Brillante Aufnahmen mit dem richtigen Fotostudio-Zubehör

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Brillante Aufnahmen mit dem richtigen Fotostudio-Zubehör – ein Leitfaden für Studiofotografie

Viele angehende professionelle Fotografen und auch Hobbyakteure träumen von einem eigenen Fotostudio oder aber zumindest von einer umfunktionierbaren, zu mietenden Halle, wenn die erste Möglichkeit nicht gegeben ist. Für Sie kommt dieser Wunsch aber wahrscheinlich nur in Betracht, weil Sie bereits Erfahrung mit der Fotografie als solche sammeln konnten und mittlerweile wissen, auf welchem Gebiet Sie sich am wohlsten fühlen. Studio-Fotografie ist zwar in ihrer Ausführung als solche auf bestimmte Fotogebiete fixiert, eröffnet aber dennoch mehr Möglichkeiten als Sie sich spontan vorstellen können. Als klassischer Anwendungsrahmen finden im Studio für gewöhnlich Aufnahmen von Modellen statt. Dabei steht entweder die People-Fotografie im Fokus oder aber eine Kleidungspräsentation respektive die Fashion-Fotografie. Aber auch Produktbilder können Sie auf eine hervorragende Art und Weise in einem Studio bei den passenden Bedingungen anfertigen. Alle Anwendungsgebiete haben eines gemein: Sie erfordern neben der passenden Örtlichkeit auch noch das passende Equipment in Form von größtenteils elektronischen Hilfsmitteln. Welche Dinge im Studio absolut unverzichtbar sind, erfahren Sie im folgenden Teil.

Rahmenbedingungen schaffen und Basiselemente integrieren

Die prinzipiell wichtigste, aber zumeist ignorierte Tatsache ist paradoxerweise eigentlich recht evident. Wenn Sie demnächst mit Ihren Studio-Aufnahmen groß auftrumpfen möchten, ist es von maßgebender Bedeutung, dass der Grundriss des Raumes die Platzierung aller notwendigen Elemente überhaupt ermöglicht. Haben Sie einen viel zu kleinen und dazu noch viel zu dunklen Raum zur Verfügung, in dem eventuell nicht einmal eine einzige Lichtquelle vorhanden ist, sollten Sie sich genau überlegen, ob dies der richtige Ort ist. Überdenken Sie vor allem auch das Konzept des Raumes als solches. Benötigen Sie abgetrennte Bereiche, die eventuell als Umkleiden für Ihre Models fungieren, oder möchten Sie grundsätzlich unterschiedliche Sets aufgebaut lassen, die variierende Motive in Szene setzen? Dann benötigen Sie vor allem eines: nämlich Platz, verbunden mit der passenden Aufteilungsidee für Ihr Studio.

Die richtige Ausstattung mit Licht

Zu den Basiselementen gehört die Integration einer Hauptlichtquelle. Wenn Ihr Raum nicht oder nur über wenige Fenster verfügt, sollten Sie stets im Hinterkopf behalten, dass ein vollkommen dunkler Raum selbst bei Verwendung von Blitzen nur schwerlich so illuminiert werden kann, dass das Foto perfekt wirkt. Folglich gehört zur Grundausstattung in jedem Fall ein gewisses dauerhaft vorhandenes Licht, das im Übrigen auch zum Arrangement des Settings positiv beiträgt. Am besten achten Sie bereits bei der Auswahl der Örtlichkeit auf die Möglichkeit, Tageslicht zu beanspruchen oder nutzen diverse kleine Lampen an Decke und Wänden, die die Grundhelligkeit gewährleisten. Damit verbunden ist von mindestens genauso großer Wichtigkeit die übrige farbliche Gestaltung der Location. Die meisten Studios sind recht hell gehalten und besitzen zum Beispiel keine schwarzen Wände. Dunkle Farben schlucken Licht - Licht, welches eventuell nachher auf Ihrem Foto fehlt oder aber solches, das Sie mit teuren Accessoires kompensieren müssen. Haben Sie so die Basis für das passende Licht gefunden, so können Sie im Arrangement fortschreiten. Erwerben Sie passende Accessoires wie Stühle, eventuell Tische für Produktfotos und eben alles, was Sie für das grundsätzliche Konzept Ihrer Fotos benötigen.

