Cola & Co: gut zu wissen!

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Cola & Co: gut zu wissen!

Wissenswertes über Cola und andere Erfrischungsgetränke

Seitdem Cola 1885 zum ersten Mal unter dem Namen Dr Pepper aufgekommen ist, ist das Erfrischungsgetränk immer populärer geworden. Neben mehreren unterschiedlichen Marken gibt es auch verschiedene Geschmacksrichtungen sowie andere Erfrischungsgetränke, die der Coca-Cola-Konzern nach der Cola auf den Markt gebracht hat, wie zum Beispiel Fanta. Dadurch, dass Cola schon so lange existiert, sind einige Mythen aufgekommen. Beispielsweise, dass in Cola Kokain enthalten sei. Dazu kommen einige gesundheitliche Aspekte, die entweder schon belegt sind oder noch in Bezug auf ihren Messbarkeit diskutiert werden. Außerdem werden mit Cola viele Mixgetränke hergestellt, die sich über die Jahre in der Gesellschaft etabliert haben. Das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk ist somit zwar kein unumstrittenes, aber dennoch sehr beliebtes Getränk, das weltweit genossen wird. Um diese verschiedenen Arten von alkoholfreien Getränken online zu finden müssen Sie sich nur mal in eBays großer Auswahl an Getränken umschauen. 

Die Cola und ihre Geschichte

Im Vergleich zu anderen modernen Erfrischungsgetränken kann sich die Cola in Bezug auf Popularität schon sehr lange am Markt halten. Der Pharmazeut Charles Alderton gilt als Erfinder der Cola, die er seit 1885 als Dr Pepper vertrieb. 1886 wurde dann die Coca-Cola-Rezeptur durch den Pharmazeuten John Stith Pemberton entwickelt. Neben diesen beiden Marken entstanden danach viele weitere bekannte, wie zum Beispiel die Pepsi-Cola oder auch Afri-Cola. Zu weiteren populären Marken gehörten Vita Cola und Club Cola, die in der DDR aufkamen. Dank der beiden bekanntesten Marken, Coca-Cola und Pepsi, gilt Cola als Symbol für den westlichen Lebensstil. Länder, die dem mit Skepsis gegenüberstehen, verkaufen daher hauptsächlich lokale Marken. In Frankreich wird zum Beispiel seit 2002 die Mecca-Cola als „nicht-westliche“ Alternative angeboten, während in Indien von 1970 bis 1993 Pepsi und Coca-Cola verboten waren, da die Hersteller nicht ihre verwendeten Inhaltsstoffe preisgeben wollten. Fanta, Sprite und Mezzo Mix sind nur wenige verkäufliche Marken, die zum Coca-Cola-Konzern gehören.

Inhaltsstoffe der Cola

Über die Inhaltsstoffe der Cola wird schon seit deren Erfindung spekuliert. Anfänglich wurde Cola durch die koffeinhaltige Kolanuss und den Extrakt aus Blättern von Erythroxylum-Arten hergestellt, allerdings enthielten diese meist Kokain, weswegen ab 1902 nur noch Erythroxylum-Arten verwendet werden, deren Koffeingehalt besonders hoch ist. Neben der Kolanuss enthält Cola Zitrone, Zimtöl, Vanille und Nelkenöl, wobei der Zitronenanteil variiert. Weitere Zutaten können Korianderöl, destilliertes Limettenöl und Mazisblüten-, Klamus- sowie Ysopkraut-Tinktur sein. Der Hauptbestandteil von Cola ist Wasser, in dem vor allem Zucker und Kohlensäure gelöst sind. Außerdem enthält Cola Phosphorsäure und Koffein. Die Phosphorsäure wirkt emulsionsstabilisierend und ist für den typischen Cola-Geschmack mitverantwortlich. Durch den Zusatzstoff E 150, oder auch Zuckercouleur, wird die Cola dunkel und erhält so ihre charakteristische Farbe. Da in den unterschiedlichen Regionen verschiedene Zuckersorten verwendet werden, variiert der Geschmack der Cola. So wird in Europa Rübenzucker, in Asien Rohrzucker und in den USA Maissirup verwendet. Die Light-Produkte enthalten anstelle von Zucker Aspartam und Acesulfam. Da es auch verschiedene Geschmacksrichtungen gibt, werden diese mit entsprechenden Geschmacksverstärkern angereichert, zum Beispiel Vanille oder Kirsche

Variationen von Erfrischungsgetränken

Schon an den vielen unterschiedlichen Marken erkennt man, dass es eine große Vielfalt an Cola gibt. Auch Dr Pepper existiert als „Cola-Urgestein“ noch, auch wenn es in Deutschland nicht so weit verbreitet ist wie zum Beispiel in den Niederlanden. So wie die Coca-Cola bietet auch Dr Pepper verschiedene Geschmacksrichtungen an. Daher gibt es eine Diät-Version von Dr Pepper, aber auch Vanille und Kirsche sind erhältlich. In Deutschland bietet Coca-Cola neben der Light-Version, Kirsche und Vanille auch die Geschmacksrichtung Lemon C sowie diverse Zero-Produkte, die keinen Zucker und somit weniger Kalorien enthalten, an. Darunter befinden sich auch einige Abwandlungen, wie zum Beispiel Coca Cola light. Pepsi-Cola gibt es in vier Geschmacksrichtungen – die originale Pepsi seit 1898 sowie eine Light-Version, die Max-Version ohne Zucker und die Twist-Pepsi mit Zitronenanteil. Weitere bekannte Cola- und Erfrischungsgetränk-Marken sind 7up, A&W, Almdudler, Bolero, Flying Horse, Lipton, Mirinda, Orangina und Schwip Schwap. Bei den meisten dieser Marken gibt es, wie bei Coca-Cola auch, verschiedene Geschmacksrichtungen. Weltweit gibt es geschätzt mehr als 100.000 Cola-Marken, dazu zählen Großkonzerne sowie auch Marken kleinerer Brauereien, wie beispielsweise Fritz Kola.

Mythen rund um die Cola

Seitdem die Cola 1885 zum ersten Mal auf den Markt kam, kamen zahlreiche Mythen auf. Heute ist immer noch weit verbreitet, dass sich Kokain in der Cola befinde. Tatsächlich enthielt Cola ursprünglich die kokainhaltige Art Erythroxylum coca, da allerdings über 200 Berichte über Cocainintoxikationen und 13 Todesfälle vorlagen, ersetzte man diese 1902 durch koffeinhaltige Arten. Daher ist dieser Mythos zum Teil zwar richtig, doch heute längst nicht mehr aktuell.
Ein weitere weit verbreitete Idee besagt, dass Cola den Magen schädige. Man führt das auf die Annahme zurück, dass sich Fleisch, wenn es lange genug in Cola läge, auflösen würde. Dies mag von der Tatsache herrühren, dass in einem solchen Experiment, die Phosphorsäure Fasern vom Fleisch ablösen könnte. Selbst wenn dies der Fall wäre, hinkt der Vergleich: Der Magen ist zum einen durch Schleimhäute geschützt, zum anderen ist Magensaft saurer als die in Cola enthaltene Phosphorsäure.
1999 kam zudem in Ägypten ein Gerücht auf, dass der Coca-Cola-Konzern anti-islamisch sei, da sich der Coca-Cola-Schriftzug gegen den Islam richte. Spiegelverkehrt und in arabische Schriftzeichen umgewandelt, kann mit einiger Vorstellungskraft der Satz „Nein Mohammed, nein Mekka“ gelesen werden. Dies wurde allerdings vom damaligen Großmufti selbst zurückgewiesen.

Gesundheitliche Gesichtspunkte der Cola

Über die gesundheitlichen Aspekte des Cola-Konsums ist viel geschrieben und geforscht worden, belegt werden konnte eher wenig. Nahstehend einige Punkte, die generell von Interesse sein können und die keinen Anspruch auf wissenschaftliche oder medizinische Messbarkeit erheben. 

Hoher Zuckergehalt

Zu Beginn der Produktion wurde die Cola als besonders gesundheits- und darmfördernd angeboten. Das lag daran, dass in der Kolanuss das Enzym Pepsin enthalten ist, dem diese Wirkung zugeschrieben wurde. Inzwischen wird eher wegen des enthaltenen Zuckers vor übermäßigem Cola-Konsum gewarnt: Bei regelmäßigem Konsum kann Cola aufgrund des Zuckers und der Phosphorsäure die Zähne schädigen und zu Karies führen – besonders Kinder sind in dieser Hinsicht gefährdet. Der hohe Zuckergehalt von Cola-Getränken erhöht mitunter auch den Blutzuckerspiegel und wird zum Energielieferanten von weißem Bauchfett. Cola als Ursache für Diabetes oder Fettsucht ist allerdings nicht erwiesen.
Hinweis: Diabetikern wird allerdings davon abgeraten, Cola-Varianten wie zum Beispiel Coca-Cola-Light oder Coca-Cola-Zero, zu konsumieren, da diese unempfindlicher für Süße machen. Der Diabetiker nimmt so unbewusst mehr Kohlenhydrate auf, was zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führen kann.

