Broschen und Nadeln aus reinem Edelmetall – ausdrucksstarke Accessoires ohne Steine und Perlen

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Broschen und Nadeln aus reinem Edelmetall – ausdrucksstarke Accessoires ohne Steine und Perlen

Broschen sind die wahrscheinlich ältesten Schmuckstücke der Welt. Derzeit liegt dieses Accessoire, das traditionell von Männern und Frauen getragen werden kann, wieder voll im Trend. Das Revival dieses vielseitigen Schmuckstücks fällt besonders stilvoll aus: Aus edlen Metallen und ganz ohne Steine werden die zeitgenössischen Broschen gefertigt. Sie bestechen durch schlichte Eleganz oder fantasievolle Verzierungen.

Die Geschichte der Brosche

Die ersten Broschen entstammen nachweislich der Zeit um etwa 1000 vor Christus. Damit gehören diese Schmuckstücke zu den ältesten Accessoires der menschlichen Kulturgeschichte. Sie dienten seit jeher nicht nur dem Schmuck ihres Trägers, sondern vor allem erfüllten sie einen praktischen Nutzen: Sie wurden verwendet, um Kleidungsstücke zu raffen, festzustecken oder zu verschließen. So wurden Broschen verwendet, um einen zierlichen Hals oder ein besonders schönes Dekolleté gekonnt in Szene zu setzen.

Den letzten kulturellen Höhepunkt erlebte die Brosche im 17. Jahrhundert. Besonders schöne Modelle dieser Zeit sind aus den Adelshöfen Frankreichs überliefert. Sie wurden dominiert von wertvollen Juwelen und Edelsteinen. Getragen wurden sie nicht mehr nur, um Kleidung zu raffen, sondern auch als Anstecknadel, die sichtbar an jedes Kleidungsstück geheftet werden konnte.

Vom Biedermeier zum Art Déco

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Brosche wieder zum modischen Trendartikel. In der Zeit des Biedermeier und des Jugendstils waren besonders Blumensträuße und florale Formen modern, die mit kleinen Edelsteinen wie Granaten besetzt waren. Häufig zierten die Schmuckstücke zusätzlich feine Markasiten, sodass die Broschen funkelten. Aus den Broschen mit Steinbesatz entwickelten sich später die beliebten Sévigné-Broschen, die mit hochwertigen Diamanten besetzt waren. Sie sind in Schleifenform gehalten und sollen in ihrer Wirkung an weich fallende Stoff- oder Samtschleifen erinnern. Beliebt in dieser Zeit waren auch Gemmen als Broschen: Frauenporträts als kleine Miniaturbilder, die häufig in einen kunstvoll verzierten Gold- oder Silberrahmen eingefasst wurden.

In der Zeit des Art Déco wurden Broschen schlichter. Dominierend waren geradlinige, strenge Formen, die häufig nur mit einzelnen, ebenfalls geradlinigen, geometrischen Steinen besetzt waren. Vor allem Karneole, Korallen und Bernsteine fanden dafür Verwendung. Diese schlichten Broschen wurden sowohl von Männern als auch Frauen getragen. Aus den Männermodellen entwickelten sich später nach genau diesem Vorbild die heutigen Krawattennadeln. Während der Zeit des Art Déco wurden von Frauen Broschen mit farbigen, leuchtenden Steinen geschätzt. Diese waren häufig Spinelle, künstlich gezüchtete Steine. Das Verfahren wurde damals neu entwickelt und lag so im Trend, dass die Kunststeine teurer verkauft wurden als ihre natürlichen Vorbilder. Als helle Edelsteine wurden hauptsächlich Aquamarin, Topas oder Citrin verwendet.

Auch Männer trugen Brochen

Historische Broschen wurden seit jeher sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Der Schmuck wurde dabei nicht nach Geschlechtern getrennt, sodass wirklich antiker Schmuck kaum Mann oder Frau zugeordnet werden kann, er ist klassischerweise unisex. Erst bei späteren Auftragsarbeiten gibt es handgefertigte Unikate, die speziell auf den Träger oder die Trägerin zugeschnitten wurden und dann eventuell geschlechtsspezifische Merkmale aufweisen. Ab der Epoche des Biedermeier spielen geschlechtsspezifische Schmuckstücke eine Rolle. Seit dieser Zeit wird auch streng zwischen Broschen für Männer und Frauen unterschieden.

