Brummen und Einstreuung in Stereoanlagen, PA-Anlagen

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Die meisten Brumm-Probleme bei Stereoanlagen entstehen durch die unsymetrische Cinch-Verkabelung und mehrfache Erdung über die Schuko-Netzstecker der verschiedenen Geräte - Heute sind Stereoanlagen oft mit Euro-Steckern ausgeführt und nicht geerdet; jedoch die angeschlossenen Geräte "ziehen" eine Erdung heran, das ist die Erdung der Sat-Schüssel gegen Blitzschlag über den Reciever, oder die Erdung des BK-Kabels - Der Anschluß eines PCs an die Stereoanlage ist auch meist mit diesen Störungen verbunden. Abhilfe schafft hier ein NF-Trennübertrager, der zwei Transformatoren vereint, somit wird der Cinch-Eingang vom Cinch-Ausgang entkoppelt. Weiterhin kann in die Antennenzuleitung des BK-Kabels ein TV-Trenner, ein sogenanntes Mantelstromfilter, eingeschleift werden.
Bei Stereoanlagen ist eine symetrische Leitungsführung nicht üblich; anders sieht es bei Highend-Analgen aus, hier wird auch mit einer symetrischen Leitung mit XLR-Verbindern gearbeitet. Im Gegensatz zu Cinch-Kabeln, bei dem ein Innenleiter den Strom hin und über den Außenleiter/Schirmung  der Strom zurückgeführt wird, hat die symetrische Leitungsführung innen 2 Leiter für hin und zurück und zusätzlich die Schirmung, die ausschließlich abschirmende Wirkung hat. Dafür müssen natürlich 3polige Stecker, meist XLR-Stecker verwendet werden.
Bei PA-Anlagen stehen die Komponenten weit auseinander und sind an verschiedenen Punkten geerdet. Teilweise kann bei den Geräten über den sogenannten "Ground Lift"-Schalter die Masseverbindung aufgetrennt werden. Masseschleifen lassen sich durch Trennübertrager wirksam unterbrechen. Soll ein Mischpultausgang mehrere Geräte speisen, gibt es hierzu 2-Kanal-Line-Splitter, die eine Entkopplung der verschiedenen Geräte/Geräteerdungen ermöglicht.
Für eine Verteilung eines Mikrofonsigals an zwei Mischpulte wird zur Entkopplung ein Mikrofon-Splitter verwendet, somit werden die beiden angeschlossenen Geräte separiert.
Im Musikerbereich sind XLR-Verbindungen schon sehr gebräuchlich (Mikrofonkabel); leider ist bei Gitarren und Keyboard der unsymetrische, 2polie Klinkenstecker(Monoklinke) üblich; sollte es hier beim Anschluß an Mischpulte, auch mit Multicore/Stagebox zum Brummen und Übersteuerung der Mikrofoneingänge kommen, wird sowohl eine Symetrierung, eine Massetrennung, als auch eine Anpassung über eine DI-Box benötigt. Eine DI-Box macht aus einem zweipoligen Eingang (Klinke) einen 3poligen XLR-Ausgang und paßt den Pegel auf den Mikrofoneingang des Mischpultes an und trennt im Bedarfsfall auch die Masseverbindung zwischen Ein- und Ausgang.

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