Viel Phosphat 

Phosphat ist ein wichtiger Stoff für den Organismus und ein Grundbaustoff der Informationsträger DNS und RNS. Übermäßiger Konsum von Cola und damit übermäßige Phosphatzufuhr soll gerade bei Jugendlichen das Wachstum von Knochen beeinträchtigen. Bei Kindern steht Cola unter Verdacht, Hyperaktivität, übernervöses Verhalten und Konzentrationsstörungen auszulösen, wofür Phosphorsäure oft verantwortlich gemacht wird.  

Wenig Kalium, viel Koffein

Exzessiver Cola-Konsum kann schließlich zu Kaliummangel führen, und zu Müdigkeiit - eher untypisch für den 
angeblichen Muntermacher. Auch sollen in diesem Zusammenhang schon Muskellähmung bis hin zu Herzrhythmusstörungen beobachtet worden sein.  
Grundsätzlich sollten Menschen, die empfindlich auf Koffeinzufuhr reagieren nicht zu viel davon konsumieren. Denn die Folge ist dann, dass der Parasympathikus gehemmt wird, der für eine geregelte Verdauung und Erholung sorgen soll. 

Als Hausmittel im Einsatz

Interessant ist auch, dass Cola und Salzstangen als Hausmittel bei Durchfall gelten. Die Annahme Cola sei gut bei Darmerkrankungen kommt daher, dass der Zucker, der in der Cola enthalten ist, den Körper über einen Glucose-Natriumchlorid-Cotransporter wieder mit Kochsalz zu versorgen. Daher sei sensibleren Magen- und Darmkandidaten an dieser Stelle noch ein anderes Hausmittel empfohlen: Wasser mit einem halben Teelöffel Salz und fünf Teelöffeln Traubenzucker soll ebenfalls beruhigende Wirkung haben. 

Mixgetränke mit Cola

Es gibt viele Mischgetränke, die mit Cola zubereitet werden, die meisten werden schon fertig verkauft. Das bekannteste ist Spezi, eine Mischung aus Orange und Cola. Der Coca-Cola-Konzern verkauft es zum Beispiel unter dem Namen Mezzo Mix. Auch Cola-Bier ist einbeliebtes Cola-Mischgetränk und wird bei den meisten Marken, die Mischbier herstellen, angeboten. Becks und bibop sind nur repräsentativ für viele andere Marken. Cola-Rot bezeichnet den Mix aus Cola und Rotwein, ist aber auch unter vielen anderen Namen bekannt, wie etwa Calimocho. Außerdem wird auf Festen auch gerne Cola-Rum getrunken, vor allem Cola-Bacardi oder der Cuba Libre, eine Mischung aus Cola und kubanischem Rum. Auch in Cocktails ist Cola beliebter Bestandteil, zum Beispiel in Long Island Ice Tea sowie in Longdrinks, wie Cola-Wodka, Cola-Whiskey oder auch Cola-Korn. In Köln ist der „Drecksack“ sehr beliebt: dabei wird Kölsch mit Cola gemischt. Ebenfalls in Köln beliebt ist der „Krefelder“, eine Mischung mit Altbier. Eine weitere Cola-Bier-Mischung ist besonders beliebt in Süddeutschland und Österreich. Dabei wird Cola mit Weißbier gemischt und nennt sich Colaweizen. Oft werden Cola-Bier-Mischungen als „ein Dreckiges“ bezeichnet. In Hessen gibt es zudem noch eine Mischung mit Apfelwein. Die meisten alkoholischen Mischgetränke werden dabei nicht gemixt angeboten, sodass man sie frisch zuhause mischen und zubereiten kann.

Fazit

Schon auf den ersten Blick sieht man, dass es Cola in vielen verschiedenen Variationen gibt. Die unterschiedlichsten Marken und Geschmacksrichtungen machen es nicht leicht, die richtige Cola für sich zu auszusuchen. Auch die vielen Möglichkeiten zum Mischen mit anderen Getränken sind eher verwirrend als erhellend.

Der Cola-Konsum bei Kindern und Jugendlichen sollte aufgrund des Zucker- und Phosphatgehalts kontrolliert werden, Erwachsene mit Koffeinneigung werden die Cola lieben, koffein-sensiblere  Menschen werden sie eher wohldosiert, Diabetiker mit Vorsicht genießen. Grundsätzlich aber entscheidet vor allem Ihr subjektiver Geschmack und ob sie Cola regelmäßig konsumieren oder nur für zwischendurch oder eine Feier kaufen wollen.

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