CPUs und Prozessoren – wie Sie das Herz Ihres PCs schneller schlagen lassen.

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CPUs und Prozessoren – wie Sie das Herz Ihres PCs schneller schlagen lassen.

Wie schnell ein Computer arbeitet, hängt unter anderem davon ab, welcher Prozessor für die Rechenleistung des Systems und die Verwaltung der einzelnen Komponenten zuständig ist. Fest steht, je schneller ein PC ist, umso mehr Spaß macht die Arbeit.

Wenn Sie Ihrem Computer mehr Schnelligkeit verleihen möchten, sollten Sie bei der Auswahl des neuen Prozessors sehr sorgfältig vorgehen. Der Austausch ist selbst für Laien kein großes Problem, aber es gibt ein paar Hindernisse, die es sicher zu umgehen gilt.

Die Vielzahl der Angebote ist groß, und Prozessor ist nicht gleich Prozessor. Finden Sie also heraus, was die Stärken oder Schwächen der unterschiedlichen CPUs sind, damit Sie Ihren Rechner optimal ausstatten können.

Eine enorm dimensionierte Rechenleistung ist für den normalen Alltagsgebrauch nicht notwendig. Wenn Sie jedoch häufig komplexe Aufgaben erledigen wollen, wie zum Beispiel das Schneiden von Videos oder eine komplette Bildbearbeitung, sollten Sie sich um möglichst leistungsstarke Prozessoren bemühen.

Zwei Anbieter beherrschen den Markt

Intel und AMD sind die bekanntesten Hersteller von Prozessoren, und im Grunde gibt es auch kaum nennenswerte Unterschiede zwischen den Produkten dieser beiden Hersteller. Sowohl Intel und AMD bieten Prozessoren für die unterschiedlichsten Zwecke an. Bei der Arbeit oder beim Spielen am PC sind technischen Abweichungen kaum voneinander zu unterscheiden.

Hinsichtlich der Rechengeschwindigkeit galt AMD früher als besser. Das hat Intel jedoch mit den neuen Prozessoren inzwischen ausgeglichen, und auch preislich sind kaum große Unterschiede erkennbar.

Den richtigen Prozessor finden

Die wichtigsten Kriterien, die bei der Auswahl des neuen Prozessors den Ausschlag geben sollen, sind also nicht mehr der Hersteller, sondern zum Beispiel:

  • Stromverbrauch,
  • Geräuschentwicklung,
  • Steckplatz auf dem Mainboard.

Stromverbrauch und Geräuschentwicklung

Der Energieverbrauch eines Prozessors hat übrigens nicht nur etwas mit den laufenden Kosten, sondern auch mit der Geräuschentwicklung zu tun. Ein Prozessor, der viel Energie verbraucht, hat eine höhere Betriebstemperatur und muss stärker gekühlt werden.

In diesem Fall muss ein einzelner Lüfter durch erhöhte Umdrehungsgeschwindigkeiten für eine entsprechende Durchlüftung im Gehäuse sorgen. Das erzeugt unter Umständen laute Geräusche. Alternativ können mehrere kleine Lüfter eingesetzt werden, wenn im PC-Gehäuse genügend Platz vorhanden ist. Da sich diese Lüfter dann die Aufgabe der Prozessorkühlung teilen, können sie mit weniger Umdrehungen, also leiser arbeiten.

Hinweis: Besonders bei Notebooks hat der Stromverbrauch des Prozessors entscheidende Auswirkungen. Je mehr Energie er benötigt, umso schneller ist der Akku leer.

Steckplatz auf dem Mainboard

Ganz entscheidend beim Prozessorkauf ist die Frage, welcher Sockel auf dem Mainboard vorhanden ist. Intel und AMD verwenden unterschiedliche Steckplätze, auf denen der CPU auf dem Mainboard befestigt wird. Außerdem verwenden die Hersteller verschiedene Chipsätze zur Steuerung und Verwaltung aller Vorgänge, die mit dem Computer ausgeführt werden.

Kauftipp: Informieren Sie sich anhand des Handbuches für Ihr Mainboard darüber, für welchen Prozessor der Sockel gedacht ist. Diese Informationen können Sie sich auch auf der Webseite des Mainboardherstellers verschaffen.

Achtung: Manchmal sind die Modellnummern der Prozessoren nicht eindeutig. Es kann also sein, dass sich hinter ein und derselben Bezeichnung unterschiedliche Techniken verbergen, die dann auch einen besonderen Steckplatz benötigen. Ein Blick in die Technischen Datenblätter, die Sie ebenfalls auf der Herstellerwebseite finden, kann hier Klarheit bringen.

