Breath of Fire IV

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Vor ca. 1 ½ Jahren bekam ich „Breath of Fire IV“ geschenkt. Ich nahm es mit großer Freude an, denn mich beeindruckte schon der Vorgänger. Vor ein paar Wochen hatte ich aus leider Langeweile wieder einmal angefangen, dieses RPG zu spielen. Hier nun also mein Bericht dazu.

>> Story <<

Die Geschichte beginnt damit, dass Nina und Cray auf einem Sandflieger durch die Wüste fahren um Ninas Schwester Elina zu finden. Dabei werden sie plötzlich von einem großen Drachen angegriffen –allerdings mehr oder weniger versehentlich. Der Sandflieger geht kaputt und Nina und Cray sitzen in der Wüste fest. Nina entschließt sich los zu ziehen, um nach Bauteilen für den Flieger zu suchen. Dabei begegnet sie bald einem nackten Jungen in einem Krater. Nachdem der nackte Junge sich Anziehsachen besorgt hat (aus einer Händlerkarawane, die in den Krater gestürzt ist) machen die beiden sich bekannt und der erfahrene BoF Spieler erkennt ihn als Ryu. Ryu kann sich an nichts erinnern, daher schließt er sich kurzerhand Nina an und die beiden begeben sich in eine nahe gelegene Stadt. Nina hofft, dass dort irgendjemand Ryu kennt...

Währenddessen springt die Geschichte zu einem anderen Charakter um – Fou Lu. Er wird vom Führer des Fou – Imperiums verfolgt. Man erlebt eine kleine Hetzjagd und ist danach wieder bei Ryu und Nina.

Natürlich kennt niemand Ryu.
Aber auch Bauteile für den Sandflieger finden sie keine.
Also reisen sie weiter. Als sie schließlich bei Cray ankommen, ziehen die Drei weiter in der Hoffnung, woanders Bauteile zu finden. Dabei gelangen sie wieder in eine andere Stadt. Diese kann allerdings aber nur bis zur Hälfte betreten werden, da die andere Hälfte von einem mysteriösen gasähnlichen Zeug verseucht ist. Niemand erklärt sich bereit, die drei zu führen – bis auf einen kleinen Roboter namens Ershin.
Die Reise führt die Drei schließlich auch noch in Gefangenschaft.
Bald darauf spitzen sich die Ereignisse zu. Es ist von wieder erweckten Göttern die Rede und von Mächten, die entfesselt wurden. Nur der kleine Ryu kann helfen, ein Unglück und einen Krieg abzuwenden...

Wie kann Ryu helfen? Was hat es mit seiner Vergangenheit auf sich – und: werden Nina und Cray Elina finden?

Spielt Breath of Fire IV und ihr findet es heraus. ;)

>> Graphik <<

Das Intro des Spiels lässt bereits auf ein Feuerwerk aus Bilder hoffen – zumindest soweit es für PS1 möglich ist. Und der geneigte Spieler wird auch in der Tat nicht enttäuscht. Die Comic Optik des Intros findet man im Spiel wieder. Die Charaktere sind sehr detailverliebt geschaffen worden. Genau wie die Umgebung. Die Wälder sind farbenfroh. Man sieht z.B. sehr viele hübsche Blumen, sie sehr ordentlich geschaffen wurden. Mir ist nie aufgefallen, dass irgendetwas in diesem Spiel verpixelt war. Denn eigentlich erwartet man so was ja, wenn man ein Spiel auf der PS1 spielt. Ich bin der Meinung, dass man so eine schöne und genaue Graphik nicht mal bei Final Fantasy IX findet. Obwohl dieser Teil ja immer als graphisch bestes Spiel für die PS1 angepriesen wird. Allerdings haben sich die Programmierer keine so große Mühe bei der Vielfalt der Gegner gegeben. Viele Gegner wiederholen sich, sind aber halt einfach nur farblich anders gestaltet und natürlich stärker. Auch das Aussehen der Endgegner ist nicht wirklich einfallsreich. Aber die schöne und detailgenaue Umgebung macht das allemal wett. Ich denke auch, dass der Eindruck einer so perfekten Graphik dadurch entsteht, dass die Charaktere und alles, was so rum keucht und fleucht relativ klein gehalten ist. Man im Prinzip Blick aus der Vogelperspektive. Das allerdings auch nicht immer und das ist auch gut so. Denn schließlich ist das hier kein SNES Rollenspiel. (Wobei ich denen ihren Reiz nicht absprechen will – im Gegenteil.)

