Curry ist nicht gleich Curry: Welche Sorten es gibt und wie sie sich einsetzen lassen

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Curry ist nicht gleich Curry Welche Sorten es gibt und wie sie sich einsetzen lassen

Am bekanntesten ist Curry hierzulande wohl als ockerfarbenes Pulver für die beliebte Currywurst. Es handelt sich jedoch nicht um ein einziges Gewürz, wie vielfach angenommen wird, sondern um eine Gewürzmischung . Sie kann variieren und über 20 Zutaten enthalten. Als Basis dienen Kurkuma, das dem Curry die sattgelbe Farbe verleiht, außerdem Kreuzkümmel, Koriander, Pfeffer und Bockshornklee. Je nach Mischung verändert sich die Schärfe. Zudem ist der Name „Curry“ Oberbegriff für indische Eintöpfe. Als Gewürz verleiht es unserer Küche eine edle exotische Note.

 

Curry – die Vielfalt macht's

Ein bekanntes indisches Sprichwort besagt: „In Indien gibt es so viele Currymischungen, wie es Köche gibt.“ Jedes Gericht erforderte die passende familiäre Rezeptur, die man von Generation zu Generation weitergab. Der Name selbst stammt vom tamilischen Wort „kari“ für Eintöpfe und Saucen ab.

 

Curry – von mild über herb bis zu super scharf

Man unterscheidet verschiedene Geschmacksrichtungen. Zimt sorgt für eine liebliche Note, würzig und herb wird Curry durch Bockshornklee. Ingwer macht es frisch und fruchtig, Chili sorgt für die Schärfe und Kurkuma für die tiefgelbe Farbe. Übrigens: Das ideale Currygewürz besteht aus der Balance dieser Komposition. Darüber hinaus gibt es Currysorten, die sogar aus über 20 Zutaten bestehen. So kann der Gewürzkomposition Knoblauch, Fenchel, Senfkörner, Muskatnuss und -blüte, Cayennepfeffer und Paprikapulver beigemengt werden. Eine spezielle Currymischung ist das Garam Masala mit Bestandteilen wie Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Lorbeer, Gewürznelken und Pfeffer. Das indische Wort „Masala“ bedeutet nichts anderes als Gewürz, Garam Masala „Gewürzmischung“. Wenn Sie’s scharf mögen, greifen Sie zum Madras-Curry. Es enthält häufig mehr Chilipulver, was der Mischung ordentliche Schärfe verleiht. Manchmal hat es noch eine fruchtige Note und passt ausgezeichnet zu Fleischgerichten wie Rind, Lamm und Huhn.


Für Genießer – Curry als Würzpaste in der Thai-Küche

Was in Indien das Pulver ist in Thailand die Paste, oft lieblicher und süßer als in der indischen Variante. Die Pasten, die farblich variieren, sind unerlässlich für ein klassisches Thai-Curry. Hauptbestandteile sind Chili, Knoblauch, Galgant und Korianderwurzel. Man unterscheidet die scharfe rote Currypaste und die noch schärfere grüne Variante. Die mildeste Version ist die leicht salzige Panaeng-Currypaste. Die gelbe Currypaste gehört nicht zur klassischen thailändischen Küche, ist aber sehr aromatisch mit Kurkuma, Zimt und Gewürznelken. Thai-Curry isst man bei uns gern mit Huhn oder Meeresfrüchten, Rind- oder Schweinefleisch. Vegetarische Variationen gibt es mit Blumenkohl oder grünen Bohnen, Linsen oder Pilzen und Früchten wie Ananas.


Zu welchen Gerichten passt das exotische Curry-Pulver besonders gut?

Currypaste und -pulver sind in unserer Küche heimisch geworden, besonders für Gerichte mit Fleisch, Huhn, Fisch und Krustentieren. Curry sollte in keiner Kürbissuppe fehlen und verleiht Dips einen exotischen Kick. Gut harmoniert Curry mit Möhren und Blumenkohl. Intensiver wird der Currygeschmack, wenn Sie das Pulver kurz anrösten – aber Vorsicht: Es verbrennt leicht. Lagern Sie Curry lichtgeschützt. Und denken Sie daran: Curry schmeckt nicht nur aromatisch, sondern wirkt sich auch positiv auf Verdauung und Cholesterinspiegel aus.

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