DVD Camcorder

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DVD Camcorder brennen Aufnahmen direkt auf eine DVD.
Ist das so praktisch, wie es klingt?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wozu eigentlich in der Ladeschublade ihres DVD-Players die kleine runde Mulde gut ist? Hier passt eine Mini-DVD hinein, wie sie von DVD-Camcordern verwendet wird. Seit ein paar Jahren sind die Mini-Scheiben im Anflug. Auf der CEBIT 2001 begann dieses Kapitel. Seitdem brachten Hitachi, Canon, Panasonic, Sony ... Scheibenkameras auf den Markt. Und tatsächlich bietet die DVD als Speichermedium eine Reihe von Vorteilen. Doch man sollte auch von den Nachteilen sprechen.

Vorteil 1

Leicht in der Handhabung!
Die DVD kennt kein Spulen, sie erlaubt im Gegensatz zur Cassette den direkten Zugriff auf alle Aufnahmen. Der Filmer kann vom Ende direkt an den Anfang seines Videos springen.

Vorteil 2

Gern führen die Hersteller an, dass die Aufnahmen im DVD-Camcorder - geschnitten werden können. Viel darf man sich davon aber nicht versprechen. Die einzelnen Takes erscheinen mit Bild in einer Inhaltsübersicht, wie beim Szenenmenü einer Film-DVD. Der Hobbyregisseur kann sie kürzen, löschen und zu Playlists (Wiedergabelisten) zusammenstellen, also in beliebiger Reihenfolge anordnen. Zudem funktioniert dies nur, wenn man eine wieder beschreibbare DVD-RAM oder DVD-RW verwendet und im so genannten VR-Modus (Video Recording) gefilmt hat.

Vorteil 3

Um die Bilder auf dem Fernseher anzuschauen, muss der DVD-Camcorder weder mit dem TV verkabelt werden noch muss man die Aufnahmen z.B. auf eine VHS-Cassette überspielen. Die Mini-DVD wird einfach in den DVD-Player eingelegt.
Allerdings verdauen die einige Player nur die einmal bespielbare DVD-R. Eine DVD-RW oder DVD-RAM mit Playlists geben dagegen nur ganz bestimmte Player wieder.

Vorteil 4

Ein DVD-Camcorder kann als externes Computerlaufwerk genutzt werden. Wer will, kann ihn an den PC anschließen und Daten auf einen Mini-DVD-Rohling brennen. Allerdings verfügt lediglich Sony über einen Audio/Video-Eingang und kann somit auch als DVD-Recorder verwendet werden.


Nachteile der Mini-DVD

Nachteil 1

Die Aufnahmekapazität einer Mini-DVD reicht von 18 Minuten (Sony: 20 Min.) bis zu max. 60 Minuten.
Die Bildqualität entspricht der einer durchschnittlichen Mini-DV-Kamera.

Nachteil 2

Ganz klar der Wirrwarr der Formate bei den Rohlingen und die hiermit verbundenen Einschränkungen wie die fehlende Kompatibilität zu einigen DVD-Playern. Zudem beschreiben einige Modelle die DVD-R nur in mittlerer Qualität (30 Minuten), aber nicht in bester. Das kann nur der Sony. Wer ein Top-Bild haben will, muss z.B. bei Hitachi und Panasonic immer zur teuren DVD-RAM greifen.

Nachteil 3

Die Bauform. So klein und handlich wie Mini-DV-Camcorder können DVD-Kameras nicht sein, da sie ja Platz für die Scheibe bieten müssen.

UNSER FAZIT

Zwei Gründe sprechen für DVD-Camcorder. Der schnelle Zugriff auf das Gefilmte und die Schnittfunktionen. Letztere dürften für alle interessant sein, die Videos nicht am PC bearbeiten können oder wollen.

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