Briefmarken aus Belgien: Darauf sollten Sammler achten

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Briefmarken aus Belgien: Darauf sollten Sammler achten

Belgische Briefmarken sind beliebte Sammelobjekte. Das Land ist klein und die Ausgaben sind überschaubar. Das erleichtert es Ihnen, eine vollständige Sammlung zusammenzutragen. Briefmarken aus Belgien fallen dabei teilweise durch ihre besondere Gestaltung auf.

 

Die belgische Post ist Vorreiter für witzige und originelle Briefmarken

In den letzten Jahren machte die belgische Post mit einigen besonderen Ausgaben auf sich aufmerksam. Unter anderem gab es eine Blockausgabe mit Schokoladenaroma und einen Block, auf dem mit UV-Licht weitere Einzelheiten der Marken erkennbar werden. Solche Stücke gelten bislang nicht als philatelistische Besonderheiten. Eine neue Generation von Sammlern findet jedoch Gefallen an originellen Briefmarken. Wenn sich auch die Postämter anderer Länder Gedanken darüber machen, besondere Ausgaben herauszugeben, entsteht im Laufe der Zeit ein neues Sammelgebiet. Es lohnt sich also, die Neuerscheinungen der belgischen Post weiter zu beobachten.

 

Vorsicht vor Fälschungen ist bei wertvollen älteren Briefmarken geboten

Wie bei allen hochpreisigen Sammelobjekten gilt auch bei wertvollen belgischen Briefmarken: Achtung Fälschungen! Gerade die Ausgaben des 19. Jahrhunderts mit dem Porträt des Königs eignen sich für Manipulationen. Ein Fälscher nimmt eine wertlose Marke und versetzt ihr einen nachträglichen Stempel - im Einzelfall kann der Unterschied zwischen postfrisch und gebraucht enorm sein. Enttäuschungen lassen sich vermeiden, wenn Sie auf Prüfzeichen und -zertifikate achten. Eine erneute Prüfung durch einen Experten ist ebenfalls sinnvoll. Eine Liste der zuständigen Prüfer findet sich im Michel-Katalog oder auf der Homepage des Deutschen Philatelisten-Verbands.

 

Interessante Sammlungen von Feldpost - Kriegsgeschichte von Belgien

Gerade im Ersten Weltkrieg war Belgien einer der zentralen Austragungsorte der militärischen Auseinandersetzungen. Die Truppen der verschiedenen Mächte mussten mit Feldpost versorgt werden, für die spezielle Frankaturen notwendig waren. Für Philatelisten ergibt sich damit die Möglichkeit, eine interessante Spezialsammlung aufzubauen. Sie ist gleichzeitig so etwas wie ein kleines, besonderes Geschichtsbuch voller Originaldokumente. Es finden sich auch Briefmarken des Deutschen Reiches, die als Feldpostmarken im besetzten Belgien eingesetzt wurden. Feldpostsammler sind eine eigene Fraktion innerhalb der Philatelisten. Grob gesagt gibt es zwei Lager: die Sammler von Postkarten und Ansichtskarten aus Kriegsgebieten und die Sammler von Feldpostausgaben und speziellen Feldpoststempeln. Beide Sammelgebiete haben ihren Reiz und ihre Berechtigung.

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