Bücher zu den beliebten Fingerspielen für Babys

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Bücher zu den beliebten Fingerspielen für Babys

Das Rhythmusgefühl eines Babys ist extrem gut ausgeprägt. Babys haben ein intensives Gespür für Rhythmen und lieben es diese in der Bewegung der Musik oder auch der gesprochenen Sprache wiederzuerkennen. Reime üben eine unvergleichliche Faszination aus, auch wenn Kinder selbst erst im Alter von etwa fünf Jahren beginnen in Reimen zu sprechen.

Rhythmusgefühl bei Kindern

Das Rhythmusgefühl der Babys wird bereits in der Schwangerschaft geprägt, denn in dieser Zeit hört das Kind den Herzschlag der Mutter, der wie ein regelmäßiges Trommeln immer gleich zu hören ist und beruhigend auf das Kind wirkt. Das, was der Rhythmus des Herzens für das Kind im Bauch ist, ist die Musik und die gesprochene Sprache in der realen Welt. Babys lieben es fröhliche Kinderlieder und vitalisierende Bewegungslieder und Fingerspiele zu hören. Besonders dann, wenn Sie dazu Bewegungen oder einfache Tanzbewegungen gemeinsam mit ihrem Baby ausführen.

Einfache Fingerspiele können Sie bereits kurz nach der Geburt mit Ihrem Baby machen. Selbstverständlich müssen Sie die Bewegungen für Ihr Kind ausführen und es anfangs nur zuschauen lassen. Mit Babys ab dem Greifalter können Sie erste Fingerspiele gemeinsam machen, indem Sie die Arme Ihres Kindes führen.

In diesem Ratgeber erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie gemeinsam mit Ihrem Baby in die Welt der Fingerspiele einsteigen können und welche Kinderbücher dafür die besten Texte, Bilder und Bewegungen vorschlagen.

Fingerspiele fördern die soziale Interaktion

Fingerspiele sind der Renner bei jedem Kind. Es gibt kein Kind, das sie nicht mag. Immer wieder ist es faszinierend, die freudige Reaktion der Kinder zu beobachten. Besonderen Spaß entwickeln Kinder, weil der Text bildhaft vorgetragen wird, da er durch entsprechende Gesten unterstützt wird. Es verwundert deshalb nicht, dass Fingerspiele auch ein fester Bestandteil in den meisten Kindergärten sind, die häufig im Stuhlkreis zusammen mit anderen Kinderliedern durchgeführt werden.

Zwar sind Kinderspiele insbesondere für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren geeignet, da Kinder in diesem Alter sofort die Bewegungen versuchen nachzuahmen und sich an den häufig gereimten Texten erfreuen und diese im Nu auswendig können. Dennoch mögen auch jüngere Kinder die bildhaften Spiele und lassen sich für die Texte begeistern.

Was können Kinder aus Fingerspielen lernen?

Das Fingerspiel ist ein pädagogisches Mittel, das Kinder unterbewusst schult, indem es viele Sinne anspricht. Die Kleinen schauen sich die gezeigten Bewegungen genau an, was die visuelle Aufnahmekraft stärkt. Zudem müssen sie genau hinhören, was gesprochen wird, um zu verstehen, worum es sich inhaltlich handelt. Die Verknüpfung von auditiver und visueller Wahrnehmung ist besonders wertvoll. Die Kinder lernen Bewegungen, die eine koordinative Herausforderung darstellen, mit der Augenkoordination zu verknüpfen: Nachmachen, was gezeigt wurde.

Zusätzlich erweitern Fingerspiele spielerisch den Wortschatz der Kinder und sie lernen verschiedene Arten der Intonation kennen, denn schließlich regt ein gutes Fingerspiel den Erwachsenen dazu an lauter, leiser, höher oder tiefer zu sprechen und dabei genügend zu variieren.

