Coole Skateboard-Bekleidung: alles von Caps bis zu T-Shirts für die Szene

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Coole Skateboard-Bekleidung: alles von Caps bis zu T-Shirts für die Szene

Ein Brett mit vier Rollen erobert die Welt. Eine so einfache Erfindung konnte in den letzten Jahrzehnten viele Generationen von Kindern, Jugendlichen und Junggebliebenen begeistern. Warum? Skaten macht Spaß! Sei es der Rausch der Geschwindigkeit auf dem Longboard, in der Halfpipe oder der sportliche Ehrgeiz, der sich beim Üben von „Backflip" und „180" einstellt. Auch Außenstehende, die sich selbst nie auf ein Skateboard wagen würden, sind von den Möglichkeiten fasziniert – das unscheinbare Brett übt auf Menschen jeden Alters seine Anziehungskraft aus.

Skaten - mehr als ein Sport

Skateboard fahren ist mehr als Sport – es ist ein Lebensgefühl. Kein Wunder also, dass sich um den Street-Sport ein ganz besonderer Stil ausbilden konnte. Nicht nur in Bezug auf Bekleidung, sondern auch im Bereich der Musik und des Lifestyles hatte und hat die Skater-Kultur einen großen Einfluss. Bei der Kleidung geht es nicht vorrangig um hohe Funktionalität. Bequem sollte sie sein, damit man alle Sprünge und akrobatischen Stunts durchführen kann. Und vor allem sollte die Kleidung anders aussehen. Mit weiten Hosen und Shirts war es vor nicht einmal zwanzig Jahren noch möglich, ältere Generationen zu schockieren. Und als gute Jugendbewegung war natürlich auch das ein Ziel der Skater-Community.

In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen die wichtigsten Kleidungsstücke beim Skateboard-Fahren vorstellen und Ihnen zeigen, wie man die lässige Streetwear am besten kombiniert. Bevor wir auf diesen speziellen Aspekt der Skater-Kultur eingehen, möchten wir Ihnen zeigen, wie sich die Bewegung entwickelt hat. Denn Herkunft und Ursprung des noch relativ jungen Skateboard-Kults sind interessante Aspekte, die sich auch auf den Kleidungsstil ausgewirkt haben.

Wie alles begann: die Geschichte des Rollbretts

Der Ursprung des Skateboards, wie wir es heute kennen, liegt in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals wurden die ersten Skater noch „Asphaltsurfer" genannt, da das Skateboard eine Abwandlung des Surf-bretts darstellte. Mit Rollen versehen konnte das Brett nun auch die Straße für sich erobern. Schnell entwickelte sich das Skaten zu einem Trendsport bei Jugendlichen und verschiedene Stile begannen sich auszuprägen. Es gab sogar Meisterschaften, die die Disziplinen Downhill Slalom, Hindernislauf und Freestyle abdeckten. In den 60er Jahren konnte sich das Skateboard dennoch nicht flächendeckend durchsetzen und blieb ein, wenn auch bei Fans sehr beliebtes, Nischenprodukt.

Den größten Fortschritt in der technischen Entwicklung des heutigen Skateboards war die Entwicklung von Rollen aus Polyurethan, die in den 70er Jahren aufkamen. Sie besaßen bessere Haft- und Rolleigenschaften als ihre Vorgänger und wurden zudem von einem beweglichen Achsensystem ergänzt. Dieses wird auch heute noch benutzt und ermöglicht es dem Fahrer, das Board durch bestimmte Gewichtsverlagerungen zu lenken.

