Carrera GO!...Lichteinbau mit LEDs in 1:43 Slotcars

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Das Thema LICHT in meinen 1:43er Slotcars reifte ganz langsam, wollte ich doch mehr 'Leben' auf die Strecke und in die Autos bringen. Die Autos der GO sind detailgetreu und fahren recht gut, je nach Typ und Bauart. Das frustriertende Detail war - ich bin Modellbauer - das diese Autos, verglichen mit 1:32er und 1:24er keine Lampenabdeckungen haben, sondern nur Tampon-bedruckte Andeutungen von Vorder- und Rücklicht! . Hmm, habe viel im WWW gesucht und ein AMOLSLOT-Einbauset (Dauerlicht) gefunden. Genial, gekauft und dann begann das Problem. Ich musste löten, eine Miniplatine und so viele Bauteile - und zwei linke Hände und keine wirkliche Ahnung von Elektronik! Diese Miniplatine stellt einen vor grössere Probleme als erwartet und Lötbrücken werden nicht verziehen. Also hatte ich erstmal viele ???????????? .

Dieses Set lag sehr lange in der Schublade. Bestandteile des Sets wie Kabel, Dioden, Leds (3mm), Widerstände, Spannungsregler (Bauart TO92) und GoldCaps, auf so kleinem Raum, also musste ich erst mal verstehen, was Sache ist! Also mal die Suchmaschine angeworfen und bald fündig geworden. Es gibt Widerstandsrechner, Einbauhilfen mit und ohne Platine in SlotCar-Foren ... und die gefundene Einbauhilfe ohne Platine in einem Carrera GO-Forum war überaus hilfreich, musste ich doch diese Miniplatine nicht löten müssen! Und es ergab sich ein Freiraum, die Teile nach eigener Planung und dem jeweils zur Verfügung stehendem Raum in den einzelnen Autos einzubauen!

Nach vielen Zooms auf die Abbildungen dieses Einbaus ohne Platine und dem Verstehen des Schaltplans wurde es dann doch viel einfacher. Verstehen muss man die Grundprinzipien dieser Schaltung. Ein GoldCap wird während der Fahrt aufgeladen und gibt Spannung an die LEDs ab, sodass die auch nach dem Stopp des Autos weiterleuchten - Thema Dauerbeleuchtung. In den GO! Autos sind Transistoren eingelötet, in der Verbindung von Motor und Schleifer, die dabei helfen, dass keine Störimpulse an Radio und Fernsehen abgegeben werden, Eigentlich braucht man die nicht wirklich, habe die aber im Auto gelassen und nicht angerührt. Je nach Autotyp - nicht die F1 Autos - ist der Einbau eigentlich recht einfach umzusetzen, wenn es auch einiger Puzzelei bedarf, die einzelnen Bauteile einzupassen und miteinander zu verlöten.

Als aller Erstes sollte man sich überlegen, wo die vorderen LEDs eingebaut werden sollen. Bei einigen Autos bietet es sich an, die Lampen als Nebellichter in die Frontschürze einzubauen, bei anderen Autos kann man die Lampen auch in die aufgedruckten Lampenabdeckungen einsetzen. Die Rücklichter kann man meist mittig in die aufgedruckten Rücklichter einsetzen. Aber das bleibt jedem selber überlassen.

Vor dem Bohren der Löcher für die LEDs sollte man mit einer Lötspitze oder einer heissen Nadel ein kleines Loch für die Aufnahme des Bohrers einschmelzen. Dann mit einem 1mm oder 1,5mm Bohrer ein Loch bohren, möglichst genau in der Ebene, wie die Lichter später leuchten sollen. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, um das Loch zu erweitern. Entweder verschiedene Bohrer, einen Fräser oder auch eine Rundfeile. Nach vielen Einbauten erschien mir die Rundfeile am Besten geeignet! Schnell ist das Loch zu gross und mit der Feile tastet man sich langsam ran. Zum Bohrern benutzte ich ein Proxxon Set mit regelbarer Drehzahl von 0 - 30.000. Die ersten Versuche machte ich noch mit einer regelbaren Bohrmaschine und Bohrständer, aber das ist echt zu grobmotorisch und zu grosse Löcher musste ich aufwändig füllen! Aber aus Fehlern wird man klüger und sie helfen einem auch, auf neue Ideen zu kommen

Jetzt mal zum Einbau in Kürze ...

... Die LED hat zwei Pins, der längere ist PLUS, der andere MINUS. Von den beiden LEDs vorne und hinten PLUS/PLUS aneinander löten und dann den Widerstand anlöten, an das andere Ende des Widerstandes ein Kabel löten für den Kontakt am PLUS-Pol des GoldCap. Die MINUS-Pole der LEDs verbinden und mit einem Kabel am linken Schleifer (MINUS) verbinden, oder am MINUS-Pol des Motors. Unbedingt darauf achten, das sich die Kontakte nicht berühren, eventuell Schrumpfschlauch verwenden.

Nun den MINUS-Pol des GoldCap (ist meist markiert) mit dem linken Schleifer (MINUS) verbinden oder mit dem Motor (vorne am Motor).

Jetzt zum Spannungswandler (Bauform TO92), das Teil mit den drei Pins. Lege es mit der flachen Seite nach unten vor dich, die Pins zeigen auf dich. An den linken Pin (IN) eine Sperrdiode (schwarz mit einem silbrigen Ring) löten, der Ring zeigt zum Spannungswandler und das andere Ende der Sperrdiode mit dem rechten Schleifer verbinden (PLUS-Pol). Der mittlere Pin (GND) wird mit dem linken Schleifer (MINUS-Pol) verbunden. An den rechten Pin (OUT) wieder eine Sperrdiode löten, der Ring zeigt weg vom TO92 und wird mit dem PLUS-Pol des GoldCap verbunden.

Noch was, aber so habe ich es gemacht - muss nicht richtig sein oder klappt auch anders - den GoldCap hab' ich - wenn man das Auto von oben betrachtest und die Vorderseite zu dir zeigt - rechts vor dem Motor mit etwas Heisskleber fixiert. Der Spannungswandler ist links vom Motor an den Kontakten eingeklebt worden. Achtet bitte auf die Lötverbindungen und das die nicht mit anderen Verbindungen in Kontakt kommen. Isolieren, vielleicht mit Schrumpfschlauch, ist wichtig. Hatte auch schon das Problem, dass sich Kontakte berührt haben und RIEN-NE-VA-PLUS! Nichts leuchtete!

Ich hoffe, mit diesem Ratgeber brennen einige mehr LEDs auf den GO!-Bahnen in diesem unserem Lande. Viel Erfolg!

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