Damit der Auflauf nicht ausläuft und die Muffins gelingen: Backbleche & Backformen

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Damit der Auflauf nicht ausläuft und die Muffins gelingen: Kaufratgeber Backbleche & Backformen

Was gibt es Schöneres als duftendes, süßes Gebäck aus dem Ofen zu holen und zu wissen, dass man es selbst gebacken hat? Oder einen leckeren Auflauf oder eine wunderbare Quiche zum Abendessen zu zaubern. Ob Kuchen, Torte, Muffins oder Brot und herzhafte Aufläufe - damit sie gelingen, sind das richtige Blech und die richtige Backform nötig. Wir stellen die häufigsten Arten von Backblechen und Backformen vor und erklären, wozu sie benutzt werden können.

Das Backblech – der Klassiker unter den Backutensilien

Jeder, der einen Ofen besitzt, wird auch ein Backblech Zuhause haben, denn kein Backofen wird ohne Eines geliefert. Diese Standardbleche sind in der Regel aber nur für das Backen von Pizzen, Flammkuchen, Blechkuchen und zum Aufbacken andere flacher Backstücke geeignet. Sie sind recht einfache, rechteckige Bleche aus Metall, die auf einer Schiene aus dem Ofen herausgezogen werden können. Meistens bestehen Sie aus Stahlblech oder Aluminium, zusammen mit einer Beschichtung aus Email oder Ähnlichem. Nach langjähriger Benutzung müssen manche Backbleche ausgetauscht werden, da sie zu abgenutzt sind.
Beim Kauf eines neuen Backblechs sollten sie unbedingt genauestens dessen Größe beachten. Denn die Größen von Backblechen sind nicht normiert und können daher erheblich wanken. Selbst der Kauf eines Backbleches vom selben Hersteller kann sich als Fehlkauf herausstellen, weil auch hier nicht alle Modelle Bleche in denselben Größen haben. Entweder Sie messen daher gut aus oder Sie greifen zu einem der praktischen verstellbaren Backbleche. Diese Backbleche können in der Breite dem jeweiligen Backofen angepasst werden, weil eine Hälfte des Bleches bei Bedarf herausgezogen werden kann. So können Sie Ihre Bleche auch behalten, wenn Sie sich einmal einen neuen Backofen zulegen möchten.

Die Auflaufform – Lasagne, Gratins und Nudelauflauf immer perfekt

Zu jeder Küche gehören auch Auflaufformen dazu. Kein herzhafter Auflauf kann in einer Pfanne oder auf einem Backblech gemacht werden. Weil es so viele unterschiedliche Gerichte gibt, die mit einer Auflaufform zubereitet werden können, gibt es sie auch in vielen Formen und Materialien. Beim Kauf ist als allererstes aber auf die Größe zu achten. Eine zu große Auflaufform in einem Singlehaushalt macht genauso wenig Freude wie eine zu kleine Form für eine Familie. Die Größenauswahl ist sehr vielfältig. So finden sich kleine Auflaufformen für einzelnen Portionen, z. B. für Ragout fin, genauso wie sehr große Auflaufformen für eine große Familie oder eine Feier mit vielen Gästen. Es empfiehlt sich, immer mehrere Auflaufformen im Haushalt zu haben. Eine Auflaufform für den Alltag, die für die normale Haushaltsgröße passend ist, sowie eine größere für Anlässe mit Gästen. Auch ein zusätzliches Set von Einzelauflaufformen ist nützlich, z. B. Für die Zubereitung einzeln portionierter Desserts.
Je nach den Ansprüchen in Ihrem Haushalt, achten Sie dann zusätzlich auf solche Eigenschaften wie die Eignung für die Mikrowelle, Spülmaschinenfestigkeit und eine Antihaftbeschichtung. Auflaufformen mit diesen Eigenschaften gibt es beispielsweise von Tupperware. Beim Material stehen Ihnen neben der klassischen Keramik auch Glas, Edelstahl oder Email zur Verfügung. Formen gibt es ebenfalls viele. Während dies größtenteils dem persönlichen Geschmack überlassen ist, sollten Sie sich überlegen, ob Sie eine Auflaufform mit oder ohne Deckel haben möchten. Manche Formen haben auch Griffe, andere nicht. Spezielle Auflaufformen sind häufig auch dafür geeignet, darin einen Braten zuzubereiten. Sie besitzen eine Befestigung für ein Gitter, sodass die eigentliche Auflaufform dann als Fettwanne dient.