Diese neuen technischen Entwicklungen brachten den Skate-Sport wieder auf die Agenda sportbegeisterter Jugendliche. Neue Bewegungen waren möglich und auch kompliziertere Manöver konnten nun durchgeführt werden. Den Grundstein für die folgende Skater-Kultur wurde in Venice Beach, Kalifornien, gelegt. Das Zephyr Team als Dogtown, eine Gruppe leidenschaftlicher Surfer, brachte das Brett auf die Straße und begeisterte mit fahrerischem Können, Tricks und einem völlig neuen Stil. Mit „Dogtown-Boys" wurde der Gruppe ein filmisches Denkmal gesetzt, das in Sachen Skate-Kultur sehr aufschlussreich ist. Eine von ihnen eigens entwickelte und zunächst illegale Disziplin wurde dabei wegweisend für den heutigen Skate-Sport: Das sogenannte „Pool Riding" entstand dadurch, dass die Sportler sich mit ihren Rollbrettern in leer stehende runde Pools der Venice-Beach-Villen stürzten. Damit war der sogenannte Vert Style erfunden, der heute in der Halfpipe und anderen Skateboard-Parcouren fortgesetzt wird. Tony Alva, ein Mitglied der Gruppe, wurde wenig später der erste Skateboard-Weltmeister und prägte mit seinem Look und seinem Skater-Stil die Szene nachhaltig.

In den 80er und 90er Jahren bis heute ist das Skateboarden ein wichtiger Bestandteil der Jugendkultur. Es ist bezeichnend, dass der Sport dennoch ein Street-Sport geblieben ist. Es gibt kaum Ligen oder Verbände, in denen das Skaten organisiert praktiziert wird. Dennoch gibt es Organisationen, die regelmäßige Wettkämpfe durchführen, um den Sport überregional und international in die Öffentlichkeit zu bringen. Trotz des hohen sportlichen Anspruchs ist Skaten für die meisten professionellen Fahrer und Freizeitfahrer mehr persönlicher Ausdruck, fast eine Kunstform, als eine Sportart, in der es um Zeiten oder Haltungsnoten geht.

Skateboarding und Mode – eine enge Verknüpfung

Wegen der weitestgehend vermiedenen Organisationsstrukturen ist der Skateboard-Sport generell eher subkulturell orientiert. Skater fahren zwar auch auf dafür vorgesehenen Bahnen, dennoch ist es vielen wichtig, mit ihrer Kunst auch ein Stück des öffentlichen Raums zurückzuerobern. Aufgrund der großen ästhetischen Wirkung des Sports und der etwas ungezähmten Attitüde zeigt das Skateboarding große Einflüsse auf die Kunst, wie Mode, die Fotografie, Graffiti oder Musik. Ebenfalls wichtig für die Verbindung von Mode und Skateboarding ist die enge Verknüpfung von Profi-Skatern mit bestimmten Bekleidungsmarken. Gerade in den USA hat sich eine Riege weltberühmter Skate-Profis ausgebildet, die mit Sponsoring-Verträgen mit einer oder mehreren Firmen viel Geld verdienen.

Von diesen Skater-Marken sollten Sie gehört haben

Viele populäre Skater, darunter Namen wie Tony Hawk oder Bam Margera, gehen Kollaborationen mit verschiedenen Bekleidungsfirmen ein. Sie haben dabei ein gewisses Mitspracherecht bei der Gestaltung und stehen mit ihrem Namen für das zu verkaufende Produkt. Diese Form des Merchandising ist sehr erfolgreich, da viele jüngere Konsumenten sich durch den Kauf dieser Kleidungsstücke ihrem großen Idol ein Stück näher fühlen. Wichtige Marken für Skateboard-Bekleidung sind

Im Folgenden möchten wir Ihnen die wichtigsten Bekleidungsstücke beim Skaten näher vorstellen.

Das wichtigste Kleidungsstück: Die Baggy-Pants

Mit tiefem Schritt und weitem Schnitt sind Baggy-Pants wohl das augenscheinlichste Merkmal der Skateboard-Bekleidung. Die weiten Hosen können entweder aus Jeans- oder aus unempfindlichem Baumwollmaterial bestehen und sollten einiges aushalten können. Denn gerade der Kniebereich wird beim Skaten nicht geschont. Die Hosen sind deshalb weit geschnitten, um dem Sportler eine große Bewegungsfreiheit zu gewähren. Ein weiterer Grund: Unter den weiten Hosen lassen sich Knieschoner verbergen. Viele Skater möchten nicht auf den Schutz verzichten, sofort sehen sollte man ihn aber auch nicht. So konnte sich die weite Hosenmode durchsetzen und wurde in den 90er Jahren auch von Nicht-Skateboardern gerne getragen.

