CHAROIT-seltene Schönheit aus Sibirien

Aufrufe 9 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Vor gar nicht allzulanger Zeit erstrahlte am Edelstein-Himmel ein neuer, lilafarbener Stern: der CHAROIT.Welche Bewandnis hat es mit diesem Mineral, dessen Name hierzulande allenfalls Experten kennen?

Beginnen wir mit seinem Namen. Er verdankt ihn seiner weltweit einzigen bekannten Fundstelle, einem Gebiet in Ostsibirien, das von  den Flüssen  CHARA  und TOKKO (südlich von Oleminsk)
durchflossen wird. Das Murunsker Becken,  nahe der mongolischen Grenze.

Es ist nicht so, dass die Sibiriaken diesen interessanten Stein nicht schon früher gekannt und genutzt hätten. Im Gegenteil: seit vielen Jahrhunderten verarbeiteten sie ihn zu Schmuck und Ziergegenständen. Sie sahen im CHAROIT nicht nur einen schönen Edelstein, sondern sprachen ihm auch allerlei Schutzwirkungen zu.  Im Teekessel mitgekocht, sollte er Glück bringen und vor Seuchen, Krankheiten und anderen Übeln bewahren. Wir haben keinen Grund, diese  Bräuche um  diesen fliederfarbenen Edelstein zu belächeln.

 Immerhin ist er als komplex aufgebautes Kalium-Kalzium-Phosphat -Mineral  wasserhaltig und ebenfalls  mineralienreich. So wurde auch die Heilstein-Kunde auf ihn aufmerksam.

Danach soll er die Nerven und das  Immun-System stärken, den Stoffwechsel fördern und  in Stress-Situationen die Gelassenheit  wieder herstellen.

Er kann vielfältig gefärbt sein. Am wertvollsten sind  kraftvoll getönte  violette Steine. Die Skala reicht von graubraun bis fliederfarben und eben  leuchtend violett.

Fälschungen sind  keine bekannt. Allerdings besteht Verwechslungsgefahr mit Lepidolit und Sugilith! Vor  seiner Identifikation  1978 als eigenständiges Mineral,  galt er als farbliche Abart von Canasit und Schiefer.

War er vor einigen Jahren noch eine Rarität, die  bestenfalls im Fachhandel erhältlich war, finden wir heute und auch hier bei eBay ein  recht breites Angebot an einzelnen Steinen sowie Schmuckstücken.

Quelle: Stephan/Aschberg: Das große Heilsteine-Lexikon, Verlag WELTBILD

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden