Brillante Farben aus dem Inneren der Erde: Edelsteinringe

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So tragen Sie brillante Farben aus dem Inneren der Erde: Edelsteinringe

Edelsteine faszinieren die Menschen schon seit Jahrtausenden. Es wird angenommen, dass die Menschen der Altsteinzeit – die immerhin vor etwa 12.000 Jahren endete – die farbigen Steine bereits kannten und für rituellen Schmuck verwendeten. Belegt ist die Verwendung von Edelsteinen als Schmuck schon in der europäischen Antike (etwa 1200 v. Chr. bis ca. 600 n. Chr.), wobei die alten Griechen und Römer vor allem Saphire, Smaragde, Rubine und Berylle schätzen. Auch Bernstein, der im eigentlichen Sinne kein Edelstein ist, erfreut sich wegen seiner goldenen Farbe schon seit Jahrtausenden großer Beliebtheit.

Wie Edelsteine und Minerale zu ihrer Farbe kommen

Genau genommen handelt es sich bei Edelsteinen um Minerale, die im Laufe von Jahrmillionen tief im Inneren der Erde entstanden sind. Edelsteine entstehen aus der Verbindung von heißem Magma und extrem hohem Druck. Die Farbigkeit der Steine resultiert in der Regel aus der Beimengung verschiedener Spurenelemente. Rote Edelsteine wie beispielsweise der blutrote Granat erhalten ihre faszinierende Farbe durch das Element Eisen. Rote Rubine hingegen verdanken ihre Farbe meist Chrom. Die faszinierende Farbpalette eines grünen Smaragds entsteht durch eine unterschiedlich ausgeprägte Kombination von Chrom, Eisen und Vanadium.
Aufgrund ihrer schier unglaublichen Schönheit sind Edelsteine nicht nur als Schmuck sehr begehrt, schon seit dem Altertum werden ihnen heilende Kräfte zugeschrieben. Die Heilige Hildegard von Bingen (ca. 1098 bis 1179) beschrieb in ihren überlieferten Werken die heilsame Wirkung bestimmter Edelsteine. Die Faszination der farbenprächtigen Schätze der Erde wird unter anderem durch ihre scheinbare Unvergänglichkeit erklärt. Viele Edelsteine weisen eine extrem hohe Dichte und Härte auf. Deshalb und auch aufgrund ihrer Schönheit und Seltenheit galten die Steine in früheren Zeiten als ein Geschenk Gottes an die Menschen. Heute dienen die funkelnden Schönheiten sowohl als Schmuck, finden aber auch als Heilsteine immer noch Anwendung. Edelsteinringe, -ketten, -armbänder und -ohrringe gibt es in den unterschiedlichsten Varianten und Preisklassen.

Der unvergängliche Diamant

Ein kristallklarer Diamant steht für Liebe, Zuneigung und Beständigkeit, weshalb ein Diamantring das perfekte Geschenk des Mannes an seine (zukünftige) Frau ist. Viele Menschen glauben, dass ein Diamant immer durchsichtig sein muss, aber tatsächlich können diese Edelsteine auch rosa, blau, gelb oder braun sein. Farbige Diamanten sind sehr selten und daher entsprechend teuer. Der Wert eines Diamanten ergibt sich aus seiner Reinheit und seinem Schliff. Ein Diamant mit mindestens 58 geschliffenen Facetten heißt Brillant.

Das Gold der Küste: Bernstein

Im Gegensatz zu den klassischen Edelsteinen, die im Grunde zu den Mineralien gehören, ist der Bernstein ein sogenannter organischer Edelstein. Bernstein ist versteinerter Baumharz einer Kiefernart, die vor vielen Jahrmillionen auf der Erde beheimatet war. Bernstein wird vor allem aufgrund seiner warmen gelblichen bis bräunlichen und sogar rötlichen Farbtöne geschätzt. Im Gegensatz zu anderen Edelsteinen wird Bernstein jedoch nicht in Minen abgebaut, sondern vor allem an osteuropäischen Küsten angeschwemmt. Bernstein wird geschliffen, poliert und anschließend in Silber oder Gold eingefasst.