Die richtigen Schuhe: Grip und Aussehen gehen Hand in Hand

Skaterschuhe sind meist recht klobig gehalten und weisen eine breitere, vulkanisierte Gummisohle auf. Diese hat auf dem rauen Deck des Boards einen guten Grip, was für viele Sprünge und Stunts die Grundvoraussetzung darstellt. Die Schuhe sollten nicht zu locker sitzen und dem Sportler sicheren Halt verleihen. Beliebte Skaterschuhe sind die berühmten Slipper von Vans, die es in den verschiedensten Farben und mit den unterschiedlichsten Prints zu erwerben gibt. Ebenfalls wichtig bei Skateboard-Schuhen ist ein gepolsterter Einstieg, der eine große Bewegungsfreiheit des Unterschenkels ermöglicht. Da das Board bei Flips und anderen Übungen gerne mal auf dem Spann landet, ist eine gepolsterte Lasche über dem Spann ebenfalls von Vorteil.

Essenziell: Hoodys und Kapuzenjacken für einen lässigen Look

Für den lässigen Skater-Look unverzichtbar sind Hoodys und Kapuzenjacken. Diese bieten beim Sport den Vorteil, dass der Kopf auch nach dem Sport und beim Zuschauen anderer Skater warm gehalten wird. So sieht man nicht nur lässig aus, sondern beugt auch Erkältungen vor. Hoodys schützen außerdem gegen Fahrtwind bei kälteren Temperaturen und sind daher aus der Skater-Mode nicht mehr wegzudenken. Ebenfalls sehr beliebt ist es, unter der Kapuze zusätzlich ein Cap zu tragen.

Skater-Shirts machen jeden Stunt mit

T-Shirts gehören zu den Basics beim Skateboarding. Sie sind unkompliziert zu waschen, sehen gut aus und zeigen durch Prints und Aufnäher individuellen Style. Durch die enge Verbindung zwischen dem Skate-Sport und der Graffiti-Szene konnten sich auch auf Shirts Schriftzüge und Bilder in diesem Stil durchsetzen. Große Marken, wie zum Beispiel és, setzen auch bei ihrem Firmenlogo auf sogenannte „Tags", kleine Namensschriftzüge im Graffiti-Look.

Gehören zur Grundausstattung: Baseball-Caps mal anders

Ein wichtiges Kleidungsstück beim Skateboarding ist die Baseball-Cap, kurz Base-Cap. Sie ist eine Variante der Schirmmütze, bei der der Sonnenschirm vorne besonders groß gehalten ist. Das Material der Cap ist meistens Baumwolle und daher sehr angenehm zu tragen. Es gibt Caps, die hinten mit einem Riemen verstellt werden können und Caps in festgelegter Größe. Besonders beliebt sind Caps der Skatermarken DC Shoes oder C1rca. Witzige Logos, coole Sprüche oder provokante Bilder sind besonders beliebte Motive.

Alles dabei: Skater-Rucksäcke für alle Fälle

Besonders wichtig beim Skateboarden ist der richtige Rucksack. Dieser sollte genügend Platz für Schoner, Helm und Proviant bieten. Eine große Trinkflasche sollte ebenfalls untergebracht werden. Der Vorteil: Durch das Gewicht auf dem Rücken wird das Gleichgewicht nicht gestört und der Skater kann auch mit Gepäck auf dem Board unterwegs sein. Für den Weg nach Hause in U-Bahn und S-Bahn haben sich spezielle Skateboard-Rucksäcke bewährt, bei denen außen Gurte zur Befestigung des Boards angebracht sind. So kann das Skateboard sicher und praktisch am Rucksack befestigt werden und muss nicht in der Hand getragen werden.

Von wegen uncool: Erfahrene Skater setzen auf Schoner und Helm

Gerade in der Halfpipe sind Stürze am Anfang vorprogrammiert. Besonders betroffen sind Ellenbogen und Kniegelenke, die daher besonderem Schutz bedürfen. Ellenbogen und Knieschoner sind daher gerade auf dem Parcours ein integraler Bestandteil des Outfits. Wer in der Halfpipe trainiert, ist mit einem Skaterhelm gut beraten. Diese sind an den Seiten besonders weit heruntergezogen und schützen den Kopf vor Stößen und bei Stürzen.

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