Call of Duty oder Battlefield? Die populärsten Ego-Shooter im Vergleich

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Call of Duty oder Battlefield? Die populärsten Ego-Shooter im Vergleich

Das Erfolgskonzept der beiden beliebtesten Egoshooter der Spielegeschichte ist auf den ersten Blick sehr ähnlich: Sie kämpfen in - teils historischen, teils fiktiven Schlachten - um die Vorherrschaft in der Welt. Sie schlüpfen in die Rolle eines einfachen Fußsoldaten, der durch sein kluges Handeln alleine oder gemeinsam mit seinem Team zur Entscheidung der Schlacht beiträgt. Doch für den Kenner gibt es viele kleine Unterschiede, die ihn zum glühenden Fan einer der beiden Serien macht. Unbestritten ist jedoch: Sowohl "Battlefield" als auch "Call of Duty" gehören zu den besten Egoshootern, die die Videospielewelt gesehen hat. Im Vergleich zu anderen Egoshootern stechen sie weniger durch plumpe Gewalt oder literweise Blut hervor, sondern durch fesselndes Gameplay im Singleplayermodus und alles entscheidendes Teamwork im Multiplayermodus. Allein die Anzahl der verschiedenen Spiele der Reihen veranschaulicht ihren anhaltenden Erfolg: "Die Battlefield"-Reihe ebenso wie die "Call of Duty"-Serie bestehen jeweils aus unzähligen voneinander unabhängigen Spielen, vielen Erweiterungen und zahlreichen von Fans geschaffenen Mods, wobei jedoch bei beiden Spieleserien nicht alle Spiele auf jeder Konsole spielbar sind. 

Doch welche der beiden Reihen ist nun der Sieger in der seit den frühen 2000ern andauernden erbitterten Schlacht um die Vorherrschaft im Egoshootersektor? Im Folgenden werden beide Spielereihen kurz vorgestellt und miteinander verglichen, beginnend mit deren Anfängen in den 2000er-Jahren über viele erfolgreiche Schlachten in verschiedensten Versionen bis hin zu den aktuellen Versionen der Gegenwart, wobei immer wiederkehrende Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Egoshooter-Reihen sichtbar werden.

Die Battlefield-Reihe - Schlachten, Schlachten, Schlachten

"Battlefield" (deutsch: Schlachtfeld) begeistert seine Fans nun schon seit vielen Jahren: Im Jahr 2002 erschien mit "Battlefield 1942" das Urspiel dieser Serie. Mitten im 2. Weltkrieg müssen Sie sich als Soldat auf die Seite der Alliierten oder der Achsenmächte schlagen und die Gegenseite mit allen Mitteln bekämpfen, sei es mit Ihrem umfangreichen Waffenarsenal, Panzern, Flugzeugen oder stationären Maschinengewehren. Seitdem sind viele Nachfolger dieses Urgesteins erschienen - mit unzähligen Schauplätzen wie dem Nahostkonflikt, dem Vietnamkrieg und sogar Schlachten in der Zukunft, wobei aber im Wesentlichen immer dem bewährten Konzept "Spieler als einfacher Soldat" treu geblieben wurde.

"Call of Duty" - die Pflicht ruft

Nur ein Jahr nach dem Erscheinen von "Battlefield 1942" erschien mit "Call of Duty 1" (deutsch: Ruf der Pflicht) im Jahr 2003 das erste Spiel dieser großen Egoshooterreihe. Die Handlung findet ebenfalls im 2. Weltkrieg statt, wo Sie aufseiten der Alliierten gegen die Achsenmächte kämpfen (wobei im Mehrspielermodus auch als Deutscher gespielt werden kann). "CoD" - wie es von Kennern abgekürzt wird - punktet vor allem mit einem innovativen Mehrspielermodus, durch den es jahrelang zu den Fixpunkten vieler Egoshooterfans zählte. Im Gegensatz zu "Battlefield" blieb "CoD" in vielen Spielen der Szenerie des 2. Weltkriegs treu, wagte sich später aber unter anderem auch mit der Serie "Call of Duty: Modern Warfare" erfolgreich in andere Gefilde vor.

Battlefield 1942 gegen Call of Duty 1 - zwei Klassiker im Vergleich

Will man die beiden bekanntesten Egoshooter-Reihen der Spielegeschichte miteinander vergleichen, so lohnt sich ein Vergleich der beiden Urgesteine: "Battlefield 1942" und "Call of Duty". Sie sind im Abstand von nur einem Jahr erschienen und haben mit den Kriegswirren des 2. Weltkriegs denselben historischen Hintergrund.

Beide Spiele verfügen zwar über einen Einzelspielermodus, der besonders bei "Battlefield 1942" aufgrund guter KI durchaus Herausforderungen für Sie bereithält. Das wirklich Interessante bei diesen beiden Klassikern ist jedoch der Mehrspielermodus, bei dem "Call of Duty" viele verschiedene Spielmodi bietet, während dafür bei "Battlefield" bis zu 64 Spieler gleichzeitig an einer Partie teilnehmen können. Generell hält "Battlefield" insgesamt mehr verschiedene Waffentypen, Fahrzeuge und Flugzeuge für Sie parat, während "Call of Duty" durch eine bessere Grafik und wesentlich realistischere Sounds punktet.

Für "Battlefield" spricht auch eine starke Community, denn es gibt neben den beiden offiziellen Erweiterungen "The Road to Rome" und "Secret Weapons of WWII" auch unzählige von Fans gestaltete Mods, die lang anhaltenden und abwechslungsreichen Spielespaß garantieren. Bei "Call of Duty" ist mit "United Operations" ebenfalls eine offizielle Erweiterung erschienen, im Internet sind darüber hinaus auch noch einige Mods erhältlich.

Die Schlacht geht weiter - Battlefield und Call of Duty in den frühen 2000er-Jahren

Bereits im Jahr 2004 wurde mit "Battlefield Vietnam" das zweite Spiel der "Battlefield"-Reihe veröffentlicht, das zeitlich im Vietnamkrieg angesiedelt ist. Bekannte Songs aus den 1960ern und 1970ern, authentische Waffengattungen und originale Propagandadurchsagen sorgen für eine passende Atmosphäre, wobei das Gameplay im Vergleich zum Vorgänger nur unwesentlich verändert wurde.

Im darauf folgenden Jahr wurde mit "Battlefield 2" bereits die dritte (und nicht - wie der Titel glauben lässt - zweite) Version des Spiels veröffentlicht, die Handlung spielt im Nahen Osten der Gegenwart. Hier stoßen Sie im Vergleich zu den Vorgängerspielen auf ein stark verändertes Gameplay im Multiplayermodus: Taktik steht im Vordergrund, die kämpferische Einzelleistung ist zwar nach wie vor wichtig, die Arbeit in den Teams - im Spiel "Squads" genannt - ist nun entscheidend, wenn Sie gewinnen wollen. Neben einer Erweiterung wurde im Jahr 2006 dann "Battlefield 2142" entwickelt, das auf der Engine von "Battlefield 2" basiert, das Kriegsgeschehen jedoch in die Zukunft verlegt: Nun kämpfen Sie mit der Europäischen Union nach einer Eiszeit gegen die Pan-Asiatische Koalition.

Während bei der Konkurrenz mit dem Vietnamkrieg und dem Nahostkonflikt der Schauplatz gewechselt wurde, bleibt "Call of Duty 2" (Erscheinungsjahr 2005) im 2. Weltkrieg und konzentriert sich auf die späteren Kriegsjahre. Während der Einzelspielermodus sehr stark erweitert wurde, blieb man beim Mehrspielermodus dem bewährten Konzept im Wesentlichen treu. Neben der PC- und Xbox 360-Version wurde mit "Call of Duty 2: Big Red One" nahezu zeitgleich ein weiteres Spiel der Serie für Gamecube, Xbox und Playstation 2 veröffentlicht.

Im Jahr darauf erschien mit "Call of Duty 3" der dritte Teil der erfolgreichen Reihe. Während Sie sich im auf dem bewährten Schauplatz des 2. Weltkriegs wiederfinden (dieser Teil spielt im besetzten Frankreich), wurden von den Entwicklern einige Änderungen vorgenommen, die das Spiel der "Battlefield"-Reihe ähnlicher machte: Erstmals in der "CoD"-Reihe können Sie nun auch Fahrzeuge wie Motorräder, Geländewagen und Panzer beider Seiten steuern.

Call of Duty: Modern Warfare - die Reihe in der Reihe

Ende 2007 rückte man mit "Call of Duty: Modern Warfare" erstmals vom 2.-Weltkriegs-Thema ab und verlagerte - wie der Titel schon andeutet - die Handlung in die Gegenwart und den Nahostkonflikt. Neben der veränderten Handlung finden Sie in den Missionen im Einzelspielermodus wesentlich komplexere und vielfältigere Szenarien vor als bei den Vorgängerversionen.