>> Steuerung <<

Die Steuerung hat mich stellenweise wirklich fast in den Wahnsinn getrieben. Dadurch, dass man die Möglichkeit hat, die Kamera fast überall und immer um 360° zu drehen, wird natürlich auch verlangt, dass man von dieser Funktion Gebrauch macht. Viele Personen oder Gegenstände sind nur zu sehen, wenn man die Kamera dreht. Allerdings ist dies nicht immer in vollem Umfang möglich. Dadurch werden verschiedene Mini – Spiele um ein Vielfaches schwerer. Da man die Truppe komplett sieht, ist es teilweise schwer auf einem schmalen Balken zu gehen, zum Beispiel. Die Steuerung kam mir stellenweise ein wenig träge vor. Dadurch fällt man halt doch mal irgendwo runter und geht in ein Haus, in das man gar nicht will. Ich denke, für Anfänger wird sich das Ganze etwas schwierig gestalten, aber man hat den Dreh eigentlich schnell raus.

>> Mini – Spiele <<

Wie man es vielleicht aus diversen Final Fantasy Teilen (besonders 10 und 10 – 2 ) kennt, gibt es auch hier wieder verschiedene Mini – Spiele zu meistern. Die meisten sind allerdings nötig um den Spielverlauf voran zu treiben. So muss man z.B. in einem Lagerhaus Vasen und Fässer in eine bestimmte Ecke schieben. Dies geht natürlich nicht ohne, dass Hindernisse im Weg stehen. Diese ganze Aktion hat mich sehr an das C64 Game „Sokobahn“ erinnert. Ich bin daran fast verzweifelt und habe dann nach mehreren Fast- Erfolgen die letzten Vasen und Fässer meinen Freund an ihren Platz stellen lassen. Der hatte irgendwie sofort den Überblick. Naja... für mich ist so was halt nichts.
Ein anderes solcher Storyrelevanten Spiele wäre eins, in dem man in einer Höhle einen vermeintlichen Dieb stellen muss. Dieser läuft aber immer vor einem weg und ist –natürlich- auch noch schneller als man selbst. Nun stehen in der Höhe wieder die von mir geliebten Tonnen herum. Man muss also versuchen, den Dieb so in eine Ecke zu drängen, dass er nicht mehr fliehen kann. Das ist gar nicht so einfach! Aber geschafft habe ich es dennoch. ;)
Allerdings ist mir beim zweiten mal Durchspielen aufgefallen, dass sich die vielen fiesen Mini – Spiele nur auf das erste Viertel des Spiels beschränken. Ab der Hälfte ungefähr tauchen so gut wie keine mehr auf. Und das ist auch gut so!
Zu aller letzt wäre da noch das obligatorische BoF Spiel –Angeln. Mann muss sich natürlich vorher die passende Ausrüstung zusammen suchen. Das heißt eine Angel und Köder. Meistens bekommt man beides nach verschiedenen Zufallskämpfen. Das Angeln gestaltet sich als ziemlich schwer und so richtig dahinter gestiegen bin ich bisher noch nicht. Allerdings habe ich es nach unzähligen Versuchen dann noch ein paar Mal geschafft, einen Fisch zu fangen. Diese kann man dann, je nach Wert, in seltene Gegenstände umtauschen. Meine Fische hatten aber, wie ihr sicher vermuten werdet, nie den Wert um dafür irgendwas Tolles zu bekommen. ;)
Nebenbei kann man übrigens noch ein bisschen Siedler für Arme spielen. Es gilt ein Feendorf aufzubauen. Man kann den Feen Jobs übertragen und sie Häuser bauen und bewohnen lassen. Macht man alles richtig, kann man bei denen seltene Items und Waffen kaufen, sowie Bilder aus dem Spiel sehen und Musik hören. Allerdings habe ich gelesen, dass man bei einer Fee verschiedene Zauber lernen kann, wenn man das Dorf gebaut hat. Naja, ich habe zu dieser Fee nie wieder zurück gefunden. Man begegnet ihr nämlich im Lauf der Zeit.

