Canon EF-S 17-85 4-5.6 IS USM

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Testbericht mit einem neuen Obejktiv an einer 30D.

Das Canon EF-S 17-85mm f4-5,6 IS USM ist ein echtes Allround-Objektiv, das speziell für die Modelle 20D, 30D, 350D und 400D entwickelt wurde.
In der kompakten Ausführung ist es ideal als universelles Reiseobjektiv.

Bei 17mm (28mm KB) sind beeindurckende WW-Aufnahmen, beim leichten Tele von 85mm (135mm KB) sind gute Portraiteinstellungen möglich.

In der kürzesten Macroeinstellung kann bis auf ca. 30cm an das Motiv eingestellt werden und liefert bei 85mm Brennweiteneinstellung akzeptable Abbildungen. Allerdings sollte in diesem Macrobereich möglichst auf 22 heruntergeblendet werden, in diesem Grenzbereich beträgt die Schärfentiefe nur noch ca. 4mm. Die kleinste Blende 32 ist bauartbedingt erst ab Brennweite 50mm einstellbar.

Bei diesen kleinen Blenden sollte trotz IS mit einem Stativ gearbeitet werden um Verwacklungsunschärfen zu vermeiden oder man sorgt für reichlich Auslichtung.
Der IS bringt ca. 2 Blendenstufen, zieht aber dafür mehr Batteriestrom und sollte deshlab nur dann eingeschaltet werden, wenn er wirklich gebraucht wird.

Bei der praktischen Arbeit mit dem Objektiv ist mir noch folgendes aufgefallen:

Wie bei vielen Zooms zeigt sich auch hier im oberen und unteren Brennweitenbereich eine stärkere, tonnenförmige Verzeichnung. Diese nimmt zum Bildrand hin immer mehr zu. Gerade bei z. B. Architektur- oder Stadtaufnahmen kann sich das bei horizontalen und vertikalen Linien unangenehm auswirken. Wenn es die Aufnahmesituation zulässt, sollte dann möglichst auf den Mittenwert von 50mm eingestellt werden.

Bei sehr hellen Lichtverhältnissen (Mittagssonne, Berge, an der See) hat der AF so seine Schwierigkeiten. Hier sollte sicherheitshalber ab und zu die Einstellung des vom AF ermittelten Wertes in der Entfernungsskala kontrolliert und ggf. mit MF nachfokossiert werden.

Bei blauem Himmel, insb. bei Verwendung eines Polfilters, sollte um 1-2 Blendenstufen großzügiger abgeblendet werden, um eine Vignettierung in den Bildecken vorzubeugen.

Fazit:
Wer auf das teuere 17-55 f2,8 IS USM zurückgreifen und auf etwas weinger Telebereich verzichten kann, ist evtl. besser bedient. Die konstante größere Lichtstärke spricht für sich und die Tonnenverzeichnung ist viel geringer und kaum mehr bemerkbar.
Wer allerdings ein paar hundert Euro sparen will und einige Kompromisse eingehen kann, ist mit dem 17-85er bestens bedient !

Bitte beachten Sie, dass die Namen Canon, 20D, 30D, 350D und 400D geschütze Markennanmen und Warenzeichen sind.
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