Bronchitis

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Wer mit einer Erkältung zum Hausarzt geht, sollte bedenken: Manche Hausärzte verschreiben gern Antibiotika, erst eines, wenn das nicht hilft, gern noch ein zweites oder gar ein drittes. Inzwischen kann es dem Patienten immer schlechter gehen. Wenn der Husten länger als zehn Tage lang anhält, unbedingt einen Lungenfacharzt aufsuchen! Besonders dann, wenn dazu noch Luftnot auftritt, der Patient verzweifelt tiefer einatmet und trotzdem das Gefühl hat, nicht genügend Luft zu bekommen. Verantwortungsvolle Hausärzte könnten natürlich, wenn das erste Antibiotikum nicht angeschlagen hat, gleich dem Patienten den Gang zum Facharzt empfehlen. Warum das oft nicht geschieht, kann vielleicht nur die Politik beantworten. Der Lungenfacharzt lässt eine Lungenfunktionsprüfung erstellen, dadurch ist ersichtlich, wie die Lunge des Patienten noch arbeitet. Oft werden Breitband-Antibiotika und Cortison-Präparate verschrieben und ein Aerosol zum stoßweisen Einatmen in die Lunge. Damit kann man eine schwere Bronchitis meistens erfolgreich bekämpfen. In schweren Fällen ist eine Krankenhauseinweisung vonnöten. Mit einer Bronchoskopie wird durch einen Nasenflügel ein dünner Schlauch bis in die Bronchien eingeführt und der Schleim abgesaugt. Das geschieht unter Narkoserausch, der Patient "schläft" dabei, gottseidank. Eine Bronchtis sollte unbedingt ernst genommen werden, wenn sie chronisch wird, kann sie zum Asthma und lebenslanger Erkrankung führen! Grund für jahrelang wiederkehrende Bronchitiden können Polypen, Nasenscheidewandverkrümmungen oder Nebenhöhlenentzündungen sein. Dann gibt es einen Ping-Pong-Effekt: in der durch Polypen, Nasenscheidewandverkrümmungen und Entzündungen schlecht durchlüfteten Nebenhöhlen bildet sich zäher Schleim, der in die Bronchien abfließt und mühsam abgehustet werden muss. Abhilfe schafft eine Nasenoperation, wo die Scheidewand begradigt, die Naseninnenmuscheln verkleinert und die Polypen entfernt werden. Die OP unter Vollnarkose und der etwa viertägige Krankenhausaufenthalt lassen sich gut ertragen. Belohnung sind der Abschied von Nebenhöhlenentzüng, Bronchtis und Husten. Unterschätzte Bazillen-Schleudern sind übrigens häufig schlecht gewartete Klima-Anlagen!
Wenn die nicht regelmäßig gewartet und die Filter gewechselt werden, können die krank machen! Ebenfalls gefährlich wird es für die Schlafapnoekranken Benutzer von Beatmungsgeräten mit Befeuchtereinheit: wenn die ihre Geräte nicht penibel  j e d e n  Tag reinigen, können ihnen Bazillen in die Lungen gepustet werden. Einige Hersteller schreiben inzwischen in ihren Betriebsanweisungen eine tägliche Reinigungszeitdauer von etwa 30 Minuten vor.

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