Fingerspiele sind aber auch ein Mittel, um Kindern spielerisch bei dem Training Ihrer Konzentration zu helfen, denn diese wird extrem gefordert. Aus diesem Grund sollte auch nicht täglich ein neues Fingerspiel eingeführt werden. Kinder erfreuen sich an bekannten Spielen, in denen sie Elemente wiedererkennen. Einige beliebte Bewegungen werden dann schon mit Spannung erwartet. Zudem stärkt es ihr Selbstbewusstsein, wenn Sie den Text mitsprechen können und die Bewegungen nachvollziehen können.

Fingerspiele sind in erster Linie ein Spiel und werden als solches wahrgenommen, dennoch lernt Ihr Kind sehr viel dabei und Sie fördern damit gezielt seine Entwicklung. Auch für Ihre Kommunikation sind Fingerspiele wichtig, denn die Interaktion zwischen Ihnen wird dabei unterstützt.

Fingerspiele für Babys

Auch Babys lieben Fingerspiele. Sie lernen dabei ebenfalls viele neue Worte kennen, die sie gierig in sich aufsaugen.

Einen guten Anfang bilden einfache Reime, die Sie sich auch selbst ausdenken können. Im Sinne der Wiederholung ist es aber wichtig, dass Sie sich diese Reime gut merken, damit Sie sie auch wiederholt aufsagen können. Wenn Ihnen nichts einfällt, dann können Sie sich von Kinderbüchern inspirieren lassen. Für Babys geeignet sind Bücher mit ersten Kinderreimen oder Reimen für ganz Kleine.

Bei einem selbst ausgedachten Reim können Sie während des Sprechens mit der flachen Hand auf die Hände des Babys klopfen oder auch leicht an die Fußsohlen klatschen. Aber auch leichte Berührungen, wie etwa ein Pochen an der Stirn oder ein leichtes Zwicken in die Nase, sind tolle Möglichkeiten, um die Körperwahrnehmung des Babys zu schulen.

Das Baby lernt bei einem solchen Fingerspiel eine Menge über den Rhythmus der Sprache, die Sprechmelodie mit ihren verschiedenen Tönen und über den eigenen Körper.

So lernen Babys den Körper kennen

Ein sehr einfaches Fingerspiel für den Anfang, dass alle Vorzüge der Fingerspiele vereint ist, eines, bei dem das Kind seinen Körper kennenlernt. Legen Sie es dazu vor sich auf den Rücken. Das Fingerspiel lässt sich mit den Armen und mit den Beinen durchführen. Für ganz kleine Kinder ist es einfacher, wenn Sie mit den Beinen beginnen, da es dort für die Kinder leichter ist, die Bewegungen mitmachen zu können.

Fassen Die die Beine (oder Arme) in Knöchelhöhe und strecken Sei die Beine ist die Lust und bewegen Sie sie entsprechend dem Text:

„Das ist oben, das ist unten, das ist links, das ist rechts, das ist gerade, das ist schief, das ist langsam, das ist schnell, das ist dunkel, das ist hell.“

Bei „das ist langsam“ führen Sie langsame Radfahr-Bewegungen mit den Beinen aus, bei „das ist schnell“, tun Sie das ganz schnell. Bei „das ist dunkel“ nehmen Sie Ihre Hände oder bei älteren Kindern die, des Kindes und verdunkeln die Augen, was Sie erst bei „das ist hell“ wieder auflösen.

Ein weiteres tolles Fingerspiel, um die Körperwahrnehmung des Kindes zu fördern, ist „Kleine Schnecke“. Laufen Sie langsam mit Ihren Fingern den Körper des Kindes ab und singen dabei „Kleine Schnecke, kleine Schnecke krabbelt rauf, krabbelt rauf, krabbelt wieder runter, krabbelt wieder runter, kitzelt dich am Bauch.“ Kitzeln Sie abschließend das Kind am Bauch, bevor die nächste Runde losgeht und Sie Bauch durch Ohr, Nase, Stirn, Rücken oder Fuß ersetzen. Spielerisch lernt Ihr Baby so seinen Körper kennen und die einzelnen Körperteile zu benennen.

Bücher mit Fingerspielen für die Kleinsten

Wie bereits erwähnt, gibt es viele Fingerspiele für die ganz kleinen Babys, die in Büchern gesammelt sind. Besonders die Reihen der ersten Kinderbibliothek bieten eine Auswahl kleiner Sprüche und einfacher Reime.

Bei der Auswahl eines Kinderbuches mit Fingerspielen sollten Sie darauf achten, dass das Buch kindgerecht ist. Es geht nicht nur darum, dass Sie die Texte lernen, sondern auch darum das Buch gemeinsam mit dem Kind anzuschauen. Deshalb sind die Bücher mit Fingerspielen ähnlich einem Bilderbuch mit einfachen Texten aufgebaut. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Bücher dicke Pappseiten haben. Diese lassen sich auch vom Baby selbst blättern, so dass das Entdecken der einzelnen Seiten noch mehr Spaß macht und die Selbstständigkeit unterstützt und fördert.

Einige Bücher mit Fingerspielen für Babys sind aus besonders hochwertigem Moosgummi gefertigt. Diese Seiten halten auch einmal einen Biss stand und laden zum Anfassen ein, da Sie ein haptisches Erlebnis sind, die mit ihrer samtartigen Oberfläche die Sinne stimulieren. Blättern lässt sich der Moosgummi ebenfalls sehr gut, da für diese Art Kleinkinderbücher besonders dicke und stabile Moosgummiplatten verwendet werden.

Sie sollten beachten, dass die im Buch enthaltenen Fingerspiele zum einen verständliche, kurze Texte enthalten und zum anderen auch die zugehörigen Bewegungen und Gestiken erklärt sind. Zwar kann es auch von Vorteil sein, wenn Sie sich selbst welche ausdenken, meistens ist es allerdings hilfreich, wenigstens für den Anfang, eine Vorgabe zu haben.

Kombination von Fingerspielen und Kniereitern

Wer kennt es nicht: „Hoppe, Hoppe Reiter“! Die beliebten Kniereiterspiele wurden schon vor einige Generationen gespielt und sind auch heute noch angesagt. Kinder begeistern sich dafür aus demselben Grund wie für Fingerspiele: Die einfachen, gereimten Texte hören sich lustig an, vermitteln Freude und die zugehörigen Bewegungen sind leicht nachzuahmen und mitzumachen.

Kniereiter können, so wie Fingerspiele, bereits mit ganz kleinen Babys durchgeführt werden. Geborgen im Schoß der Bezugsperson und immer mit Blickkontakt wird Ihr Baby vor Freude jauchzen, wenn es auf dem Knie reiten darf und plötzlich unerwartete Bewegungen zu einem „Plumps“ führen, wo es sanft in Ihren Armen landet.

Viele Bücher für Babys kombinieren Kniereiter mit Fingerspielen. Wie bereits erwähnt wurde, sollten Sie nicht zu viele verschiedene Fingerspiele einführen, sondern besser auf Wiederholungen setzen. Ganz in diesem Sinne haben sich einige Verlage auf einige der schönsten und beliebtesten Fingerspiele begrenzt und diese stattdessen um bekannte und unbekannte Kniereiter erweitert.

Den Spaß nicht vergessen

Es geht, wie bei allen Beschäftigungen mit dem Baby, bei den Fingerspielen vor allem darum Spaß und Freude zu vermitteln beziehungsweise diese zu teilen. Überfordern Sie Ihr Baby damit nicht. Erwarten Sie also nicht, dass Ihr Baby bereits beim zweiten Mal begeistert mitklatscht oder vor Vergnügen quiekt. Auch Zurückhaltung kann eine Form von Begeisterung sein. Und dennoch ist es bei jedem Baby so wie bei Ihnen auch: An manchen Tagen hat es einfach keine Lust auf ein Fingerspiel, findet daran keine Freude und begeistert sich eben für andere Spielsachen. Das sollten Sie in jedem Falls respektieren und dies auch zeigen, indem Sie entweder auf das vom Baby angebotene Spiel einsteigen oder versuchen ein anderes, altersgerechtes Beschäftigungsangebot zu machen.

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