Crank 2

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**Die Story** Chev Chelios ist tot....so dachte der geneigte Kinogänger, nachdem er sich den verrückten, aber genialen Film Crank angetan hatte. Ich weiß noch, dass ich damals enttäuscht aus dem Kino kam....nicht, weil mir der Film nicht gefallen hatte, sondern da ich auf eine Fortsetzung gehofft hatte. Und siehe da...Kino wäre nicht Kino, wenn man dort nicht das Unmögliche möglich machen könnte ;o) Chev hat den Sturz vom Hochhaus überlebt....was er der Unmenge von Adrenalin zu verdanken hat, welches sich noch in seinem Körper befindet. Aber anstatt eines Krankenwagens kommt ein schwarzer Van und schaufelt Chev im wahrsten Sinne des Wortes von der Straße...asiatische Gangster haben es auf ihn abgesehen, besser gesagt, auf sein Herz. Chev erwacht genau 3 Monate später.....aber nicht aus der Narkose oder weil er gesund gepflegt wurde...nein, er erwacht inmitten einer OP, seiner OP...denn sein Herz wird entnommen. Chev bekommt ein künstliches Organ verpasst, da sein Herz einem Gangster eingesetzt werden soll. Der ehemalige Profikiller fällt ins Koma...um 3 Wochen später erneut zu erwachen. Jetzt hat er aber die Faxen dicke und sich genug ausgeruht; er will sein Herz zurück und macht sich auf die Suche und Jagd. Dabei bedenken muss er allerdings, dass sein künstliches Herz auf Strom angewiesen ist, nachdem er die drahtlose Batterie, die das Kunstherz am Laufen hielt, verloren hat.....und so beginnt eine irrwitzige Jagd durch L.A. mit verschiedenen Anliegen; das eigene Herz zurückzubekommen und das künstliche Organ mit Stromstössen am „Leben“ zu erhalten. **Regisseure** Mark Neveldine wurde im Bundesstaat New York geboren. Er studierte Drama und Psychologie und verdiente sein Geld später als Kameramann von Musikvideos und Dokumentationen. Er verfasste das Drehbuch zu Crank und übernahm auch, gemeinsam mit Brian Taylor, die Regie des Filmes. Brian Taylor arbeitet in vielen Bereichen. Er ist Drehbuchautor, Produzent und Kameramann. Zusammen mit seinem Kollegen Neveldine dachte er sich die irrwitzige Crank-Story aus. Beide schrieben gemeinsam das Drehbuch und führten bei beiden Filmen Regie. **Darsteller** JASON STATHAM als Chev Chelios Statham wurde am 12.September 1972 in London geboren. Als Sohn einer Tänzerin und eines Sängers wurden ihm die Bretter, die die Welt bedeuten, schon früh nahe gebracht. Zunächst aber fällt er in der Schule durch sein sportliches Talent auf. Er entdeckt das Turmspringen für sich, es wird seine Passion und er gehört 12 Jahre zum britischen Nationalkader. Später wirbt er als Model für diverse Werbekampagnen, arbeitet als Schmuck – und Parfümverkäufer. Er lernt Guy Ritchie kennen, der ihm in zwei seiner Filmen Rollen verschafft. Der Film Bube, Dame, König, Gras wird zum Überraschungserfolg und Statham einem größeren Publikum bekannt. Mit The Transporter gelingt ihm 2003 der endgültige Durchbruch als Darsteller, der eher für sein körperliches Spiel als für seine facettenreiche Mimik bekannt ist. AMY SMART als Eve Amy wurde am 26.März 1976 in Kalifornien geboren. Bevor sie ihren ersten Karriereschub als Model hatte, nahm sie jahrelang Ballettunterricht. Einem breiteren Publikum bekannt wurde sie 1999 durch ihre Rolle in Varsity Blues. Anhänger der Serie Scrubs dürften Amy auch öfter zu Gesicht bekommen