DIE BESTEN SPARTIPPS FÜR VERKÄUFER

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Ein herzliches Willkommen an alle Ebayer & Freunde

Dumm gelaufen: Ein Verkäufer wollte die alte Mikrowelle zu Geld machen und so ein nettes Abendessen zu zweit finanzieren. Also stellte er das Gerät bei eBay ein: anschaulich mit acht Bildern und hübschem Auktionsdesign, auffällig mit großem Galeriebild, Rahmen und Untertitel, zum Startpreis von 25 Euro, zahlbar per PayPal. Erst in letzter Sekunde schlug ein Bieter zu und erwarb die Mikrowelle für 25 Euro. Noch mehr als der niedrige Endpreis wurmten dem Verkäufer die hohen Abzüge: Nach Angebotsgebühr, Zusatzoptionen, Provision und PayPal-Gebühr ( inklusive Versandkosten ) blieben von 25 Euro etwas mehr als 15 Euro übrig - zu wenig für einen netten Restaurantbesuch. Den hätte der Verkäufer sich eher leisten können, wenn er beim Verkaufen ökonomischer vorgegangen wäre. Mindestens 7 Euro - und damit der Großteil seiner Verkaufsausgaben - waren vermeidbar. Auch wenn der Verkäufer ein Extremfall ist: Im Verlauf eines eBay-Geschäfts lauern so viele Kostenfallen, dass fast jeder Verkäufer mehr rausholen könnte.

 

Hier ein paar Tricks wie man seine Kosten spürbar senken kann.

 

ANGEBOTSGEBÜHREN

Man kennt das Prinzip seit jeher von den Kleinanzeigen in Tageszeitungen: Wer ein Inserat platziert, muss vorher dafür zahlen - egal, ob dann ein Kaufinteressent reagiert oder nicht. Bei eBay heißt dieses Prinzip Angebotsgebühr. Diese kann, je nach Startpreis, bis zu 4,80 Euro betragen. Alle Angebotsgebühren für Privatverkäufer finden Sie hier: www.ebay.de/help/sell/fees.html#insertionfee

0-Cent-Auktion: Seit einiger Zeit können Privatverkäufer den Einstell-Obulus komplett vermeiden: Für private Auktionen, die bei 1 Euro starten, erlässt eBay die reguläre Gebühr von 25 Cent und gibt außerdem das Galeriebild gratis dazu, das sonst 75 Cent kostet.

Gebührenstufen: Natürlich gibt es Fälle, in denen sich die 0-Cent-Auktion nicht empfiehlt. Wer etwa hundertprozentig sichergehen will, dass seine Ware einen bestimmten Erlös bringt, muss den Startpreis entsprechend hochsetzen - oder gleich einen Festpreis wählen. In beiden Fällen lässt sich jedoch Geld sparen, indem man auf die Staffelung der Angebotsgebühren Rücksicht nimmt: Wer seinen Artikel zum Start- oder Festpreis von 100 Euro einstellt, zahlt doppelt so viel, wie wenn er 99,99 Euro verlangt.

Ob man sich für ein Festpreisangebot oder eine Auktion entscheidet, macht für Privatverkäufer im Prinzip keinen Preisunterschied. Allerdings kann man mit Auktionen einen Preis erzielen, der weit über der Startsumme liegt - und damit billiger wegkommen, als wenn man den Auktionsendpreis als Festpreis gesetzt hätte. Anderseits bietet das Festpreis-Format den Vorteil, dass man die Funktion " Preis vorschlagen " kostenlos hinzuwählen kann. Damit lässt sich das Risiko mindern, das jedes höherpreisige  Angebot mit sich bringt: das die Ware nicht verkauft wird und man die Gebühr erst mal umsonst zahlen muss. Eine weitere Kombinationsmöglichkeit ist die Verbindung von Auktion und Sofortkauf-Option. Das kostet - je nach Höhe des Sofortkaufpreises - zwischen 9 und 99 Cent extra und birgt ein Kostenrisiko: Sobald das erste Gebot abgegeben wurde, verschwindet der bezahlte Sofortpreis.

Multiangebote: Wer das gleiche Produkt mehrfach anbieten will, kann auf zweilerlei Arten Geld sparen  - solange er nicht ohnehin die kostenlose 0-Cent-Auktion nutzt. Für Festpreisangebote empfiehlt sich die Möglichkeit, mehrere Artikel auf einmal einzustellen. Wenn man etwa vier wertvolle alte Gläser zum Festpreis von je 50 Euro verkaufen will, zahlt man für vier Angebote 6,40 Euro; werden die Gläser hingegen in einem Multi-Angebot gebündelt - wo sie immer noch einzeln gekauft werden können-, dann kostet das nur 2,30 Euro. Wer die vier Gläser versteigern will und etwa einen Startpreis von je 30 Euro für angemessen hält, sollte erst einmal nur eine Auktion einstellen. Erreicht die Auktion einen zufriedenstellenden Endpreis, kann man nämlich mit einem Mausklick auch dem Zweit- und vielleicht sogar dem Dritt- und Viertbietenden ein Glas anbieten - und sich so bis zu dreimal die Angebotsgebühr sparen, in meinem Beispiel wären das 4,80 Euro.

Globalisierung: Wenn Sie sich sicher sind, dass Ihre Ware auch im Ausland Käufer findet, können Sie bei ebay.de einstellen und zusätzlich internationalen Versand anbieten. Um Gebühren zu sparen, können Sie Ihren Artikel aber auch direkt im Ausland handeln, das geht mit einem deutschen eBay-Account: Ein Sofortkauf-Angebot für 149 Euro kostet etwa bei ebay.de 3,20 Euro Einstellgebühren und 8,95 Euro Verkaufsprovision, also insgesamt 12,15 Euro. Bei ebay.com werden für das selbe Angebot nur 1,50 Euro Einstellgebühr und rund 6,21 Euro Provision fällig, also insgesamt 7,71 Euro. Noch lohnender kann der Handel über ausländische eBay-Plattformen sein, wenn man von der regionalen Sonderaktionen (zeitlich begrenzte Rabatte bei Einstellgebühren und Verkaufsprovisionen) profititiert. Allerdings sollte man vor dem Einstellen immer das Kleingedruckte lesen, denn Marktplätze wie ebay.fr bieten Sonderkonditionen inzwischen nur noch Mitgliedern aus dem eigenen Land an.

 

ANGEBOTSGEBÜHR ( PRIVATVERKÄUFER )

Startpreis/Festpreis                           Angebotsgebühr

1,00 Euro                                       Regulär: 0,25Euro (0-Cent- Auktion: kostenlos)

1,01 - 1,99 Euro                            0,25 Euro

2,00 - 9,99 Euro                            0,45 Euro

10,00 - 24,99 Euro                        0,80 Euro

25,00 - 99,99 Euro                        1,60 Euro

100,00 - 249,99 Euro                    3,20 Euro

250,00 Euro und höher                   4,80 Euro

 

ZUSATZOPTIONEN

Zum Aufmotzen der Auktion bietet eBay allerlei Zusatzoptionen an, die dem Verkäufer verschiedene Vorteile bringen sollen: Das Angebot wird auffälliger,hübscher, ausführlicher oder zur gewünschten Zeit gestartet. Fast immer lässt sich eBay diese Extras bezahlen - die genauen Gebühren finden Sie hier: www.ebay.de/help/sell/fees.hmtl . Doch es gibt auch kostenlose Methoden mit denen man gleiche oder ähnliche Effekte erzielen kann.

Bilder: Standardgemäß ist bei eBay nur das erste Bild kostenlos. Wer als Privatverkäufer die 0- Cent- Auktion wählt, erhält das in der Trefferliste angezeigte Galeriebild hinzu,das regulär 75 Cent kostet. Innerhalb der Auktion berechnet eBay ab dem zweiten Bild 15 Cent pro Foto. Diese Kosten lassen sich reduzieren oder ganz vermeiden: Wer einen eigenen Server hat, kann seine Artikelfotos dort ablegen und sie in die Auktion einbinden. Dafür muß man im Verkaufsformular auf "Bilder hinzufügen" klicken und dann unter "Eigener Bilderservice" die Links zu den Bildern einfügen.

Auffallen: Ebay bietet verschiedene Optionen an , durch die sich ein Angebot innerhalb der Trefferliste von den Konkurrenten abhebt: Die Möglichkeiten reichen vom Untertitel (50 Cent) über die Umrahmung (1,80 Euro ) oder farbige Unterlegung der Artikelbezeichnung ("Highlight", 1,80 Euro) bis hin zur Darstellung der Angebotsbezeichnung in Fettschrift (1,10 Euro) . Letztere Option lebt davon ,dass das Schriftbild  heraussticht - ein Effekt, der sich so ähnlich auch völlig kostenlos erreichen lässt: Schreiben Sie die Artikelbezeichnung einfach in Großbuchstaben.

Startzeitplanung:Wenn eine Auktion endet, kann sich beträchtlich auf das Ergebnis auswirken: Dass mehrere Kaufwillige den Preis in einer Gebotsschlacht kurz vor Schluss hochtreiben, ist dienstagabends deutlich wahrscheinlicher als sonntags in aller Frühe. Wer aber will,dass seine Auktion am Dienstagabend  ausläuft, muss sie ( bei siebentägiger Dauer ) auch am Dienstagabend einstellen- oder Geld ausgeben. 10 Cent pro Auktion verlangt eBay für die Startzeitplanung . Nur die Hälfte ist zu berappen, wenn man über das kostenlose Programm Etope Lister einstellt und die Startzeitplanung dazubucht (corp.etope.de/index.php?pageindex=sites/produkte/freeware ). Komplett gebührenfrei ist die Terminplanung beim Einstell-Tool Supreme Auction , das in der Basis-Version auch gratis ist.