Die Komponenten müssen zueinander passen

Der Rechentakt des Prozessors gibt an, wie viele einzelne Rechenschritte pro Sekunde ausgeführt werden können. Das ist ein Hinweis auf die Schnelligkeit des CPU, sagt aber nicht alles aus. Denn die anderen Computerkomponenten müssen in der Lage sein, einen schnell getakteten CPU auch zu unterstützen.

Verfügt das Motherboard zum Beispiel nur über einen schwachen Chipsatz, wird selbst der schnellste Prozessor die Geschwindigkeit des Rechners kaum erhöhen. Auch wenn die Grafikkarte mit der gewünschten Leistung überfordert ist, bremst sie den neuen Prozessor aus. Grundsätzlich orientieren sich die einzelnen Komponenten immer am schwächsten Glied der Kette.

Tipp: Bevor Sie den Prozessor tauschen, vergewissern Sie sich, dass Motherboard und Grafikkarte mit der neuen Geschwindigkeit korrespondieren. Ist das nicht der Fall, sollten diese Komponenten am besten auch gleich getauscht werden.

Das alles hat Einfluss auf die Geschwindigkeit des Prozessors

Zu den einflussreichsten Kriterien auf die Geschwindigkeit eines Prozessors gehören die Anzahl der Kerne und die Optimierung der Arbeitsabläufe im Rechner selbst. Nur, wenn geringe Wartezeiten entstehen und genügend freie Kapazitäten vorhanden sind, ist es möglich, die Rechenleistung eines Prozessors optimal auszunutzen.

Einen großen Beitrag zu dieser Optimierung leistet der im Prozessor integrierte Speichercontroller. Dadurch erhalten die Prozessorkerne und auch die Grafikkarte einen schnelleren Zugriff auf den Arbeitsspeicher.

Achtung: Verwenden Sie Speichermodule, deren RAM-Controller zwei oder mehr Kanäle nutzen kann. So kann zeitgleich auf mehrere Arbeitsspeichermodule zugegriffen werden. Der mögliche Datentransfer multipliziert sich dann entsprechend.

Cache

Ebenfalls von Bedeutung ist die Größe des Zwischenspeichers (Cache). Im Cache legt der Prozessor Daten ab, auf die er immer wieder zugreifen kann. Gäbe es diesen Zwischenspeicher nicht, müssten alle Daten immer wieder über den deutlich langsameren Front-Side-Bus zum Arbeitsspeicher geschickt und dort bei Bedarf wieder abgerufen werden. Das verlangsamt die Leistung des Prozessors erheblich.

Moderne Mehrkernprozessoren arbeiten mit bis zu drei verschiedenen Zwischenspeichern. Der Zugriff erfolgt nachrangig. Das bedeutet, der Prozessor fragt einen Cache nach dem anderen ab. Unterschieden werden:

  • Level-1-Cache: Dieser Zwischenspeicher ist sehr klein und dementsprechend schnell. Hier sind die ständig genutzten Befehle gespeichert, die für den Betrieb des Computers notwendig sind.
  • Level-2-Cache: Hier ist Größe gefragt, denn im Level-2-Cache werden Daten aus dem Arbeitsspeicher zwischengespeichert. Je mehr Programme gleichzeitig genutzt werden, umso mehr Speicherplatz wird in diesem Level benötigt.
  • Level-3-Cache: Hiervon profitieren besonders die modernen Mehrkernprozessoren. Dieser Cache wird zur Organisation der Zwischenspeicherbereiche für die einzelnen Prozessorkerne verwendet.

Kauftipp: Orientieren Sie sich bei der Prozessorwahl nicht ausschließlich an der Geschwindigkeit in Megahertz. Achten Sie lieber darauf, dass der Prozessor mehr Rechenkerne hat und über Optimierungstechnologien, wie zum Beispiel Turbo-Boost oder Hyper-Threading, verfügt.

Prozessoren – eine Dreiklassengesellschaft

Um einen besseren Überblick über die Leistungsfähigkeit und die Einsatzmöglichkeiten von Prozessoren zu haben, kann man sie grundsätzlich in drei verschiedene Klassen einteilen.

  • Prozessoren für Einsteiger und Websurfer (Office-Anwendungen, einfache Spiele)
  • Prozessoren der Mittelklasse (Office-Anwendungen, Video- und Musikbearbeitung, Spiele)
  • Spitzenprozessoren für professionelle Einsätze (Höchstleistungen bei Grafik, Sound und Rechenleistung)

Prozessoren für Einsteiger und Websurfer

Wenn Sie den PC nur gelegentlich benutzen, um im Internet zu surfen oder Briefe zu schreiben, genügt ein einfacher Prozessor, der mit einem Kern und einem kleinen Zwischenspeicher ausgestattet ist. Optimierungstechnologien sind hier überflüssig. Einfach Spiele, die keine hohen Anforderungen an die Rechenleistung oder die grafische Darstellen richten, sind damit ebenfalls möglich.

Kauftipp: Auch wenn ein einfacher Prozessor für Ihre Bedürfnisse ausreicht, sollten Sie darauf achten, dass er zwei Rechenkerne verwendet. Der Preis ist nicht wesentlich höher, aber in der Geschwindigkeit macht sich das schon deutlich bemerkbar.

Prozessoren der Mittelklasse

Im Bereich der Mittelklasseprozessoren bewegen sich die meisten Anwender. Damit ist eine Bildbearbeitung möglich und man kann auch Videos schneiden, wenn sie nicht allzu lange Sequenzen haben und die Auflösung nicht zu hoch ist.

Hier bieten AMD und auch Intel eine gute Auswahl von Mehrkernprozessoren. Diese CPUs verfügen über genügend Zwischenspeicher und haben meist auch einen etwas schnelleren Systembus.

Auch für PC-Spiele eignen sind die Mehrkernprozessoren gut. Allerdings gelangen sie bei hohen Bildschirmauflösungen an ihre Grenzen. Es werden nicht sämtliche Details angezeigt, und teilweise kann es zu leichten Beeinträchtigungen beim Spielfluss kommen. Wer aber nur gelegentlich solche Spiele spielt, wird mit einem Mehrkernprozessor der Mittelklasse absolut zufrieden sein.

Spitzenprozessoren für professionelle Einsätze

Ganz anders sieht das bei Prozessoren der Spitzenklasse aus. Hier kann mit problemlos mit aufwendigen 3D-Programmen gearbeitet werden. Aber selbst bei den Topmodellen muss hin und wieder mit Wartezeiten bei der Datenverarbeitung gerechnet werden, wenn die Aufgaben sehr komplex sind und ein hohes Datenvolumen beinhalten.

Wichtig bei Videoschnitt und Bildbearbeitung ist es aber auch, dass neben dem hochwertigen Prozessor eine ausgezeichnete Grafikkarte vorhanden ist. Man muss sich auch darüber klar sein, dass bei Bild- oder Videobearbeitungen der gesamte Rechner ausgelastet ist. Andere Anwendungen zeitgleich durchzuführen, wird auch mit Spitzenprozessoren unter Umständen schwierig.

Prozessoren für aufwendige PC-Spiele

Moderne PC-Spiele verlangen nach aufwendigen Computerkomponenten. Damit die Bilddarstellung so realistisch wie möglich ist, müssen Grafikkarte und Prozessor Höchstleistungen vollbringen. Hier werden Verzögerungen im Ablauf oder der Darstellung nicht toleriert, weil das die Spielfreude erheblich beeinträchtigen würde.

Kauftipp: Verwenden Sie sehr viel Sorgfalt darauf, eine leistungsfähige Grafikkarte auszusuchen und entscheiden Sie sich in jedem Fall auch für die hochwertigen Prozessoren der Spitzenklasse. Bei der Auswahl sollten Sie aber ein wenig mehr Gewicht auf die Grafikkarte legen, denn sie übernimmt den größeren Teil der Rechenleistung bei der Bilddarstellung.

So wird der Computer zum Flüster-PC

Wer seinen PC in Räumen wie dem Wohnzimmer benutzt, möchte neben einem schicken Design und einer hohen Leistung natürlich so wenig Geräusche wie möglich haben. Wenn der Computer zum Beispiel zum Abspielen von Videofilmen verwendet wird, muss ein sehr leistungsfähiger Prozessor eingebaut werden. Auch für das zeitversetzte Fernsehen ist eine hohe Prozessorleistung wichtig.

Moderne Mehrkernprozessoren sind außerdem in der Lage, hoch aufgelöste Videosignale nach HDTV-Standard zu verarbeiten. Achten Sie beim Kauf auf einen CPU, der einen möglichst geringen Energieverbrauch hat. Damit geht gleichzeitig eine Minderung der Geräusche einher, weil der Lüfter aufgrund der niedrigeren Betriebstemperatur weniger leisten muss.

Mit den Informationen aus diesem Ratgeber können Sie sich nun ausgiebig mit Prozessoren und den unterschiedlichen Formaten und Leistungsangaben beschäftigen. Denken Sie daran, dass der Einsatzzweck darüber entscheidet, welche Rechenleistung der Prozessor stabil zur Verfügung stellen muss.

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