Clevere Ideen zur Aufbewahrung Ihrer Mini-Discs

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Clevere Ideen zur Aufbewahrung Ihrer Mini-Discs


Im Jahr 1991 trat die Minidisc an, als Nachfolgemedium die Musikkassette der 80er Jahre abzulösen. Klein, handlich und robust in ihrem Erscheinungsbild präsentierte sich das Medium als prädestinierter Nachfolger. Aus unterschiedlichen Gründen konnte sich die Minidisc als Massenmedium allerdings nicht wirklich durchsetzen und hat sich in den letzten Jahren weitestgehend als spezielles Produkt für Kenner und Liebhaber etabliert. Der japanische Elektronikriese Sony, Erfinder der Minidisc, hat die Produktion der Abspielgeräte jüngst eingestellt. Dennoch befindet sich noch eine Vielzahl von neuwertigen und gebrauchten Geräten im Handel, auf welche Sie zurückgreifen können. Wenngleich die Minidisc einst verstärkt als Musikabspielgerät beworben wurde, so ist sie auch ein nicht zu unterschätzender Datenspeicher und ein hervorragendes Aufnahmegerät für Audiodateien. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über dieses Medium sowie verschiedene Aufbewahrungsmöglichkeiten für ihre eigene Minidisc-Sammlung.

Der Versuch ein neues Speichermedium zu etablieren - zur Geschichte der Minidisc

Das magnetisch-optische Speichermedium der Minidisc wurde vom japanischen Elektronikriesen Sony Anfang der 90er Jahre entwickelt, mit dem Ziel als kompaktere und digitale Alternative zur Kompaktkassette zu fungieren, sowie im professionelleren Sektor auch als Ersatz für die DAT-Kassette im privaten oder professionellen Sektor war die Minidisc angedacht. Durch den CD-Boom zu Beginn der 90er Jahre konnte sich das Medium trotz der geringeren Größe allerdings weit weniger erfolgreich durchsetzen, als ursprünglich geplant. Viel zu wenig Anbieter und Künstler sprangen damals auf den Zug auf. Der Siegeszug der noch kompakteren mp3-Player zu Beginn des 21. Jahrhunderts brachte dann die endgültige Wende zuungunsten der MD-Player.

Eine 2004 eingeführte HD-Variante bot mehr Speicher und besser Qualität bei den Audiodateien, war aber wesentlich teurer als die damals bereits etablierten digitalen Abspielgeräte. Die sinkenden Absatzzahlen führten dazu, dass Sony den Verkauf der Player und Rekorder im Jahr 2011 zuerst für Europa. In anderen Ländern, wie beispielsweise Japan, erfreuten sich die MD-Player größerer Beliebtheit. Dennoch ging auch hier im Frühjahr 2013 der letzte Player vom Band und es werden zukünftig keine weiteren Geräte mehr herstellt. Allerdings wird es auch weiterhin von Sony und anderen Herstellern bespielbare Discs zu kaufen geben.

Scheitern auf hohem Niveau – warum sich die Minidisc nie etablieren konnte

Es gibt verschiedene Meinungen darüber, warum die Minidisc als Speichermedium gescheitert ist. Die Grundvoraussetzung, wie Leistungsstärke und kompaktes Auftreten waren vorhanden. Sony machte allerdings zu oft den Fehler, die Minidisc als primäres Musikmedium anzupreisen, wenngleich sie auch als klassischer Datenspeicher agieren kann. Hier lag viel Potenzial, vor allem in einer Zeit, als USB-Sticks noch nicht entwickelt oder massenwirksam weit verbreitet waren. Die Minidisc war ein flexiblerer und recht einfacher Weg, Daten zu transportieren und zu speichern, nur wurde dies relativ unzureichend mit den Kunden kommuniziert.

In Kombination mit recht hohen Anschaffungskosten und einer Teils komplizierten Handhabung was das Kopieren und Weiterverteilen von Musikdateien anging, führte dies zu zusätzlicher Verunsicherung bei den Kunden. Neben Sony, welche die aktive Geräteproduktion jüngst eingestellt hat, bieten auch folgende Hersteller Minidisc-Player im Verkauf an:

·         Panasonic

·         Onkyo

·         Aiwa

·         Sharp

·         Kenwood

·         JVC

Oft handelt es sich dabei auch um duale Geräte, die gleichzeitig sowohl CDs, als auch mp3s abspielen können. Bis heute wurden rund 27 Millionen MD-Geräte verkauft.