Licht als Grundbaustein von Fotos erkennen, verstehen und einsetzen

Viele Fotografen machen zumindest aus handwerklicher Sicht diverse Fehler, die im Zusammenhang mit dem Stichwort Licht stehen. Sei es nun eine unpassende Lichtquelle, eine unpassende Lichtform, eine unpassende Lichtqualität oder aber eine unpassende Menge. Der Einsatz von Licht bietet weit mehr Gefahrenpotenzial für Ihre Fotos als Sie momentan vielleicht denken. Meistens beginnen die Überlegungen in diesem Bereich mit dem Erwerb einer passenden Lichtquelle, die Sie in Ihrem Studio nach Möglichkeit dauerhaft stehen lassen können.
Als Grundsatzfrage müssen Sie sich zwischen dem Einsatz von Dauerlicht oder aber externen Studio-Blitzgeräten entscheiden. Die auflösende Frage für dieses Problem lautet: Wie viel Licht benötigen Sie und wie hoch soll die Lichtausbeute sein? Der Hintergrund bei diesem Kriterium ist der Aspekt, dass ein Blitz eine Abbrennzeit von einem sehr kleinen Bruchteil einer Sekunde hat und somit prinzipbedingt auf relativ einfache Art und Weise höhere Leistungsabgaben möglich sind als mit einer dauerhaft brennenden Glühbirne. Möchten Sie mit einer solchen, als Dauerlicht eingesetzt, die gleiche Leistung erbringen wie mit einem 200 Watt starken Studioblitz, so muss die Glühbirne mindestens eine Sekunde lang brennen. Sie sehen, dass alleine der Blitz wesentlich effizienter arbeitet und nur dann zum Einsatz kommt, wenn Sie diesen wirklich benötigen. Andererseits können Sie bei Verwendung von Dauerlicht bereits vor der Aufnahme die Lichtsituation bei der finalen Aufnahme beurteilen, wohingegen Sie bei der Verwendung eines Blitzgerätes zumindest das Einstelllicht aktivieren müssen.

Letztlich wird deutlich, dass es sich um eine Grundsatzfrage handelt, wobei es für beide Alternativen ausgezeichnete Argumente gibt. Auf jeden Fall müssen Sie bereits im Vorfeld eines Kaufes bedenken, dass Sie kein Produkt mit einer zu geringen Leistungsabgabe erwerben. Pauschalisierte Angaben sind jedoch schwer zu tätigen, da vieles von den Rahmenbedingungen und dem Motiv, das Sie vor der Linse haben, abhängig ist. Müssen Sie zudem eine weitere Distanz überbrücken als bei der Tabletop-Fotografie, so benötigen Sie logischerweise auch einen leistungsstärkeren Blitz. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass leistungstechnisch bei sehr kleinen Räumen die untere Grenze bei ca. 150 Watt liegen, sehr gute und viel Licht spendende Geräte aber auch 1000 Watt und mehr aufweisen können.

Ein Zuwenig an Lichtleistung können Sie steigern, wenn Sie mehrere Geräte benutzen und diese an unterschiedlichen oder identischen Orten verwenden. Diese bieten den Vorteil, dass sich interessante Effekte erzielen lassen, da die finale Lichtcharakteristik auf dem Foto komplett vom menschlichen Alltagseindruck abweicht und Unbekanntes visuell näher bringt. Dadurch wirkt ein Foto automatisch interessant und für den Betrachter neuartig. Ein Zuviel an Leistung können Sie regelmäßig durch eine Verringerung des Leistungsoutputs mildern. Selbst sehr günstige Einsteigergeräte bieten Ihnen die Möglichkeit, die Leistung stufenartig herunterzuregeln, sodass eine Überbelichtung effektiv vermieden wird. Kraftvolle Geräte müssen nicht grundsätzlich hochpreisig sein, können aber bei der Materialwahl von einer größeren Investition aus Langlebigkeitsaspekten profitieren.

Wie eine Softbox das Licht weicher macht und Schatten verschwinden

Wenn Sie die zugegebenermaßen nicht einfache Hürde bei der Auswahl eines Blitzgerätes bewältigt haben, ist Ihr Entscheidungsvermögen noch nicht abschließend gefordert worden. Ein Blitz alleine wirft weder gerichtetes Licht, das an der Stelle seine Wirkung entfalten kann, wo es wirklich benötigt wird, und spendet zudem nur harte Illumination, die zumeist unschöne Schatten zur Folge hat. Deshalb ist im Gesamtkontext das wahrlich entscheidende Kriterium noch längst nicht mit der Wahl des passenden Blitzes abgeschlossen, sondern zeigt seine ganze Tragweite erst bei Diffusoren, Spotlights, Waben, Striplights und noch vielen weiteren Alternativen. Nur diese Zubehörteile sorgen dafür, dass Ihre Fotos so aussehen, wie es von einem professionell agierenden Fotograf erwartet wird. Die allermeisten Handwerker in diesem Bereich besorgen sich zunächst eine passende Softbox. Wie der Name schon verrät, verhilft diese dazu, das harte Licht weicher zu gestalten und die Schattenbildung fast gänzlich zu minimieren. Softboxen wie auch alle anderen Lichtformer sind nicht umsonst in allen möglichen Größen und Formen erhältlich. Die Abmessungen orientieren sich beispielsweise an derjenigen des verwendeten Blitzkopfes. Ist dieser recht klein und die Softbox zu groß, schlagen Sie sich unnötigerweise mit schweren Bauteilen herum, ohne dass auch nur die Hälfte Ihres Lichtformers einer Ausleuchtung unterliegt. Somit ist effektvoll demonstriert, dass nicht nur die unterschiedlichen Passungen harmonieren müssen, wenn Sie Hersteller miteinander kombinieren, sondern ebenso andere Fragen von elementarer Bedeutung sind.

Blitze positionieren, ansteuern und die Kommunikation untereinander fördern

Wie bereits erwähnt, macht es durchaus Sinn, mehrere Blitzgeräte bei einer Fotografie miteinander zu kombinieren. Um jegliche Grenzziehungen bei der Lichtsetzung direkt zu vermeiden, benötigen Sie neben den Blitzen mindestens ein Lichtstativ oder eben so viele, wie Sie Blitze verwenden möchten. Diese bieten den teuren Köpfen und Lichtformen passenden Halt und tragen bei entsprechender Qualität auch größere Kombinationslasten problemlos. Allerdings sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie für die passend terminierte Auslösung nicht nur den Blitz als solches, sondern ebenso entsprechende Auslöser benötigen. Der Sender des zumeist zweiteiligen Sets kommt auf Ihre Kamera und der Empfänger wird über den am Blitzkopf vorhandenen Anschluss systematisch integriert. Möchten Sie nun mehrere Blitze ansteuern, so benötigen Sie natürlich mehrere Empfänger. Bei der Wahl eines entsprechenden Sets achten Sie darauf, dass Sie nicht nur Empfänger als solches nachkaufen können, sondern dass diese Ihren preislichen Rahmen nicht zu stark ausreizen.

Hintergründe, Hintergrundhalter und Windmaschinen

Wie bereits eingangs erwähnt, steht und fällt die Auswahl des passenden Zubehörs für Ihr Fotostudio mit den zu fotografierenden Motiven und Szenerien. Die wichtigsten Utensilien für Model- und Fashion-Fotografen wurden schon vorgestellt, aber wie sie sich wirklich von anderen abheben können, wissen nur wenige. Zum einen ist dies möglich durch die Wahl eines sehr ausgefallenen Hintergrundes. Die meisten Studiofotografen benutzen aus gestalterischen Aspekten einen weißen Hintergrund, der auch ein nachträgliches Freistellen in der Postproduktion ohne weiteres ermöglicht. Am PC kann dann jeder beliebige Hintergrund hinter das Modell gesetzt werden – allerdings erfordert dies einiges an Know-how. Beschaffen Sie sich stattdessen schon im Vorfeld einen passenden Hintergrund in Form von farbigen Stoff- oder Papierbahnen oder solchen, die mit Mustern nach Ihrem Geschmack gestaltet sind. Hängen Sie die Rolle in einem stabilen Hintergrundhalter auf und sorgen Sie dafür, dass von der Gesamtkonstruktion keine Gefahr jeglicher Art ausgeht.

Fotografieren Sie viel und bevorzugt Models, sind Windmaschinen die Krönung einer jeden Studio-Ausstattung, weil Sie Dynamik in leblose Fotos bringen können, die selbst mit aufwendiger Bearbeitung am Rechner nicht zu erschaffen ist. Generatoren existieren in kleiner und größerer Ausführung, wobei Sie mit der Positionierung und dem Abstand zur Person spielen können. Hierbei sind Erfahrungswerte – wie auch in allen anderen Punkten – von hilfreicher Bedeutung.

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