haben. Filmisch gesehen hatte sie z.B. in Rat Race zu tun und Butterfly Effect. Ihr letztes Projekt vor Crank 2 war Mirrors mit Kiether Sutherland. DWIGHT YOAKAM als Doc Miles Geboren am 23.Oktober 1956 in Kentucky, ist Yoakam in den USA eigentlich als Countrysänger bekannt. Unter anderen gewann er einen Grammy für die beste Singleauskopplung. Parallel zur Sängerkarriere strebte er aber auch die Schauspielerei an und hatte 1996 seine erste Hauptrolle im Film „Sling Blade“. Einem größeren Publikum dürfte er allerdings erst seint Crank ein Begriff sein. EFREN RAMIREZ als Venus Ramirez wurde durch seine Rolle als „Pedro“ im Film Napoleon Dynamite bekannt. Ansonsten ist er in den USA häufig in verschiedenen Serien zu Gast, z.B. Emergency Room. Auch im ersten Crank spielte Ramirez mit, dort verkörperte er Venus' Bruder Kaylo. SOWIE.... David Carradine als Poon Dong Bai Ling als Ria Geri Halliwell als Karen Chelios Eli Manning als Jimmy Chang **Meine Meinung(Spoiler!)** Geht Ihr eigentlich mit gemischten Gefühlen ins Kino, wenn Ihr Euch die Fortsetzung eines erfolgreichen ersten Teils ansehen wollt? Mir geht es meistens so, denn wenn der erste Teil gut war, muss es der zweite ja noch lange nicht sein. Nun, was Crank 2 betrifft, muss ich Euch enttäuschen, aber im positiven Sinne. Habe ich schon Teil 1 als ziemlich irrwitzig empfunden, so durfte ich im Kino feststellen, das war ja noch gar nichts....eher ein Aufwärmfilm für Teil 2 ;o) Chevs Jagd nach seinem Herzen ist gepflastert mit skurillen, irren und auch höchst amüsanten Begebenheiten...angefangen damit, dass er verschiedene Stromquellen anzapfen muss, um sein Kunstherz am Laufen zu halten, bis zum Sex auf der Rennbahn mit Dauerfreundin Eve. Hier wird alles ad absurdum geführt, mit sehr hohem Spaßfaktor. Die Logik lassen wir bitte mal außen vor, die hat in solch einem Film nichts verloren ;o) Wir treffen auf alte Bekannte....wer Crank gesehen hat, wird z.B. nicht umhin kommen, sich zu fragen, wie denn der getötete Kaylo auferstanden ist...natürlich wird das schnellstmöglich geklärt, es ist Venus, Kaylos Bruder...aaah ja! „Warum schlägst du mich?“ fragt Chev nach der ersten Begegnung mit Venus, der ihm eine Ohrfeige verpasst. „Ich kann nicht anders, ich leider unter einem Ganzkörper-Tourette-Sydrom!“ Das der Kinozuschauer vor Lachen die nächsten Minuten der Handlung(Handlung? Welche Handlung eigentlich...)nicht mitbekommt, ist nicht weiter schlimm. Eine Achterbahn fährt ja auch weiter, wenn man drinnen sitzt, *gg* Das es Venus mit dieser Krankheit echt schwer gemacht wird, an diversen Schlägereien teilzunehmen, sorgt erneut für hohen Spaßfaktor. Chev findet seine Eve – natürlich – durch reinen Zufall wieder. Als er nämlich Johnny Vang verfolgt, der, wie Chelios glaubt, sein Herz in einer roten Kühlbox mit sich herumträgt, führt in der Weg in ein Striplokal. Und wer arbeitet dort? Richtig, seine Eve. Die anschließende Schießerei überleben natürlich beide und auf der Flucht informiert Chev seine Freundin über sein neuestes Problem. Das er dabei im Auto nach allen möglichen Stromquellen sucht und diese auch anzapft, lässt den Spaßfaktor an den Film keineswegs nach unten sacken. Überhaupt die Suche nach Stromquellen, das Anzapfen solcher, wobei wir natürlich wissen, das geht so gar nicht...aber die Logik hatte ich ja eh schon ausgeschlossen ;o) Da wäre z.B. das schwule Pärchen im Park, die gerade, mittels eines elektrischen Halsbandes, versuchen, ihrem Hund Manieren beizubringen. Chev, inzwischen mit einem Scharfblick für alles, was Strom hat, outet sich als Tierschützer, um an die Stromquelle zu kommen. Flugs hat er sich das Hundehalsband selbst umgehängt, aber leider gibt der Hundebesitzer das dazugehörige Sendegerät nicht so einfach ab. Im Gegenteil, er möchte Chev damit in die Flucht schlagen, aber, oh Wunder, diesen stört das gar nicht, im Gegenteil....mit jedem Stromstoß wird sein Tänzchen schneller und er aktiver...;o) Was aber, wenn kein Strom in der Nähe ist? „Reibung!“ empfiehlt Doc Miles, denn durch genügend Reibung an einem anderen Körper könnte Elektrizität entstehen und sein Kunstherz ein Weilchen weiter arbeiten lassen. Gesagt, getan, vor allem, wenn Eve noch nicht da ist....so sucht sich Chev andere Mitbürger, um verschiedene Reibetechniken auszuprobieren...besonders hinreißend ist die alte Dame, die in einem späteren Interview vor laufender Kamera meint, der Typ hätte ausgesehen, wie der im Fernsehen, „Sie wissen schon, der Transporter“ ;o) Nun hat aber Eve ihren herzkranken Freund eingeholt und was liegt für Chev näher, als sich an ihr zu reiben....und wir dürfen erleben, wie die beiden sich in allen möglichen Stellungen auf der Rennbahn vergnügen, was gleichzeitig so witzig gemacht ist, dass man gar nicht anders kann, als mit dem Publikum auf der Pferderennbahn zu jubeln und zu lachen. Bei aller Begeisterung habe ich aber auch zwei Kritikpunkte. Wenn ich auch solche Filme mag, so ist es mir einfach zuviel Geballer und zuviel Blut. Es gab zwei Szenen, wo ich weggeschaut habe, das war mir zuviel des Guten. Als recht anstrengend habe ich zeitweise die unorthodoxe Handhabung der Kameraführung empfunden. Das Bild wackelt, flimmert, rennt mit Chev mit....aber es gibt zum Glück auch genügend „ruhigere“ Bilder, wo sich das Auge wieder erholen kann. **Fazit** Ihr könnt es Euch denken, ich bin durchweg begeistert, bis auf meine beiden Kritikpunkte. Statham ist diese Rolle als ehemaliger Auftragskiller auf den Leib geschrieben. Niemand ist so charsimatisch beim fluchen und morden und selbst seine Erfolge als Transporter Frank Martin verblassen hinter der Darstellung des Chev Chelios. David Carradine als uralter, aber notgeiler Obergangster ist absolut sehenswert, zumal man ihn erst gar nicht erkennt. Es soll einen dritten Teil geben, so lässt es auch das Ende vermuten. Ob sich allerdings Crank 2 noch steigern lässt, wage ich zu bezweifeln....obwohl, ich war ja schon bei dieser Fortsetzung skeptisch und wurde eines Besseren belehrt ;o) Ich habe selten im Kino so gelacht wie bei Crank 2, da dieser Film zum Teil eine irre Situationskomik bietet. Es ist ein Gemisch aus Actionfilm, Thriller und Komödie und ich denke, das alles vereint findet man nicht allzuoft so gut gemacht. Außerdem gefällt mir, dass Statham in der Rolle des Chelios sein Image als für „coole Rollen“ vorgesehener Schauspieler auf die Schippe nimmt - ich glaube, der Mann ist recht selbstironisch. Kleiner Tipp; nicht gleich beim Abspann aus dem Kino laufen. Sonst verpasst Ihr einige Outtakes, die noch ganz nett anzusehen sind. Herzlichen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren :o)
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