Canon EOS 30D

Aufrufe 245 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Hallo zusammen,

nun ist sie endlich da, die Neue von Canon. Endlich auch in Deutschland lieferbar und gerade ausgeliefert. Mit ein Grund warum ich gewartet habe diesen Bericht zu schreiben, da die meisten unter uns nicht ihre Geräte im Ausland kaufen.

Der erste positive Eindruck dieser Kamera wird einem bereits beim auspacken vermittelt: ein stabiles und sauber verarbeitetes Gehäuse liegt in den Händen, welches einem bestätigt, dass das Geld gut angelegt wurde.

Der umfangreiche Lieferungsumfang ist bei Canon Standard, neu dazu gekommen ist eine DVD wo die gesamten Objektive aufgeführt sind. Eine gut gemachte und interessante DVD.

Ebenso positiv empfinde ich den neuen Warnhinweis zwecks Sensorreinigung: endlich warnt ein Hersteller gut davor, und gibt passende Tipps für Selbstreiniger. Damit hört ein Gerücht im Internet endlich zum alten Eisen.

Die Lithium Batterie, welche für das Datum und Uhrzeit benötigt wird ist bereits werkseitig eingebaut worden (kleiner Schacht neben dem Betriebsakku). Nachdem man den beiliegenden Akku geladen hat und eine CF Karte eingesetzt hat, das Fach mit einem satten Plopp schließt und die Kamera das erste mal auf Power ON stellt, wird man gefragt per rückseitigem Monitor ob man nun das Datum und die Uhrzeit entsprechend einstellen möchte. Schon hier wird einem der große Monitor positiv auffallen, eine der wichtigsten Neuerungen. Es ist der gleiche Monitor wie an der 5d oder der 1D MK II N.

Das Menue der 30D ist sehr übersichtlich gestaltet und wer bereits mit einer Canon fotografiert kann hier bereits seine Einstellungen vornehmen wie gehabt. Selbst für Neueinsteiger gibt das Menue keinerlei Rätsel auf.
Die neu hinzugekommene Funktion der "Picture Style" in Verbindung mit der deutlich vergrößerten und verfeinerten Einstellungen in Sachen: Helligkeit, Kontrast, Farbe, Schärfe lassen fast mehr als 40.000 Möglichkeiten einen selbst erfahren. Die vorgegebenen Möglichkeiten lassen sich um weitere 3 fest abzuspeichernde Möglichkeiten erweitern. So ist zum Beispiel der Modus Landschaft dem Film des Velvia 50 nach empfunden, Porträtmodus zeichnet die Haut warm und weicher aus, Neutral ist halt neutral und etliche weitere Möglichkeiten. Wer das selbst nicht einstellen möchte, findet auf den Internetseiten des Herstellers weitere Voreinstellungen zum herrunter laden und überspielen auf seine Kamera. Hier lohnt auch der Blick auf die Seiten des Schwestermodells 5D!

Die 30D darf man nicht mit der älteren 20D vergleichen sondern muss hier einen Vergleich anstellen zur 5D oder gar der 1D MK II N: dann wenn man die Bilder vergleicht. Die 30D hat eine überzeugende Vorstellung hingelegt in Sachen Bilddarstellung.

Man darf hier zurecht von einem wirklich neuen Modell reden und nicht von einem Nachfolger. Das verbaute AF Modul ist absolut treffsicher und es macht Spaß damit Objekte zu verfolgen. Etwas zu klein geraten sind die AF Felder und deren Anordnung hätte ruhig anders verteilt liegen dürfen. Die gewählte Form der Raute der 9 AF Felder sind nicht die beste Lösung, ein herkömmliches Rechteck wäre positiver gewesen. Hier hat man einfach die Anordnung der 20D übernommen.

Die verschiedenen Meßmethoden der Kamera läßt keine Wünsche offen. Die Mehrfeldmessung, Selektivmessung Spotmessung und mittenbetonte Integralmessung. Die Spotmessung haben viele User der 20D vermisst, hier ist diese eingebaut. Eine perfekte Meßmethode wenn man sich etwas mit der Fotografie auskennt.

Der große und helle 2.5" Zoll Monitor ist endlich als solcher zu bezeichnen. Die Kamera zeichnet in der Vorschau der Bilder allerdings nicht intern scharf, dennoch lassen sich Bilder gut beurteilen. Der Hinweis der Info mit seinem RGB Hinweisen und den Einblendungen der AF Felder lassen zudem keine Wünsche offen.

Neu hin zu gekommen ist auch die sichtbare ISO Einstellung im Sucher, ebenfalls in Anlehnung an die 5D und größeren Kameras.

Die 5 Bilder in der Sekunde lassen sich mit guten USM Objektiven erreichen, die 30 Bilder in Folge sind mehr als ausreichend in max. JPG Qualität; auch damit stellt diese Kamera einen Vergleich mit weitaus größeren Modellen auf.

Das satte Auslösegeräusch ist aufgrund der Dämmung nun angenehmer im Vergleich zu der 20D.

In der Praxis erweist die 30D als eine leichte und dennoch satt in der Hand liegende Kamera. Das auch aufgrund ihrer etwas gewachsenen Maße gegenüber der 20D. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf, einzig der Beleuchtungsschalter für das an der Oberseite sitzende LCD Display ist unhandlich erreichbar. Doch ist das eine Funktion welche nicht allzu häufig Nutzuzng finden werdet.

Die absolute Zuverlässigkeit, canon sagt zu dem Verschluß das er auf 100.000 Auslösungen ausgelegt ist, zeigt hier bereits Canon typischen Profieinstellung. Das gab es vor zehn Jahren erst bei der 1er Serie!!!

Man tut gut daran eine schnelle CF Karte einzulegen, 1GB sollte als Standard angesehen werden, passen doch im RAW Modus dann ca. 125 Bilder auf die Karte. Eine schnelle 2 GB Karte ist empfehlenswert, diese liegen gerade einmal bei ca. 80 EUR derzeit.

Die nachbearbeitung macht Canon einem ebenfalls sehr einfach. Die beiliegende Software sollte man seinen Bedürfnissen entsprechend installieren. Ratsam ist das neue DPP und die Utility Software. Mit der DPP lassen sich die RAW Daten der Bilder in Perfektion umsetzen, (das schafft kein Photoshop in dieser Qualität), auch das drucken aus DPP heraus ist einfach Klasse.

Mit der Utility läßt sich die Kamera Fernsteuern vom Rechner, USB 2.0 Verbindung angeschlossen vorausgesetzt. Hier lassen sich nun auch entsprechend Userspezifische Vorgaben einbauen, z.B. läßt sich hier der Name des Besitzer direkt eingeben.

Drucken: viele Möglichkeiten bietet diese Kamera: Direkt Print, Pictbridge, BubbleJet direkt, oder auch DPOF. De passenden Drucker vorausgesetzt arbeitet das System mit allen genannten Möglichkeiten einwandfrei zusammen, mehr geht einfach nicht.

Wie kommen nun die Bilddaten auf ihren Rechner? Auch das widerum einfach: nach der Installation der Software haben sie die Möglichkeit die Kamera über das beiliegende USB Kabel an den Rechner anzuschließen und starten entsprechend die Übertragung, die Kamera hat der rückseitigen Kameraseite dafür einen eigenen Druckschalter, blau beleuchtet bei Aktivierung. Das funktioniert rasend schnell dank USB 2.0.

Oder aber man liest die Daten per Kartenleser in seinen Rechner ein. Welche Methode man bevorzugt bleibt einem selbst überlassen; die USB Übertragung ist an modernen Rechner die schnellste Möglichkeit.

Über entsprechendes Zubehör läßt sich das ganze auch per WLAN übertragen. Im Menü der Kamera wählt man dann die WIFI Übertagung aus.

Alles in allem eine sehr positive Kamera. Der derzeit aktuelle Preis von 1299,--EUR ist für dieses Modell ein wirkliches Schnäppchen. Klasse gemacht Canon!

Auf die technsichen Daten verzichte ich hier, da diese nach zu lesen sind auf den Internetseiten des Herstellers. Und ein wiederholtes wiederholen macht keinen Sinn.

Preis - Leistung ist bei dieser Kamera absolut vorhanden.

Viele Grüße, RFH 2003
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden