DIGI - CAMS für Knipser und Künstler

Aufrufe 5 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Welcher Fotografier-Typ sind Sie? Gelegenheitstäter oder anspruchsvoller Amateur? Drei Kamera-Qualitäten warten auf Sie - probieren Sie sie aus, wenn Sie Gelegenheit dazu haben.

Es gibt Momente, die sind unwiederbringlich. Zum Beispiel das "Ja!" in der Kirche. Und wenn man den verpasst, bloß weil sich die Kamera totrechnet, bis sie "scharf" ist? Dann könnte man das Ding an die Wand klatschen! Wohl wahr: In Sachen Schnappschuss war die DigiCam der klassischen Kleinbildkamera weit unterlegen, in Richtung künstlerischer Kreativität sowieso. Heute ist das nicht mehr unbedingt so: Perfekte Allrounder gibt es nicht, aber es gibt die Digitalkamera für jeden Fotografen-Typ. Entweder man entscheidet sich für eine handliche und kompakte Sucherkamera oder fürs Hochleistungs-Spiegelreflex-Gerät mit Wechselobjektiv. Dazwischen gibt es neuerdings auch so genannte Hybridmodelle, die die Vorteile der Sucher-und Spiegelreflex-Kamera vereinen. Die Hybriden sehen aus wie eine Spiegelreflex-Kamera, besitzen aber kein Wechselobjektiv für alle Eventualitäten. Dafür bieten sie als guten Kompromiss ein hochwertiges Objektiv für (fast) alle Motivsituationen, also Nah- und Tele-Aufnahmen, und sind recht kompakt. Meist sind sie auch einfacher zu bedienen als eine Spiegelreflex-Modell - mit nur kleinen Abstrichen an der Bildqualität.

Kamera-Typen Sucherkameras sind etwas für Gelegenheitsknipser, die wichtige Momente des Lebens für sich und die Nachwelt erhalten wollen. Durch ihr kompaktes Gehäuse verschwinden sie in fast jeder Hemd-, Hosen- oder Damentasche. Für eine Sucherkamera mit brauchbarer Qualität gibt man mindestens 250 Euro aus. Wer sich als ambitionierter Hobbyfotograf für die größten Hybriden oder Spiegelreflex-Modelle entscheidet, braucht mehr Platz für den Transport und trägt mehr Gewicht mit sich herum. Dafür ist die Bildqualität deutlich besser. Die hybriden Kameras kosten etwa ab 400 Euro, die Spiegelreflex-Modelle beginnen bei etwa 700 bis 1000 Euro. Je nachdem, ob man im stationären Handel oder bei Internet-Shops (eBay) kauft, differieren die Preise teils erheblich. Wer genau weiß, welches Modell er wünscht, kommt per Internet-Bestellung meist billiger weg, weil diese Unternehmen meist nur Lager, aber keine teure Ausstellungsfäche im Laden unterhalten.

Billig-Modelle mit optischem Sucher funktioniern meist nur bei Sonnenschein einwandfrei, zeigen aber Schwächen bei schwierigeren Lichtverhältnissen. Oft liefern sie aufgrund der einfacheren Objektive und Technik nicht in allen Bereichen eines Bildes genügend Schärfe. Wer mit Schnappschüssen in einfacher Qualität zufrieden ist, kommt meist sogar mit der eingebauten Handy-Kamera zurecht. Für die Betriebsbereitschaft bis zum Auslösen benötigen einfache Kameras oft deutlich mehr Zeit als teurere Modelle. Eine Sekunde Auslösezeit bei billigen Geräten bis zum fertigen Foto kann manchmal schon eine Ewigkeit dauern.

Die Megapixel-Diskussion Wie viele Pixel schafft meine Kamera? Das ist eigentlich nur noch eine Frage für Profis: Eine Bildauflösung ab etwa 4 Megapixeln bietet heute fast jede Kamera in allen Preislagen und ist auch für gehobenere Ansprüche ausreichend. Viel mehr Pixel bedeuten nicht unbedingt auch bessere Bildqualität. Wichtiger ist etwa ein möglichst großes und lichtstarkes Objektiv. Oder nützliche elektronische Helfer, die zum Beispiel erkennen, dass eine Person vor dem hellen Fenster steht, und die Belichtung korrekt einstellen. Oder schnelle Bewegungen erkennen und Bildverzerrungen verhindern und auf Knopfdruck die richtige Bildschärfe einstellen.

Wichtig: Möglichst die gewünschte Kamera ausprobieren. Handhabung, Bildqualität, Gewicht oder Design spielen bei jedem Anwender eine unterschiedliche große Rolle.

