CCS - Carbon Dioxide Capture and Storage

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CCS - Carbon Dioxide Capture and Storage


Die Abscheidung von Kohlendioxid (CO2) ist ein entscheidendes Thema, wenn es um die Reduktion von Treibhausgasen geht. Kohlendioxid zählt umweltchemisch gesehen zu den Treibhausgasen (siehe CO2-Stoffkreislauf). Ziel von CCS-Verfahren ist primär die behälterlose Abscheidung von gasförmigem CO2 in unterirdischen Gesteinsschichten auf unbegrenzte Zeit. Theoretisch hört sich das nicht schlecht an, praktisch gesehen ist es allerdings vergleichbar mit der Endlagerung von Atommüll. CCS soll insbesondere in den Schwellenländern, die eine extensive definitiv nicht nachhaltige Nutzung fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung betreiben, eingesetzt werden. Der Bedarf ist also immens groß und der Zwang hier etwas "tun" zu müssen ebenso.

Daher läuft die Sache, wie so oft in der Vergangenheit schon geschehen, so ab, dass die reichen hochentwickelten Industrieländer über Forschungsförderungen auf nationaler und internationaler Ebene Pilotanlagen betreiben lassen, um die Effizienz, den Wirkungsgrad unter Realbedingungen, und die technische Umsetzung im Rahmen von up-scale-Prozessen evaluieren und umsetzen zu können. Hier wird also wie überall im Energie- und Umweltschutz stark mittels Steuergeldern subventioniert. Die Industrie ist nämlich in keiner Weise bereit das bei den diversen CCS-Verfahren bestehende Risiko eines Projekt-Misserfolgs alleine zu tragen. Die Aussicht solche Anlagen in Schwellenländer verkaufen zu können sind nicht unbedingt aussichtsreich und rechtfertigen bei weitem nicht die Projektrisiken auf weit über 20 Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Zudem ist für "ethisch höherwertige Ziele" von Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den Schwellenländern kein Platz.

Zur Evaluierung möglicher Lagerstätten wurden in Europa bereits Gutachten im €100.000-Bereich in Auftrag gegeben. Aus geologischer und technischer Sicht kommen von vorne herein insbesondere bereits ausgebeutete Erdöl- und Erdgaslagerstätten in Frage. Umweltbiologisch bedenklich sind Pläne zur Abscheidung von CO2 in der Tiefsee - provokativ betrachtet vergleichbar mit der Entsorgung von Atommüll im Atlantik. Insbesondere deshalb, weil die physikalischen, biologischen und chemischen Prozesse dieser Umwelt bei weitem weder ausreichend erforscht noch überhaupt verstanden oder gar bekannt sind.

Diese Art der Zerstörung von Lebensräumen bzw. geologischen Platzierung von umweltchemischen "Zeitbomben" ist weder nachhaltig, noch wird sie langfristig einen Kohlendioxidüberschuss aus umweltchemischen Stoffkreisläufen fernhalten. Vielmehr führen die beschriebnen Maßnahmen zur immer stärkeren Verschiebung von umweltchemischen und biologischen Gleichgewichtsprozessen, deren Auswirkungen und Folgen in ein paar Jahrhunderten unsere Nachkommen zu tragen haben. Nationale und Internationale Richtlinien zur geologischen Speicherung von Kohlendioxid sind unzureichend und beispielsweise wie die EU-Richtlinie von 2009/31 an falscher Stelle platziert.


Es werden jedoch folgerichtig in Europa Steuergelder im Milliardenbereich in fragwürdigen Energieprojekten verbrannt. Der fahrlässige und verschwenderische Umgang mit Rohstoffen in den Schwellenländern, insbesondere im Rahmen der Energieproduktion, wird dadurch weder beeinflußt noch mittel- oder langfristig gestoppt. Vielmehr bauen diese Länder nachwievor sorglos auf einem veralteten Stand der Technik ihre Industriekapazitäten und damit auch ihre Energieproduktion aus und üben mit Billigproduktionen einen nachhaltigen Schaden auf die globalen Märkte aus. 

Bedingt durch den hohen internationalen Wettbewerbsdruck haben sich so in den letzten Jahrzehnten nahezu alle renomierten Unternehmen der hochentwickelten Industriestaaten zur Expansion in diese Länder entschieden. Daher verkaufen Firmen von einst renomiertem Ruf unter noch angesehenen Marken in ihrem Produktsortiment "unter der Haube" Produkte der Billigproduktionen aus Schwellenländer. Firmen aus Schwellenländern überfluten zusätzlich beispielsweise den Europäischen Markt und machen die Preise kaputt. Der Teufelskreislauf wird daher im Sinne der globalen Marktwirtschaft immer weiter angeheizt.

Ein durch die Vernunft und Besonnenheit des Menschen gesteuertes Ende ist hier nicht in Sicht. Es ist zu erwarten, dass die Natur sich in Form extremer Naturkatastrophen, letztendlich eine Auswirkung verschobener Gleichgewichtsprozesse in der Natur, selbst von ihrem ungeliebten Wirt befreit. Die Menschheit treibt vom Kapitalismus getrieben unabdingbar ihrem Ende entgegen.


Ich habe diese kleine Zusammenfassung nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Diese gibt meine persönliche Meinung in Anlehnung an § 55 Abs. 2 RStV wieder.
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