Eine Übersicht über die technischen Fakten – was die kleinen Scheiben alles können

Je nach Qualität der Dateikompression lassen sich bei normaler Bitrate bis zu 80 Minuten Musik auf eine Minidisc spielen, was ungefähr der Länge einer handelsüblichen CD entspricht. Wenn Sie im Bereich der Klangqualität hinuntergehen, passen sogar bis zu 320 Minuten auf eine Disc. Beim Dateiformat handelt es sich hierbei wahlweise um ATRAC oder MDLP. Beide arbeiten mit Verlusten gegenüber der ursprünglichen Datei. Als Datenspeichermedium bietet die Minidisc dabei Platz für bis zu 140 MB und im Idealfall bis zu 135 Stunden Akkulaufzeit. Das von Sony 2004 entwickelte Nachfolgemodell HD-MD bietet hingegen mit bis zu einem Gigabyte deutlich mehr Speicherplatz und garantiert durch neue Kompressionstechniken auch einen möglichst verlustfreien Audiogenuss. Einige PCs und kompakte Stereoanlagen besitzen heutzutage noch einen integrierten MD-Player.

Die Discs sind lediglich 1,2 mm dick und kommen in Kombination mit einem Kunststoffgehäuse mit 72 x 68 mm Kantenlänge und einer Dicke von 5 mm. Dies entspricht ungefähr der Größe einer handelsüblichen 3,5-Zoll-Diskette. Durch das magnetisch-optische Verfahren sind die gespeicherten und wiederbeschreibbaren Daten wesentlich langlebiger als bei einer handelsüblichen CD-RW. Bis zu dreißig Jahre soll es möglich sein, auf diese Weise Daten zu archivieren. Neben stationären Minidisc-Decks gibt es auch kleinere tragbarere Geräte. Audioaufnahmefunktion ist bei allen Geräten optional und sollte daher vor dem Kauf idealerweise beachtet werden. Der eingebaute Puffer beträgt bei stationären Geräten sechs Sekunden und bei tragbaren Geräten bis zu 200 Sekunden, sodass die Player recht widerstandsfähig gegenüber Erschütterungen agieren. MD-Rekorder können die aufgenommenen Dateien außerdem editieren, verschieben, umbenennen oder Alternativ löschen und bieten somit flexible Veränderungsmöglichkeiten.

Transportable Aufbewahrungsmöglichkeit in allen Formen und Größen – Taschen für Minidiscs

Sollten Sie auf flexiblen Transport ihrer Minidisc-Sammlung stehen, so können sie auf eine Auswahl an verschiedenen Taschen zurückgreifen. Kleinere Modelle bieten ausschließlich Platz für die kompakten Geräte, während es auch größere Umhängetaschen gibt. Letztere bieten Platz für das Gerät, ein anschließbares Mikrofon und eine kleine Auswahl an Minidiscs sowie weitere Gerätschaften, wie ein externes Netzteil. Diese Taschen schützen die Geräte nicht nur vor Wind und Schmutz, sondern auch zu einem gewissen Grad an Nässe. Sollten Sie nicht gleich das komplette Gerät mit sich herumtragen wollen, so gibt es auch eigens Taschen für den Transport der Discs allein. Die Anzahl der Fächer für die einzelnen MDs variiert dabei von Hersteller zu Hersteller, allerdings sind diese Taschen gerade hierzulande recht schwer zu bekommen, da diese bereits seit einiger Zeit nicht mehr flächendeckend produziert werden.

Regale als Möglichkeit zur Aufbewahrung in den eigenen vier Wänden oder im Auto

Die wenigsten Sammler lassen ihre Minidiscs einfach im Raum herumliegen, sondern sind an einem sicheren Platz zur Aufbewahrung interessiert. Dies gilt sowohl in den eigenen vier Wänden, als auch beispielsweise beim eigenen Auto, wo es ebenfalls die Möglichkeit gibt, MDs abzuspielen. Hier eignen sich kompakte Aufbewahrungsmethoden, wie die bereits angesprochenen Taschen.

