CD-Player versus MP3-Player: Vor- und Nachteile der Systeme für Hobbyhörer und Profis

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CD-Player versus MP3-Player: Vor- und Nachteile der Systeme sind für Anfänger und Profis unterschiedlich

Der Markt für Musikdatenträger und Abspielgeräte ist hauptsächlich zwischen den Audioformaten CD und MP3 aufgeteilt. Die Abkürzung CD steht an dieser Stelle für Compact Disc und bezeichnet das Medium, auf dem die Audiodateien gespeichert sind. Das System wurde Anfang der 1980er-Jahre eingeführt und konnte sich seither etablieren. Mitte der 1990er-Jahre kam das MP3-Format hinzu und übernahm weite Teile des Musikmarktes. Der Begriff MP3 bezeichnet das Audioformat Mpeg-3. Es handelt sich hierbei folglich nicht um ein Medium, sondern um eine Form der Kodierung. Das Format ist mit den meisten Computern kompatibel und kann darüber hinaus auch auf vielen portablen Abspielgeräten wiedergegeben werden.

Die Meinungen darüber, welches der beiden Systeme besser und praktikabler ist, gehen unter den Nutzern weit auseinander. Einige Konsumenten ziehen das CD-Format den MP3-Dateien vor. Der Markt für MP3s wächst jedoch stetig, was einen Aufschluss darüber gibt, dass auch dieses System bei der Kundschaft Akzeptanz findet.

Dass die beiden Systeme nebeneinander auf dem Markt existieren können, liegt vor allem daran, dass sowohl CDs als auch MP3s unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen, die sich je nach Nutzer und Nutzungsgewohnheiten stärker beziehungsweise schwächer ausprägen. Worin die Unterschiede zwischen diesen beiden Audioformaten liegen, wird im Folgenden genauer erläutert.

Unterschiede in der Klangqualität von CD und MP3

Besonders hinsichtlich der Soundqualität unterscheiden sich die beiden Systeme deutlich. Eine CD ist dazu in der Lage, Audiodateien in unkomprimierter Qualität zu speichern und wiederzugeben. Legen Sie eine CD in Ihren Player ein, erleben Sie die Musik exakt so, wie die Produzenten es vorgesehen haben. Alle bei der Aufnahme vorgenommenen Einstellungen und Abmischungen werden im vollen Umfang über die Lautsprecher ausgestrahlt, wodurch Ihnen nichts von der Klangqualität des Musikstücks verloren geht – sofern Ihre Musikanlage den Ansprüchen genügt.

Das MP3 hingegen ist ein Dateiformat, das speziell zu dem Zweck entwickelt wurde, Audiodateien in ihrem Umfang zu verkleinern und so festplattenfreundlicher und praktischer zu gestalten. Zu diesem Zweck werden beim Komprimierungsverfahren unter anderem gewisse Frequenzbereiche herausgefiltert und aus der Datei gelöscht.

Besonders unter Genießern und äußerst technikaffinen Personen ist daher eine Debatte im Gange, die sich damit beschäftigt, ob die Komprimierung der MP3-Datei zu wenig Platz lässt, um die Audioqualität eines Erzeugnisses aus der Musikindustrie im vollen Umfang zu erfahren. Während der Konvertierung hin zum computerunterstützten Dateiformat werden alle Frequenzen des Musikstückes, die unter- und oberhalb der Grenzen zwischen 20 und 20.000 Herz liegen, aus dem Track heraus gefiltert. Studien zufolge sind niedrigere oder höhere Töne für das menschliche Ohr ohnehin nicht hörbar. Doch bemängeln gerade professionelle Nutzer einen Qualitätsverlust des Mpeg-Files, der dennoch spürbar bleibt.

Wann die CD zu empfehlen ist

Falls Sie beim Kauf eines Systems zur Wiedergabe von Audiodateien also enormen Wert auf Soundqualität in vollem Umfang legen, empfiehlt es sich daher, auf die CD zurückzugreifen. Bei dieser Variante laufen Sie keine Gefahr, wichtige Akzente der Musik, die von Musikern und Produzenten so vorgesehen wurden, einzubüßen. Es lässt sich außerdem nicht bestreiten, dass das CD-Format gerade bei hochwertigen Audiosystemen deutlich besser abschneidet als MP3. Besitzen Sie eine High-End-Anlage in Ihrem Haushalt und sind auf der Suche nach einem passenden Gerät zur Wiedergabe von Musik, ist der CD-Player in diesem Fall sicherlich die bessere Alternative.

Das MP3 – auf die Bitrate kommt es an

Auch wenn die unkomprimierte Version der Musikdateien dem Mpeg-Format insofern immer einen Schritt voraus ist, als dass sie vollkommen verlustfrei arbeitet, so kann auch das MP3 von sehr guter Klangqualität sein.

Achten Sie beim Erwerb von MP3-Dateien unbedingt auf die Bitrate der entsprechenden Angebote. Diese ist ausschlaggebend dafür, wie stark die ursprüngliche Quelle komprimiert wurde. Die höchste Bitrate beträgt 320 Kilobyte pro Sekunde (kbps). Bei dieser Rate werden Sie kaum einen Unterschied zur originalen CD bemerken. Selbst dem geschulten Ohr fällt hier kaum ein Qualitätsverlust auf. Die Faustregel für die Verkleinerungsverfahren lautet: je geringer die Bitrate, desto schwächer auch die Klangqualität.

Die Vorteile des MP3-Systems gegenüber CD-Formaten

In einer Hinsicht ist das Mpeg-Format der CD jedoch um Längen voraus: der Dateigröße. Orientieren Sie sich stets an Ihren Bedürfnissen und dem zur Verfügung stehenden Platz für die mitunter großen Dateien. Eine Compact Disc verfügt lediglich über Kapazitäten für circa 80 Minuten verlustfreier Audioaufnahmen. Diese Abspiellänge nimmt bereits den gesamten Speicherplatz auf dem Datenträger von circa 700 Megabyte in Anspruch.

Ein MP3-File hingegen ist deutlich kleiner. Auf einem Volumen von 700 MB steht Ihnen selbst bei der hochwertigsten Bitrate von 320 kbps ausreichend Platz für circa 100 Titel zur Verfügung. Diese Kompaktheit stellt auch eines der zentralen Kriterien der MP3s dar. Das Format sollte vor allem platzsparend und praktisch sein. So haben die Entwickler dieser Technologie alle Features der Original-Datei, die bei der alltäglichen Anwendung weniger wichtig sind, beseitigt und auf diesem Weg eine deutlich geringere Dateigröße erreicht.

Der passende Player für unterwegs – die Vor- und Nachteile beider Systeme

Sowohl für das CD-Format als auch für MP3-Files sind zahlreiche portable Abspielgeräte erhältlich. Welches System für Ihre Bedürfnisse besser geeignet ist, hängt vor allem mit Ihren Nutzungsgewohnheiten zusammen.

Tragbare CD-Player werden als Discman bezeichnet. Größter Vorteil ist auch bei diesen Abspielgeräten, dass Sie die Qualität der Aufnahmen verlustfrei und in vollem Umfang erfahren. Entscheiden Sie sich hingegen für einen MP3-Player, so haben Sie hauptsächlich Zugang zu komprimierten Dateien.

Discman ist größer als der MP3-Player

Allerdings birgt der Discman auch gewisse Nachteile. Da die Compact Disc rein physisch ein verhältnismäßig großes Medium darstellt, fallen auch die portablen Abspielgeräte entsprechend groß dimensioniert aus. Nutzen Sie den Player auf Spaziergängen zu Fuß, so wird die Aufbewahrung dadurch erschwert, dass das Gerät kaum in die Hosentasche passt. Die meisten MP3-Player hingegen sind von sehr kleinen Ausmaßen. Die Größenordnungen dieser Produkte reichen vom Umfang eines gängigen Smartphones bis hin zur winzigen Dimension einer Streichholzschachtel. Sie bemerken das Gerät unter Umständen gar nicht in Ihrer Tasche.

MP3-Player ist aufladbar

Des Weiteren werden die meisten MP3-Player mit einem integrierten Akku betrieben. Dieser kann mithilfe eines Ladekabels oder einer Dockingstation aufgeladen werden. Darin liegt ein weiterer Vorteil der Systeme gegenüber dem transportablen CD-Player, da Letzterer in der Regel Doppel-A Batterien zur Energieversorgung nutzt. Sie müssen die Energiequelle Ihres Discmans also häufiger wechseln, wodurch zusätzliche Kosten für den Betrieb der Geräte entstehen.

MP3-Player: kein zusätzlicher Datenträger nötig

In Bezug auf den Funktionsumfang der tragbaren Abspielgeräte sind ebenfalls einige Vorteile bei MP3-Playern zu vermerken. Die Musik übertragen Sie bei diesen Produkten mittels eines entsprechenden Verbindungskabels direkt von Ihrem PC auf den Player. Sollte Ihre Playlist Ihnen nach einer Zeit langweilig werden, löschen Sie die Titel auf dieselbe Weise wieder vom Gerät und haben nun weiteren Speicherplatz für neue Audiodateien zur Verfügung. Somit benötigen Sie keine zusätzlichen Datenträger, um die Auswahl auf Ihrem Gerät auszuwechseln. Sie bespielen den integrierten Speicher je nach Bedarf neu. Darüber hinaus verfügen die meisten MP3-Systeme über enorme Kapazitäten auf der eingebauten Festplatte, sodass sie genügend Platz für mehrere Hundert Titel bieten.

Beim Discman dient das Abspielgerät lediglich der Wiedergabe. Die Musik wird über externe Datenträger geliefert, die Sie nach Belieben auswechseln. Doch gestaltet es sich eher umständlich, bei einem Ausflug mehrere CDs inklusive Hülle mit sich zu tragen. Aus diesem Grund bietet das MP3-System Ihnen eine größere Flexibilität bezüglich der Auswahl an unterschiedlichen Musikstücken. Der Discman erweist sich in dieser Hinsicht als eher unpraktisch.

Der MP3-Player – fast universell kompatibel durch das passende Zubehör

Das Zubehör für MP3-Player ist so umfangreich, dass die Geräte beinahe mit allen Geräten aus diesem Bereich der Elektrotechnik kompatibel sind. Sollten Sie beispielsweise den Wunsch hegen, Ihren Player auch während der Fahrt im Auto zu nutzen, so bietet ein entsprechendes Kabel die Möglichkeit, das Gerät mit der Anlage Ihres Fahrzeuges zu verbinden. Die Musik von Ihrem Abspielgerät wird dabei über die Lautsprecher in Ihrem Wagen ausgegeben.

Sie finden ähnliche Anwendungen für MP3-Player auch zur Nutzung mit dem heimischen Audiosystem. Besitzen Sie jedoch eine Anlage von sehr hoher Soundqualität, so besteht bei MP3-Playern die Gefahr, dass die Potenziale Ihres Hi-Fi-Systems nicht voll ausgeschöpft werden, da die komprimierte Datei nicht auf ein derartiges Niveau ausgelegt ist. Hier liefert die CD bessere Resultate.

Abschließende Anmerkungen zu beiden Audio-Systemen

Die Vor- und Nachteile beider Formate gestalten sich abhängig von Ihren Nutzungsgewohnheiten und Ansprüchen unterschiedlich. Legen Sie besonderen Wert auf klare und satte Sounds, so ist der CD-Player für Sie die bessere Alternative, da diese Geräte besonders die klangästhetischen Bedürfnisse eines Kunden bedienen.

Sollten Sie hingegen stärker an der praktischen Anwendung und den umfangreichen Einsatzmöglichkeiten des Systems interessiert sein und der Klangqualität eine sekundäre Rolle zuschreiben, so eignet sich ein MP3-Player für Ihre Bedürfnisse besser als die Compact Disc. Sie können mit dieser Alternative große Mengen an Audiodateien übersichtlich und platzsparend archivieren und diese darüber hinaus problemlos mit sich transportieren. Achten Sie dabei auf die Bitrate der Dateien, werden Sie auch mit diesem System eine überzeugende Soundqualität erreichen.

Doch muss die Frage, welches System besser ist, nicht zwingend in entweder/oder aufgeteilt werden. Der MP3-Player kann durchaus auch eine sinnvolle Ergänzung zum CD-Player darstellen. Verfügen Sie beispielsweise über eine große Auswahl an CDs und eine hochwertige Audioanlage in Ihrem Haushalt, so bietet das MP3-System Ihnen die Möglichkeit, die Discs zum Zweck der Übersichtlichkeit zu digitalisieren und diese für den Gebrauch unterwegs aufzubereiten.

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