Faszinierende Farbenpracht: die Gruppe der Korunde

Korunde sind Kristalle, die auf ähnliche Weise wie der Diamant entstanden sind und zu den zweithärtesten Mineralien überhaupt zählen. In diese Gruppe gehören so herrliche Edelsteine wie etwa Rubine, Saphire und Smaragde, Berylle, Aquamarin und der Topas. Jedem dieser Edelsteine werden traditionell bestimmte Eigenschaften zugesprochen. Ihnen allen ist jedoch gemein, dass sie je nach der Verarbeitung sehr wertvoll sind und durch ihre umfassende Farbpalette und intensive Farbintensität überzeugen. Der blutrote Rubin gehört zu den wertvollsten Edelsteinen überhaupt. Er steht für die leidenschaftliche Liebe. Ein Rubinring entfaltet seine ästhetische Wirkung vor allem in einer Einfassung aus Gold oder Weißgold.
Smaragde sind meist grün, wobei die Intensität der Grüntöne von recht hell bis hin zu tiefem Dunkelgrün reicht. Dieser Edelstein wird oft auch als „grünes Feuer“ bezeichnet. Er bedarf besonderer Aufmerksamkeit bei der Pflege und sollte regelmäßig geölt werden. Kornblumenblaue Saphirringe gelten schon seit alters her als Inbegriff von Schönheit. Günstige Steine sind meist nicht natürlich blau, sondern in einem speziellen Verfahren eingefärbt. Daneben können Saphire auch andere Farben wie beispielsweise Goldgelb, Grün, Pink oder Orange aufweisen. Weitere Edelsteinringe werden mit tiefblauen Aquamarinen oder den sehr farbintensiven Zirkonen gefertigt, wobei Letztere nicht mit dem künstlich hergestellten Zirkonia verwechselt werden sollten.

Klarheit und Reinheit: Quarze

Von besonderer kristallklarer Schönheit erscheinen Edelsteinringe mit so exquisiten Steinen wie beispielsweise Bergkristall, Amethyst, Türkis, Lapislazuli, Granat oder Opal. Die Auswahl beinhaltet Gold- oder Silberringe mit schön eingefassten Schmucksteinen, aber auch reine Edelsteinringe. Der Opal ist ein ganz besonderer Edelstein, sein Kennzeichen sind sprühende Farbreflexe in Grün, Blau, Gelb und Rot. Sehr selten und dementsprechend wertvoll sind sogenannte Schwarzopale. Manchmal werden „normale“ Opale schwarz eingefärbt, diese allerdings sind längst nicht so wertvoll wie natürlich schwarze Opale. Dieser Stein bedarf gewissenhafter Pflege, so er nicht austrocknen und zerbrechen soll. Opale enthalten vergleichsweise viel Wasser und sollten daher regelmäßig befeuchtet werden. Opalringe schillern in allen Farben des Regenbogens.

Schätze aus dem Meer: Perlen und Zuchtperlen

Genau genommen zählen Perlen – genau wie der Bernstein – nicht zu den Edelsteinen. Da sie jedoch als Schmucksteine große Bedeutung haben, dürfen sie auch in dieser Aufzählung nicht fehlen. Naturperlen begeistern durch einen feinen Glanz und eine seidige Oberfläche. Allerdings sind sie äußerst selten und dementsprechend wertvoll. Da die Nachfrage nicht gedeckt werden kann, sind Zuchtperlen eine gute Alternative. Mit Perlen besetzte Ringe sind gegenüber harten Gegenständen und scharfen Chemikalien sehr empfindlich. Deshalb sollte Perlenschmuck grundsätzlich nicht mit chemischen Reinigungsmitteln gesäubert und auf jeden Fall erst nach dem Auftragen von Make-up, Haarspray und anderen Kosmetika angelegt werden. Perlen, deren Färbung künstlich verändert wurde – etwa durch Erhitzen – müssen dementsprechend gekennzeichnet werden.

