Damit kommen Sie in der Stadt stressfrei von A nach B: Ratgeber Cityroller & Kickboards

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Damit kommen Sie in der Stadt stressfrei von A nach B: Ratgeber Cityroller & Kickboards

10 Minuten Fußweg zur nächsten U-Bahn-Haltestelle, danach noch einmal 15 Minuten ins Büro und selbst im Gebäude sind auch noch längere Strecken zurückzulegen. Mit diesen vermeintlich kleinen Fußwegen geht am Tag viel Zeit verloren. Was also tun, wenn sich für die kurzen Distanzen kein Fahrrad lohnt, sie zu Fuß aber eben doch beschwerlich sind? Hier tritt der Cityroller auf den Plan. Ursprünglich als Kinderspielzeug entwickelt, hat der kleine und handliche Tretroller die Innenstädte längst erobert. Cityroller und Kickboards sind dabei zwei verschiedene Varianten des Tretrollers, die mit unterschiedlichen Eigenschaften punkten.

In diesem Ratgeber soll es sich um diese kleinen und praktischen Geräte drehen. Wir zeigen Ihnen, welche verschiedenen Varianten der Tretroller es gibt und wo sie am besten eingesetzt werden. Außerdem sollen Sie erfahren, worauf man beim Kauf eines praktischen Rollers oder Kickboards achten sollten.

Vom Kinderspielzeug zum Fortbewegungsmittel

Roller sind einspurige Fahrzeuge, die mit reiner Muskelkraft, also ohne jegliche Hilfsmotoren, angetrieben werden. Ursprünglich wurden Roller dazu eingesetzt, den Gleichgewichtssinn von Kindern spielerisch zu schulen. Durch die Nähe zum Boden und die Möglichkeit, einfach wieder abzuspringen, wird der Roller als perfekter Einstieg in die Welt der einspurigen Fortbewegungsmittel gesehen. Kinder haben keine Angst, mit dem Roller zu fahren, und bereiten sich so optimal auf das deutlich anspruchsvollere Fahrradfahren vor.

Die frühen Kinderroller ähneln den heutigen Cityrollern und Kickboards von der Form her sehr. Die verwendeten Materialien waren jedoch andere. Kinderroller aus früheren Zeiten bestanden aus Holz und hatten Holzräder, die mit einer Gummischicht versehen waren. Diese kleineren Roller hatten meist drei Räder, zwei hinten und eines vorne. Gelenkt wurden sie durch einen kleinen Holzgriff, der als Lenker diente.

Roller mit luftgefüllten Rädern

Es wurden auch größere Roller entwickelt, die mit Luft befüllten Laufräder, ähnlich denen beim Fahrrad, besaßen. Die Gestelle dieser Roller erinnerten ebenfalls an das Fahrrad und waren aus Metall gefertigt. Mit diesen Rollern ist es möglich, größere Geschwindigkeiten aufzunehmen. Die Reifen haben gegenüber den kleineren Rädern ein besseres Rollverhalten, sodass mit weniger Muskelaufwand schnellere Geschwindigkeiten erreicht werden können. Diese Art von Roller gibt es nicht nur für Kinder – wesentlich seltener aber trotzdem bei einem kleinen Fan-Kreis beliebt sind auch große Roller für Erwachsene. Diese ähneln dem Fahrrad sehr, besitzen aber anstelle der Pedale und der Kette eine Ablagefläche für die Füße. Das Fortbewegungsprinzip ist das gleiche wie bei kleineren Rollern.

Kleine Tretroller wieder modern

Anfang der 2000er Jahre kamen wieder kleinere Versionen der Tretroller auf den Markt. Der Trend der Cityroller und Kickboards ward geboren. Die kleineren Varianten der Roller sind ebenfalls aus Metall gefertigt, wobei das Tretbrett bei Kickboards oft aus Holz hergestellt ist, um das Gewicht zu minimieren. Die Räder bestehen bei Kickboards meist aus Rollen aus Polyurethan, die mit einem Kugellager ausgestattet sind. So ist auch bei kleineren Rädern eine optimale Rollleistung zu erreichen. Bei Cityrollern sind die Räder meist etwas größer gehalten und mit einem Speichensystem versehen. Die Reifen an sich bestehen dabei auch aus Gummi und werden in der Regel nicht mit Luft aufgefüllt. Wichtige Hersteller für Kickboards und Cityroller sind unter anderem:

Hier kommen Kickboards und Cityroller zum Einsatz

Kickboards, Cityroller und Scooter konnten sich in den letzten zehn bis 15 Jahren durch die größere Urbanisierung der Arbeitswelt durchsetzen. Immer mehr Menschen müssen zu ihrem Arbeitsplatz pendeln und legen dabei auch zu Fuß viele kleinere Strecken zurück. Sei es der Weg von den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz oder die Strecke zum Mittagessen – hier geht viel freie Zeit verloren. Wer sich unangestrengt und dennoch rasant fortbewegen möchte, ist mit den kleinen Tretrollern bestens beraten. Auch in großen Bürokomplexen oder auf weitläufigen Firmengeländen sind Cityroller, Elektro Scooter und Kickboards eine optimale Alternative, um Zeit zu sparen und gleichzeitig ein wenig Bewegung zu bekommen.
Bei Menschen, die im Büro arbeiten und viel Zeit des Tages im Sitzen verbringen, ist das Fahren auf dem Kickboard oder dem Cityroller eine Abwechslung. Der Vorteil: Die kleinen Fahrgeräte lassen sich meist einklappen und sind nicht selten auch mit einem Tragegurt versehen. In der Bahn oder im Büro angekommen, können die Tretroller so zu handlichen Gepäckstücken zusammengeklappt und einfach über der Schulter getragen werden.

Doch nicht nur bei Berufstätigen, auch bei Kindern sind die kleinen Tretroller nach wie vor beliebt. Der Weg zur Schule geht so einfach schneller und vielleicht sind morgens dabei sogar fünf Minuten länger schlafen drin. Abgesehen von der Zeitersparnis macht Kindern das Fahren auf dem Tretroller, wie Erwachsenen auch, einfach Spaß. Manchmal lohnt es sich morgens einfach nicht, das Fahrrad aus dem Keller oder der Garage zu holen. Gerade für kürzere Strecken sind die Roller also einfach eine praktische und handliche Alternative.

Kickboard oder Cityroller – hier liegen die Unterschiede

Wie bereits angedeutet, gibt es bei Kickboards und Cityrollern einige Unterschiede. Beginnen wir jedoch bei den Gemeinsamkeiten: Beiden zugrunde liegt ein Metall-Gestell, das aus einem Trittbrett und einer Lenkstange besteht. Doch da beginnen bereits die Unterschiede. Während Cityroller am oberen Ende der Lenkstange mit einem Lenker ausgestattet sind, befindet sich beim Kickboard an dieser Stelle ein Knauf, der das Lenken ermöglicht.

Der Grund dafür lässt sich in der unterschiedlichen Bauweise der beiden Fortbewegungsmittel erkennen. Der Aufbau eines Cityrollers ist dabei einfach: Zwei einfache Räder werden durch ein Trittbrett miteinander verbunden und bilden eine Achse. Daran angebracht ist eine Lenkstange mit Lenker, der das Vorderrad steuert. So lassen sich Richtungsänderungen einfach durch das Bewegen der Lenkstange ausführen. Am Hinterrad befindet sich eine Bremse, die mit der Hacke des hinteren Fußes betätigt wird.

Der Aufbau des Kickboards ist etwas anders. Das liegt an seiner Herkunft, denn anders als der Cityroller geht das Kickboard eher auf das Skateboard als auf den Roller zurück. Kickboards haben demnach drei bis vier Rollen, von denen sich immer zwei vorne befinden. Die Hinterachse kann dementsprechend aus einer oder zwei Rollen bestehen. Die Reifen von Kickrollern sind deutlich kleiner als die Räder der Cityroller und mit Kugellagern ausgestattet. Diese sorgen dafür, dass sich die kleinen Räder besser und länger drehen können und vor allem gleichmäßig laufen.

Dadurch, dass Kickboards mit mindestens einer beweglichen Achse ausgestattet sind, lassen sie sich anders als Cityroller durch die Verlagerung des Gewichtes steuern. Dies geschieht entweder durch die Bewegung des Körpers oder durch das Bewegen des Steuerknaufs. Aufgrund dieser Steuerweise sind Kickboards für viele Menschen ungewohnt zu fahren. Wer als Kind viel Roller gefahren ist, wird diese Art der Bewegung zunächst vielleicht als komisch empfinden. Wer jedoch Skateboard fahren kann, für den ist die Steuerung sofort umsetzbar. Der Vorteil der Kickboards liegt darin, dass sie etwas flinker und wendiger sind. Sie können mit kleineren Bewegungen gelenkt werden und brauchen daher weniger Platz beim Manövrieren. Das macht sie vor allem im innerstädtischen Bereich so beliebt.

Wichtigster Faktor: das Gestell

Sowohl beim Kickboard als auch beim Cityroller ist das Gestell als Grundgerüst der wichtigste Bestandteil. Meistens sind Roller mit einer Gewichtsvorgabe versehen, an die Sie sich halten sollten, um Unfälle oder Schäden am Roller zu vermeiden. Bei den handlichen Kickboards und Cityrollern lassen sich die Lenkvorrichtungen in der Höhe verstellen – jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Als sehr großer Mensch sollten Sie in jedem Fall darauf achten, dass der Lenker die richtige Höhe für Sie besitzt. Ein zu niedriger Lenker sorgt für eine schlechte Haltung und ein eingeschränktes Gleichgewichtsgefühl auf dem Roller. Die Haltung sollte aufrecht und bequem sein, die Arme sind ausgestreckt und leicht gebeugt.

Der Lenker – testen Sie, welche Art Ihnen gefällt

Wie bereits erwähnt sind die Lenkungen bei Kickboards und Cityrollern sehr unterschiedlich gestaltet. Hier kommt es darauf an, mit welchem System Sie sich wohl und vor allem sicher fühlen. Der Lenker beim Kickboard besteht aus einem Knauf, der gut in der Hand liegen sollte. Achten Sie auf einen guten Grip, damit Sie beim Fahren nicht abrutschen können. Um Verletzungen beim Bremsen oder bei Zusammenstößen zu vermeiden, sollte der Knauf leicht gepolstert sein und keine scharfen Kanten aufweisen.

Beim Cityroller lenken Sie mit beiden Händen. Diese Art der Lenkung verleiht vielen Menschen, die Roller fahren gewöhnt sind, eine größere Sicherheit. Achten Sie dabei darauf, dass die Handgriffe ausreichend gepolstert sind und ebenfalls ohne scharfe Nähte oder Kanten verarbeitet sind.

Räder – darauf sollten Sie beim Kauf achten

Ein weiteres sehr wichtiges Merkmal eines guten Tretrollers sind die Rollen bzw. Räder. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Räder gut, das heißt, kontrolliert und gleichmäßig, rollen. Überprüfen Sie, ob die Kugellager sauber sind und geräuschlos arbeiten – das ist ein Zeichen für gute Qualität. Generell sollten die Reifen und gegebenenfalls die Kunststoffspeichen beim Cityroller einen stabilen Eindruck machen. Achten Sie auch auf die Beschichtung. Das Gummi sollte nicht zu hart sein, damit es beim Fahren keine unerwünschten, kratzigen Nebengeräusche gibt.

Bremsen-Check – so kommen Sie sicher zum Stehen

Anders als beim Fahrrad genügt beim Cityroller oder Kickboard eine einzige Bremse. Diese ist am Hinterreifen montiert und besteht aus einem Bremsbolzen, einem Bremsblech und einer Bremsfeder. Der Bolzen befestigt Feder und Blech am hinteren Reifen und sorgt für die notwendige Stabilität. Das eigentliche Bremselement, das zum Bremsen auf den Reifen gebracht wird, ist das Bremsblech. Damit sich dieses nach dem Gebrauch wieder aufrichtet und den Reifen nicht blockiert, wird eine stabile Bremsfeder eingebaut. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Bremsen sich sofort nach der Betätigung wieder in die Ausgangsposition begeben. Das Bremsblech sollte außerdem sehr stabil sein und sich auch durch stärkeres Treten, zum Beispiel bei Gefahrenbremsungen, nicht verbiegen lassen.

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