Bremsenkauf ma Vorsicht geboten.

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Was sollten Sie beim Bremsenkauf beachten ?

  • Die Schlüsselnummern zu 2 und 3 bzw. im neuen Fahrzeugschein zu 2.1 und 2.2 reichen nicht aus, um eineindeutig festzustellen, ob die Bremsen in Ihr Fahrzeug passen.
  • Achten sie darauf, dass Sie in den Artikelbeschreibungen die Abmasse der Bremsen finden und vergleichen Sie diese am Fahrzeug.
  • Schauen Sie, ob die Artikelbeschreibung ein Bild der Bremsen wiedergibt und vergleichen Sie es mit ihren Belägen.
  • Hilfreich sind auch die Angaben von sogenannten OE Nummern. Das sind die Artikelnummern, die die jeweiligen Fahrzeughersteller für die jeweiligen Bremsen verwenden. Rufen Sie Ihren Markenhersteller an, lassen Sie sich mit dem Ersatzteilverkauf verbinden und fragen Sie nach der Artikelnummer Ihrer Bremsen. Stimmen diese Artikelnummern mit denen des Angebots überein, so passen die Bremsen.

Der Bremsenkauf ist leider etwas mühsam, da die Autohersteller die Bremsen innerhalb einer Modellreihe oft geändert haben und die Schlüsselnummern alleine nicht ausreichen. Daher lohnt es sich etwas Zeit in die richtige Identifikation zu investieren. Denn ist ist ärgerlicher nachher am Auto zu stehen um festzustellen, dass die Bremsen nicht passen.

Wie sind denn die Qualitäten ?

Bei Modellreihen ab dem Jahre 2002 ist die Zulassung der Bremsbeläge über die EU Norm R90 geregelt. Das bedeutet: Alle Bremsbeläge für Modelle ab 2002 müssen gemäß der EU Norm R90 zugelassen sein. Das erkennt man daran, dass auf den Belägen das Prüfzeichen gedruckt ist.

Beispiel: E1 90R-01101/077

Das erste Zeichen "E1" gibt an, in welchem europäischem Land die Beläge geprüft sind. Seit Einführung der EU Norm gibt es somit keine Zulassung durch eine KBA Nummer mehr. Achten Sie also darauf, dass Ihre Bremsbeläge gem. der R90 zugelassen sind. Viele Anbieter schreiben die R90 Nummer in Ihre Artikelbeschreibung.

Wie ist das den mit den Herstellern ? - Manche sind sehr günstig, manche teuer, hat das was mit der Qualität zu tun ?

Hier ein klares NEIN ! - Die meisten Ihnen als Hersteller bekannten Marken sind schlicht Verpacker und keine Hersteller !

Wussten sie, dass ATE keine Bremsbeläge herstellt ? - Hier eine kleine Auswahl von Marken, die keine Bremsbeläge herstellen: ATE, Bosch, Febi, Optimal, Mapco Meyle. Selbst Textar Bremsbeläge werden mittlerweile nicht mehr ausschließlich in Textar Werken hergestellt, sondern, da Textar zu einer großen Gruppe der TMD Friction gehört, die Produktionen verteilt. Zur TMD gehören folgende Marken: Textar, Pagid, Mintex im PKW Bereich.

Ein hoher Preis kommt nicht immer wegen der Qualität zustande, sondern weil neben dem tatsächlichen Hersteller ja nun auch noch der Markeninhaber, z.b. ATE, Geld verdienen muss ! - Für Sie als Kunde beudeutet das, dass Sie nicht Geld für Qualität sondern Geld für ein Label bezahlen !

Natürlich bedeutet das nun nicht, dass es überhaupt keine Qualitätsunterschiede bei Bremsbelägen gibt. Die gibt es ! - Jedoch drücken sich die Qualitätsunterschiede in der Preisstellung mit maximal 15% aus.

Entscheidend in der Qualität sind die verwendeten Materialien und die Anzahl der Arbeitsprozesse bzw. die Behandlung der Belagoberfläche.

Fazit: Die Qualität der Bremsbeläge drückt sich im Material und in der Bearbeitung aus, welche einen Preisunterschied von ca 15% rechtfertigt. Je mehr Handelsstufen sich daran beteiligen bis ein Belag zu Ihnen kommt, desto teurer wird er, ohne dass Sie dafür einen qualitativ besseren Bremsklotz erhalten. Jede Handelsstufe versucht eine Marge von 7 bis 40% zu realisieren.

Als qualitäts- und preisbewusster Kunde sollten sie demnach dort kaufen, wo die Stufen zum Hersteller am geringsten sind.

Liebe Grüsse von saschaeumelchen.





Schlagwörter:

Bremsen

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