Edelsteinringe richtig pflegen

Damit sie lange schön bleiben, müssen Edelsteinringe richtig gepflegt werden. Manche Edelsteine neigen dazu, mit der Zeit porös zu werden und zu zerbrechen. Andere wiederum können verblassen und an Farbintensität verlieren. Dies ist meist dem Umstand geschuldet, dass viele Edelsteine heutzutage auf verschiedene Arten künstlich umgefärbt bzw. ihre natürlichen Farben durch eine spezielle Behandlung intensiviert werden sollen. Aus diesem Grund sollten Edelsteine keinesfalls direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da die UV-Strahlung zum Verblassen des Farbtons beiträgt. Auch können viele mittelharte bis weiche Edelsteine (etwa Bernstein, Opal, Obsidian und Türkis sowie andere Quarze) recht schnell verkratzen, weshalb sie vor dem Schlafengehen, Duschen und vor körperlichen Arbeiten (z. B. Haus- und Gartenarbeit) abgenommen werden sollten. Dieselben Edelsteine sind in aller Regel noch dazu recht porös. Reinigungsmittel und andere Chemikalien sind für die Anwendung an solchen Schmucksteinen nicht gedacht und können diese zerstören.
Für die Reinigung eines solchen Edelsteins genügt ein weiches Tuch, mit dem der Stein nach jedem Tragen sanft abgerieben werden sollte. Harte Edelsteine – beispielsweise Rubine, Saphire und Diamanten – können mit einem milden Reinigungsmittel und etwas handwarmem Wasser vorsichtig gesäubert werden. Gut geeignet ist etwa Geschirrspülmittel oder eine pH-neutrale Seife. Der Edelstein lässt sich gut mit einer weichen Zahnbürste sanft abbürsten, wobei bei eingefassten Edelsteinringen darauf geachtet werden sollte, nicht zu fest aufzudrücken.
Alle Edelsteine sollten keinerlei Kontakt zu Haarspray, Hautcremes und anderen Kosmetika haben, da die darin enthaltenen Chemikalien den Farbglanz sowie die Festigkeit des Schmucksteins beeinträchtigen könnten. Als Faustregel gilt, dass Edelsteinschmuck erst nach erfolgter Toilette angelegt werden sollte.

Die Reinigung mittels eines Ultraschall- oder Dampfreiniger

Manche schwören auf die Reinigung des Schmucks mittels eines Ultraschall- oder Dampfreinigers. Nicht alle Edelsteine sind für eine solche Behandlung geeignet. Folgende Edelsteine können einer Ultraschallreinigung unterzogen werden:

  • Aventurin
  • Beryll
  • Diamant
  • Jaspis
  • Onyx
  • Rubin
  • Saphir.

Eine Dampfreinigung empfiehlt sich lediglich für folgende Edelsteine:

  • Amethyst
  • Aquamarin
  • Aventurin
  • Beryll
  • Diamant
  • Hämatit
  • Jade
  • Jaspis
  • Karneol
  • Lapislazuli
  • Malachit
  • Obsidian
  • Onyx
  • Verschiedene Quarze
  • Saphir
  • Tigerauge
  • Türkis
  • Turmalin
  • Zirkon

Allgemein gilt: Je weicher und empfindlicher der Edelstein, desto eher sind den Stein beanspruchende Reinigungsmethoden zu unterlassen. Aber auch manche intensiv gefärbte harte Edelsteine (etwa der Smaragd) leiden oft unter einer intensiven Reinigung und verlieren infolgedessen schnell an Farbbrillanz. Edelsteinringe sollten bestenfalls in einem weich ausgepolsterten Schmuckkästchen aufbewahrt werden. Vor allem ist darauf zu achten, dass die verschiedenen Schmuckstücke einander nicht berühren, damit die kostbaren Edelsteine nicht verkratzt werden können.

Edelsteine als Heilsteine

Schon im Altertum werden Edelsteine in ihrer Funktion als Heilsteine beschrieben. Zudem ist jedem der 12 Tierkreiszeichen ein bestimmter Edelstein zugeordnet, der seinem Träger Glück und Wohlbefinden bringen soll. Das Tragen bestimmter Edelsteinringe hat demzufolge – wie manche Menschen glauben – einen direkten Einfluss auf die Gesundheit. Regelmäßig getragen sollen die Steine negative Energien abbauen, im Körper verborgene Kräfte freisetzen und allgemein für Harmonie und Zufriedenheit sorgen. Diese Wirkungen sollen auch durch den Kontakt des Steins mit der Haut zustande kommen. Als besonders wertvoll für Körper und Geist gilt der Bergkristall, er findet auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Anwendung. Wer also einen passenden Edelsteinring trägt, könnte negative Schwingungen ausgleichen und sich selbst etwas Gutes tun. In dieser Sichtweise bleibt Edelsteinen immer eine doppelte Funktion vorbehalten, einerseits die körperlich heilende, andererseits die seelische ausgleichende Wirkung, was eine deutliche Unterstützung des ganzheitlichen Wohlbefindens sein kann.

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