Casino Royale mit neuer James Bond!

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James Bond (Daniel Craig) ist Agent in Diensten des britischen Geheimdienstes. Als er zwei aufeinanderfolgende Eliminierungen zur vollen Zufriedenheit seiner Vorgesetzten ausführen kann, wird er in den "Doppel-Null"-Status erhoben. Das heisst, er bekommt die Lizenz zu Töten.

Als er allerdings bei seinem ersten Auftrag auf den Bahamas ein Konsulat auseinandernimmt, nur um einen vermeintlich kleinen Fisch zu fangen, und sich ausserdem in England Zutritt zur Wohnung seiner Chefin M (Dame Judi Dench) verschafft, lupft es der Dame den Hut, und Bond kann bleiben wo der Pfeffer wächst. Agent wie er nun mal ist, schnüffelt 007 weiter und kommt in Kontakt mit einem Herrn namens Dimitrios (Simon Abkarian), dessen Frau er verführt und dessen Informationen er sich holt.

Als der MI-6 in Erfahrung bringen kann, dass im Casino Royale in Montenegro ein Pokerspiel der speziellen Art stattfindet, wird Bond wieder kontaktiert. Ein Teilnehmer an diesem Spiel ist nämlich ein Terroristen-Banker namens Le Chiffre (Mads Mikkelsen), der durch den Gewinn dieses mit 150 Millionen Dollar dotierten Spiels seine Verbrecherkunden bereichern will. Und der beste Pokerspieler des britischen Geheimdienstes soll dagegen halten. James Bond.

Sollten die 10 Millionen Einsatz nicht ausreichen, gibt es 5 Millionen "Backup", mit denen man sich wieder ins Spiel kaufen kann. Diese jedoch werden von der schönen Vesper Lynd (Eva Green) verwaltet, die auf Bond angesetzt wurde, um den ungestümen Kerl unter Kontrolle zu halten, und ihm zu assistieren.

Das Pokerspiel (unter der Leitung vom Schweizer Bond-Export Carlos Leal) nimmt immer grössere Ausmasse an und wird längst nicht mehr nur am grünen Tisch gespielt. James Bond muss sich seiner Haut wehren, wenn er verhindern will, dass England mit seinem Geldeinsatz nicht die terroristischen Organisationen praktisch gleich selber mitfinanziert.

Die sicher grösste Überraschung ist Daniel Craig als Mister Bond himself. Jeder, der behauptet hat, es könne keinen blondhaarigen 007 geben, wurde eines besseren belehrt. Craig, ganz in den Spuren eines Sean Connery aus Dr. No, ist einer er grossen Pulspunkte des Films neben dem schon angesprochnenen Weglassen übertriebener Spielzeuge in der Hand des Agenten (gut, der "kleine Lebensretter" im Auto war dann doch wiedermal hübsch übertrieben). Craig ist ein Westentaschenrambo, der alles aus dem Weg räumt was ihm ihm weg ist. Nicht mit List und Charme, sondern mit brutalsten Mitteln, kurz und knapp. Sympathisch...!

Doch Casino Royale hat auch einige böse Hänger in seiner Überlänge. Die Liebesgeschichte mt Vesper wird so zäh und kitschig erzählt, man wähnt sich fast in einem anderen Film. Einige Male hätte der Film vor oder während der Fahrt nach Venedig enden können. Nix war's, Bond taucht der Abtrünnigen sogar noch fast ins Verderben nach. Hach, wie kitschig. Auch die Pokerszene ist extrem lang ausgefallen und ich war überrascht, dass sie scheinbar der Aufhänger des Films sein sollte. Ein Showdown mit fullhouse, besserem fullhouse, straightflush etc. ist übrigens wirklich ein arg strapaziertes Filmklischee. Hier ist Bond dann eben wieder typisch Bond.

Trotz einiger negativen Punkte und abzüglich des viel zu langen Endes, kann der Film als eines der besseren Bond-Abenteuer überzeugen.

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