DVD-Player und die wichtigsten zeitgemäßen Features!

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Die wichtigsten Features und Ausstattungsmerkmale für aktuelle DVD-Player:

Der Markt an DVD Playern / Abspielgeräten ist mittlerweile schlicht ein Dschungel an Herstellern, Kürzeln und Hunderten von unterschiedlichen Formaten, Anschlüssen und Features. Mit ausführlicher Recherche haben sich die folgenden Features als die wichtigsten herausgestellt um sicherzustellen, dass Ihr neu erworbener DVD-Player auch alles kann, was er können sollte:

Abspielformate

Neben DVD-Filmen spielen die meisten Player auch Audio-CDs, VCDs und SVCDs - komprimierte Filme auf CD - ab. Auch JPEG-Bilder und MP3-Musikdateien können inzwischen viele Player verarbeiten. Seltener besteht die Möglichkeit, Kompressionsformate wie WMA, DivX oder MPEG abzuspielen, was besonders dann praktisch ist, wenn man sich häufig Dateien aus dem Computer ansehen möchte; lästiges Kodieren der Dateien in ein Format, das der DVD-Player abspielen kann, entfällt.

Multi-Regionen-Player

DVDs sind häufig mit einem so genannten "Regional Code" versehen und lassen sich nur mit DVD-Playern, die den gleichen Code besitzen, abspielen. Das hat zur Folge, dass Filme aus Asien oder Amerika nicht auf einem europäischen Player abgespielt werden können - ärgerlich, wenn man Filme bei ausländischen Versandhäusern bestellt oder aus dem Urlaub mitgebracht hat. Multi-Regionen-Player sind "codefrei" und können somit DVDs aller Regionen abspielen.

Digitaler-Ton-Ausgang

Für die Wiedergabe von Stereoton reicht ein normaler Cinch-Anschluss. Für Surround-Sound in den gängigen Formaten Dolby Digital oder DTS wird ein digitaler "5.1 Audio Ausgang" benötigt, mit dem sich der DVD-Player direkt an einen Verstärker mit 6-Kanal-Eingang anschließen lässt.

Alternativen sind hier ein optischer Ausgang, über den die Daten per Lichtwelle übertragen werden und ein Cinch-Ausgang, bei dem Koaxialkabel verwendet werden. Wegen der digitalen Übertragung unterscheiden sich die Signale im Prinzip qualitativ nicht. Welche der beiden Alternativen man wählt, sollte auch davon abhängen, welche Eingänge der verwendete AV-Receiver besitzt.

HDMI-Ausgang

Über die moderne HDMI-Schnittstelle werden Audio- und Videodaten digital übertragen. Das "High Definition Multimedia Interface" erlaubt Datenübertragung in hohen Bitraten und dementsprechend hoher Qualität. Allerdings verfügen meist nur moderne LCD- oder Plasmafernseher über einen entsprechenden Eingang. USB-Schnittstelle

Eine USB-Schnittstelle erlaubt es, Daten (Filme, Musik, Fotos) von USB-Sticks oder USB-Festplatten wiederzugeben. Oft geben die Hersteller Maximalgrößen für die Medien an.

Cinch-Anschluss

Praktisch alle heutigen DVD-Player lassen sich über einen Cinchausgang an die Stereoanlage anschließen. YUV-Ausgang

Im YUV-Modus übertragene Bildsignale bieten eine bestmögliche Bildqualität. Allerdings sind nur wenige Fernseher mit einem YUV-Eingang ausgestattet. So bietet sich ein YUV-Ausgang besonders zum Betreiben eines DVD-Players an einem Projektor/Beamer an.