Die Brotbackform – frisches Brot aus dem eigenen Ofen

Brotbacken ist eine alte Kunst aber eine nicht unbedingt leichte. Vieles kann schiefgehen, angefangen beim Gehen des Teiges bis hin zum Ausbacken. Wer damit anfängt, versucht sich zumeist erst einmal an einer Fertigbackmischung. Egal, ob Sie eine solche verwenden oder bereits Profi sind und mit Ihrem eigenen Starter den Sauerteig gehen lassen – jeder braucht dazu eine Brotbackform. Mitunter greifen manche Anfänger einfach zu einer eckigen Backform für Kuchen (Kastenform). Und für den Anfang ist dies auch keine schlechte Idee.
Wer sich auf Dauer dem Brotbacken verschrieben hat, kann sich jedoch auch hübsche Formen zulegen, die speziell für Brot gedacht sind. Sie sind oft nicht eckig, sondern geformt wie ein Brotlaib, inklusive der Rillen in der Kruste. So erhalten Sie am Ende ein schön geformtes Brot, das nicht aussieht, als sei es in einer Kastenform für Kuchen gebacken worden. Bei Brotbackformen gibt es verschiedenen Größen vom kleinen Halbpfünder bis hin zum Anderthalbpfünder. Teils sind auch Formen für kleinere Brote erhältlich oder spezielle Formen für z. B. Baguettes (Baguetteblech) oder anders geformte Brotsorten. Wer oft bäckt und seinen Teig besonders geschützt gehen lassen möchte, kann sich einen Brotkorb mit Gärtuch zulegen. Darunter ruiniert Ihnen garantiert kein Luftzug den Teig.

Die Muffinform – die passenden Förmchen für die süßen, kleinen Küchlein

Längst haben die kleinen Muffins auch in Deutschland die Backöfen erobert, denn keiner kann einem Kuchen in Miniformat lange widerstehen. Dementsprechend groß ist mittlerweile auch das Angebot an Muffinformen. Es gibt sie unter anderen aus Silikon und aus Metall. Silikonformen sehen zwar aus wie herkömmliche Plastik, sind aber ofenfest und gesundheitlich völlig unbedenklich. Gegenüber Metallförmchen sind sie leichter und nehmen im Schrank weniger Platz weg, da sie faltbar sind. Metallbleche haben den Vorteil, dass sie unbeweglich sind, was vor allem beim Befüllen und in-den-Ofen-setzen nicht zu unvorhergesehenen Unfällen führen kann. Herauslösen lassen sich Muffins sowohl in Silikonformen als auch in antihaftbeschichteten Metallblechen sehr leicht.
Seltener findet man auch Muffinförmchen aus Keramik oder anderen Materialien. Je nach Größe Ihres Haushalts, haben Sie bei den Blechen die Wahl zwischen Förmchen für nur 6 Muffins bis hin zu 24 Muffins. Es gibt auch Förmchen für Mini-Muffins, die noch kleiner als normale Muffins sind. Diese sind besonders für Kindergeburtstage geeignet. Wer sich nicht entscheiden kann wie viele Löcher das Blech haben soll, kann sich auch für den Kauf einzelner Förmchen aus Silikon entscheiden. Diese dienen gleichzeitig dem Backen und der Dekoration und können immer wieder verwendet werden. Dekorative Papierförmchen werden dadurch überflüssig und es kann individuell entscheiden werden, wie viele Muffins gebacken werden sollen. Allerdings müssen Sie auch einzeln abgewaschen werden. Muffinförmchen gibt es nicht nur in der klassischen runden Form, sondern auch in vielen attraktiven Motiven, wie Sternen, Herzen und Ähnlichem.

Quiche- und Obstkuchenformen für perfekte Tartes, Pies und Quiches

Sowohl für süße als auch für herzhafte Kuchen gibt es spezielle Formen. Normale Kuchen werden in Springformen gebacken, die einen recht hohen Rand haben. Für die Zubereitung von Tartes und von Quiche sind diese aber nur bedingt geeignet. Meist sind sie viel zu hoch, dabei aber nicht breit genug, sodass Tarte oder Quiche zu dick werden. Fans der französischen Küche und auch von amerikanischen und englischen Obstkuchen  (Pies) werden mit einer speziellen Quicheform oder Tarteform zu einem wesentlich attraktiveren Backergebnis kommen. Die Quiche- oder Obstkuchenform ist sehr flach, mit einem wenige Zentimeter hohen, oft gewellten Rand. Teils sind die Ränder auch leicht geschrägt. Die Form an sich ist relativ breit mit einem Durchmesser ab 26 cm. Bei Obstkuchenformen verläuft um den inneren Rand herum zudem oft noch eine Vertiefung, sodass darin ein Tortenboden gebacken werden kann.

Springformen für den gelungenen Sonntagskuchen

Springformen sind in jeder Küche, in der auch gebacken wird, vorhanden und oft in verschiedenen Varianten. Springform heißen sie deshalb, weil der Rand, sich auf- und zuschnappen lässt, sodass der fertige Kuchen durch Öffnen und Entfernen des Randes unbeschädigt bleiben kann. Es gibt Springformen standardmäßig in drei verschiedenen Größen mit 22 cm Durchmesser, 24 cm Durchmesser und 26 cm Durchmesser. In vielen Rezepten für Kuchen und Torten wird eine dieser Größen für den Backvorgang empfohlen. Auch die Größen 28 cm, 30 cm und 32 cm ist erhältlich, jedoch nicht so gebräuchlich wie die anderen Formen. Viele Springformen gibt es mittlerweile auch in anderen als der runden Ausführungen, z. B. in eckiger Form oder als Herz.
Zur klassischen Springform gehören in der Küche auch noch die Kastenform zum Backen und eine Gugelhupfform. Kastenformen eignen sich auch zum Backen von Brot, sie sind länglich und recht hoch. Gugelhupfformen sind seit langer Zeit bekannt. Sie verfügen in der Mitte über eine Loch, um die Wärme im Kuchen besser zu verteilen. Dies führt zu den typischen Marmorkuchen im gebogenen Format. So lassen sich Kuchen in unterschiedlichsten Formen backen. Springformen gibt es manchmal auch in Kombination mit einem Küchendiener – einem Deckel zum Aufschnappen mit Henkel, der den einfachen Transport ermöglicht. Springformen gibt es nicht nur aus dem klassischen Aluminium mit Beschichtung oder aus Edelstahl, sondern mittlerweile auch mit Glasboden und Silikonrand oder vollständig aus Silikon.

Sets von Backblechen und Backformen

Wer sich völlig neu ausstatten will oder eine Erstausstattung zum Backen benötigt, der kann auch zu einem ganzen Set greifen. Oft gibt es Backsets zu kaufen, die eine Springform, eine Kuchenbodenform, eine Kastenform und eine Gugelhupfform beinhalten. Ebenfalls als Set gibt es oft noch Backformen für Hochzeitstorten. Für die verschiedenen Schichten der Torte stehen hier unterschiedliche Größen von Springformen zur Verfügung. Auch Backbleche und Auflaufformen finden sich häufig in zusammenpassenden Sets. Es gibt alle möglichen Kombinationen von Backformen und Backblechen als praktische Sets zu kaufen. Je nachdem, was Sie in Ihrem Haushalt benötigen, können Sie sich dort die Passenden aussuchen. Dann duftet es auch in Ihrer Küche bald nach leckerem Kuchen oder Auflauf.

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