Die Brosche als Schmuckstück heute

Auch heute ist die Brosche wieder zu einem Lieblingsaccessoire der Mode geworden. Besonders die Vielseitigkeit der Anstecker ist das, was von Liebhabern jeder Altersklasse und jeden Geschlechts bewundert wird. Klassischerweise wird die Brosche in unserer Kultur am Revers oder in Brusthöhe an der Bluse getragen. Sie dient derzeit einem rein schmückenden Zweck, für Raffungen spielt sie bei der in unserer Kultur traditionellen Tragevariante kaum eine Rolle.

Auch junge Designer haben die Brosche für sich entdeckt und verwenden das Schmuckstück an untypischen und ungewöhnlichen Orten ihrer Kleidungsstücke, wie beispielsweise am Rockzipfel oder an einem gerafften Rückenausschnitt. Die jungen Designer schlagen damit einen Bogen zur ursprünglichen Funktion der Brosche als Halter von Raffungen.

Neue Tragevarianten durch neue Verschlussmöglichkeiten

Die ursprüngliche Brosche wird mit einer Anstecknadel an der Kleidung befestigt. Mittlerweile gibt es aber auch Broschen, die mit Magneten verschlossen werden. Diese Verschlussart ist wesentlich materialschonender. Bisher war Vorsicht geboten, wenn es um das Verzieren feiner Seidenblusen oder anderer empfindlicher Stoffe ging. Dank der Magnetverschlüsse können nun noch mehr verschiedene Stellen zum Anbringen der Brosche gewählt werden. Aufgrund dieser Verschlussart muss man keine Angst mehr vor Löchern oder Maschen im Stoff haben und die Materialien der Kleidungsstücke sind nicht mehr allein ausschlaggebend dafür, ob eine Brosche angelegt werden kann oder eher nicht.

Moderne Broschen

Immer mehr Designer beschäftigen sich wieder mit dem Thema der Brosche. Aber auch bei kleinen, ortsansässigen Juwelieren und Goldschmieden sind wieder zunehmend Broschen im Schaufenster zu bewundern. Der neue Boom der Broschen ist auf prominente Unterstützung zurückzuführen. Immer mehr Stillikonen, wie etwa die Frau des US-Präsidenten, Michelle Obama, tragen Broschen und zeigen, wie man diese geschickt mit einem modernen Outfit kombinieren kann.

Gegenwärtig sind alle Broschenarten erhältlich. Besonders Juwelen, Edelsteine, Perlen aber auch Strass werden für Broschen verwendet. Außerdem sind Broschen als günstiger Modeschmuck erhältlich. Als Accessoire, das saisonbedingt ausgewechselt werden darf, begeistert die Brosche vor allem mit günstigen und natürlichen Materialien wie beispielsweise Federn. Besonders ausgefallen sind Broschen aus Leder oder Filz, wie sie auf Kunsthandwerkermärkten angeboten werden.

Angesagte Broschen ohne Steine und Perlen

Immer beliebter werden Broschen, die zeitlos wirken und einfach zu jedem Outfit passen. Das wird ermöglicht durch die schlichte Wirkung edler Materialien. Broschen, die nur aus Edelmetall bestehen und ganz auf Perlen oder Steine verzichten, bestechen durch ihre elegante Optik.

Broschen für Männer und Frauen bestehen derzeit aus allen Spielvarianten von Gold, Silber und anderen Edelmetallen. Die gegenwärtigen Modelle für Männer werden meistens als Anstecknadeln bezeichnet, um eine klarere Trennung und Zuordnung des Designs zu gewährleisten.

Broschen und Anstecknadeln aus Edelstahl

Die Palette der Edelmetalle, die für Broschen und Anstecknadeln verwendet werden, ist groß. Ein besonders günstiges Material ist Edelstahl. Der Vorteil von Edelstahl ist seine unbedingte Festigkeit. Während sich der Stoff deshalb für Ringe weniger eignet, da so eine spätere Größenanpassung nicht mehr vorgenommen werden kann, ist er für die Wahl einer Brosche ideal. Das Schmuckstück aus Edelstahl verkratzt kaum und nutzt sich aufgrund der Härte des Materials auch nicht ab. Edelstahl erinnert oft an industriell gefertigte Nutzobjekte; genau das macht aber auch den Reiz der Schmuckstücke aus diesem Material aus. Sehr häufig sind Broschen aus Edelstahl deshalb reduziert auf geometrische, einfache Formen.