>> Meinung <<

Da ich RPGs (Roll Play Games = Rollenspiele) außerordentlich gerne spiele, kam ich natürlich auch an BoF IV nicht vorbei. Ich kannte bereits den dritten Teil, konnte ihn aber nie zu Ende spielen, da ab der Mitte die CD kaputt war. Als ich nun Teil IV geschenkt bekommen habe, war ich natürlich doppelt froh. Allerdings fand ich die oben genannten Mini – Spiele zu Anfang mehr als nervig. In jeder neuen Stadt musste man so was machen. Echt ätzend! Aber im Endeffekt bekommt man das auch hin und kann weiter machen.
Zur Story ist zu sagen, dass ich die Zeitsprünge zwischen Ryus Party und Fou – Lu sehr klasse finde. Anfangs ergeben die zwar scheinbar noch keinen Sinn, aber das Ganze entwickelt sich zu einem spannenden Katz- und Mausspiel.
Leider befinden sich in diesem Spiel keine Videosequenzen- ich denke, sonst hätte das doch sehr umfangreiche Spiel wohl auch nicht auf eine CD gepasst. Wie auch immer, das Spiel kommt sehr gut ohne aus. Denn die Graphik ist wie gesagt ein wahrer Augenschmaus. Sowas hatte ich auf einer PS1 eigentlich nicht erwartet. Wirklich klasse!
Zu sagen wäre noch, dass das Spiel ausschließlich auf Englisch ist. Leute, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind (wie mein bester Freund, der mir genau aus diesem Grund das Spiel schenkte) werden sicherlich etwas enttäuscht sein. Denn sie bekommen ja Null von der Story mit. Was den Schwierigkeitsgrad allerdings noch etwas hochschraubt ist die Verwendung des Altenglischen (you = thou usw.). Meistens kann man zwar erahnen, andere Wörter hingegen habe für mich einfach keinen Sinn ergeben wollen. Das finde ich ein bisschen schade, denn das macht es schwer der Geschichte vollkommen zu folgen. Aber man verpasst eigentlich trotzdem nichts. Denn die meisten Charaktere, die vorkommen, „sprechen“ normales Englisch, so wie wir es kennen.
Allen Rollenspielliebhabern sei also gesagt, dieses Spiel lohnt sich auf jeden Fall. Zumal man hier auch wieder die konventionelle Art und Weise ausleben kann, seine Charaktere über EXP (Experiencepoints = Erfahrungspunkte) aufzuleveln. Diese Art und Weise mochte ich schon immer am meisten. Allerdings teilen sich die ohnehin schon raren EXP sämtliche Gruppenmitglieder. Am Ende sind es insgesamt sechs. Aber die Kämpfe machen ja auch Spaß, da man z.B. verschiedene Zauber zu einem machtvollen mixen oder Techniken von Gegnern erlernen kann, was sich meistens auch als ziemlich tricky darstellt. Alles in Allem ist zu sagen, dass sich Breath of Fire IV mehr als einmal lohnt. Gute 30 Stunden Spielspaß inklusive einer umfangreichen Story. Allerdings ziehe ich einen Stern wegen der Steuerung, der nervenden Mini – Spiele und der altenglischen Sprache ab. Ansonsten gibt es wie immer eine dicke Empfehlung meinerseits.

>> Fazit <<

Ein Spiel, bei dem RPG Fans voll auf ihre Kosten kommen. Leider sollte man aber zumindest ein bisschen Englisch können, um der Story zu folgen. Ansonsten gibt es neben der schwergängigen Steuerung und der manchmal nervigen Mini – Spiele nichts zu meckern.

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