Compaq Armada 1750 Laptop / Notebook

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Die Armada 1750 Notebooks gibt es in vielen unterschiedlichen Ausstattungen. Eintzelne Notebooks der selben Serie können sich unter anderem erheblich in der Geschwindikeit des enthaltenen Prozessors, der Displaygröße und der Größe der eingebauten Festplatte unterscheiden.
Wer ein neues Spielenotebook haben möchte, ist mit diesem Gerät wohl falsch beraten - wer aber ein erschwingliches Gebrauchtgerät für solides Arbeiten sucht, wird damit wohl einen guten Griff tun.



Prozessor und Geschwindigkeit:

Im Armada 1750 wurden standardmäßig Pentium II Prozessoren zwischen 300 und 400MHZ eingesetzt. Zumindestens meine Rechner laufen mit dieser Austattung und 128MB RAM unter XP erstaunlich flott. Bei EBAY wurden schon einige Geräte mit einem 266MHZ Prozessor angeboten. Im Prinzip sollte man da schon etwas stutzig werden, denn entweder hat dort der Vorbesitzer am Prozessor oder Motherboard manipuliert (im schlimmsten Fall ist dann auch statt der AGP eine PCI Karte onboard) oder sich einfach nur bei den Angaben vertan.
Welcher Prozessor im jeweiligen Gerät verwendet wurde, lässt sich am ersten Wert der Typenbezeichnung ablesen (mit der 6). Ein Armada 1750 6 400/T14/10.0/D/0/3 hat zum Beispiel einen 400MHZ Prozessor auf dem Motherboard.


Grafikkarte und Display:

Die eingebaute Grafikkarte ist eine Rage LT Pro AGP von ATI mit 4MB. Neuere 3D Spiele laufen darauf natürlich nicht, beim täglichen Arbeiten mit dem
Gerät ist aber gerade die flotte AGP Grafik sehr angenehm und die verbesserte Performance
gegenüber PCI Systemen des gleichen Alters deutlich spürbar. Unter Windows2000 und XP befinden sich die Treiber für die Grafikkarte in der Regel auf der CD des Betriebssystems, für Windows98 lassen sich Treiber von der HP Homepage unter
http://welcome.hp.com/country/us/en/welcome.html
herunterladen.
Je nach Typ sind in den Armada 1750 Laptops TFT Displays zwischen 12 und 14 Zoll eingebaut (12,1 - 13,3 - 14,1). Hier ist nicht unbedingt größer gleich besser - mir persönlich gefallen im Gegenteil die 13,3 Zoll TFTs bei den Geräten wesentlich besser als die 14,1 Zoll Displays, da um den TFT des 13,3 Zoll Displays mehr Plastikrahmen vorhanden ist, was diesem Display wesentlich mehr Stabilität verleiht. Der 12,1 Zoll Bildschirm hat nur eine Auflösung von 800x600 Pixeln - für mich persönlich etwas zu wenig.
Ob ein 14,1 Zoll Bildschirm bei der Fertigung in das Gerät eingebaut wurde, kann man am zweiten Wert der Typenbezeichnung mit dem T ablesen (z.B. 6400/ T14/10.0/D/M/3)
Zeitweise Displayfehler - flackern, Bildschirm wird weiß oder schwarz -  sind recht häufig anzutreffen (scheinbar Serienfehler). In der Regel liegen hier Kontaktprobleme von Steckkontakten und Displayschalter auf dem Motherboard vor. 
Siehe auch hier
Compaq Armada 1750 Notebook: Display wird weiß
und
Compaq Armada 1750 Hintergrundbeleuchtung fällt aus.
Oft lassen sich die Ursachen solcher zeitweise auftretender Macken nur schwer finden und auch ohne Austausch des Motherboards nicht dauerhaft beheben - wer nicht genau weiß, wo der Fehler liegt und wie dieser zu beheben ist, sollte von solchen Bastlergeräten
(in der Beschreibung steht oft "die übliche Armada Macke", "startet manchmal mit weißem Bildschirm") die Finger lassen! 
Bei den 12,1 Zoll Geräten treten auch öfters mal Wackelkontakte innerhalb des Displays auf, was ebenfalls zum zeitweisen Ausfall der Hintergrundbeleuchtung führt (wohl auch Serienfehler). Kabelbrüche in der Zuleitung vom Motherboard zum Display sind hier aber eher selten, da in diesem Notebooktyp dafür kein Flachbandkabel verwendet wurde.
Das Display ist bei den meisten Geräten für deren Alter noch relativ  kontrastreich, was ein angenehmes Arbeiten ermöglicht. Hellere oder dunklere Bildschirmstellen (vermutlich fehlerhafte Ausleuchtung oder Druckstellen) sind aber sehr häufig anzutreffen, was aber nur bei einfarbigem oder schwarzem Bildschirm zu sehen ist und bei normalem Betrieb in der Regel nicht besonders stört. 
Bei den 12,1 Zoll Bildschirmen treten diese Druckstellen seltener auf, 
da die dafür verantwortlichen Funktionstasten aufrund des größeren 
Bildschirmrahmens noch unter dem Rahmen liegen und nicht auf das Display drücken können.


Speicher, Speichererweiterung und Betriebssystem:

Die Armada 1750 Geräte besitzen 64MB RAM onboard und einen Erweiterungsslot für 144-pin PC66 144 Pin 3.3V SO-DIMM SD-RAM (für Notebooks), in den ein Modul bis zu 256MB RAM eingesetzt werden kann (evtl. Bios-Update nötig, da Compaq als maximalen Zusatzspeicher 128MB RAM angibt).
Der Slot für den Erweiterungsspeicher befindet sich unter der Tastatur, in etwa da, wo die Taste 1 sitzt. Die Tastatur ist recht einfach und ohne Schrauben 
durch das Lösen von zwei Verriegelungen zu entfernen und zum Bildschirm hin wegklappbar. 
Genaue Ausbauanleitungen mit Bildern gibt es auf der Homepage von HP. Beim Kauf des RAM's sollte man darauf achten, dass dieser doppelseitig mit ICs bestückt ist.
Für den Betrieb von Windows95 oder 98 reichen die eingebauten 64MB RAM im Prinzip schon aus. Für WindowsXP sollten es mindestens 128MB Ram sein, damit der Rechner nicht zu oft auf die Auslagerungsdatei auf der Festplatte zugreifen muss. 
Welches Betriebsystem ürsprünglich auf den Geräten lief, lässt sich am letzen Wert der Typenbezeichnung ablesen.
   Windows95:         6400/T14/10.0/D/M/ 1
   Windows98:         6400/T14/10.0/D/M/ 2
   WindowsNT 4.0:  6400/T14/10.0/D/M/ 3


Festplatte:


Welche Festplatte in die Geräte standardmäßig eingebaut wurde, kann man am dritten Wert der Typenbezeichnung ablesen (zwischen 4 und 10GB). bei einem Compaq Armada 1750
6400/T14/ 10.0/D/0/3 wäre das zum Beispiel eine 10GB Platte, es erkennt aber ohne weiteres auch größere Platten. Die Festplatte ist unter einer Abdeckung an der Unterseite des Notebooks eingebaut und auch von einem Laien recht einfach zu wechseln. Um die Festplatte herum befindet sich ein Rahmen mit einem speziellen Anschlussadapter - wurde die Festplatte vom Verkäufer ausgebaut, fehlt auch häufig dieser Rahmen und man kann keine neue HDD einsetzen - beim Hinweis auf eine fehlende Festplatte also am besten den Verkäufer fragen, ob der 
Rahmen mitgeliefert wird.


CD-ROM:

Armada 1750 Geräte haben standardmäßig ein 24xfach CD-ROM von unterschiedlichen Herstellern und somit auch mit leicht unterschiedlichen Abdeckungen eingebaut. 
Eine vorhandene CD-ROM Abdeckung ist also evtl. nicht für andere Notebooks der selben Serie zu gebrauchen. Desweiteren sind scheinbar 
nicht alle dort verwendeten CD-ROM Laufwerke in der Lage, auch wirklich alle CD Formate zu lesen. Ich habe hier mehere Geräte mit Toshiba CD-ROMs, die ohne weiteres in der Lage sind, auch CDRWs zu lesen, während zwei Gerät von mir mit Matshita Laufwerken keine CDRWs vertragen.
Mir ist es vor kurzem gelungen, ein Toshiba CD-ROM XM-1902B eines Armada 1750 durch ein Toshiba CD-RW/DVD Kombilaufwerk Typ SD-R2512 zu ersetzen. Damit das Laufwerk passend als Slave erkannt wird, muss man fast immer ein Firmwareupdate durchführen, was nicht ganz risikolos ist. Erwischt man die falsche Firmware, kann es unter Umständen sogar zu Beschädigungen des Laufwerks kommen.
Einige Firmwareversionen für Toshiba Laufwerke findet man hier:
http://www.toshibaer.com/firmware/
Bei EBAY wurden schon öfters Aufrüstkits für Armada 1750 Geräte auf CDRW oder DVD Laufwerke angeboten. Wer sein Gerät diesbezüglich aufrüsten möchte, sollte eher auf diese "Aufrüstkits" zurückgreifen. Aufwendiges Suchen nach der passenden Firmware und 
zeitraubende Bastelaktionen an der Blende dürften dabei entfallen. 
Das CD-ROM ist recht einfach einfach aus- und wieder einbaubar und nur der Wechsel sollte auch für Laien kein großes Problem darstellen.


Gehäuse, Gewicht und Aussehen:

Mit seinen 3,5kg ist der Compaq Armada 1750 ein wirkliches Schlepptop - mit lahmen Armen ist da auf Dauer zu rechnen. Auch das Aussehen entspricht mit seinem klobigen Design nicht mehr so ganz dem, was man sich heute so unter einem Laptop vorstellt. 
Schanierbrüche oder -anbrüche sind mir bei diesen Geräten eher selten untergekommen. Sollte ein Schanieranbruch vorhanden sein, bricht in der Regel zuerst die linke bzw. die rechte Plastikabdeckung über dem defekten Scharnier. Ein Schanierbruch ist also in der Regel, auch wenn er noch nicht offensichtlich ist, sehr gut zu erkennen.
Das Plastikgehäuse der Regräte macht nicht den stabilsten Eindruck, ist aber mit dem richtigen Werkzeug sehr einfach und sicher zu zerlegen (schöne Bastlergeräte),


Akku, Stromversorgung und Multibay:

Der Akku befindet sich im Einschubschacht auf der rechten Seite. Links befindet sich ein zweiter Einschubschacht (Multibay), in dem normalerweise das Diskettenlaufwerk sitzt. Das Diskettenlaufwerk kann unter anderem gegen einen zweiten Akku ausgetauscht werden.
Ein neuer Akku hält bei andauernden Festplattenzugriffen (es wird laufend z.B. CHKDSK ausgeführt) etwa 1,5 Stunden durch (3AH Akku), bei normalem Betrieb aber unter Umständen auch etwas länger. Angaben von Laufzeiten über zwei Stunden pro Akku sind wohl in der Regel von der Akkuanzeige des Betriebssystems abgelesen worden, entsprechen meinen Erfahrungen nach aber bei normalem Betrieb mit Festplatten und CD-ROM Zugriffen nicht der Realitat. Ein gutes Freewaretool zum Testen der Akkuleistung ist das Programm Battery Eater. Ein neuwertiger Akku erreicht bei mir mit diesem Tool Werte von 1 Stunde und 27 Minuten.
Alle Geräte verfügen über ein internes Netzteil, das mittels 3-poligem standard Mickymaus Stecker (in EBAY leicht zu bekommen) direkt an eine Steckdose angeschlossen werden kann.


Sound:

Das Gerät verfügt selbst über die eingebauten Laptoplautsprecher über einen satten und angenehmen Stereosound, der selbst manche Kaufhaus-Gettoblaster blass aussehen lässt. Treiber für die Soundkarte sind ebenfalls von der HP Homepage zu bekommen. Ein internes Mikrofon ist ebenfalls vorhanden. Es befindet sich unter der Abdeckung des rechten Displayscharniers und ist an dem dort vorhandenen kleinen, länglichen Loch zu erkennen.


BIOS:

Wie bei allen mir bekannte Compaq Laptops ist auch hier für den Zugriff auf das BIOS eine spezielle Zugangssoftware nötig, die sich auf einer separaten Partition der Festplatte befinden kann, oder aber auch von einer Bootdiskette geladen werden kann. Diese Zugangssoftware ist ebenfalls auf der Homepage von HP downloadbar.
Ist die Bioszugangssoftware auf der Festplatte vorhanden, kann diese mittels Drücken der Taste F10 direkt nach dem Einschalten aufgerrufen werden. 
Der wirkliche Schwachpunkt der Geräte ist meiner Meinung nach das BIOS. Statische Aufladungen, die ganz plötzlich im Bios irgendwelche Passwörter setzen, das Booten oder den Zugriff auf Laufwerke verhindern oder irgendwelche unbehebbar scheinende Grafikmacken verursachen, sind nicht gerade selten. Hat man keine große Ahnung von diesen Geräten, kommt man dann sehr schnell in Versuchung, sein Notebook als Totalschaden abzuschreiben. Die Behebung solcher Fehler ist aber in der Regel recht einfach - siehe dazu meinen BIOS Ratgeber


Touchpad:

Das Tochpad ist bei vielen Armada 1750 Geräten ziemlicher Müll. Oft kann man nicht eine Minute mit dem Pad arbeiten, ohne dass selbständig Mausklicks ausgeführt werden, was sich aber durch den Einsatz einer PS2 oder USB Maus umgehen lässt.


Modem:

In mache Geräte wurde ein Modem eingebaut, in andere wiederum nicht. Ob ein internes Modem bei der Fertigung ins Gerät eingesetzt wurde, lässt sich am dritten Wert der Typenbezeichnung 
ablesen. M steht hier für Modem, 0 für kein Modem:
 Modem:         6400/T14/10.0/D/ M/2  
 Kein Modem: 6400/T14/10.0/D/ 0/2
Bei Geräten ohne Modem ist an der Unterseitze des Gerätes eine etwas andere Abdeckung für den Modemschacht eingebaut, als bei den Geräten mit internem Modem.


Infrarot Interface und Anschlüsse:

Alle Geräte verfügen an der Rückseite unter dem COM Anschluss über ein Infrarot Interface, über das sich drahtlos Daten zu anderen PCs übertragen lassen. Der Infrarotanschluss lässt sich im BIOS abstellen. Funktioniert Infrarot nicht, könnte der Grund also in einer Deaktivierung im BIOS liegen.
Weitere externe Anschlüsse:
 1x Parallel (Drucker)
 1x Seriell (z.B. für eine alte Maus)
 1x PS2 (für Maus oder Tastatur)
 1x USB 1.1
 1x Anschluss für Dockingstation
 1x Chich Video-out für direkten Anschluss an ein TV Gerät
 1x Anschluss für externen Monitor
 2x Einschub für PCMCIA Karten
 1x 3,5mm Klinkenstecker für Lautsprecher
 1x 3,5mm Klinkenstecker für Mikrofon


Überhitzung:

Manchmal wird bei diesen Geräten von Ausfällen durch Überhitzung berichtet. Beim mir laufen diese Geräte oftmals bis 
zu 12 Stunden am Stück und ich kann das eigentlich nicht bestätigen. Zum Arbeiten
sollte man die Geräte aber immer aus der Notebooktasche herausnehmen und auf den Tisch stellen. Stehen diese auf einer weichen Unterlage (zum Beispiel Sessel oder das Sitzkissen eines Stuhls) oder noch in der Laptoptasche, kommt es tatsächlich sehr schnell zu einer Mangelbelüftung und Überhitzungsgefahr,


Wichtige Tasten:

  1. Drückt man nach dem Einschalten die Taste F1, versucht das Notebook die Diagnosepartition mit dem Programm zum Einstellen der BIOS-Werte zu booten. Ist keine Diagnosepartition auf der Festplatte vorhanden, passiert natürlich nichts.
  2. Drückt man dem Einschalten gleichzeitig die Tasten F11 und Fn, werden die BIOS-Einstellungen des Notebooks auf die Standardwerte zurückgesetzt.
  3. Drückt man gleichzeitig die Tasten Fn und T, schaltet das Notebook die native Auflösung ein oder bzw. aus. Nach dem Einschalten der nativen Auflösung wird im DOS nicht mehr der komplette Bildschirm benutzt, die Schrift erscheint aber schärfer.


 


(Alle Angaben ohne Gewähr!)




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