang ist zudem von der Position abhängig. Häufig bringen Tuner ihre Spoiler in einem Bereich an, wo Verwirbelungen auftreten. Ungünstige Heckspoilerkonstruktionen führen dazu, dass die Luft die Spoileroberfläche zu steil anströmt. Dies bewirkt erhöhte Materialbelastungen und eine ungleiche Verteilung der Auftriebskräfte bei Vorder- und Hinterachse. Beeinträchtigte Fahreigenschaften sind die Folge dieser Fehlbelastung.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass nicht ohne Weiteres vorhergesagt werden kann, wie und ob der Spoiler überhaupt wirkt. Um dies festzustellen, wäre eine umfassende Messung im Windkanal oder eine Strömungssimulation notwendig. Da dies in den wenigsten Fällen möglich ist, kann eine Fehlbelastung unter Umständen über längere Zeit wirken. Ist der Luftwiderstand des Spoilers zu hoch, verbrauchen Sie auf längere Zeit wesentlich mehr Kraftstoff.

Welche Eigenschaften zeichnen einen guten gebrauchten Spoiler aus?

Dass Sie mit der richtigen Montage und Einstellung einen erheblichen Beitrag zur Wirksamkeit des Spoilers beitragen, muss Ihnen jederzeit bewusst sein. Das beste Modell funktioniert unzureichend, wenn es nicht optimal angebracht ist. Betrachten Sie die Darstellung der Eigenschaften daher immer im Zusammenhang.

Das Grundmaterial sorgt für Formstabilität und Flexibilität des Spoilers. Bewährt hat sich PU (Polyurethan). Es handelt sich dabei um einen aufgeschäumten Kunststoff von sehr hoher Anpassungsfähigkeit. Bei mechanischen Einwirkungen gibt er nach, anstatt zu brechen. Für Front-, Heckschürzen und Seitenschweller ist das Material ebenso geeignet.

Achten Sie bei dem Angebot darauf, dass viele aussagekräftige Bilder aufgeführt sind. Nur so können Sie sichergehen, dass keine Risse und größere Schäden im Material vorhanden sind. Bei Spoilern aus GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff) ist eine Verspachtelung mit Blech sinnvoll. Inwieweit dabei entstehende Übergänge für Sie verschmerzbar sind, ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Kaufs.

Informieren Sie sich genau über den Einbau. Für Laien sind Modelle geeignet, die nicht gebohrt werden müssen. Die Montage mit speziellem Klebeband ist einfacher. Waschanlagenfestigkeit ist ebenfalls wichtig.

Worauf müssen Sie bei der Auswahl eines gebrauchten Spoilers achten?

Zuerst finden Sie heraus, ob der Spoiler mit Ihrem Auto kompatibel ist. Stellen Sie anschließend fest, ob ein Teilegutachten oder ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) ausgestellt wurde. Ist nur ein Materialgutachten angefügt, schließen Sie sich vor dem Kauf mit einem Ingenieur von DEKRA, TÜV oder GTÜ kurz. Er kann Ihnen vor dem Einbau sagen, ob eine Eintragung möglich ist. Sie gehen mit dieser Sicherheitsmaßnahme der Gefahr aus dem Weg, ihn wieder ausbauen zu müssen. Ist lediglich das Materialgutachten vorhanden, gestaltet sich eine Eintragung häufig schwierig. Entweder sie ist gar nicht möglich oder mit hohen Kosten verbunden.

Bei der Suche nach einem Spoiler werden Sie häufig auf verschiedene Formen von Gutachten hingewiesen. Damit Sie besser verstehen, wofür sie stehen, erhalten Sie im Folgenden einen kurzen Überblick. Man unterscheidet fünf verschiedene Typen:

Die Materialbestätigung: Bei diesem Typ handelt es sich um einen Prüfbericht,der sich ausschließlich auf das Material des Bauteils bezieht. Andere Aspekte bleiben unberücksichtigt. Der Sachverständige führt die Prüfung nach eigenem Ermessen durch und kann das Bauteil aufgrund des Materials ablehnen oder genehmigen.

  • Das Teilegutachten: Diese Form des Gutachtens geht weiter. Auch  Aspekte wie Form und Montage werden berücksichtigt. Nur Fahrzeugteile mit einem Teilegutachten können bedenkenlos gekauft werden. Die Eintragung ist unkompliziert.
  • ABE: Die Allgemeine Betriebserlaubnis muss dem Fahrzeugteil beiliegen. Sie sagt aus, dass der Sachverständige das Bauteil auf alle relevanten Aspekte  geprüft hat. Eine erneute Abnahme nach dem Einbau ist nicht erforderlich. Sie müssen die ABE nur immer mit sich führen.
  • Gutachterliche Stellungnahme: Gleichzusetzen mit ABE
  • E-Kennzeichnung:Eine Nummer hinter dem E gibt an, in welchem Land die Prüfung vorgenommen wurde. Man vergibt sie häufig bei elektrischen Anlagen wie Beleuchtungen. Eine erneute Abnahme nach dem Einbau ist nicht notwendig.

Informieren Sie sich genau über die Maße des Spoilers. Eine mangelhafte Passgenauigkeit macht spätere Nacharbeiten erforderlich. Diese kosten Zeit und Geld. Stellen Sie sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob Sie den Spoiler einer bekannten Marke oder ein NoName-Produkt bevorzugen. Vergessen Sie nie, Folgekosten des Kaufs in Betracht zu ziehen. Die Kosten von amtlichen Prüfungen sollten bereits enthalten sein. Ein günstiges Angebot entpuppt sich sonst schnell als zu teuer.

Da der Spoiler optisch mit Ihrem Auto harmonieren soll, ist die Farbgebung wichtig. Achten Sie darauf, wie er lackiert ist. Wollen Sie die Färbung individuell vornehmen, greifen Sie auf ein Modell zurück, das lediglich grundiert ist.

Spoiler-Modelle

Sie finden unter den geführten Modellen die Entwicklungen aller führenden Hersteller. Vertreten sind unter anderem:

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