Dampfgarer für eine schnelle Zubereitung: Im Handumdrehen fertig gekocht

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Dampfgarer für eine schnelle Zubereitung: Im Handumdrehen fertig gekocht

In den Küchen der meisten Menschen sind viele Geräte anzutreffen, die in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der Funktionalität zusammengestellt worden sind. Ist die Zubereitung von Essen für viele auch eine Freizeitbeschäftigung, ist man doch immer darauf bedacht, möglichst effizient und schonend zu kochen und zu braten. Ein Gerät, dessen Hilfe dabei viele Menschen in Anspruch nehmen, ist der Dampfgarer. Mit seiner besonderen Funktionsweise erleichtert er die Arbeit in der Küche messbar.

Wollen Sie mehr über die praktischen Hilfen erfahren, ist der vorliegende Ratgeber genau das Richtige für Sie. Sie lernen die unterschiedlichen Formen von Dampfgarern ebenso kennen wie die Besonderheiten bei ihrer Anwendung. Eine besondere Rolle wird hierbei der Schnellkochtopf spielen.

Der Dampfgarer – spät entdeckte Tradition

Der Dampfgarer ist ein seit Jahrhunderten verwendeter Vertreter von Kochgeräten, die eine schonende Zubereitung von Speisen erlauben. Das erst seit den Zwanzigerjahren in Europa verwendete Gerät existiert in verschiedenen Ausführungen, von denen Tisch- und Einbaugeräte die heutzutage am weitesten verbreiteten sind.

Basis eines jeden Dampfgarers ist eine Wasserschale mit integrierter Wärmezufuhr. Die über der Schale angeordneten Einsätze werden durch die Erhitzung des Wassers mit Wasserdampf oder ausschließlich mit Wärme versorgt. Dies hängt von der Art der Einsätze ab, die man für das Dampfgaren verwendet. Es gibt gelochte und ungelochte Ausführungen. Die gelochte Variante wird vom Wasserdampf durchströmt. Sie kommt bei der Zubereitung von Fisch, Fleisch und Gemüse zum Einsatz. Um den dabei entstehenden Sud aufzufangen, befindet sich unter dem Einsatz eine Schale. Der zweite Typ von Einsätzen ist geschlossen. Er dient dazu, Speisen aufzuwärmen und aufzutauen. Der Vorteil gegenüber der Mikrowelle besteht dabei in dem Umstand, dass das Essen nicht austrocknet.

Bekannte Hersteller von Dampfgarern sind Miele und Severin.

Dampfgaren mit und ohne Druck

Man unterscheidet zwei verschiedene Arten des Dampfgarens. Bei der ersten der beiden setzt man die Speisen dem Dampf bei normalem Umgebungsdruck aus. Bei der anderen Variante befindet sich das siedende Wasser in einem abgeschlossenen System. Da keine Luft entweichen kann, erhöht sich der Druck im Innern des Dampfgarers. Das Wasser siedet bei 120°C. Der Vorteil dieser höheren Temperatur besteht in einer Beschleunigung des Garvorgangs.

Die verschiedenen Arten von Dampfgarern

Eines der heutzutage am meisten verbreiteten Dampfgargeräte ist der Schnellkochtopf. Es handelt sich dabei um ein geschlossenes System, in dem mit Überdruck gegart wird. Der andere Typus ist der Römertopf, als eine seit den Sechzigerjahren zunehmend verbreitete Variante des Dampfgarens ohne Druck. Die folgenden zwei Abschnitte beinhalten einen kurzen Überblick über die wichtigsten Aspekte beider Küchengeräte.

Der Aufbau eines Schnellkochtopfs

Wie der normale Kochtopf weist der Schnellkochtopf einen dickwandigen Rumpf in Zylinderform auf. Sein Rand ist nach außen abgebogen. Um das Garen unter Druck zu ermöglichen, verschließt man ihn mit einem speziellen Deckel. Die hierbei zum Einsatz kommende Bajonettverriegelung erlaubt eine einfache und dichte Verbindung.