Wie bei handelsüblichen CDs gibt es auch verschiedene Regale für MDs für eigenen Hausgebrauch. Wahlweise können die aus massivem Holz, aber auch Kunststoff bestehen. Auch Stahlkonstruktionen sind denkbar. Wichtig ist in diesem Fall nur, dass Sie beim Kauf der Regale auf die Abmessungen von diesem achten und es für die Hüllen der Discs angepasst sind. CD-Hüllen sind größer als MD-Hüllen, sodass sich beide eher ungern ein Regal teilen.

Unterschiedliche Größen und Formen je nach Bedarf und Umfang der Sammlung

Der Aufbau der Regale ist vielseitig. Vom großen Türmen über kleine Boxen bis hin zu stilistisch modern Blätterflip-Varianten gibt es verschiedene Möglichkeiten, das eigene Material zu archivieren. Auch die Anzahl der zu unterbringenden Discs variiert je nach Größe und Bauart. Je nachdem, ob sie Platz für nur eine Handvoll Scheiben benötigen oder Ihre Sammlung etwas größer ausfällt, sollten Sie die einzelnen Steckplätze beachten.

Kleinere kartonähnliche Boxen, wahlweise aus Papier oder Plastik, sind ebenfalls keine Seltenheit und eignen sich hervorragend zum kompakten Verstauen in Schränken oder Bettkästen. Allerdings sind auch diese Varianten im Zuge des Popularitässchwundes der MD-Player zusehends schwerer zu bekommen und bedürfen einer gründlichen Suche. Wer diese wagt, bekommt allerdings eine sichere und langlebige Aufbewahrungsmöglichkeit für die eigenen Discs.

Eine sichere Lagerung der Discs beugt unnötigen Schäden vor

Im Idealfall speichern Minidiscs bis zu dreißig Jahre lang Daten und dem Medium, länger als die meisten wiederbeschreibbaren CDs. Umso wichtiger ist die richtige und fachgerechte Aufbewahrung der Discs. In erster Linie heißt das, sie von Witterung und Wetter, vor allem aber Feuchtigkeit fernzuhalten. Sollte der MD-Player oder Rekorder zu Bruch gehen, müssen Sie stets aufwägen, inwiefern sich die Reparatur wirtschaftlich rentiert. Viele Ersatzteile werden aufgrund der eingestellten Produktion kaum noch direkt vom Hersteller vertrieben. Daher sind Sie in diesem Fall auf verschiedene Sammler und Bastler sowie auf Zwischenhändler angewiesen. Mit etwas 0Geduld und intensiver Suche finden sich so neben Zubehör auch auch neue Akku-Ladegeräte, Netzteile oder Fernbedienungen. Letztere sind vor allem für die Kombination mit einer Stereoanlage von großem Wert.

Schäden an der feinen Elektronik des Gerätes, beispielsweise dem Laser, sollten allerdings vorzugsweise von professioneller Seite übernommen werden. Diese finden sich untere anderem in themenbezogenen Internetforen für Minidisc-Liebhaber. Aber auch der lokale Elektronikhändler stellt hierbei sicher eine sehr gute Anlaufstelle dar.

Die zukünftige Entwicklung der Minidisc hin zum Liebhaberthema für Kenner

Mit dem Kauf eines Minidisc-Players bekommen Sie ein robustes und leistungsstarkes Aufnahme- und Wiedergabegerät, welches auch heutzutage noch von vielen Kennern geschätzt wird. Das kompakte Gerät kann häufig angewendet werden, eignen sich für die Aufnahme von speziellen Tondokumenten, Geräuschkulissen, aber auch O-Tönen. Gerade die qualitäts- und speicherstarke HD-MD-Variante empfiehlt sich dabei als gute Variante. Kompakte Umhängetaschen bieten guten Komfort, wenn es um den Transport der Utensilien geht.

Jedoch sollten Sie sich von Anfang an darüber im Klaren sein, dass die Minidiscs keinen umfassenden Support mehr vonseiten der Hersteller zu erwarten haben. Der Trend geht eher zu einem Liebhaberthema für Sammler und Technikfreunde, welche das Wesen der kleinen Scheiben auf ähnliche Art und Weise lieben, wie beispielsweise Schallplatten-Liebhaber. Die Vorzüge liegen auf der Hand und werden nachwievor geschätzt. So flexibel und schnell, wie moderne rein digitale Speicher- und Aufnahmemedien ist die Minidisc allerdings nicht.

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