Zweite Scartbuchse

Durch das Scartkabel werden die Bild- und Tonsignale an den Fernseher transportiert. Sollte dieser nur über eine Scartbuchse verfügen, kommt es schnell zu Engpässen, wenn zusätzlich zum DVD-Player auch noch ein Sat-Receiver oder ein Videorekorder angeschlossen werden sollen. An DVD-Playern mit einer zweiten Scartbuchse lässt sich eines dieser Geräte anschließen; das Signal wird durch den DVD-Player an den Fernseher weitergeleitet. Progressive Scan

Im herkömmlichen Fernsehen werden Videos als Halbbilder übertragen: Zur Anzeige kommen auf dem Fernsehgerät jeweils abwechselnd die geraden und die ungeraden Bildzeilen (bei PAL 2 x 25 Halbbilder pro Sekunde). Auch DVDs wurden für dieses Verfahren (interlace) konzipiert. Auf einem hochauflösenden Display wie LCD-Fernsehern, Plasmafernsehern oder Computerbildschirmen kann dies jedoch zu störenden Artefakten führen, da diese statt der Halbbilder Vollbilder darstellen (progressiv).

Ein DVD-Player mit Progressive Scan setzt die auf der DVD gespeicherten Halbbilder vor der Wiedergabe zu Vollbildern zusammen (Deinterlacing). Je nach Bildmaterial sind dafür mehr oder weniger aufwändige Algorithmen erforderlich, von denen billige DVD-Player oft nur die einfachsten bereitstellen. Um DVD-Material, das von (ursprünglich progressiven) Kinofilmen stammt, zu deinterlacen, reichen diese einfachen Deinterlacer aus.

Schwieriger wird es bei Material, das mit Fernsehbildkameras aufgenommen wurde, wie Fernsehserien oder Live-Mitschnitte, die sozusagen bereits an der Quelle interlaced sind. Für solches Material sind speziellere Deinterlacer notwendig. Anderenfalls sind - insbesondere bei schnellen Bewegungen im Bild - kamm- oder streifenartige Artefakte sichtbar.

Bei billigen DVD-Playern kann es daher sinnvoll sein, letztere DVDs anstatt über einen progressiven Anschluss (wie HDMI) über ein herkömmliches SCART- oder Cinch-Kabel zum Fernseher zu bringen. Auf diese Weise büßt man zwar durch die analoge Übertragung einen Teil der Bildqualität ein, erzwingt aber den Einsatz des möglicherweise besseren Deinterlacers im LCD- oder Plasmafernseher anstatt des einfachen im DVD-Player.

Speicherkartenleser

Mit einem im DVD-Rekorder integriertem Speicherkartenleser lassen sich Fotos, die mit einer Digitalkamera auf einer Speicherkarte abgelegt wurden, am Fernsehgerät betrachten. Auch Video- oder Musikdateien lassen sich in der Regel von Speicherkarten - etwa aus Handys - abspielen und auf dem Fernseher wiedergeben. Dabei sollte man darauf achten, dass der Slot in jedem Fall das Speicherkartenformat der eigenen Kamera bzw. des Handys oder sonstigen Geräts sowie gängige Formate wie Compact Flash oder SD auslesen kann. Je nach Herstellerangaben dürfen die Speichermedien eine bestimmte Maximalgröße nicht überschreiten, damit sie vom DVD-Player verarbeitet werden können. Auch heute noch liegt diese Grenze oft unter einem Gigabyte.

Bedienbarkeit

Eine gute Bedienbarkeit spielt bei der Kaufentscheidung häufig bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Dabei kann es auf Dauer extrem störend sein, wenn die Tasten der Fernbedienung schwer zu erreichen, die Menüführung unübersichtlich aufgebaut oder die Anleitung unverständlich geschrieben ist. Informationen zur Bedienbarkeit liefern Produkttests.

S-Video-Ausgang

Verfügt sowohl der DVD-Player als auch der Fernseher über eine S-Video-Schnittstelle, kann das Bildsignal auch über diese Verbindung übertragen werden. Dadurch wird nicht nur eine Scartbuchse am Fernsehgerät frei; die Übertragung über diesen Anschluss bietet auch eine bessere Bildqualität als eine Scartverbindung. Allerdings werden keine Töne über die Hosidenbuchse übertragen, die Töne müssen also auf anderem Weg in den Fernseher oder die Stereoanlage gelangen, zum Beispiel über ein Cinchkabel (siehe Produktmerkmal Cinch-Anschluss).

Sicherlich gibt es noch einiges mehr an Features, doch das ist dann häufig doch nur Geldschneiderei und Augenwischerei, die dem potentiellen Käufer vorgaukeln soll wie überlegen der angebotene DVD-Player sei.

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