Dezent und stilvoll - Silber

Silber ist bedeutend weicher und wirkt heller als Edelstahl. Broschen und Anstecknadeln aus Silber sind deshalb leichter zu verzieren. Sie können aber schnell Gebrauchsspuren bekommen - Kratzer sind auf Silber aufgrund des weichen Materials leicht sichtbar. Hat die Brosche filigrane Verzierungen und Gravuren, können sich diese mit der Zeit abgreifen, falls die Brosche oft angefasst wird. Das Material hat dennoch den Vorteil, dass es gerade aufgrund der Weichheit alle Designvarianten zulässt. Es kann gegossen oder geschmiedet werden, es lässt sich schneiden, gravieren und prägen. Aus Silber lassen sich besonders verspielte und fantasievolle Broschen verwirklichen. Sie sollten beim Kauf allerdings auf einen hohen Silberanteil der Legierung achten. Broschen und Anstecknadeln aus Sterlingsilber haben einen Silberanteil von 925 und werden deshalb nicht so schnell schwarz wie mindere Silberlegierungen. Silber in 800, 830 oder 835 sollten Sie nur dann kaufen, wenn es sich um historische Schmuckstücke handelt, die in keiner anderen Legierung zu haben sind.

Gold besticht durch seine Farbvielfalt

Gold ist das wohl vielseitigste Material, schon allein aufgrund seiner Farbvielfalt. Gold kommt in der Natur als Rot- und Gelbgold vor, alle anderen Goldfarben wie etwa Weißgold, Roségold oder auch Grau- und Grüngold ergeben sich aufgrund der Beimischung anderer Metalle. Beliebt ist die Kombination verschiedener Goldsorten. Speziell bei Broschen aus Gold ohne Steine und Perlen bietet es sich an, mit zweierlei Farbvarianten zu arbeiten. Generell gilt, dass sich alle Goldsorten untereinander kombinieren lassen. Allerdings wirken besonders kontrastreiche Farben stimmig. Eine der beliebtesten Kombinationen, die auch für Broschen gern verwendet wird, ist Gelbgold und Weißgold. Oftmals schimmern beide Goldsorten so ineinander, dass erst aus der Nähe ersichtlich ist, dass es zwei raffiniert ineinander gearbeitete Goldfarben sind, die das Schmuckstück zieren. Gut kombinieren lässt sich aber auch Rotgold mit Gelbgold oder mit Weißgold. Besonders die Kombination aus Rotgold und Weißgold ist ungewöhnlich und wirkt dennoch besonders edel.

Für sehr schlichte Broschenformen, besonders solche für Herren, eignen sich Graugold und Grüngold, auch in Kombination. Das Graugold erinnert in seiner Farbe an Edelstahl und wirkt damit besonders maskulin. Auch der ungewöhnliche Farbton des recht seltenen Grüngolds passt gut zu Herren, da dieser Farbton eher kühl wirkt und damit gern Männern zugeordnet wird. Beide Materialien in Synthese, in Verbindung mit einer raffinierten Form, wirken spannend und setzen einen ansprechenden Blickfang am Revers des Hemds oder an der Anzugjacke.

Individuell gefertigte Broschen

Es lohnt sich das Angebot an Broschen zu durchstöbern. Neben schönen Modellen im Antikschmuck bieten auch moderne Goldschmiede tolle Varianten des traditionellen Schmuckstücks. Es ist empfehlenswert auf ein handgefertigtes Stück zu achten, denn so erhalten Sie in jedem Fall ein Unikat.

Broschen sind auch ein einzigartiges Geschenk. Ob zum Valentinstag oder zu Weihnachten - Broschen schenkt nicht jeder. Es zeugt von Stil und Geschmack, wenn Sie eine Brosche verschenken. Die modernen Modelle ganz ohne Edelsteine und Perlen zeigen, wie toll diese Stücke zur aktuellen Mode passen. Sie sind deshalb genau das Richtige für alle, die Accessoires und Schmuck lieben. Ganz unabhängig vom Alter findet sich für jeden Träger die richtige Brosche aus edlen Metallen.

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