Buddelschiffe / Flaschenschiffe

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WIE KOMMT DAS SCHIFF IN DIE FLASCHE?


Diese Frage stellt sich als erstes. Zunächst einmal muß klargestellt werden, daß alle "richtigen" Buddelschiffe in reiner Handarbeit hergestellt werden und ausschließlich durch den Hals in die Flasche gelangen! Dabei werden hauptsächlich zwei verschiedene Techniken angewendet:

1. Die meisten Modelle sind in der traditionellen Zugtechnik gefertigt. Die Masten sind mit Drahtscharnieren am Rumpf befestigt und lassen sich nach hinten umlegen. Mit Hilfe verlängerter Zugfäden werden sie in der Flasche wieder aufgerichtet. Der Rumpf wird auf dem "Buddelozean" fest verleimt, die Takelage wird mit langen Haken und Zangen ausgerichtet. Dann werden die Zugfäden unter dem Klüverbaum (Bugspriet) verleimt und später mit einer langen Schere abgeschnitten bzw. mit einem langen, glühenden Haken abgesengt.

2. Buddelschiffe mit "PHS" Artikelnummern werden in der sog. PHS-Technik gefertigt. "PHS" bedeutet "Perfektes Haar System", denn als "Fäden" für die Takelage werden Haare verwendet. Das Schiff wird zunächst außerhalb der Flasche komplett fertiggestellt. Dann werden die Masten einzeln, aber mitsamt der Takelage und der Segel, vom Rumpf entfernt. Als nächstes wird der Rumpf eingesetzt, dann die Masten einzeln von hinten nach vorne. Diese Technik erlaubt eine wesentlich detailliertere Darstellung des Schiffes, denn es können feinere Materialien verwendet werden.

Die PHS-Technik ist sehr zeitaufwendig und erfordert eine große Erfahrung. Daher erklärt sich der Preisunterschied gegenüber traditionellen Buddelschiffen.



Buddelschiff "PREUSSEN" in Zugtechnik 0,7 Liter




Buddelschiff "PREUSSEN" in Haartechnik 3 Liter

DER BUDDDEL-OZEAN

Bei allen BUDDEL-BINI Modellen wird das "Flaschenmeer" aus gefärbten Fensterkitt hergestellt. Dabei werden mit Hilfe einer schmalen Holzleiste vorgeformte "Kittwürstchen" in die Flasche eingebracht und mit Spezialwerkzeugen plan gedrückt und modelliert. Mit langen, gebogenen Pinseln werden die Schaumkronen auf die Wellen getupft.

BUDDELSCHIFF-HISTORIE

Die ältesten erhaltenen Buddelschiff stammen aus der Zeit um 1760. Dabei handelt es sich um aufwendige, professionelle Arbeiten, die vermutlich als Geschenke für Könige, Admirale oder andere VIPs bei gewerblichen Schiffsmodellbauern in Auftrag gegeben wurden.
Die Tradition des Buddelschiffbaus von Seeleuten an Bord stolzer Windjammer hat ihren Ursprung in der Zeit um 1850. Damals kamen die ersten durchsichtigen Getränkeflaschen in den Handel und waren somit für Seeleute erschwinglich.
Die ältesten erhaltenen Seemannsarbeiten sind relativ grob und einfach gestaltet. Das liegt daran, daß es an Bord kaum geeignete Materialien und Werkzeuge gab. Trotzdem, oder gerade deshalb, üben diese alten, naiven Buddelschiffe einen besonderen und unverwechselbaren Reiz aus.
Oftmals wählten die Seeleute als Motive ihr eigenes Schiff oder die jeweilige Hafenlandschaft aus. Somit sind Buddelschiffe auch stets ein Zeugnis der Zeitgeschichte. Die Anfänge des Buddelschiffbaus an Bord lassen sich keiner Nationalität zuordnen, es hat vielmehr zeitgleiche, separate Entwicklungen auf allen Weltmeeren gegeben. Fest steht allerdings, daß es von Anfang an einen regen Erfahrungsaustausch in allen Häfen der Welt gegeben hat.
Daran hat sich im Prinzip bis in die heutige Zeit nichts geändert. Zwar werden inzwischen die weitaus meisten Buddelschiffe an Land gefertigt, aber es gibt mittlerweile Buddelschiff- Vereinigungen in vielen Ländern.

