Bryce 5.0 Renderprogramm - komplettes Paket

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Ich benutze Bryce seit ungefähr einem Jahr und möchte euch nun gerne meine Erfahrungen mit dem Programm und eine "kleine Einführung" in das Programm geben.

Bryce ist ein sehr gutes Renderprogramm, mit dessen Hilfe man in relativ kurzer Zeit sehr schöne Bilder oder Animationen zaubern kann. Im Gegensatz zu anderen Renderprogrammen wie z.B. 3dMax oder Lightwave zeichnet sich Bryce 5 besonders durch seine einfache Handhabung aus, da das Menü praktisch selbsterklärend ist. Etwas komplizierter wird’s dann schon später, wenn es um die Rendereinstellungen geht. Aber dazu später im Artikel. Besonders sehenswert sind in Bryce die vorgefertigten Himmel, diese sehen wirklich sehr realistisch aus, außerdem liefert Metracreation noch eine sehr große Anzahl an Texturen, vorgefertigten Objekten, Himmel und Kamerarouten mit.

Da Bryce ein sehr hardwarehungriges Programm ist, sollte man es nur auf Highend Rechnern einsetzen.
Wenn man zudem noch sehr große Szenen macht (mehr als 1000 Objekte) kann der Speicherbedarf schon mal ins Unermessliche gehen. Die Standardgrößen der Szenen liegen je nach Objektanzahl zwischen 30Mb und 500Mb! Außerdem kann man in Bryce auch noch seine eigenen oder andere vorgefertigte Objekte, z.B. mit Poser, 3dMax, Lightwave erstellt, importieren oder exportieren und diese dann noch mit Texturen versehen.
Dargestellt wird die Szene als Drahtgittermodell und erst nach dem Rendern ist das Bild zu sehen. Ein kleiner Kritikpunkt ist im Programm selbst das viel zu klein geratene Vorschaubild, man erkennt nicht wirklich viel darauf.

Metacrations setzt im Teil 5 der Bryce Serie besonders viel Wert auf die Renderqualität. Im Gegensatz zum Teil 4 kann man hier sehr viel mehr Einstellen wie z.B. SoftShadows, BluredReflections, die Rendertiefe der einzelnen Pixel u.v.m.. Ein besonderer Effekt ist die Focusunschärfe. Das heißt wenn man jetzt z.B. eine Szene mit einer Insel im Hintergrund und einem Schiff im Vordergrund hat, so kann man angeben das sich die virtuelle Kamera auf das Schiff focusieren soll. Dabei wird das Schiff im fertig gerendertem Bild scharf dargestellt und alles rundherum wird verschwommen dargestellt. Also praktisch wie bei einer "echten" Aufnahme die Entfernungsunschärfe.

Ein weiterer gut gelungener Punkt in Bryce ist die Landschaftsgenerierung. Dazu verwendet Bryce eine Art "Zufallsgenerator" der es ermöglicht, immer wieder andere Landschaften zu Zaubern. Man kann allerdings auch aus Fotos Landschaften generieren! Wenn man also sich selbst mal als Felsen sehen möchte so ist auch das mit Bryce möglich!:)

Mit Bryce kann man aber nicht nur einzelne Bilder rendern sonder auch ganze Animationen. Wobei sich das eigentlich nur auf Rechnerfarmen loht, da dabei die Rechenzeit in die Jahre gehen kann! Auf einem Einzelrechner versteht sich. Darum kommen wir nun zum nächsten Punkt in der Verbesserungsliste von Metacreation, dem Netzwerkrendern.

Das Netzwerkrendern ermöglicht es, die einzelnen Szenen auf mehrere Rechner zu verteilen und somit erheblich an Zeit zu sparen. Diese Rechner sollten allerdings alle etwa gleich schnell sein, da die Szene in "gleichgroße Teile" aufgeteilt wird und erst nachdem alle Rechner ihre "Teile" wieder zurück gesandt haben zusammen gefügt wird.

Ich find mit Bryce 5 ist Metacreations ein sehr benutzerfreundliches, qualitativ hochwertiges Programm gelungen das kaum noch zu Toppen ist.

Ich hoffe euch hat meine "kleine" Einführung/Erklärung von Bryce 5 gefallen!
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