Computer-Wurm Conficker wird aggressiver

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Obwohl es auf den Seiten des Softwareherstellers Microsoft seit Monaten ein kostenloses Sicherheitspaket gibt, hat sich der Wurm Conficker in wenigen Wochen so weit ausgebreitet, wie schon lange kein Schädling mehr: Bei der Bundeswehr waren hunderte Rechner verseucht, bei der französischen Luftwaffe mussten manche System tagelang stillgelegt und gesäubert werden.

Der Wurm hat gleich mehrere böse Eigenschaften: Er verbreitet sich über das Internet, aber auch über Datenträger wie USB-Sticks.

Conficker könnte großen Schaden anrichten

Ist der Conficker-Wurm einmal im System, könnte die Bande, die hinter ihm steckt, diesen Computer theoretisch fernsteuern oder Passwörter stehlen - praktisch tut sie das aber nicht. Das macht die Computerexperten stutzig.

Der Finne Mikko Hypponen analysiert seit 20 Jahren alles, was Computern schädlich werden kann. Sein Verdacht: Die Bande will betrügen, indem sie wertlose Anti-Virus-Software verkauft. "Die Leute hinter Conficker könnten auf den befallenen Rechnern Programme installieren, die den Benutzer vor Viren warnen. Dann wird eine Lösung dafür angeboten: Der Benutzer soll zum Beispiel für 50 Dollar ein Anti-Virus-Programm kaufen. Das wird natürlich völlig nutzlos sein, denn eigentlich hat der Benutzer ja kein Problem", sagt Hypponen.

Nur Microsoft-Betriebsysteme sind betroffen

Experten in der ganzen Welt arbeiten an Lösungen, vor allem aber Microsoft. Denn nur Microsoft-Betriebssysteme sind betroffen. Um herauszufinden, ob der eigene Computer mit dem Conficker-Wurm befallen ist, gibt es einen einfachen Test. "Sie machen Ihren Internet-Browser auf und versuchen, auf die Seite von Microsoft zu gehen. Wenn das funktioniert, ist Ihr Rechner sauber. Wenn nicht, haben Sie ein Problem, denn der Conficker-Wurm verhindert, dass Sie die Seiten von Microsoft aufrufen", sagt Hypponen.

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