Im Jahr 2008 folgte mit "Call of Duty: Modern Warfare 2" der zweite Teil der "Modern Warfare"-Reihe, wobei dazwischen noch das nicht zu dieser Reihe gehörende "Call of Duty: World at War" veröffentlicht wurde, das auf der Engine von "CoD Modern Warfare 1" basiert, jedoch mit einer veränderten Handlung und wesentlich intelligenteren Computergegnern aufwartet. Der dritte Teil der Reihe wurde im Jahr 2011 veröffentlicht, "Call of Duty: Modern Warfare 3" knöpft inhaltlich an die Vorgängerteile an, wodurch sich anbietet, die drei Kampagnen der Spiele hintereinander durchzuspielen.

Battlefield: Bad Company, 1943 und Battlefield 3 - vielfältiger Spielspaß ist für Zerstörungswütige garantiert

Während die Konkurrenz fleißig veröffentlichte, blieb man auch bei "Electronic Arts" nicht untätig und entwickelte im 2008 den ersten Teil der eigenen Miniserie: "Battlefield: Bad Company" für PS 3 und Xbox360 unterscheidet sich stark von den Vorgängerversionen, durch eine neue Engine haben Sie die Möglichkeit, bis zu 90 Prozent der Umgebung zu zerstören. Sollte Ihnen das noch zu wenig sein, sind Ihrer Zerstörungswut bei "Battlefield: Bad Company 2", dem zweiten Teil der Minireihe, kaum Grenzen gesetzt, beinahe 100 Prozent der Umgebung können zerstört werden.

Ende 2011 wurde ein weiteres Spiel der "Battlefield"-Reihe veröffentlicht, wobei "Battlefield 3" sowohl im Einzelspieler- als auch im Mehrspielermodus vielerlei Möglichkeiten und Varianten für Sie bereithält. Die Kampagne spielt in der nahen Zukunft, wobei sich die USA und Russland in einem Krieg befinden und Sie die Wahl haben, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden. "Battlefield 3" ist offiziell der direkte Nachfolger von "Battlefield 2" und basiert im Gegensatz zu den Vorgängerspielen auf einer komplett neuen Grafikengine namens "Frostbite 2", die Sie die Konflikte der Zukunft hautnah miterleben lassen. Die Premiumversion von "Battlefield 3" beinhaltet auch alle Erweiterungen und umfangreiches Bonusmaterial für Fans.

Call of Duty: Black Ops - geheime Missionen im Verborgenen

Die zweite Reihe innerhalb von "Call of Duty" widmet sich weniger den großen Schlachten von Vergangenheit und Gegenwart, sondern den kleinen, alles entscheidenden Missionen der Spezialeinheiten. "Call of Duty: Black Ops" lässt Sie in Zeiten des Kalten Krieges in die Rolle eines amerikanischen Agenten schlüpfen, der zwischen die Fronten gerät. Der 2012 erschienene Nachfolger "Call of Duty: Black Ops 2" knüpft von der Handlung her an den Vorgänger an, spielt zeitlich aber in den 1980er-Jahren und im Jahr 2025. Beim sogenannten "Strike-Force-Modus" haben Sie die Möglichkeit, durch die von Ihnen getroffenen Entscheidungen den weiteren Verlauf der Handlung direkt zu beeinflussen.

Call of Duty und Battlefield - ein Kampf für die Ewigkeit

Selbst nach beinahe zehn Jahren erbittertem Kampf um die Nummer 1 in der Egoshooterbranche kann weder "Call of Duty" noch "Battlefield" die Schlacht eindeutig für sich entscheiden, genauso wie es einem Spieler eines der beiden Spieler oft genauso geht: Selbst bei aller Anstrengung kann man das Schlachtenglück nicht immer zu seinen Gunsten wenden. Übrig bleibt, dass der Konkurrenzkampf für beide Egoshooter sehr befruchtend war und ist, weder insgesamt noch bei den einzelnen Gebieten wie Grafik, KI und Einzel- und Multiplayermodus gibt es einen eindeutigen Gewinner. Beide Spiele haben ihre Vorteile und unabhängig davon, welches Sie dann schlussendlich auswählen, lohnt es sich, beide Reihen zu probieren.

Einige Klassiker wie "Battlefield 1942" und "Call of Duty 2" können Ihnen trotz antiquierter Grafik noch viel Spielspaß alleine oder bei einer nostalgischen LAN-Party bieten, während die neueren wie "Battlefield: Bad Company" und "Battlefield 3" auf der einen Seite und "Call of Duty: Black Ops 2" sowie "Call of Duty: Modern Warfare 3" auf der anderen Seite mit moderner Grafik mit interessantem und innovativem Gameplay bestechen.

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