Computer-Prozessoren: Welche CPU für welchen Zweck?

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Auf den ersten Blick scheint die Wahl eines Prozessors denkbar einfach. Schließlich gibt es mit Intel und AMD nur zwei Hersteller, die CPUs für den PC anbieten. Deren Angebot ist jedoch so umfangreich und unübersichtlich, dass man schnell den Überblick verliert.

 

Computer-Prozessoren: Welche CPU für welchen Zweck?Die Bandbreite von Computer-Prozessoren reicht vom günstigen Basismodell bis zur hochpreisigen Highend-Lösung. (Copyright: iStock/ Thinkstock)

 

 

Geringer Anspruch, geringer Preis: CPUs für Pragmatiker

Schon im günstigsten Preissegment unter 80 Euro wird man fündig, ohne sich der Gefahr auszusetzen, Untaugliches gekauft zu haben - vorausgesetzt man ist sich im Klaren darüber, was ein dermaßen 'motorisierter' PC kann und was nicht. Um beispielsweise Office-Anwendungen zu nutzen oder im Web zu surfen, reichen Prozessoren mit zwei Kernen und integrierter Grafikeinheit völlig aus. Auch einfachere Spiele laufen in dieser CPU-Kategorie noch flüssig.

 

 

Zwei Kerne Minimum: CPUs für Software-Fans

Die Desktop-Prozessoren der FX-Reihe von AMD sind auch für Gamer interessant. (Copyright: AMD) Wer allerdings plant, sich auch mit anspruchsvolleren Aufgaben wie der Videobearbeitung oder mit aktuellen Top-Spielen zu beschäftigen, wird mit diesen Sparbrötchen nicht glücklich. Jene Kaufinteressenten sollten für den Kauf einer CPU in der Kategorie bis 150 Euro stöbern und sich für CPUs mit mehr als zwei Prozessorkernen entscheiden.

 

In diesem Marktsegment hat, ähnlich wie in der unteren Preisklasse, momentan AMD auswahlmäßig die Nase leicht vorne, aber auch Intel ist beispielsweise mit seinen Prozessoren der i5-Familie ordentlich vertreten. Als Schnäppchen in diesem Bereich kann der AMD FX 6300 gelten. Der wird vom Hersteller zwar als Sechskernprozessor beworben, tatsächlich aber teilen sich zwei Kerne intern einige Komponenten, was die theoretische Leistung schmälert. Zusammen mit einer ordentlichen Grafikkarte werden aber auch Spieler mit dieser CPU glücklich.

 

 

Intel ist Trumpf: CPUs für Anhänger von Highend-Lösungen

Intel dominiert mit seinen i7-Prozessoren den Highend-Bereich. (Copyright: Intel) Je höher die Leistungsanforderungen werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass Intel der Hersteller Ihrer Wahl wird. Denn AMD kommt derzeit nicht an die Leistungsspitzenwerte seines größeren Konkurrenten heran.

 

Freilich ist ein tieferer Griff in die Geldbörse nötig, um Prozessoren der Spitzenklasse zu erwerben. Schon die günstigsten Modelle der aktuellen Produktfamilie Intel i7 liegen preislich jenseits der 200 Euro. Topmodelle wie der Intel Core i7-4960X mit sechs Kernen kosten je nach Anbieter 800 Euro und mehr, warten dafür aber mit Leistungsreserven auf, die Otto Normalanwender nie in Anspruch nehmen wird.

 

 

Auf den Sockel schauen: Tipps für Aufrüster

Wer seinen vorhandenen PC mit einem neuen, leistungsstärkeren Prozessor tunen möchte, sollte vor dem Einkauf einige wichtige Punkte beachten. Zum einen muss der neue Prozessor auf den Sockel des vorhandenen Mainboards passen - was gar nicht so selbstverständlich ist, da die Hersteller auch in ihren aktuellen CPU-Reihen mehrere unterschiedlichen Sockeltypen bedienen.

 

Auch sollte man das Handbuch des Boards oder die technischen Spezifikationen des Herstellers zu eben dieser Hauptplatine konsultieren, um zu eruieren, welche Prozessoren unterstützt werden. Im unangenehmsten Fall passt der neue Prozessor nämlich sonst auf den Sockel, verweigert aber seinen Dienst.

 

Beim Aufrüsten sollte man außerdem berücksichtigen, dass ein Mehr an Leistung auch mit einer höheren Leistungsaufnahme durch den Prozessor verbunden ist, die ein vorhandenes Netzteil abdecken muss. So können schnelle AMD-CPUs von einem Netzteil bis zu 220 Watt abfordern, Intel-CPUs sind da mit Werten bis 150 Watt genügsamer. Und letztlich erzeugen Power-Prozessoren auch mehr Abwärme, sodass das Kühlsystem so ausgelegt sein sollte, dass es auch mit mehr Abwärme zurecht kommt.

 

 

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