DRUCK-Autogramme von Pierre Brice Nr. 1

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Seit geraumer Zeit tauchen immer wieder sogenannte ORIGINAL-Autogramme von Pierre Brice auf, bei denen es sich jedoch um GEDRUCKTE Unterschriften handelt.

Diese Drucke befinden sich auf s/w Rüdel-Karten (s. unten). Selbst wenn man meint, zu fühlen, dass die Schrift in der Karte eingedrückt ist und damit fälschlicherweise meint, es sei "echt" geschrieben: Dies liegt daran, dass es sich nicht um Stempel handelt, sondern um Druckmaschinen, die die Unterschrift nicht nur aufs Papier, sondern ins Papier hineindrucken.

Ich habe jahrelang für P. Brice im Rahmen des deutschen Club-Sekretariats zigtausende Karten verschickt und besitze noch heute von jeder Art "Unterschrift" Exemplare. Die untenstehenden s/w-Karten zeigen alle die gleiche gedruckte Unterschrift.

Selbst einem Laien dürfte sofort auffallen, dass die Breite, Höhe und der Abstand der Zeichen 100prozentig identisch sind, was bei einer echten Karte niemals passiert, denn keiner unterschreibt jemals auf den Millimeter genau, vor allen Dingen nicht, wenn es sich um tausende Karten handelt.

      

Und hier nun weitere, verschiedene  gedruckte Unterschriften auf farbigen Karten: Wenn Sie diese mit denen, auf die Sie ggf. bieten wollen, vergleichen, können Sie sicher sein, dass, wenn beide sich haargenau gleichen, es sich bei der angebotenen Karte um einen Druck handelt! Dabei ist es egal, ob die Unterschrift wie hier quer oder gerade gesetzt wurde. 

           

Mehr als traurig ist es jedoch, dass es manche Anbieter gibt, die meinen, man "will ihnen was", wenn man sie auf obigen Umstand hinweist und auch noch anbietet, ggf. Beweise vorzulegen. Das geht bis hin zu beleidigenden Re-Kommentaren, die in meinen Augen jedoch immer nur Ausdruck kindischen Unverstandes sind. Deshalb werden von mir auch die jeweiligen Käufer informiert, dass sie auf einen Druck bieten.

Wendet man sich in dieser Sache dann an "ebay", redet bzw. schreibt man gegen die berühmte Wand, denn von deren Seite kommt außer den üblichen vorgefertigten Standardantworten keinerlei Reaktion. In einem Fall, wo man - obwohl als Original gekennzeichnet - einen Druck erworben hat, sollte man sich umgehend mit dem Verkäufer in Verbindung setzen. Wenn dieser nicht einlenkt und das Geld rückerstattet, sollte man sich nicht scheuen, Anzeige zu erstatten, denn das ist die einzige Möglichkeit, zu seinem Recht zu kommen (hier spreche ich aus eigener Erfahrung).

Ferner scheinen sich diejenigen, die es "drauf ankommen lassen" wollen, nicht im Klaren zu sein, dass "Testkäufe" durchgeführt werden könnten!

 

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EMPFOHLENE VORGEHENSWEISE BEI AUTOGRAMMBETRUG

Hierbei geht es hauptsächlich um Fälschungen, die auch in Bezug auf  Pierre Brice, Lex Barker oder Stewart Granger immer wieder auftauchen. Jedoch sind sie meistens dermaßen stümperhaft angefertigt, dass sogar ein Laie sie auf den ersten Blick erkennen kann.

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Unter folgender Eingabe erreichen Sie die Seite von Markus Brandes, der in Absprache mit der Kripo Kaufbeuren beschreibt, was die Folgen eines Autogrammbetruges sein können. Leider kann der vollständige Link nicht eingefügt werden, deshalb die Eingabe in "Einzelteilen":

unter "google" eingeben: ISITREAL

dort: HOME, dann FORGERY GUILDELINES und dann EMPFOHLENE RECHTLICHE VORGEHENSWEISE BEI AUTOGRAMMBERTRUG (vom 18.11.2005)

Unter anderem wird dort auch Folgendes zitiert:

STRAFGESETZBUCH, § 263 - Betrug

"(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

..."

Eine "Vorspiegelung falscher Tatsachen" liegt z. B. dann vor, wenn man ein Autogramm als "Original" zum Verkauf anbietet, obwohl es definitiv eine Fälschung, ein Druck oder ein Stempel ist (und man bei eigenem Unwissen von anderen darauf aufmerksam gemacht wurde und dennoch im Angebot nicht darauf hinweist).

Eine Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen liegt z. B. dann vor, wenn von einem "Autogramm" gesprochen wird, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich ggf. um eine Kopie (abfotografierte oder gescannte Autogrammkarte) handelt.

Und ich frage: Lohnt sich dafür eine Geld- oder gar Freiheitsstrafe?

 

Auf meinem zweiten Ratgeber werden ab sofort Anbieter mit der jeweiligen Artikelnummer veröffentlicht, die Karten mit Druck- oder gefälschter Unterschrift einstellen.

 

 

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