DIE TECHNISCHE WEITERENTWICKLUNG

Wie jede andere Kunstrichtung oder Technik unterliegt auch der Buddelschiffbau einer ständigen Weiterentwicklung. Die Hauptursachen hierfür liegen in der Kreativität der Buddelschiffbauer und in dem Vorhandensein immer neuerer Materialien, Werkzeuge und Technologien. So sind schon Buddelschiffe aus Gold, Silber, Bernstein, Jade, Elfenbein und Knochen entstanden, es gibt Buddelschiffe mit solargetriebenen, beweglichen Teilen, es wurden durchsichtige Behälter aller Art wie z.B. Glühbirnen, Röhren, Glasbausteine etc. mit Schiffen bestückt.

DIE BUDDELSCHIFF-KUNST

Jeder Buddelschiffbauer entwickelt mit der Zeit seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Er läßt ständig neue Ideen mit seinen vorhandenen Erfahrungen verschmelzen, er erprobt neue Materialien und Werkzeuge und er entwickelt manchmal sogar technische Neuheiten. Der typische Buddelschiffbauer ist ein Multitalent: er ist Künstler, Techniker, Erfinder und Handwerker in einer Person.
Wegen dieser enormen Vielfalt ist es unmöglich, verbindliche Kriterien für die Beschreibung eines guten Buddelschiffes festzulegen. Als allgemeine Definition gilt jedoch: Das Buddelschiff als Gesamtwerk muß Harmonie ausstrahlen, d.h. Schiff, Flasche, Ständer und Verschluß müssen zueinander passen. Je sauberer und detaillierter desto besser. Maßstabstreue und historische Genauigkeit sind erwünscht, können aber harmonischen Proportionen untergeordnet werden. So ist es durchaus legitim, z.B. das Verhältnis Masthöhe/Schiffslänge abweichend vom Maßstab zu gestalten, wenn dadurch eine bessere Proportion vom Schiff zur Flasche erzielt wird.

Die BUDDEL-BINI Modelle zählen zu den qualitativ hochwertigsten Buddelschiffen, die derzeit auf der Welt kommerziell hergestellt werden.
 


TRANSPORT, PFLEGE UND GARANTIE

Gute Buddelschiffe lassen sich problemlos und sicher transportieren und verschicken. Sie sind fest mit dem "Kitt-Ozean" verleimt.

Buddelschiffe niemals direkter Sonneneinstrahlung oder großer Hitze aussetzen.

BUDDEL-BINI SERVICE

Buddelschiffe eignen sich hervorragend als Geschenkidee für viele Anlässe. Seit der Firmengründung 1976 hat die Firma BUDDEL-BINI zahllose Aufträge im Werbegeschenkbereich durchgeführt. Unabhängig von der Höhe der Auflage können fast alle Buddelschiff - Modelle kurzfristig individuell umgestaltet werden: Es lassen sich Schiffsnamen, Flaggen, Messingschilder, Versiegelungen etc. nach Vorgabe des Kunden ändern!
Der BUDDEL-BINI Service beschränkt sich nicht nur auf die zuverlässige Durchführung von Aufträgen und fachkundige Beratung, sondern es werden auch Sonderwünsche wie Versand, Export, Konfektionieren etc. erfüllt! Selbstverständlich gibt es bei größeren Aufträgen  interessante Mengenrabatte. Testen Sie uns!

Das Buddelschiff-Museum im Schulauer Fährhaus (Willkomm-Höft) in Wedel bei Hamburg. In den Räumen der weltbekannten Schiffsbegrüßungsanlage an der Elbe werden über 210 Exponate, teilweise aus dem 19. Jahrhundert und aus aller Welt gezeigt. Dazu große Muschel-Ausstellung! Durchgehend geöffnet von März  bis Oktober, von November bis Februar nur an Wochenenden und Feiertagen.

Weitere sehenswerte Buddelschiff - Museen gibt es u.a. in Neuharlingersiel, Greetsiel, Aerösköbing, Enkhuizen und Osaka.
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