Design: Mit Verkaufsprogrammen ist es leicht , gut aussehende Auktionen zu erstellen - und dabei Geld zu sparen. Denn während über eBay-Verkaufsformular 20 Cent fällig werden, wenn man sein Angebot in eine Themengrafik wie "Aquarium" oder "Yoga" kleiden möchte, ist diese Aufhübschung in fast jeder Verkaufs-Software inklusive - sogar beim Gratis-Turbo-Lister von eBay für Windows (www.ebay.de/turbo_lister ). Etwas schicker sind die Angebotsvorlagen bei Etope Lister und Supreme Auction (beide für Windows, Mac-Software). Bei letzterem Programm ist allerdings höchste Wachsamkeit beim Anmeldeverfahren geboten- damit man statt der Freeware -Version nicht doch das Premium-Paket abboniert und irgendwann eine saftige Rechnung ins Haus bekommt.

Zahlung: Je nach Auktionserlös kann die Zahlungsart PayPal zum unangenehmen Kostenfaktor werden, der im schlimmsten Fall mehr als ein Drittel des Kaufpreises verschlingt: Wer etwa ein Buch für 1 Euro verkauft und 1,80 Euro für den Versand berechnet, muss am Ende rund 40 Cent PayPal-Gebühren zahlen. Rechnet man die eBay-Gebühren, die hier 8 Cent betragen, dazu, so bleibt vom Verkaufspreis nur noch gut die Hälfte übrig. Der Grund für dieses absurde Brutto-Netto-Verhältnis liegt in der Gebührenstruktur von PayPal: Für jede empfangene Zahlung werden (bis zu einem Monatsumsatz von 5000 Euro) 0,35 Euro plus 1,9 Prozent vom Zahlbetrag fällig - was sich natürlich bei einstelligen Beträgen überproportional stark auswirkt. Zumindest bei niedrigpreisigen Artikeln sind Verkäufer daher mit einer Überweisung besser beraten. Bei wertvolleren Dingen muss man abwägen - zwischen dem Vermeiden von PayPal-Gebühren, die bei 100 Euro 2,25 Euro ausmachen, und der Chance, durch PayPal mehr potenzielle Käufer anzulocken.  

VERSAND

Obwohl bei eBay meist der Kunde die Versandkosten trägt, lohnt es sich, die Gebühren für Porto und Verpackung so gering wie möglich zu halten. Schließlich rechnen viele Kunden die Preise für Ware und Versand zusammen und bieten mehr, wenn das Porto niedriger ist.

Verpackungsmaterial: Ein Paket mittlerer Größe, in das etwa ein Paar Schuhe passt, kostet bei DHL 1,99 Euro, bei Hermes 1,50 Euro - ohne Versand. Deutlich billiger ist das Material bei Verpackungshändlern: Bei eBay etwa gibt es 50 Kartons mittlerer größe für 21 Euro, also rund 40 Cent pro Stück. Selbst das kann man sich mit etwas Fantasie meist sparen: Für viele Warentypen eignen sich auch Getränke-, Waschmittel- oder Schuhkartons als Verpackung. Wer so was nicht zu Hause hat, sollte ankommende Pakete in Zukunft aufheben und regelmäßig im Supermarkt nach brauchbaren Kartons suchen. Noch leichter haben es hier gewerbliche Händler, die in größeren Umfang verkaufen: Ab einem Volumen von 500 Sendungen pro Monat kann man sich die Pakete von der Firma Publicbox (www. public-box.de) schenken lassen - wenn man nichts dagegen hat, dass diese mit Werbung bedruckt sind.

Versandbeilagen: Ebenfalls nur für Powerseller interessant ist die Möglichkeit, beim Versand nicht nur zu sparen, sondern daran zu verdienen: Firmen wie Packadds  bezahlen Powerseller ab einem Versandaufkommen von 500 bis 1000 Paketen monatlich dafür, dass sie ihren Sendungen Werbung beilegen. Durchschnittlich 50 Euro pro 1000 Sendungen kann ein Händler laut Packadds so erwirtschaften.

Porto: Für kleinere Produkte gibt es keine günstigere Lösung als die Waren- und Büchersendung der Deutschen Post: 85 Cent werden etwa für ein Taschenbuch bis 500 Gramm fällig (Büchersendung), 1,65 Euro für eine Warensendung bis 500 Gramm. Wer - wegen der Größe oder weil er eine Versicherung benötigt - per Paket verschickt, sollte eine einfache Regel beherzigen: online first. Bei DHL-Paketen spart man 1 Euro, bei Hermes 40 Cent, wenn das Porto online bezahlt bzw. der Paketschein am heimischen PC ausgefüllt wird. Abgesehen von dieser allgemeinen Sparmöglichkeit hängt es von den Maßen und vom Gewicht der Ware ab, welcher Versender am günstigsten ist.   

Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten meines Ratgebers.

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