Briefe mit dem Zeppelin: Flugpost für Sammler

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Briefe mit dem Zeppelin: Flugpost für Sammler

Flugpost sammeln ist das Hobby der sogenannten Aerophilatelisten. Ein Spezialgebiet der Aerophilatelie ist die Zeppelinpost. Solche Sammler tragen nur Post zusammen, die mit dem Zeppelin befördert wurde. Die Zeppelinpost umfasst den Zeitraum von 1908 bis 1939. Dieser Ratgeber gibt jedem interessierten Briefmarkenfreund Informationen und Anregungen zu diesem besonderen Kapitel der Postgeschichte.

 

Die Geschichte der Zeppelinpost - so fing alles an

1908 beförderte ein Zeppelin zum ersten Mal Briefe. Bis zum Ersten Weltkrieg passierte das eher nebenher. Auch nachher war der Postversand per Zeppelin eine Nebensache. Wirklich interessant wurde die Zeppelinpost erst, als 1928 ein Linienverkehr per Zeppelin eingerichtet wurde. Zeppelin LZ 127 war dafür zuständig, der fast 600 Fahrten unternahm. Später kam dann noch der Zeppelin LZ 129 dazu, der später bei Lakehurst abstürzen sollte. Das war das Ende der Luftpost per Zeppelin.

 

Sonderfahrten - mit dem Zeppelin um die Welt

LZ 127 unternahm mehrere Sonderfahrten, die in der Presse und an den Stationen begeistert gefeiert wurden. Es gab 4 berühmte Fahrten, auf den immer auch Zeppelinpost dabei war:

  • die Weltfahrt
  • die Südamerikafahrt
  • die Polarfahrt
  • die Fahrt zur Weltausstellung in Chicago (1933)

Für Sammler ist das ein echter Glücksfall. Denn die transportierten Briefe sind gekennzeichnet. Der Sammler kann also heute feststellen, mit welchem Zeppelin und auf welcher Fahrt sein Fundstück transportiert wurde. Am gesuchtesten sind Briefe von der Unglücksfahrt der "Hindenburg" (LZ 129), von der nur wenige hundert Stück Postsendungen erhalten sind. Diese erzielen auf Auktionen Höchstpreise.

 

Marken mit dem Zeppelin - die ideale Frankatur

Das Deutsche Reich gab spezielle Luftpostmarken heraus. Mit ihnen frankierte man die Post, die per Luft gesendet werden sollte. Einige der Marken zeigen einen Zeppelin. Ideal für Sammler: Nichts ist schöner als ein Luftpostbrief mit einer Zeppelinmarke, der mit einem Zeppelin transportiert wurde. Solche Briefe können auch Sammler mit kleinem Geldbeutel erwerben. Sie sind häufig und haben eher einen dokumentarischen Wert. Tatsächlich können die Zeppelinmarken im postfrischen Zustand mehr wert sein. Auch andere postfrische Flugpost kann für Anleger interessant sein. Seltene, tadellos erhaltene Marken mit Prüfzertifikat eignen sich genauso gut als Geldanlage wie Edelmetalle.

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