Brother DCP 115c Allinone

Aufrufe 144 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Also mal ehrlich, geht es Ihnen auch so wie mir? Sie denken darüber nach, sich so einen Drucker zuzulegen, mit dem Sie auch Kopieren und Scannen können? Das Ganze sollte dann nicht mehr als 100 eur kosten, einen guten Ausdruck liefern und einfach zu bedienen sein, wenn möglich auch Standalone?

Prima!

Also, sich schlau gemacht und von hüh nach hott gelaufen, die Ohren von angeblichen Fachberatern vollgequatscht bekommen, um dann in deren Augen zu sehen, das die nur ihre Provision im Kopf ausrechnen. Ein Blick ins Internet bringt dann die totale Konfusion, da irgendwie jeder was zu diesem und jenem Produkt beizutragen hat.

Selbst ist der Mann/die Frau! Und fix überlegt, was den jetzt wirklich wichtig ist: die Folgekosten. Und diese dann konkret in Form von Tinte und ggf. Serviceteilen, wie einen neuen Druckkopf, wenn denn doch der halbe Wald verdruckt wurde und Verschleisserscheinungen auftreten sollten.

Ein Blick unter die (Scanner-)Haube verrät dann auch, was einen da so zukünftig erwarten kann an zusätzlichen Kosten und Arbeit:

Bei HP und Canon gibt es nur diese klitzekleinen Dreifarbenineiner-Patrone. Schwarz ist einzeln, aber auch nicht gerade geeignet mal eben 200 Seiten Konzeptdruck zu überleben.

Bei Epson sind zwar einzelne Tanks drin, doch der Chip verrät mir nichts gutes! Die lassen sich nicht wieder auffüllen, und wenn, dann gibt's Ärger mit der Software, die mich dann ständig daran erinnert, das ich da was gemacht habe, was der Herstellerfirma kein(zusätzliches)Geld bringt! Orginalpatronen lassen eben die Kasse der Hersteller klingeln. Noname-Patronen sind meist nicht kompatibel aus Patentrechtlichen Gründen. Klares K.O Kriterium in allen drei Fällen für mich!

Lexmark und Philips sind absolut indiskutabel, da technisch aus dem letzten Jahrhundert. Die Preispolitik ist befremdend und zeugt von keinem Willen eine gute Beziehung herzustellen: Die mitausgelieferten Patronen sind i. d. R. nur ca. 1/3 befüllt! Eine neue Patrone ist fast so teuer wie das ganze Gerät! K.O. in der ersten Runde!

Das Vorhaben scheint gestorben zu sein. Kein Anbieter, der mich als Kunden ernst nimmt?

Doch da, ein Gerät in silber und anthrazit, dezent schlank, etwas höher als mein Laptop und ungefähr genauso breit und tief. Mit einem kleinen Display und Cardreader an der Vorderseite:

Der Brother DCP 115c mit USB-Anschluss. Gerätehaube auf, und sieh da, vier einzelne Patronen in die ausreichend Tinte hinein passt. Die Refillanleitungen für die LC900 Patronen im Internet versprechen einfachste und günstige Wiederbefüllung: Loch oben rein gebohrt, Spritze mit Tinte aufgezogen und eingefüllt. Fertig! Kein Verschließen der Patronen notwendig! Keine Tintenfinger mehr! Kein versautes Bad- oder Küchenbecken mehr! Die Patronen können alle an ihrem Platz bleiben und müssen noch nicht einmal entnommen werden! Das Gerät hat drei Jahre Garantie. DAS finde ich und mein Geldbeutel sehr gut!

Gekauft, volle(!) Patronen eingesetzt und installiert, wobei die mitgelieferte CD mich ohne Schwierigkeiten durch die Installation geführt hat. Nach der Onlineregistrierung bei Brother (Das Gerät hat erst dann 3 Jahre Garantie!), direkt noch ein Update von der Herstellerhomepage heruntergeladen und installiert.

Dann ging es endlich los: Nach dem Neustart des PCs hatte ich einen neuen Überwachungsmonitor in der Startleiste, der mir den EXAKTEN Tintenstand anzeigt, wenn ich ihn aufrufe. Sonst zeigt dieser mir in den Ampelfarben den Status des Gerätes an. Keine Schätzwerte mehr der Druckerlogik! Keine bösen Überrachungen mehr, wenn da noch schnell was gedruckt werden muss und plötzlich der Drucker streikt, weil Tinte in irgendeiner Patrone fehlt!

Das erste Foto, was mir der DCP 115c lieferte, überraschte mich. Für diese Preisklasse habe ich nicht mit so einem farbgetreuen und sehr guten, klaren Ausdruck gerechnet. Die Randlosdruckfunktion arbeit ohne zu murren. Ein Passfoto meiner besseren Hälfte habe ich danach auf das Scannerglas gelegt, da in der -sehr gut geschriebenen und verständlichen- Anleitung steht, dass man Vorlagen auf 3 mal 3 DIN A4 Seiten (Poster) vergrößern kann. Die Knöpfe am Gerät gedrückt und nach einer Weile lagen 9 DIN A4 Seiten Normalpapier im Ausgabefach. Imposant, was mann/frau da so zaubern kann! Auch aus dem Druckertreiber heraus lässt sich diese Funktion anwählen. Ich möchte das künftig nicht mehr missen, da ich des öfteren Poster für Präsentationen etc. benötige! Und das Weihnachtsgeschenk für die Großeltern hat sich damit auch schon erledigt :) Das reichte mir dann auch an ersten Fototests, da ich Schwerpunktmäßig Texte und Grafiken ausdrucke bzw. kopiere.

Wie zu erwarten ist das Schriftbild sehr gut. Die Einstellungen für die Auflösung (Konzept/Normal/Fein) und für die Papiersorte (Foto, Normal etc.) sind selbstklärend und einfach. Der Druck ist akzeptabel schnell und der Drucker ist, dank neuer Technik, nicht besonders laut, da die Patronen nicht mit dem Druckkopf bewegt werden, sondern am Rande des Gerätes untergebracht sind (und sich dort dann wiederbefüllen lassen s. o.).

Der Kopierer erstellt ein klares und scharfes Abbild. Vergrößerungen und Verkleinerungen, Hell/Dunkel, Anzahl der Kopien, kein Problem. Die Einstellungen lassen sich treffen und ausführen, auch wenn der PC ausgeschaltet ist. Das Display führt den Benutzer sehr gut und sicher.

Das Papierfach wirkt einfach, ist aber völlig ausreichend. Es nimmt ca. 90 - 100 Blatt Normalpapier auf. Unten liegt der Papiervorrat und über einer aufgelegten kleinen Platte wirft der Drucker das bedruckte Papier mit Schrift nach oben aus. So an die 20 Blätter dürfte das Ausgabefach mindestens aufnehmen. Was braucht mann/frau mehr?

Der Cardreader intergriert sich als Wechselaufwerk im Arbeitsplatz des PCs. Ich freue mich über die Möglichkeit meine MP3-SDcards direkt zu be- und entladen. Das Gehampel mit den USB-Kabeln entfällt künftig! Meine CF-Card aus dem Digitalfotoapparat kann ich auslesen lassen. Das Gerät erstellt mir auf Wunsch einen positiven "Kontaktabzug" der Bilder. Mit dieser Übersicht der Miniaturen kann ich dann gezielt Fotos ausdrucken. Für all das muss der PC nicht an sein!

Die Scanfunktion ist ausreichend schnell und sauber. Hilfreich ist die mitgelieferte Software PaperPort SE. Zeitungsartikel und Dokumente lassen sich so einfach digitalisieren und z. B. als pdf auf PC abspeichern. Auch auf Speicherkarte ist das möglich. Dazu braucht der PC nicht aeingeschaltet zu sein.

Als Fazit bleibt mir zu sagen: Ein optisch ansprechendes Gerät, welches kostengünstig seine Aufgaben erfüllt. Hervorzuheben ist die 3 Jahresgarantie nach Registrierung und das wirklich sehr günstige, einfache und saubere Wiederbefüllen der einzelnen Patronen mit kompatibler Tinte. Das Druckbild ist für diese Preisklasse im Foto und Textdruck sehr gut und alle Funktionen lassen sich dank Display auch ohne eingeschalteten PC bedienen.

Ich kann das DCP 115c wirklich reinen Gewissens uneingeschränkt jedem empfehlen. Diejenigen, die noch in Zeiten der Flatrates und Emails ein Fax benötigen, sollten sich nach dem baugleichen MFC 215c umsehen. Leute die viel Kopieren sollten sich Geräte des Herstellers mit ADF (Vorlageneinzug) ansehen. Für Netzwerker gibt es diese Geräte von Brother auch mit integrierter vollduplex Netzwerkkarte und/oder WLan (CN oder CW).

Nachrichtlich:

Es ist jetzt sind jetzt fast 2 Jahre vergangen, das ich dieses Gerät besitze. Ich habe keine Probleme mit dem Gerät gehabt und erfreue mich über die Zuverlässigkeit des kleinen "bruders". Mittlerweile habe ich auch ein Nachfolgerät (MFC 240c) und bin von der Weiterentwicklung/Verbesserung des Geräts positiv überrascht! Kompliment an brother! Dieses ist deutlich verbessert worden.

Tipps zur Handhabung der dcp/mfc Geräte mit LC 900 oder LC 1000 Patronen und zur Verwendung von "richtiger" Tinte habe ich in einem weiteren Ratgeber zusammengefasst.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden