CB-Funkantennen mit Magnetfuß im Praxistest

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CB-Funkantennen mit Magnetfuß im Praxistest

Wie bei jeder Funkantenne ist es auch bei der CB-Funkantenne für das Kfz-Funkgerät relevant, wo die Antenne platziert wird, um einen optimalen Funkkontakt zu gewährleisten. Den optimalen Aufstellungsort der Antenne stellt das Dach des Autos dar, da dieses eine erhöhte Position bietet und die Antenne recht frei und damit störunanfällig aufgebaut wird. Die klassische Befestigung mit einem Schraubfuß gilt zwar als sicher und gewährleistet auch hohe Reisegeschwindigkeiten, doch das Anbohren des Autodaches schreckt viele CB-Funker ab.

Eine Alternative verspricht der Magnetfuß: Auch mit diesem kann die Antenne in Dachmitte des Kfz positioniert werden, allerdings ist die Montage weit einfacher und der Wert des Autos wird erhalten, denn es ist kein Zerbohren des Himmels am Kfz notwendig.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie sich der Magnetfuß im Praxistest bewährt. Sie erfahren, wie Sie den Magnetfuß und das Kabel am besten montieren, um ein Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Außerdem lesen Sie hier, wie sich die Standhaftigkeit des Magnetfußes beim Fahren mit hoher Geschwindigkeit auswirkt.

Voraussetzung: ein Antennenkabel, das sich gut verlegen lässt

Unabhängig davon, wie Sie Ihre Antenne befestigen – zu einer sicheren Montage gehört es auch, das Antennenkabel gut zu verlegen. Es sollte im Innenraum so verlegt werden, dass es keine Stolperfalle darstellt. Ideal ist natürlich, wenn es nahezu unsichtbar unter den Dichtungen im Innenraum oder auch außen, etwa an der Tür, verschwinden kann.

Empfehlenswert ist aus diesem Grund ein RG-58-Antennenkabel. Dieses Kabel wird von CB-Funkern bevorzugt im Kfz verwendet, da es einen besonders feinen Querschnitt hat. Es ist damit weniger starr als andere Kabel und lässt sich gut verziehen und auch unter feinen Dichtungen verstecken.

Die klassische CB-Funkantenne in der Dachmitte des Kfz

Für die meisten CB-Funker ist klar, dass die einzige Lösung für eine gut funktionierende CB-Funkantenne am Auto die der Befestigung mit einem Schraubfuß ist. Klassischerweise bietet das Dach – und zwar konkret die Dachmitte – den Ort, an dem die Antenne den besten Funkkontakt erlaubt. Sie ist dort recht frei und unanfällig für Störungen angebracht. Zudem stört sie dort in der Regel recht wenig, jedenfalls beim normalen Fahren im Alltag auf der Straße. Bedenkt man die durchschnittliche Antennenhöhe von 1,5 m bis etwa 2 m und berücksichtigt man dann eine Reisegeschwindigkeit von etwa 200 km/h, wird schnell klar, welche Kraft ein solcher Schraubverschluss der Antenne aushalten muss.

Die fachgerechte Montage einer Funkantenne

Damit ein sicherer Halt gewährleistet ist, muss die Antenne natürlich fachgerecht montiert werden. Zuerst ist dafür ein entsprechendes Bohrloch in der Mitte des Autodaches notwendig. Durch dieses Loch wird der Schraubfuß geführt. Welcher der insgesamt drei Arten verschiedener Schraubfüße, die der Markt bietet, notwendig ist, bestimmt die Art der Antenne. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass Sie bereits vor dem Kauf der Schraubverbindung eine Antenne für Ihr CB-Funkgerät besitzen. Achten Sie beim Kauf des Schraubsockels auf einen großen Auflagepunkt rings um das Bohrloch, damit dieses nicht beim kleinsten Windwiderstand ausgerissen wird.

Die Schraubsockel bleiben fest mit dem Auto verbunden. Die Antenne kann nach der Montage aber jederzeit wieder abgenommen werden, falls sie nicht benötigt wird. Es empfiehlt sich dann, den Sockel mit einer entsprechenden Kappe zu verschließen. Auf diese Weise verhindern Sie zum einen das Eindringen von Wasser und Fremdkörpern und zum anderen ein Rosten des Sockels selbst.

Was Sie vor der Montage bedenken sollten

Eine festverschraubte Antenne zu entfernen, ist aufwendiger als bei anderen Befestigungsvarianten. Wenn Sie beispielsweise einen Tiefgaragenparkplatz besitzen, kann es sehr störend sein, täglich die Antenne auf- und abzuschrauben. Auch bei niedrigen Brücken und Durchfahrten ist es oft nervig, jedes Mal erst an den Straßenrand fahren zu müssen, um die Antenne vom Dach zu nehmen.

Diese Gründe und der Aspekt des angebohrten Autodaches, der im Fall eines Wiederverkaufs des Wagens zum Problem werden kann, lässt viele Autofahrer und CB-Funker nach einer alternativen Lösung für die Antennenhalterung am Kfz suchen.

CB-Funkantennen mit Magnetfuß für Ihr Kfz

Eine wirkliche Alternative zum Bohren ist die Befestigung der CB-Funkantenne mittels eines Magnetfußes. Diese Lösung bietet denselben Standortvorteil wie die Montage mit einem Schraubfuß, da auch diese Antenne in der Dachmitte befestigt wird. Allerdings ist die Montage einfacher, da der Magnetfuß nur aufgestellt wird, und sie sichert den Werterhalt Ihres Kfz, denn Sie müssen keine Löcher in den Himmel Ihres Fahrzeugs bohren.

Die Montage ist dennoch aufwendig. Besonders häufig wird von Funkern die aufwendige Verlegung des Kabels bemängelt. Das Kabel muss bei dieser Antennenhalterung natürlich irgendwie vom Innenraum des Autos auf das Dach gelangen, und das muss auch bei geschlossenen Türen ohne Behinderung des Fahrtbetriebs und ohne einströmendes Regenwasser möglich sein.

In der Praxis bewährt hat es sich, das Kabel direkt unterhalb der Fahrertür nach außen zu führen. Nehmen Sie das Kabel und verlegen Sie es dort im Außenbereich unterhalb der Dichtung entlang der A-Säule bis hinauf zum Dach. Entlang der Dichtung am Dach wird das Kabel dann bis zur B-Säule weiter verzogen. Von dort aus verläuft das Kabel bis zu dem mittig auf dem Dach platzierten Magnetfuß.

Es empfiehlt sich, unter dem Magnetfuß eine spezielle Schutzfolie aufzuziehen, die Ihr Dach vor Kratzern schützt.

Der Praxistest mit Magnetfuß-Antenne

Die oben beschriebene Montagevariante ist sehr zu empfehlen, da so kein Wasser in den Innenraum des Kfz gelangt. Wenn das Kabel hingegen oberhalb der Fahrerseite nach außen geführt wird, kann es passierten, dass das Antennenkabel den Gummi zur Seite drückt und dieser nicht ausreichend abdichten kann.

Auch beim Aus- und Einsteigen ist kein Kabel im Weg, es gibt also keine Stolperfalle, da alles gut unter den Dichtungen an der Außenseite der Tür verlegt ist.

Beim Praxistest besteht der Magnetfuß bedingt. Bis zu einer Reisegeschwindigkeit von etwa 130 oder 140 Stundenkilometern sitzt der Fuß, der übrigens mit drei Einzelmagneten gesichert ist, sehr gut und verrutscht auch nicht. Doch auch bei höheren Geschwindigkeiten ist es nicht automatisch so, dass der Fuß vom Dach geblasen wird. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass der Sitz ab etwa 150 km/h deutlich instabiler wird und leicht verrutscht. Bei anhaltender Reisegeschwindigkeit in diesem Tempo oder einer deutlich höheren Geschwindigkeit könnte der Magnetfuß samt Antenne dann allerdings komplett vom Dach abrutschen.