Ein sinnvolles Zubehör zur digitalen Kamera ist der Personal Computer. Mit seiner Hilfe und entsprechender Software bearbeiten Sie Fehlbelichtungen, korrigieren die typischen roten Blitz-Augen oder bearbeiten Bildausschnitte nach. Alternativ zum PC bieten auch aktuelle Fotodrucker einen kleinen Farbmonitor, der ebenfalls kleinere Korrekturen zulässt. Die Bild-Speicherkarte der Kamera wird einfach in den vorhandenen Schlitz im Drucker eingeführt, die Fotos werden automatisch übertragen. Fast alle marktgängigen Speicherkarten unterschiedlicher Formate lassen sich auf diese Weise mit solch einem Gerät nutzen. Die Größe dieser Bildspeicher wählt man nach der Länge des Ausflugs oder Urlaubs: Zu kleine Speicherkarten haben schon oft den letzten Urlaubsabend vermiest - weil schlicht kein Platz mehr für die Abschiedsfete vorhanden war.

Gute Fotodrucker produzieren heute qualitativ ähnliche Papierbilder wie ein Fotolabor. Eines ist aber geblieben: Der Komfort des schnellen Ausdrucks zu Hause kostet mehr als die Entwicklung im Online-Fotoshop. Spezielles Fotopapier sowie die Druckerfarbe kauft der Einzelne eben nicht so günstig ein wie ein Großlabor.

                                                              Tipps zum Fotografieren

Ob digital oder Handbetrieb: Letztlich bestimmt nicht nur die Kamera, sondern auch die Motivauswahl das Gesamtergebnis. Daher noch ein paar Tipps für die nächsten Urlaubsschnappschüsse.

* Die gesamte Bildkomposition besteht aus Dingen wie der Wahl des Ausschnittes oder der Umgebung, des Hintergrunds oder der Beleuchtung (Sonne von vorne, seitlich oder hinten).

* Hintergründe können Objekte im Vordergrund verstärken oder uninteressanter machen. Mit der DigiCam können Sie ausprobieren und Erfahrungen machen, ohne wertvolles Filmmaterial zu verplempern.

* Positionieren Sie das zu fotografierende Objekt oder die Person nicht im Bildmittelpunkt, denn das wirkt langweilig. Lieber etwas außerhalb der Bildmitte platzieren, also leicht links oder rechts.

* Gehen Sie außerdem möglichst nah heran, sonst stehen die Betreffenden eher unscheinbar in der Landschaft herum.

* Die beliebten Landschaftsbilder mit Horizont wirken ansprechender, wenn der Horizont das Bild nicht genau halbiert, sondern ober- oder unterhalb liegt. Größerer Himmel-Anteil bringt mehr Dynamik, größerer Vordergrund mehr Ruhe.

* Jede Kamera liefert rechteckige Bilder. Nutzen Sie das und nehmen Ihre Bilder je nach Motiv mal Quer- und mal im Hochformat auf. Das erzeugt Abwechslung und entspricht besser ihren Motiven: Strandszene breit, Eiffelturm hoch.

* Notieren Sie sich beim Fotografieren schriftlich alle besuchten Orte und Objekte, wenn das die Kamera nicht von selbst tut. Dann wird der Urlaub im wahrsten Sinne des Wortes unvergesslich und für alle Freunde und Bekannte präsentabel.

                                   VOR- & NACHTEILE - Plus und Minus

+ Beliebig viele Fotos ohne zusätzliche Kosten - und sofortige Kontrolle des Ergebnisses. Nachträgliche Korrektur am PC möglich.

+ Je nach Speicherkarten-Größe finden mehrere hundert Fotos auf der Kamera Platz. Langfristige Archivierung auf CD oder DVD - platzsparend.

+ Fotos selber ausdrucken oder entwickeln lasen.

+ Einfacher Versand an Freunde per E-Mail oder übers Internet im Online-Fotoalbum.

+ Digitale Fotos altern nicht - anders als Papierbilder.

- Kamera-Akkus sind schnell leer, Ersatzakkus mitnehmen!

- Digitale Kameras veraltern schneller (wie Computer auch): Sie werden ständig besser - und gleichzeitig billiger.

- Ein Computer (und einige Kenntnis darüber) ist zwecks Nachbearbeitung und Archivierung sinnvoll.

- Die Höhe des Kamera-Preises bestimmt Bildqualität und "Intelligenz" der Kamera beim jeweiligen Motiv.

                                     

                                                                   Die neuesten Modelle

 

 NIKON D40

Farbmonitor erlaubt nachträgliche Bildbearbeitung mit der Kamera bei 6,1 Mio Bildpixeln. Zoomobjektiv für alle Eventualitäten: keine weiteren Objekte mitschleppen.

CANON IXUS WIRELESS

Diese Digitalkamera überträgt ihre Bilder mit 5 Millionen Pixeln drahtlos per WLAN auf Fotodrucker, Handy oder PC - im Umkreis bis zu 30 Metern. Das Ende allen Kabelsalats.

OLYPUS 1050SW

Klein, handlich, stoßfest und wasserdicht bis zu 3 m Tiefe: Diese digitale Sucherkamera von Olympus funktioniert auch beim Trip in die Wildnis oder ins verschneite Gebirge.

SONY A900

Spiegelreflex der Top-Klasse: 24,6 Mio Pixel, kleinste Details in guter Farb- und Kontrasttiefe. Heller optischer Sucher, schnelle Auslösezeit: Schnappschüsse in sehr kurzer Abfolge.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden