Cartier Ringe, und was zu beachten ist.

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Liebe Ebayer,

mit diesem Ratgeber möchte ich Ihnen ein paar nützliche Tips geben, die Mann oder Frau beachten sollte.  

Ich habe einige Fakten zusammen gestellt, die Ihnen hoffentlich bei der Auswahl eines Cartierrings behilflich sein können. Der Ratgeber wird erweitert, es lohnt sich, von Zeit zu Zeit nochmal rein zu schauen.

Viele Tipps gelten auch für andere Cartier-Schmuckstücke.

 

Grundsätzliches:

Grundsätzlich stellt Cartier Schmuck in mindestens 750/000 Gold oder Platin her, sollte der Ring also mit 585 oder 333 punziert sein, können Sie davon ausgehen das es sich um eine Fälschung handelt.

Grundsätzlich sollte der Ring eine Individualnummer haben, die auf der Ringschiene eingraviert ist. Leider gibt es auch hier Ausnahmen, da Markenpiraterie früher noch nicht so verbreitet war, wurden Trinity Ringe (Modell gibt es seit 1924) früher auch ohne Individualnummer hergestellt.

Grundsätzlich sollte der Ring mit 750 punziert sein oder Pt950 für Platin, ebenfalls sollten Ringgröße und der Schriftzug "Cartier" in die Ringschiene mit eingraviert sein.

Grundsätzlich sollte die eingravierte Individualnummer mit der im Zertifikat übereinstimmen.

Punzierungen:

Da Cartier in vielen Ländern der Welt den Schmuck in Lizenz herstellen lässt, kann es vorkommen das zwei gleiche Modelle, sich doch unterscheiden. Jedes Land hat unterschiedliche punzierungen, und auch jede Goldschmiedeanstalt hat Ihre eigenen punzen. Auch spielt das Herstellungsjahr eine Rolle, da sich im Laufe der Jahre die Gravurvorschriften geändert haben.

Eine sehr häufig gestellte Frage ist: Wieso hat der Ring eine Gravur "Copyright 1996", aber im Zertifikat steht 2.Mai 1999? 

Die Antwort darauf ist ganz simpel, das Copyright besagt nur, in welchem Jahr Cartier einen Gebrauchsmusterschutz für das entsprechende Model angemeldet hat. Das bedeutet ein Ring den Sie heute nagelneu bei Cartier kaufen, kann eine Gravur "Copyright 1996" haben, das Copyright hat nichts mit dem Herstellungsjahr, bzw. mit dem Verkaufsdatum , welches im Zertifikat eingetragen wird, zu tun.

Eine weitere sehr häufig gestellte Frage ist: Wieso stehen im Certifikat 2 Serien-Nummern?

Da die Zertifikate vom jeweiligen Händler, nach Kauf vor Ort ausgestellt werden, und jeder Händler das Zertifikat meist Handschriftlich ausfüllt, kann es da zu unterschiedlichen Methoden kommen. Normalerweise steht die im Ring eingravierte Individualnummer im Zertifikat. Einige Händler schreiben zusätzlich noch die Referenznummer mit ins Zertifikat.

Die Referenznummer fängt meistens mit B40......52 an. Die Zahlenkombination verrät um welches Model es sich handelt, die 52 am Ende würde auf eine Ringgröße von 52 schließen lassen.

Ich selbst habe einen Cartier Santos 100 Ring bei EBAY gekauft, war gerade mal 3 Monate alt. Als ich das Paket öffnete und das Zertifikat überprüfte musste ich gleich 2 mal Schlucken. Es gibt für die Love-Serie neue Zertifikate, ein genau solches wurde für den SANTOS 100 Ring ausgestellt. Das dürfte normalerweise nicht sein. Das der Ring dennoch echt war hatte ich keine Zweifel, dann musste ich auch noch feststellen das die Individualnummer: XX YY63 im Zertifikat, nicht mit der im Ring XX YY29 übereinstimmte. Was war passiert? Der Händler hatte versehentlich ein falsches Zertifikat ausgestellt und anstelle der richtigen Individual Nummer versehentlich die Größe eingetragen. Auf meine Anfrage bei Cartier "Dallas" hat mann mir ohne Prombleme ein nagelneues, diesmal richtiges Zertifikat ausgestellt und per Post zugestellt.

Also die Zertifikate sehen oftmals unterschiedlich aus, einige Händler unterschreiben sie, andere nicht. Ebenso haben die Händler unterschiedliche Stempel die Sie benutzen, also nicht gleich in Panik geraten, nur weil ein Zertifikat nicht genau aussieht wie ein anderes.

Eine weitere sehr häufig gestellte Frage ist: In meinem Ring befindet sich die Gravur SNOE mit einem kleinem Herz darüber, hat sich der Vorbesitzer hier verewiegt?

Nein, es handelt sich um eine original Gravur von Cartier, meines Wissens nach handelt es sich um eine "Designerlinie".

 

Modell: Trinity

 

Das Modell Trinity gibt es schon seit ca. 1924. Früher wurden die kleinen und mittleren Trinitys nur mit der Cartier Garantiekarte ausgeliefert. Auf der Garantiekarte ist im Gegensatz zum Zertifikat keine Individualnummer eingetragen, sondern nur das Verkaufsdatum und der Verkäufer. Im Laufe der Zeit wurde das Design des Rings leicht verändert. So gibt es den Trinityring ohne Schriftzug (aussen), mit dem Schriftzug "Les must de Cartier" (aussen) und in der neusten Version mit dem Schriftzug "Cartier"(aussen). Alle Gravuren befinden sich im Rosegoldring. 

 

Das Modell Trinity gibt es in mindestens 3 Ausführungen, die Materialstärke betreffend.

Unterscheiden kann mann Sie an der Breite der einzelnen Ringe.

Kleines Modell:

Ringbreite: ca. 2 mm

Gewicht: ca. 3,5 bis 4,5 Gramm je nach Ringgröße

Mittleres Modell:

Ringbreite: ca. 3 mm

Gewicht: ca. 6,5 bis 11 Gramm je nach Ringgröße

Großes Modell:

Ringbreite: ca. 4 mm

Gewicht: ca. 11 bis 16 Gramm je nach Ringgröße

 

Modell:  Love (Schraubenmotiv)

Auch das Model Love gibt es in verschieden Stärken, 3 mm und 5 mm, das kleine Model hat ein Gewicht um die 5 Gramm, die 5 mm Ausführung sollte ca. 7 Gramm oder mehr haben.

Modell: Doppel C neueste Version

Das neue Modell Doppel C ist im Gegensatz zum älteren Modell meist einfarbig (es gibt limitierte Sondermodelle), in Weiß-, Gelb- oder Rosegold erhältlich. Es gibt 3 mir bekannte Stärken:

klein: ca.3 mm

mittel: ca. 6 mm

groß: ca. 8 mm breit 

 

 

 

Nützliche Tips:

Achten Sie darauf um welche Ausführung des Ring es sich handelt. Die Preisunterschiede vom kleinen bis zum großen Model können schnell 100% ausmachen.

Fragen Sie den Verkäufer, falls nicht angegeben, nach Gewicht oder Breite der Ringe, eventuell nach Größe der Steine. Nur so können Sie herrausfinden um welches Modell es sich handelt.

Insbesondere bei Ringen die mit Brillanten besetzt sind, sollten Sie den Verkäufer fragen, ob der Ring von Cartier so ausgeliefert wurde, oder die Steine nachträglich von einem Juwelier eingefasst wurden. Die letztere Methode ist eine wesentlich günstigere Variante sein Cartier Schmuckstück aufzuwerten. Cartier hat hier einen Style gewählt, der nachträglich nur sehr aufwendig nach zumachen ist. Wenn Sie sich die Fassung von unten mal genauer anschauen, werden Sie erkennen, das die Fassung unten nicht rund ist, sondern beim original sechseckig ist, leider ist diese Methode nicht bei allen Modellen angewendet worden. So kann mann bei einer 6 eckigen Fassung in der Regel davon ausgehen, das der Ring schon beim Kauf mit Brillanten gefasst war. Bei runden Fassungen, bleibt meist nur der gang zum Cartier-Händler um rausfinden zu können ob es sich um original gefasste Steine handelt.

Auf der Website von Cartier können Sie unverbindlich aktuelle Preise erfragen.

Ermitteln Sie Ihre Ringgröße genau, beachten Sie dabei, das Sie bei einem 1-2 mm breiten Ring unter Umständen eine andere Ringgröße, als bei einem 5 mm breiten Ring haben. 

Da die Ringgrößen in die Ringe eingraviert sind, ist von einer Größenänderung eher abzuraten, bei den meisten Modellen ist dies aber grundsätzlich möglich.

Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, kaufen Sie nur Ringe mit original Zertifikat. Ohne Zertifikat sollten die Ringe günstiger sein als mit original Zertifikat. Natürlich können Sie sich in jedem Cartier-Geschäft die Echtheit des Cartierstücks beurkunden lassen. Die einfachste Methode ist ein Versicherungsnachweis über den Wert des Rings. Meist erhalten Sie diesen jedoch nicht kostenlos.

Achten Sie darauf ob der Händler ein Hauseigenes Zertifikat ausstellt oder das original Zertifikat anbietet.

Achten Sie bei Privatverkäufern darauf, ob Sie den Ring im Zweifelsfall umtauschen können.

Behandeln Sie das Zertifikat, wie Ihren Autobrief, insbesondere wenn es um sehr Hochpreisige Artikel geht. Bei einem späteren Wiederverkauf sollten sie in der Lage sein, die Echtheit des Schmuckstücks nachweisen zu können. Können Sie das nicht, wird mann Ihnen nur den Goldpreis für Ihr schönes Schmuckstück bieten, dieser liegt aber weit unter dem tatsächlich zu erzielenden Preis. Wie bei jedem Markenartikel, wird auch hier natürlich der Name mit bezahlt.

 

Zum Abschluß sei gesagt, natürlich kann "Mann" heute alles kopieren, je kompletter der Artikel ist (Um-Box, Box, Zertifikat, Kaufbeleg), desto mehr sinkt jedoch die Wahrscheinlichkeit das es sich um eine Kopie handelt. Sollten Sie bei Ihrem Schmuckstück unsicher sein, scheuen Sie sich nicht in einen Cartier-Store zu gehen. Lassen Sie dort einen Mitarbeiter einen Blick auf Ihr Schmuckstück werfen, eine Kopie erkennt ein erfahrener Mitarbeiter meistens sofort.

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JEWELSCOLOGNE

Juwelen aus Köln

Inh. Georg Felszegi

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