Es ist empfehlenswert, den Sitz des Magnetfußes etwa alle 200 bis 300 Kilometer zu prüfen. Das lohnt sich dann, wenn Sie bei längeren Touren ohnehin immer regelmäßige Pausen einlegen.

Für Fahrten in der Stadt und über Land ist die Befestigung der CB-Funkantenne mit einem Magnetfuß in jedem Fall empfehlenswert. Gerade die Möglichkeit, die Antenne schnell und flexibel entfernen zu können, überzeugt.

Wer gern und überwiegend schnell unterwegs ist und Reisegeschwindigkeiten von über 150 km/h fährt, für den ist der Magnetfuß für die CB-Funkantenne nicht empfehlenswert. In diesem Fall sollten Sie auf eine andere Antennenbefestigung umsteigen.

Gängige Alternativen zum Magnetfuß

Wenn der Magnetfuß für Sie nicht das Passende ist, dann gibt es eine Reihe weiterer Befestigungsvarianten, die ebenso flexibel sind und ein schnelles Demontieren der Antenne ermöglichen.

Eine Möglichkeit ist es, die Antenne mittels einer Schraubhalterung in der Regenrinne Ihres Fahrzeugs zu fixieren. Natürlich setzt das voraus, dass Ihr Fahrzeug mit einer entsprechenden Rinne ausgestattet ist. Die sogenannte Kederleiste kann zwar auch nachgerüstet werden, das ist aber so kostspielig, dass sich da die Verhältnismäßigkeit anzweifeln lässt. Sofern Sie ein Kfz mit einer Regenrinne besitzen – etwa einen Bus –, dann wird der Fuß der Antennenhalterung mit einer Flügelschraube an der Leiste befestigt, sodass die Antenne eingesteckt werden kann. Damit das Dach nicht verkratzt, wird unter den Antennenfuß ein Gummisauger untergelegt.

Klemmhalterung für die Fensterscheibe

Eine weitere Alternative bietet die Klemmhalterung für die Fensterscheibe. Allerdings muss dabei das Kabel durch die Dichtung des Fensters geführt werden – und zwar an der Oberseite. Dadurch, dass der Gummi gequetscht wird, kommt es nicht selten zu eindringendem Regenwasser, besonders bei starkem Regen oder bei starkem Spritzwasser etwa auf der Autobahn. Bei starkem Regen ist diese Befestigung unbrauchbar. Wenn Sie bereit sind, die Antenne in einem solchen Fall einzuholen und auf ein Funken zu verzichten, kann diese Lösung aber für Sie passend sein.

Weitere Montagearten

Kaum störend, weil faktisch nicht zu erkennen und wahrzunehmen, sind Funkantennen, die in den Kotflügel des Kfz eingebaut werden. Diese verschwinden nahezu und stören weder die Optik noch die Bedienbarkeit des Fahrzeugs. Sie brauchen sich keine Gedanken über undichte Stellen oder über eindringendes Regenwasser zu machen. Oftmals wird befürchtet, dass diese Rahmenantennen schlechten Funkkontakt bieten. Wenn Sie allerdings bei der Montage darauf achten, dass die Antenne fest mit der Karosserie verbunden ist, dann ist das kein Problem.

Eine weitere Alternative, besonders bei Fahrten in den Urlaub, bietet die Montage der Antenne am Heckträger. Die speziellen Halterungen bieten einen sicheren Sitz, sind allerdings nur dann zu gebrauchen, wenn der Heckträger montiert ist. In den meisten Fällen wird das allerdings nicht dauerhaft sein, sodass diese Antennenhalterung keine Dauerlösung ist.

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