Der Verschlussmechanismus besteht aus mehreren Aussparungen im Deckel, in die die entsprechenden Gegenstücke des Topfs gesteckt werden. Eine Gummidichtung am Rand verhindert den Austritt von Druck und heißem Dampf. Halten Sie sich bei der Erklärung dieser speziellen Konstruktionsweise vor Augen, dass ein mangelhafter Topf ein Gefahrenpotenzial in sich birgt. Bei zu hohem Druck und Rissen in Dichtung und Verschluss besteht die Gefahr unkontrollierter plötzlicher Kraftfreisetzung. Ein Kesselzerknall kann zu Verletzungen und massiven Schäden an der Küchenausstattung beitragen. Um sich bestmöglich vor einem derartigen Unfall zu schützen, legen Sie beim Kauf besonderen Wert auf ein Sicherheitsventil am Topfdeckel. Es lässt den Überdruck aus dem Kessel aus, wenn das normale Ablassventil nicht funktionstüchtig ist.

Wie in alle anderen Dampfgarer können Sie auch im Schnellkochtopf gelochte Einsätze anbringen. Sie verwenden sie mit Speisen, die nicht direkt mit heißem Wasser in Berührung kommen sollen. Legen Sie die Zutaten einfach auf den Einsatz und schließen Sie den Topf. Das Garen erfolgt durch den aufsteigenden Wasserdampf.

So funktioniert das Garen mit dem Schnellkochtopf

Die Nutzung des Schnellkochtopfs ist schnell erklärt. Zuerst gibt man das Gargut und die benötigte Menge Wasser in den Topf. Anschließend setzt man den Deckel darauf und verriegelt den Innenraum mit dem Bajonettverschluss. Luft und Wasser können ab diesem Zeitpunkt nicht mehr austreten. Sobald sich das Wasser erhitzt, entsteht Wasserdampf. Mit zunehmender Menge erhöht sich deshalb der Druck im Innern des Topfs. Zum Kochen kann eine entsprechend höhere Temperatur genutzt werden. Die Garzeit wird kürzer.

Halten Sie sich die Vorteile beim Vergleich mit einem normalen Kochtopf vor Augen. Bei diesem herrscht lediglich ein normaler Atmosphärendruck von 1 bar. Im Schnellkochtopf liegt er um 0,8 bar höher. Als Folge dieser veränderten Druckverhältnisse erhöht sich die Wassersiedetemperatur auf 116°C.

Aufgrund dieser Eigenschaft ist der Schnellkochtopf gut zum Kochen in Höhenlagen geeignet. Man kann damit auch auf Bergen Gerichte kochen, die eine Temperatur von 100°C erfordern. Hervorhebenswert ist hierbei der Umstand, dass eine Änderung der Temperatur um 10°C dazu führt, dass sich Garprozesse um das Vierfache beschleunigen.

Auf eBay finden Sie eine Reihe verschiedener Marken von Schnellkochtöpfe. Beispiele hierfür sind Fissler, Silit, Tefal und WMF.

Beachtenswertes bei der Nutzung eines Schnellkochtopfs

Im ersten Schritt stellen Sie den Schnellkochtopf auf den Herd. Im Anschluss daran schalten Sie ihn an, geben die Zutaten und die benötigte Menge Wasser hinzu. Informationen zum Wasserbedarf bei unterschiedlichen Lebensmitteln entnehmen Sie der Nutzungsanleitung. Eine Regel gilt in jedem Fall: Kochen Sie niemals gleichzeitige Zutaten in einem Topf, die unterschiedliche Garzeiten haben.

Sobald Sie den Schnellkochtopf befüllt haben, verschließen Sie ihn mit dem Bajonettverschluss. Regulieren Sie im Anschluss den Druck, bis er dem gewünschten Wert entspricht. Im Funktionsumfang der meisten Dampfdruckkocher sind zwei Druckstufen enthalten. Eine einfache und eine stärkere. Bei Letzterer verkürzt sich die Garzeit von Lebensmitteln um einen Wert von 50 – 70 Prozent. Die erste Stufe nutzen Sie vorzugsweise für empfindliche Speisen. Sie werden damit zwar langsamer gegart, sind aber immer noch schneller fertig als mit einem normalen Kochtopf.

Beim Befüllen des Topfes achten Sie darauf, weder zu viel Wasser noch zu viele Speisen einzufüllen. Unter Druck ist dann zu wenig Raum vorhanden, in dem der aufsteigende Wasserdampf zirkulieren kann.

Im Anschluss an das Kochen des Gerichts ist es notwendig, den Druck vorsichtig aus dem Gefäß zu lassen. Hierfür haben Sie zwei Möglichkeiten. Die erste davon ist die Schnellentlüftung. Dabei öffnet man das Ventil und lässt den Dampf austreten. Bei der zweiten Variante lassen Sie den Topf langsam abkühlen. Damit sinkt der Druck. Wenn er niedrig genug ist, können Sie das Gargefäß öffnen. Jede der beiden Methoden ist für bestimmte Arten von Speisen geeignet. Die schnelle Entlüftung nutzen Sie bei festen Gerichten. Das langsame Abkühlen ist bei Speisen wie Kartoffeln und Suppe geeignet. Man verhindert damit, dass die Suppe spritzt und die Kartoffeln platzen.

Der Römertopf – Dampfgaren ohne Druck

Der Römertopf ist ein aus Ton hergestelltes Behältnis mit einem Deckel. Man nutzt ihn zur Zubereitung von Speisen im Backofen. Das Gargut wird ohne zusätzliche Flüssigkeit in den Topf gegeben und anschließend bei der gewünschten Hitze gegart. 

Die Vorteile des Römertopfs

Nutzer des Römertopfs schwören auf seine Fähigkeit, den Geschmack und das Aroma der Speise zu bewahren. Da kein Wasser zugegeben wird, schmort Fleisch im eigenen Saft und schmeckt so besonders intensiv. Die Zugabe von zusätzlichem Fett ist nicht mehr erforderlich. So wird das Essen besonders ballaststoffarm zubereitet.

Ein weiterer Vorteil ist die Pflegeleichtigkeit. Durch den Deckel gelangen keine Spritzer in den Ofenraum. Da keine zusätzliche Flüssigkeit im Topf ist, besteht überdies nicht die Gefahr des Überkochens oder Überschäumens.

Über Ihr Essen müssen Sie sich auch im Notfall keine Sorgen machen. Versäumen Sie es einmal, den Topf rechtzeitig herauszunehmen, besteht keine Gefahr für das Essen. Die materielle Struktur des Tons verhindert, dass Feuchtigkeit nach außen gelangt. Das Gargut trocknet nicht aus. Ein positiver Nebeneffekt dieser Zubereitungsweise ist die zusätzliche Zartheit des Gerichts.

Diese Nachteile gibt es bei der Nutzung des Römertopfs

Römertöpfe können nicht direkt zum Garen genutzt werden. Vor dem ersten Gebrauch ist es notwendig, sie zunächst 15 Minuten zu wässern. Bei bereits gebrauchten Römertöpfen ist dies in der Regel nicht nötig. Sie haben mit der Zeit eine Patina entwickelt, die das Eindringen von Wasser verhindert.

Schwanken Sie bei der Auswahl zwischen einem Bräter und einem Römertopf, müssen Sie bedenken, dass Letzterer empfindlicher ist. Schieben Sie ihn niemals in den heißen Backofen und bringen Sie ihn in erhitztem Zustand niemals mit Wasser in Berührung. Dies könnte zu Sprüngen in der Keramik führen.

Weitere Arten von Dampfgarern – elektrische Garer und Systemdampfgarer

Als sich in den Neunzigerjahren im europäischen Raum ein zunehmendes Interesse an asiatischer Küche entwickelte, kam eine neue Art von Dampfgarer in den Handel. Er wird elektrisch angetrieben und hat mehrere aufstapelbare Einsätze. Die Erhitzung des Wassers im Bodenteil erfolgt über Elektrizität. Der Vorteil dieser Modelle besteht darin, dass traditionelle Gerichte wie Dim Sum damit leichter zubereitet werden können. Außerdem sind sie auch als Reiskocher geeignet. Man muss hierfür lediglich einen ungelochten Einsatz nutzen.

Systemdampfgarer sind eine Weiterentwicklung der elektrischen Dampfgarer. Hierbei nutzt man Einsätze, die bei Bedarf nachgerüstet werden. Man stellt sie in den Backofen und kann so komplette Menüs zusammenstellen. Die Entwicklung von Dampf erfolgt über die Unterhitze-Einstellung des Backofens. Beachten Sie hierbei allerdings, dass es meist recht teuer ist, den Backofen um eine solche Funktion zu erweitern.

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